Archiv für den Monat: Mai 2008

Dumm gelaufen

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Es gibt wohl niemand, der sich noch nicht über den Magenta-Riesen mit den tönernen Füßen geärgert hat. Und jetzt der Stasi 2.0-Skandal. Das Westfalenblatt Bielefeleld kommentiert das so:

Journalisten sollen nicht alles wissen. Getreu diesem Motto versuchen Unternehmen, den Informationsfluss zu steuern, auf so genannte Presseabteilungen zu verengen und undichte Stellen, beispielsweise im Betriebsrat, trockenzulegen. Schließlich bedeuten Stellenabbau und Misswirtschaft negative Schlagzeilen. Die Telekom hat die auch anderswo praktizierte Bespitzelung in größerem Maßstab betrieben. Ausgerechnet ein Unternehmen, das mit Telefondaten äußerst sensibel umgehen sollte, hat Gespräche seiner Manager und Aufsichtsräte mit Journalisten ausgespäht. Nach dem Sturzflug der T-Aktie und dem umfangreichen Personalabbau verliert die Telekom erneut an Ansehen. Pikanterie am Rande: René Obermann,
der die Suppe auslöffeln muss, ist mit der ZDF-Journalistin Maybrit Illner liiert und wird sich unangenehme Fragen anhören müssen. Der Skandal bei der Telekom bedeutet Wasser auf die Mühlen der Gegner der sechsmonatigen Vorratsdatenspeicherung von Internet- und Telefonverbindungen. Wenn massenhaft Gespräche gespeichert werden, wachse die Gefahr von Datenmissbrauch, argwöhnt die Opposition in Berlin. Der Fall Telekom gibt ihr Recht.

Indy gibt es nur verwässert

Indiana Jones verwässert

Das neueste Abenteuer des in die Jahre gekommenen Rauhbeins Dr. Jones kann man in der Welt- und Universitätsstadt Bielefeld wieder nur mit nachträglich aufgequatschten deutschen Dialogen angucken.

Einige glückliche Jahre lang, nachdem die Flebbe-Filmdynastie ihren Multiplexklotz hinter den Bahnhof gebaut hatte, zeigte man gnädig Originalversionen im vormaligen Flaggschiff Astoria. Später gab es solche nur noch im vom Pleitegeier verfolgten Lichtspielhaus an der Feilenstraße, und jetzt gar nicht mehr. Also alles wie beim ersten Indy-Film, nur gefühlt schlechter, weil’s ja schon mal besser war.

Konsequenz: auf die DVD warten oder in die Welt- und Universitätsstadt Osnabrück reisen.

European Song Contest wird Eiskunstlauf-Show

Da war gestern Abend auch die wirklich singen könnende Bianca Schomburg, ehemalige Bielefelder Geheimwaffe für den Grand Prix d´ Eurovision – neudeutsch European Song Contest – sprachlos. Die „No Angels “ in Belgrad mit magersten 14 Pünktchen ebenso wie England und Polen auf dem letzten Platz. Gewonnen hat Rußland. Mit einer „eindrucksvoll“ teuren besungenenen und begeigten Eiskunstlaufprotzshow. Was das alles noch mit dem ehemaligen Grand Prix zu tun hat, bleibt schleierhafter denn je. Wer zukünftig „Ein bißchen Frieden“ haben möchte, läßt die ARD dunkel und ißt seine Käsespiesschen zu Florian Silbereisens Volksmusikstadel. Da ist Deutschland unschlagbar.

Guter Rad. Macht der OB mit?

„Mit dem Rad zur Arbeit“ heißt eine gesunde Aktion. Oberbürgermeister Eberhard David ist wieder Schirmherr dieser gemeinsamen Aktion von AOK und ADFC. Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, ist oft schneller, preiswerter und vor allem gesünder unterwegs. Welches Modell er wohl bevorzugt?

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CDU-Blitz mit grünen Rädern?

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… oder eher MTB für die Umrundung der schönsten Brachflächen?

Das BI-Wetter

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Aus London kam vom königlichen Hof die Anfrage, ob Euer Hoheit nicht eine Runde mit dem neuen Pudding-Kaiserpaar im Gigantoriesenrad Londoner Ausmasses über der Metropole drehen könne. Das Kaiserpaar hat unbestätigten Gerüchten zufolge wegen Hochzeitsreise abgesagt, aber auf das ziemlich Londerige Wetter der Metropole verwiesen:

Samstag: heiter bei 21 Grad
Sonntag: um 19 Grad, regnerisch
Ab Montag: Regen bei 20 Grad
Ab Dienstag: dito, aber bis 26 Grad

Streng verboten

Verboten

… ist irgendetwas an einer bekannten Bielefelder Würstchenbude.

