Wenn der liebe Gott die Region Ostwestfalen-Lippe mit etwas reichlich ausgestattet hat, dann sind das die Erdbeerhüttchen. Überall lauern sie am Straßenrand auf Kundschaft. Hoch schlägt die Gier nach der süßen Frucht. Erinnerungen an Klaus Kinski werden wach. Haben Sie das Geräusch im Ohr, das beim Pürieren des Erdbeerquarks entsteht? Mann, ich kann Ihnen sagen….
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
Bruno Labbadia, ehemaliger Torjäger der Arm. Bielefeld, soll Leverkusen zurück in die europäischen Wettbewerbe führen. Der 42-Jährigebisherige >Trainer von Greuther Fürth unterschrieb laut “kicker online” heute bei Bayer. Der Club hatte sich in der vergangenen Woche von Michael Skibbe getrennt, nachdem sich das Team nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte und in der Bundesliga nur auf Platz sieben landete.
Weil Hermann K. (Name geändert), 53 Jahre, abhängig von Alkohol ist, kann er keiner Arbeit nachgehen und muß immer wieder in die Klinik. Weil er dort verpflegt werden muß, kürzte die Behörde die 345 Euro monatliche Sozialleistung. Siegfried Kammel, Bielefelder Anwalt , ging bis vor das Landessozialgericht Essen und bekam in letzter Instanz Recht. Kürzungen sind also im Krankheitsfall nicht zulässig, wenn im Krankenhaus verpflegt wird.
Gestern Abend bei “Anne Will” in der ARD konnte man sich wieder einmal anhören, wes Geistes Kinder in dieser Republik hier auf das abgehängte Mindestenzdrittel der Bürger im Auftrag der neoliberalen Mischpoke hetzen. Stellvertretend sei die Journalistin (für wen schreibt und filmt sie letztendlich?) Rita Knobel-Ulrich zitiert: “Hartz IV alimentiert die Menschen ganz gut. Vater, Mutter und zwei Kinder bekommen 345 Euro pro Erwachsenen, 247 Euro pro Kind, plus Wohngeld, plus Heizung, plus Strom, plus Krankenversicherung. Das sind zirka 2000 Euro im Monat. Das muss man erst mal verdienen! Ein Mann, der vielleicht der einzige Verdiener ist, der im Kindergarten den höchsten Satz zahlt, weil man sagt ‘Du hast ja Arbeit.’, der jeden Tag sieht, dass seine Tankfüllung teurer wird, dem nicht angeboten wird, dass er ein Sozialticket für die U-bahn bekommt, der muss mit diesen 2000 Euro ganz schön haushalten.”
Liebe Rita. Machen Sie lieber mal einen Film mit Großverdiener GAZgerd Schröder, der die von einem verurteilten Kriminellen im Verein mit der Bertelsmann-Stiftung Gütersloh geschriebenen Gesetze einführte und fragen Sie mal, wie lukrativ das sein mag, eine Gesellschaft in eine derartige Schieflage zu bringen und sich dann gegen Millionensalär ins GAZ zu flüchten. Als Anwalt wäre dieser Mann geblieben, was er mal war: Ein kleiner Hannoverscher Rechtsanwalt. Aber was liest man im “Forum Anne Will” als Beitrag zu dieser Dame? “Vor der Journalistin Rita Knobel-Ulrich muss ausdrücklich gewarnt werden, da sie dafür bekannt ist im Auftrage des NDR unverfrorene Hetzsendungen gegen Arbeitslose zu produzieren, so nach dem Motto: “Arbeitslose sind nur faul und Sozialschmarotzer” Der Mietmäuler werden leider auch immer mehr in Deutschland.
Die bessere urbielefelderische Hälfte hat ein Seminar in der nur knapp über 100 Kilometer nördlich von hier gelegenen niedersächsischen Hauptstadt verbracht und ist erstaunt. Klar, mit 518.000 Einwohnern ist Hannover schon ein Stück größer, hat eine weltbekannte Messe, einen großen Flughafen, mit dem Maschsee Wasser in der Stadt, ein großes VW-Werk und mit Hannover 96 den derzeit besseren Fubabuli-Club. Aber deshalb “besser” als die Metropole am Teutoburger Wald? Sie deutet es so: “In Hannover hat man das Gefühl, da tobt das Leben. Insbesondere in der Innenstadt. Das Gefühl habe ich hier bei uns so nicht”. Tja, liebes Bielefeld-Marketing, was machen wir da?
Schon erstaunlich, das eine kleine ostwestfälische Schnecke nächtens gut 4 Meter rauen Terassenstein überwindet und sodann einen gut 70 Zentimeter hohen Eisentisch hinaufschleimt, um dort oben fotografiert zu werden. Parallelen zur Menschenwelt sind rein zufällig.
Es gibt wohl niemand, der sich noch nicht über den Magenta-Riesen mit den tönernen Füßen geärgert hat. Und jetzt der Stasi 2.0-Skandal. Das Westfalenblatt Bielefeleld kommentiert das so:
Journalisten sollen nicht alles wissen. Getreu diesem Motto versuchen Unternehmen, den Informationsfluss zu steuern, auf so genannte Presseabteilungen zu verengen und undichte Stellen, beispielsweise im Betriebsrat, trockenzulegen. Schließlich bedeuten Stellenabbau und Misswirtschaft negative Schlagzeilen. Die Telekom hat die auch anderswo praktizierte Bespitzelung in größerem Maßstab betrieben. Ausgerechnet ein Unternehmen, das mit Telefondaten äußerst sensibel umgehen sollte, hat Gespräche seiner Manager und Aufsichtsräte mit Journalisten ausgespäht. Nach dem Sturzflug der T-Aktie und dem umfangreichen Personalabbau verliert die Telekom erneut an Ansehen. Pikanterie am Rande: René Obermann,
der die Suppe auslöffeln muss, ist mit der ZDF-Journalistin Maybrit Illner liiert und wird sich unangenehme Fragen anhören müssen. Der Skandal bei der Telekom bedeutet Wasser auf die Mühlen der Gegner der sechsmonatigen Vorratsdatenspeicherung von Internet- und Telefonverbindungen. Wenn massenhaft Gespräche gespeichert werden, wachse die Gefahr von Datenmissbrauch, argwöhnt die Opposition in Berlin. Der Fall Telekom gibt ihr Recht.







2 Kommentare »