Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
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Mai '08

Rendezvous der Wutredner: Doll trifft TvH

Eine Woche nach der denkwürdigen Wutrede von BVB-Coach Thomas Doll (42) ist jetzt auch seinem Ex-Mannschaftskollegen, ehemaligen Bielefelder Spieler, Sportdirektor und Trainer Thomas von Heesen (46) in einer Pressekonferenz des 1. FC Nürnberg der Kragen geplatzt. Hauptangriffspunkt war erneut die komplette Journalistenschar. Mit Blick auf fehlende Auswechslungen beim letzten Heimspiel gegen Arm. Bielefeld (2:2) polterte von Heesen: „Ich bin es leid solch idiotische Fragen zu beantworten. Wer nicht selber schon ein Bundesligateam trainiert hat, darf Fragen nach fehlenden Wechseln eigentlich nicht stellen.“ Und wütend weiter: „Solange ich hier verantwortlich bin, muss ich mich vor nichts und niemanden rechtfertigen. Ich entscheide hier und sonst niemand. Wie schwachsinnig kann man sein, zur Halbzeit beim Stand von 2:0 einen Wechsel zu fordern. Meine Kraft gilt einzig der Mannschaft und nicht solchen idiotischen Fragen.“

Ob Seiner Majestät in Nürnberg vor dem morgigen Spiel gegen Dortmund der berühmte A……… auf Grundeis geht? Was sagt er, wenn die Clubberer in die Liga 2 einfahren müssen? Angst vor “Haue bei Aue”? Dagegen ist ja bei Arm. BI vor dem wichtigen Spiel gegen Bochum gradezu Friedhofsstille.

Lieber Thomas: Man muß nicht persönlich den Nanga Parbat bestiegen haben, um sich davon Bilder angucken zu dürfen.

Aber Lars, das tut man nicht!

Unser ostwestfälischer Vorzeigeunternehmer zieht weiter seine häßliche Spur. So schreibt die Financial Times Deutschland heute:

Das einstige Wirtschaftswunderkind Lars Windhorst hat auch die Hypo Alpe Adria Bank auf Aktien sitzen lassen, die das Institut in seinem Auftrag erworben hatte. Das hat Windhorst nicht zum ersten Mal gemacht. Nach Informationen der FTD (Financial Times Deutschland) beauftragte der 31-jährige Deutschlandchef des britischen Finanzinvestors Sapinda – ehemals Vatas – die österreichische Bank mehrfach, Aktienpakete an kleineren Firmen zu erwerben. Doch nahm er die Wertpapiere nicht vollständig ab. Der Hypo Alpe Adria, einer Tochter der BayernLB, ist dabei Insidern zufolge ein Schaden von 42 Mio. Euro entstanden.

Komisch, niemand hindert es, mit dem Buben immer wieder Geschäfte zu machen…… Oder sind Banker, Sparkässler usw. doch noch um Einiges dümmer als wir gemeinhin unterstellen und in jüngster Zeit massiv geballt erleben dürfen?

Großer Bahnhof für Haller Willem

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Freunde der Eisenbahnnostalgie kamen heute beim “Haller Willem-Fest” in unserer Nachbarstadt Halle auf der Strecke Bielefeld – Halle und zurück so richtig auf ihre Kosten. Eine Dampflok der ehemaligen Baureihe 50 zog einen Traditionszug, hielt an allen Bahnhöfen der Strecke und ließ so manchen Nostalgiker von alten Zeiten träumen, als Ruhrkohle auch hier in Ostwestfalen noch mächtig für Dampf sorgte.

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Herrchen und Hund im Autoheck durften dann an einer roten Ampel noch einen wunderbar gepflegten MG bewundern. Die vier ca. 19jährigen “Väter” mit einem grün geschmückten Bollerwägelchen haben wir dann doch nicht fotografiert. Sie trugen Trikots von Borussia Dortmund. Im WDR spielten sie dazu Elvis. “In the Ghetto” und hatten “die 68er” zum Thema.

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Heldentag

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“Deher Maihai ist gekohommen….” Schon um 8 in der Früh blauer Himmel. Da macht die Demonstration gegen Tarifabschaffungen, 1 Euro-Jobs, Hartz 4, Billigstlöhne, Zeitarbeit a la Clement, “Lohnaufstockung” zahlungsunwilliger Unternehmer durch den Staat so richtig Spaß. Dieses Jahr werden sicher mehr auf die Straße gehen. Ob das bei den Vätern, deren Tag ja heute auch ist, ebenfalls so läuft, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ich leg zur Feier des Tages grad mal was über meinen speziellen Freund, den Kannegiesser, Martin, vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall dazu. Der überaus sympathische Junge lebt und arbeitet ja nicht weit von hier, im idyllischen Vlotho. Auf der Seite 1 der heutigen Gazetten bot man ihm Platz für die Ausbreitung seiner neoliberalen Thesen.

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Stellvertretend für mich darf sich heute “Duckhome” den Mund über ihn verbrennen:

Ja wenn der Kannegießer erzählt. Dann sind immer die anderen schuld. Nie ist er es oder das andere neoliberale und wirtschaftsfaschistische Volk. Aber die Menschen in Deutschland wissen was sie dem Kannegießer zu verdanken haben. Kannegießer ist der Gründer und Finanzier der INSM. Gleichzeitig vertritt Kannegießer auch so Firmen wie Siemens in seinem Arbeitgeberverband, die dann natürlich auch für die INSM spenden. Im Hintergrund stinkt da auch immer noch die Brokat-Affäre bei der mal eben 70 Millionen unter Brüdern verschoben wurden.

Zu Siemens brauch ich ja nichts mehr zu sagen. Aber das ist nur die kleine Spitze des großen neoliberalen Eisberges….