Was genau, ist schwer zu sagen, aber die grammatikfesten Schreiberlinge erklären sich vorsorglich schon mal selbst zu Legislative, Exekutive und Judikative.

Wenn die Stadt ihre Immobilien verhökert, zieht offenbar das Faustrecht unwidersprochen wieder ein.

Konzerncontrolling?

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Da liest man wirklich mehrmals hin, bis man´s kapiert hat. Die Stadt Bielefeld sucht also einen „Konzerncontroller“. Konzern Bielefeld. Das schnürt dir die Luft ab, da japst Du. Was nicht mitgekriegt in der Kapitale der Brachflächen, des Tannöds des Teutoburger Waldes, der kleingeistigen Badeflächen – Verhinderung? Konzern. Dann nehmen wir Dich jetzt mal beim Wort. Wie sieht Deine Kosten-Nutzen-Rechnung aus? Wie ist dein EBIT? Welche Renditen erzielst Du aus gezahlten Steuern? Was tust Du für Deine Bürger?

Ein wenig weniger großspurige Verpackung und mehr TUn. Das würde dem „Konzern“ gut anstehen. Aber jetzt kommt ja ein Controlling. Und wo Controlling ist, wird alles gut. Weil Controlling meist auch dahergeht mit dem Wegspülen der letzten Kreativität.

Fußball-Schuldenbarone aus London und Manchester für Arm. BI nachahmenswert?

Sie haben das Finale der Champignon-Liga in Moskau gesehen? Sie haben mit Arminia Bielefeld im Abstiegskampf mitgefiebert? Dann haben Sie hoffentlich auch gelernt, das der eine Fußball (letztes Bundesliga-Drittel) so rein gar nichts mit dem Showkampf der beiden höchstverschuldeten Fußballvereine der Welt zu tun hat.

Was ist der Gewinn der Champions League sportlich eigentlich noch wert? Rundheraus gesagt weitaus weniger als Arminias Klassenerhalt in der Fubabuli. Da der russische Nimersatt und Oligarch Roman Abramowitsch seine Millionen Chelsea nur als zinsloses Darlehen zur Verfügung stellt, weisen die Blues Verbindlichkeiten in Höhe von 940 Millionen Euro auf. Manchester United steht gar mit 960 Millionen Euro in der Kreide, weil der neue Eigentümer, der Amerikaner Malcolm Glazer, den Verein bis zur Halskrause mit Hypotheken und Krediten eingedeckt hat, um den Kauf zu refinanzieren.

Ob sowas wirklich erstrebenswert ist?

PS: Jürgen „Kloppi“ Klopp, Nebensteher bei Segelohr und Gutfried-Mampfer Kerners ebenso unwichtigen bei banal-blöden TV-Ergüssen zu wichtigen Fußballspielen, ist neuer Trainer beim anderen westfälischen Club, dem Ballspielverein Borussia Dortmund. Jetzt werden in der ehemaligen Bergarbeiter – und Bierbrauerstadt rund um den Borsigplatz die Träume von der Champignon-Liga wieder losgehen. Siehe oben.

Kampf der Läuse, nackte Mädels und Kunsthallenpop

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Vor ein paar Tagen waren die grünen Läuse noch alleinige Bewohner der Rosen im Park der Kunsthalle. Jetzt haben sich rote dazugesellt. Warum ist die böseste Zunge Bielefelds der Meinung, das sei „wie in der Politik“. Also von seitlich gesehen, sieht an der Oetkerschen Stiftung alles wie immer aus. Ein gewisser Herr Hamilton stellt drinnen derzeit nackte Mädels und Popartiges aus.

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450 Jahre „Rats“

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Hatte ich nicht vorhin das „Rats“ erwähnt, das nun ein paar Tage von einem Riesenrad gedeckt wird? Das 450 Jahre alte „Rats“? Dazu paßt diese Pressemeldung der Metropolverwaltung unter der Sparrenburg:

Am Mittwoch, 28. Mai, wird um 19.00 Uhr im Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek, Rohrteichstraße 19, die Ausstellung „Schule mit Geschichte – Schule mit der Zeit. Geschichte des Ratsgymnasiums in Bielefeld“ eröffnet. Die Ausstellung kann dann zwischen dem 29. Mai und dem 6. September jeweils mittwochs bis freitags in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr besucht werden.

