Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

Juni 2008
M D M D F S S
« Mai   Jul »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Di
3
Jun '08

Wo ist der Strand?

Touristenpreise in der City: Bielefeld hat das Zeug zum Urlaubsort, das zeigen die typischen Artikel zu entsprechend horrenden Preisen.

matten.jpg

(gesehen von der Altherrenriege an der unterirdischen Strandpromenade)

.

Die “freundliche Baustelle am Teuto” schlägt weiter zu

Wenn die Metropole ein bißchen Bares in der Kasse klingeln hört, bebaut sie nicht etwa die unendlich vielen Brachflächen. Nein, dann gehts an die Straßen. Von Montag, 16. Juni, bis zum Beginn der Sommerferien (26. Juni) wird die Jöllenbecker Straße stadtauswärts zwischen der Apfelstraße und der Straße “Am Meierteich” gesperrt. Grund: Sanierungsarbeiten an der Fahrbahndecke. Eine Umleitung (U 7) über die Apfelstraße, die Sudbrackstraße und den Horstheider Weg wird ausgeschildert. Der Verkehr in Richtung stadteinwärts ist von der Sperrung nicht betroffen. Vorarbeiten im Parkstreifen und im Randbereich der Jöllenbecker Straße starten bereits am Montag, 9. Juni. Allerdings kann die Jöllenbecker Straße – wenn auch eingeengt – dann bis zum Wochenende auch noch stadtauswärts befahren werden. Radfahrer müssen in dieser Zeit allerdings nach der Apfelstraße auf die Fahrbahn ausweichen.

Bahnprivatisierung Lügengebäude? Wußte Wend mehr?

Die Teilprivatisierung der Bundesbahn schlägt schon wieder hohe Wellen. Um die Öffentlichkeit zu beruhigen, hatten besonders Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und andere führende SPD-Politiker immer wieder betont: Private Investoren würden sich nur zu 24,9 Prozent an der DB Mobility Logistics AG beteiligen können. Dieses “überfallartige” Vorgehen, wie (Der MdB SPD und Parteilinke) Scheer es vergangene Woche im stern nannte, sei ein klarer Verstoß gegen den Parteitagsbeschluss. Der Bielefelder SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend hält die Vorwürfe Scheers gegen das Holding-Modell für Unsinn. “Das staatliche Eigentum am Netz bleibt bestehen und damit auch der Zugriff der öffentlichen Hand”, sagte er zu stern.de. Scheers Aufregung sei Rechthaberei, meint der Bundestagsabgeordnete.

Kaum war die Abstimmung im Bundestag gelaufen, erhielten Verkehrsexperten den aktuellen Entwurf des Beteiligungsvertrages und trauten ihren Augen nicht. Im Text ist zwar von der bekannten Beteiligung privater Investoren an der DB Mobility Logistics AG die Rede. Die Formulierungen lassen aber nach Meinung mehrerer Abgeordneter zu, dass deren Einzelgesellschaften – also Fern-, Regional- oder Stadtverkehr – theoretisch fast zu 49,9 Prozent verkauft werden könnten.

Ob Bielefelds flotter neoliberaler Wend mehr wußte als seine Kollegen, die in Wirklichkeit leere Bananenblätter vor sich hatten, über die sie abstimmen mußten?

Nun auch die Bahn im Spitzelsumpf

03062008.jpg

Die Spionage-Affäre bei der Telekom bekommt eine ganz neue Dimension: Laut “Handelsblatt” arbeitete die von der Telekom beauftragte Spitzel-Firma auch für die Deutsche Bahn. “Es ging um Telefonverbindungen, Bankdaten und die Durchleuchtung von Zielpersonen”, sagt ein Insider. Die Bahn dementiert eine unzulässige Überwachung.

Wir hier in Bielefeld sind durch den aktiven FoeBUD e.V. vielleicht sogar ein bißchen mehr als vergleichbare Städte im Thema “Datenmißbrauch” informiert und sensibilisiert. Die Bielefelder schreiben dazu auf ihrer Website:

Was der FoeBuD lange prophezeite, war bei der Telekom offenbar längst Praxis. Um herauszufinden, wer im Vorstand der Telekom Journalisten über Konzerndetails informiert, hat der Konzern über ein Jahr hinweg die gespeicherten Verbindungsdaten auf Kontakte zwischen Journalisten und Telekom-Vorstandsmitgliedern geprüft, um „undichte Stellen“ zu finden, meldet Spiegel Online.
Mit der Vorratsdatenspeicherung entstehen seit Januar 2008 neue umfangreiche Datensammlungen. „Sind die Daten erst einmal gespeichert, ist dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet“ erläutert padeluun vom Verein FoeBuD: „Wir haben immer darauf hingewiesen, dass Vorratsdatenspeicherung Begehrlichkeiten weckt. Dieser Vorfall zeigt, dass das keine akademisches Szenario ist, sondern geübte Praxis.“

Datensammlungen in den Händen von Unternehmen sind mindestens genauso problematisch wie beim Staat. Rena Tangens vom FoeBuD fordert daher: „Dieser Vorfall sollte Anlass sein, darüber nachzudenken, die gesetzlich vorgeschriebene Vorratsdatenspeicherung schnellstens abzuschaffen.“

Interessant wäre ja auch, was für eine Firma die Schnüffelbude Network Deutschland GmbH ist, die von Telekom und Bahn angeheuert wurde. Laut FOCUS gibt es am Gebäude in Berlin weder Firmenschild noch Klingel. Offensichtlich haben viele DDR-Wendehälse und Stasischnüffler dort eine neue Heimat gefunden. Kein Wunder, wenn ein Wolfgang S. , gedeckt von der ehemaligen FDJ-Agitpropkanzleuse, angeblich zur “Terrorabwehr” Daten sammelt wie jemand, der nicht mehr alle Sträußchen am Hut hat. Noch bedenklicher ist, das es halbstaatliche Unternehmen sind, die diese Praktiken einführten….

Sarkozy unzuverlässig

02062008-001.jpg

Monsieur, das war ja wohl nichts mit dem Wetter gestern. Von wegen “Wolken, Gewitter, Starkregen aus Frankreich”. Stattdessen schwüle Nacht über der Metropole. Lassen Sie einfach mal heute Carla Bruni allein in den Tuilerien lustwandeln und erledigen Sie Ihre Hausaufgaben. Sonst schicken wir Ihnen Frau Merkel.

Neues Klo für Raumstation

Sieben Tage Fäkalstau auf der ISS. Brauner Klops in der Schwerelosigkeit: Alles ist assimiliert worden!