Dem 450-jährigen Bestehen des Ratsgymnasiums in Bielefeld ist eine Ausstellung gewidmet, die von aktiven und ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern in Kooperation mit dem Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld realisiert wurde. Die erstmalige gemeinsame Bestellung des Rektors der Stiftsschule vom Stiftskapitel und der Stadt 1558 gilt traditionell als Gründungsdatum des Gymnasiums als städtische Schule. Schlaglichtartig ziehen Ereignisse, Strukturen und Menschen des ältesten Gymnasiums der Stadt auf. Texte und Objekte illustrieren Lehrerpersönlichkeiten, Schülervereine, Schülermützen, Schulfahnen, den Singechor, die Bibliothek, die Entwicklung der Ausrichtung des Gymnasiums und seiner Unterrichtsinhalte, der Schulgebäude und der Aula. Ebenso werden Themen wie die Geschichte des Gymnasiums im Nationalsozialismus, das Schicksal jüdischer Schüler, moderne Schulpartnerschaften oder das Landschulheim Langeoog beleuchtet.

Die Exponate stellten das Ratsgymnasium, die Kunsthalle Bielefeld, das Historische Museum, das Stadtarchiv und private Leihgeber zur Verfügung.

Bevor Nachfragen kommen: der Verfasser war da kein Eleve.

Bilder vor der Flucht

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Lieber Herr Oberbürgermeister,

welch Bielefelder Fest als „Leineweber“ könnte schönerer Anlaß sein, den zentralen Parkscheinautomaten im Albrecht-Delius-Weg gegenüber der Kunsthalle so reparieren zu lassen, das man 50 Cent einwerfen kann, wenn man nur 30 Minuten parken will? Nicht jeder hat so viel Zeit, für 1 Euro zu parken und in der Villa Bozzi bei Cornelia Delius gegenüber dem Automaten feine teure Dinge anzugucken…..

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Lange wird das am heutigen Freitag sowieso nicht mehr in unseren Parkhäusern so aussehen. Rechtzeitige Flucht?

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Kann ja auch sein, das der Eine oder Andere dieses Bild des Riesenrads vorm Lichtpilz wörtlich nimmt. Schließlich steht darunter eine Bierbude. „Pilz vorm Rad“. Und dahinter lauert noch das 450 Jahre alte „Rats“, das Ratsgymnasium. Will ja schließlich auch feiern.

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Machen wir uns mit einem letzten Blick in die Obernstraße auf die Socken. Wieder gibt jemand seinen Laden auf. Nach über 25 Jahren ……

Schönen Freitag

Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“

In diesem Sinne bitte heftig arbeiten und Steuern erzeugen. Auch in Bielefeld, auch in Ostwestfalen.

45 Meter über Bielefeld

Der Leineweber-Markt steht vor der Tür. Hier nochmal anhand einer Pressemitteilung von Bielefeld-Marketing die Highlights:

Die letzten Kabel werden noch verlegt, die Standplätze sind vergeben, die Bands gebucht: Aus Sicht der veranstaltenden Bielefeld Marketing GmbH kann die größte Party der Region am Freitag starten. Vom Museumsgarten an der Kunsthalle bis zum Jahnplatz: Vom 23. bis 25. Mai steht die Bielefelder Altstadt wieder ganz im Zeichen des Leineweber-Marktes.

Die Besucher erwartet ein dreitägiger Stadtfesttrubel mit allem, was dazugehört: Musik zwischen Rock, Pop und A-cappella, Comedy, Kleinkunst und Varieté, rasante aber auch nostalgische Fahrgeschäfte für alle Altersgruppen, dazu Tanz, Sport und grenzenlose Unterhaltung bis tief in die Nacht.

Während im Museumsgarten ein modernes, 45m hohes Riesenrad für spektakuläre Ausblicke sorgen wird, geht es auf dem Jahnplatz ein wenig beschaulicher zu.

Präsentiert von der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (BGW) sorgen am Eingang zur Bielefelder Altstadt zauberhafte Karussellpferde, eine historische Marktorgel, Gaukler und Artisten für eine Atmosphäre „anno dazumal“. Rund um das alte Paderborner Pferdekarussell mit 40 Sitzplätzen erwartet die Besucher ein Nostalgiemarkt mit bunten Ständen, einem Kaffee und einer drehbaren Karussell-Bar. Insbesondere Familien sollten sich einen Besuch auf dem Jahnplatz beim diesjährigen Leineweber-Bummel nicht entgehen lassen!

Das detaillierte Programm (alle Bühnen und Plätze) zum Leinweber-Markt ist während der drei Veranstaltungstage im Informationsstand auf dem Alten Markt erhältlich und kann als pdf auf der www.bielefeld.de (Programm-PDF, 2.7 MB)heruntergeladen werden.


Ach ja. Und wo war das doch noch, wo wir unserer Ratshausobrigkeit und den anderen „tragenden Spitzen der Bielefelder Gesellschaft“ unsere Aufwartung mit einem Glas „Sparrenburg Südlage“ machen können? Gibts eigentlich einen Stand mit „Pudding satt“ oder setzt die Backpulver-Dynastie auf „Die Ofenfrische“?

Viel Lärm um blauen Qualm

Auch in Bielefeld leiden die Wirte unter dem kommenden Rauchverbot. Da freuen sie sich über jeden Ansatz, verlorene – rauchende – Klientel wieder von der Straße ins Wirtskabuff heimzuholen. In der Rheinischen Post lesen wir heute einen Kommentar zum Thema „Modellversuch Rauchen in Eckkneipen“:

Der Vorgang hat Seltenheitswert. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) pfeift seinen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zurück. Der hatte, vom Koalitionspartner FDP angetrieben, einen Modellversuch für das Rauchen in Eckkneipen angekündigt. Flugs erklärte die Opposition, der Gesundheitsminister mache Menschen zu Versuchskaninchen. Die Staatskanzlei teilt diese Sorge offenbar. Sie ließ Laumann wissen, der Schutz der Nichtraucher sei das erste Ziel der NRW-Regierung. Wer für die Raucher eintrete, habe die Mehrheit der Menschen gegen sich. Noch zeigt sich der Westfale hartleibig. Als Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft hat Laumann ein breites Kreuz. Er zählt zu den Stützen des NRW-Kabinetts, lässt sich so leicht nicht beeindrucken. Warum auch? Insgeheim hoffen die Beteiligten, dass das Bundesverfassungsgericht den Qualm aus dem Kabinett abziehen wird. Karlsruhe befasst sich im Juni mit dem Rauchverbot in Eckkneipen. Experten vermuten, dass im Ergebnis eine
Grundsatzentscheidung fällt, die den Modellversuch überflüssig macht. Damit wäre auch den Wirten geholfen. Denen geht der Zick-Zack-Kurs
auf die Nerven: zu Recht.

Es sind eben nicht die Fähigsten, Klügsten, Weitblickendsten, Kreativsten, die Politiker werden…

Fronleichnam

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Katholiken gehen heute in die Messe oder schliessen sich einer Prozession an. Wesentlich mehr machen sich aber auf den Weg ins benachbarte überwiegend protestantische Osnabrück, um durch die Kaufhäuser zu prozessieren. Dann gibt es aber auch Viele, die durch den Wald bei Ummeln an einer großen Koppel vorbeikommen und hoffentlich für die dortigen Ponies Zucker dabei haben.

Wind von vorn für Lena

Wer hätte das gedacht? MdB CDU und IHK-Präsidentin Lena Strothmann bekommt Konkurrenz von der Unternehmerin Monika Kammeier. Es geht um den Wahlkreis 133 Bielefeld/Werther, den Lena S. innehat. Die will ebenfalls antreten, wenn am 5. September auf der CDU-Kreisvertreterversamlung die Kandidaten festgeklopft werden sollen.

Irgendwie gut. Konkurrenz hebt bekanntlich das Geschäft, auch bei der CDU.

„Perfektes Dinner“ bebt nach

Wer am morgigen Freitagabend nichts Besseres zu tun hat, schaltet den TV-Sender VOX ein. Da lief vor ein paar Monaten das harsch kritisierte „Perfekte Dinner“ in Bielefeld ab. Gewonnen hatte Marketing-Student Maximilian Schimmack. „Bisonhüfte mit Nüssen“ heißt seine Kreation, die er in der Sendung „Kocharena“ vorstellen wird. Gegner sind die Sterneköche (Ist das nicht jeder, der im TV kocht?) Mälzer, Henssler und Kim Sohyi. So nebenbei erfahren wir auch aus der netten PR-Meldung der NW, das Maxilein eine Catering-Firma gegründet hat. Perfekt wäre die Angabe der Webadresse bzw. der Telefonnummer gewesen. Wollen wir doch alle mal „Bisonhüfte mit Nüssen“ auffahren. Oder?

Für den damaligen Teilnehmer des „Perfekten Dinner“, den Callcenter-Betreiber Gobbetto, erwies sich der großspurige Auftritt als Bumerang. Nicht nur in diesem Blog machten sich Mitarbeiter der Firma Luft und plauderten über Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Auftritt im Unternehmen des voluminös gebauten Kunden der Firma Feinkost-Klötzer. Ganz böse Zungen behaupten ja bis heute, das Dinner des Wolfgang-Clement-Fans sei von Klötzer bereits am Vortag vorgekocht und in Tupperdosen angeliefert worden, so wenig sah man von den Küchenkünsten des Herrn Gobbetto. Nein, das können wir nicht glauben. Würde der nie machen.

Meine persönliche Meinung: Die inflationären Kochsendungen hängen mir zum Halse raus. Egal, wer da grad schnibbelt, bruzzelt oder labert.

Erschütternd niedlich

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„Klingelingeling, Klingelingeling, hier kommt die Eierbahn….“. Endlich hat Bielefeld, was andere Metropolen mit ähnlichem Geschmack schon lange haben: Eine Nissangeländewagenbahn im Tarnmantel. Samstag und Sonntag, wenn Millionen Touristen die Metropole an Lutter, Schlammobersee und Sparrenburg bevölkern, tuckert sie von 10 – 18 Uhr zwischen Tierpark Oldentrup, Bauernhausmuseum, Kunsthalle und Sparrenburg durch die Stadt. Zunächst 12 Wochen auf Probe, aber wenn man das breite Grinsen von Stadtwerke-Chef Brinkmann, dem Betreiber, richtig deutet, wird das wohl eine Dauereinrichtung. Wie gesagt, „erschütternd niedlich“.

Bielefelder EMNID: „Aufschwung“ kommt nicht an

Die Umfrager der Bielefelder TNS Emdnid werden am Donnerstag auf N24 Zahlen präsentieren, die den Berliner Politikern nicht schmecken dürften:

88 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass sie persönlich nicht vom Wirtschaftsaufschwung profitieren. Noch vor zwei Jahren vertraten diese Meinung 82 Prozent der Befragten. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24.

Mit Blick auf die aktuelle Haushaltslage sprechen sich 61 Prozent der Deutschen dafür aus, jetzt Steuerentlastungen vorzunehmen. 64 Prozent der SPD-Wähler sehen das so, aber auch fast die Hälfte der CDU-Wähler (49 Prozent). 34 Prozent der Befragten sprachen sich hingegen dafür aus, an dem Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes festzuhalten, statt Steuererleichterungen zu gewähren.

(Bei allen genannten Zahlen gilt: Differenz zu 100 Prozent = keine Angabe.)

Umfragezeitraum: 19.05.2008
Befragte: ca. 1.000
Fehlertoleranz: +/- 2,5

… dabei kann es sich doch nur um einen Irrtum der Befragten handeln. Erleichterte Geldbörsen schwingen schneller auf, wenn man der Inflation wegrennen will.

Einsparpotenzial

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Anstatt recht ordentlich zu lüften und dem Putzpersonal ein paar Feinstaubmasken zu spendieren verballert man mal eben 1 Million Euro für Pröbchen-Entnahmen. Warmer Regen für die Untersuchungs-Institute … Geld, das für den Rückbau fehlt.

Endlich Länderspiel-Stadt

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Da Bielefeld jetzt dank des gestrigen Länderspieles Türkei – Slowakei (1:0) auch im erlesenen Kreis der deutschen Fußball-Spielstädte ist, schauen wir uns doch mal an, was das Metropolchen und die Türkei mit Pommes rot-weiß gemeinsam haben. Richtig. Die Stadtfarben sind Länderfarben sind Pommes rot-weiß Farben. Immerhin was.

Azurblau und Schattenmorellen

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Azurblau spannt sich der Himmel schon um 8 Uhr früh über das Metropölchen. Schön, wenn das auch am morgigen Feiertag so bliebe. Bedenklich ist an diesem Tag allerdings, warum ich beim Lesen der Zeitungen an Schattenmorellen denke, an den Küchenschrank gehe, ein Glas öffne und genüßlich auslöffle. Männliche Schwangerschaften äußern sich doch eher anders. Erwarten Sie jetzt aber bitte keine Erklärung, wie.

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Mathias Hain hat in der NW im Interview noch mal dargelegt, wie das denn so war mit Power-Ernst Middendorp „Keiner hatte mehr Bock auf Ernst“. Erstaunlich, wie loyal der ehemalige Arminen-Kapitän sich dennoch verhielt.

So, ich leg dann nochmal Schattenmorellen nach, bevor ich die Folgen der Berliner Politik weiter lesend auslöffle.

Wieder Ärger für Lars W.

Wieder Ärger für Lars Windhorst: Audley Capital hat gegen den mehrfach gescheiterten Jungunternehmer Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung erstattet. Der britische Finanzinvestor fordert 29,4 Millionen Euro von der Berliner Vatas-Holding, deren Geschäftsführer Windhorst ist. So meldet das Manager-Magzin heute. Gewundert hätte, wenn es mal „keinen Ärger um und mit Lars W. “ zu melden gäbe. Mitleid muß man aber nicht haben. Wer sich mit dem in Ostwestfalen Bunthundigst bekannten Lars W. auf Geschäfte einläßt, sollte wissen, was ihn erwarten kann/wird.

So ein Hund hats schon gut

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Welch herrliches Leben. Im Morgentau mit dem Erziehungsberechtigten durch die Felder ziehen, ein paar Rehe eräugen, Pferde auf der Koppel verbellen. Und dann ein paar Minuten ab in die Morgensonne. Da braucht es um halb zehn keinen harten Keks von den Storckschen Bändern in Halle, die angeblich ganz Deutschland knackt.

Die Wahrheit sieht ganz anders aus

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Da kann das Bundespropagandaamt noch so sehr geschönte Zahlen in die Welt hinausposaunen, da kann die Kanzleuse alle Lamas dieser Welt Kameragerecht treffen und alle in DDR-Zeiten ausgelassenen Reisen überall hin machen, die tatsächliche Lage der Nation und ihrer Bewohner läßt sich nicht vertuschen. Und auch nicht die Lage hier im ostwestfälischen Handwerk. 50% der Betriebe im hiesigen Kammerbezirk sprechen von „rückläufigen Investionen“. Komisch, wo doch alles nur so aufschwingt. Große Mauigkeit in der Baubranche, lange Gesichter im Autohandel. Angekommen ist nichts vom proklamierten Aufschwung. Die Unzufriedenheit breitester Schichten wächst und wächst, dito die tatsächliche Armut. Tatsache ist, das die Große Koalition praktisch auf allen Gebieten versagt hat und Gazgerds Blödsinnspolitik noch getoppt hat. .

Der „Ofenfrische“ ist im Boulevard angekommen

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Ach komm, geht mir fort mit Arminia Bielefeld. Hört auf mit dem „Koningin-Dag“ im oranje Holland. Bielefeld hat endlich, was es immer schon verdiente: ein kaiserliches Paar. Der „Ofenfrische“ und seine Oldtimer-erfahrene neue Frau sind angekommen im Boulevard. Senator Burdas Blatt für die Reichen, Möchtegerns, Veronas, Schicken, Schönen, Doofen, Verkifften, die BUNTE, hat Europas Pizzabäcker Nummer eins mit seiner Hochzeit im familieneigenen Brenners Parkhotel zu Baden-Baden endgültig geadelt.

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Freuen wir uns auf ganz viele bunte Bilderstrecken inmitten Fürstens, Königs, Kukident und Dieter Bohlens. Endlich hat Bielefeld dank Pudding-August seinen Platz im Herzen der lesenden Gesellschaft älterer Damen gefunden. Und so gehts: Milch, Pulver, rühren. Und dieser himmlische Geruch von Pudding. Wie bei Mutti in Deppendorf draußen. Dazu dann am Abend eine Ofenfrische und die BUNTE. Herrliche Zeiten für die Kaiser von Bielefeld.