Archiv für den Monat: Mai 2008

Arminia-Würstchen

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„Lehmann grillen“ scholl es von der Terasse. Er grübelte. Was meinte sie mit „Lehmann grillen?“. Bis der Cent fiel. „Grillen und parallel dazu Lehmann im Tor der Euromania gegen Serbien auf Schalke gucken“.

Ok. Dann dürfens ja auch vorne links Würstchen auf dem Grill („Experten“ des puristischen Grillens können jetzt aufschreien. Da ist keine Holzkohle drunter und die Aluschalen sind praktisch) sein, wie sie auf der Alm eingesetzt werden. Von jenem Ballspielbegeisterten Metzgermeister aus Steinhagen.

Markisen-Methamorphose

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Bielefelds führende Markiseure gaben ihm, dem Besitzer einer doch über die Jahre verdreckten Markise ziemlichen Ausmasses, gute und teure Ratschläge. Von „Wegwerfen“ bis „Neu bespannen“ reichten die Vorschläge, die Kostenspanne von 200 Teuro bis fast 400, ja gar 550 für ein neues Exemplar („Da müssen Sie aber noch die Montagekosten drauftun“).

Des Nachts kam ihm die Idee, das vergammelte vordere Stück gegen das noch fast neu aussehende hintere Teil zu tauschen. Ein Vormittag Arbeit, triefend-verschwitztes Polo und siehe da: Operation gelungen, Markise lebt.

Nicht alles, was „Experten“ von sich geben, muß wahr, gut und echt sein. Vielleicht hätte man ja auch Herrn Riester, Herrn Prof. Sinn oder Herrn Raffelhüschen vorher fragen müssen. Dann könnte man sich im Falle des Nichtgelingens auf „Expertenmeinungen“ herausreden. Ist aber in diesem speziellen Markisenfalle nicht notwendig.

Los jetzt. 1/10 Cent noch….

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Das schafft Ihr schon. Die Gelegenheit ist günstig, viele mit dem Auto unterwegs zu Parties und Festen. Das schwemmt Diesel in die Tanks. Mit dem einen Cent finanziert Hochstirn Steinbrück dann Wolfi S. das neue gesamtdeutsche Abhör – und Bespitzelsystem, das im Feldversuch bei der Teledumm so glänzend unter Mithilfe ehemaliger Stasischergen bestanden hat.

PS: Wie Rasensprenger rischtisch anmerkt, reschne könne ma aach net: Es is „nur“ an zehntel Cent, Nur …………………

Old Trafford? Anfield Road? AlmArena….

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Gradeaus schließen sie das letzte Loch in der „Festung“ Alm. Und vor der Tribüne wird die Bühne für Herbert Grönemeyer gerichtet, dessen Sonntagskonzert leider ratzefatze ausverkauft ist. Ob er den Bielefeldern zuliebe „Bochum“ nuscheln wird?

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Wer immer schon wissen wollte, wie „Leidenschaft“ von hinten vor blühendem Rhododrendron aussieht, kann man sich beim Rückanblick der neuen Haupttribüne von der Bielefelder Version überzeugen. Wer jemals an der „Anfield Road“ in Liverpool, „Old Trafford“ Manchester oder „Giuseppe Meazza“ in Mailand war, dem wird eines angesichts der perfekten kühlen Gelecktheit des Baues fehlen: „Leidenschaft“. „Melanchton Road“ sieht eher aus wie das neue Kassenhäuschen irgendeines Gasgeldeintreibers.

Jetzt wirds schlammig am Obersee

Zeit der Entschlammung. Zeit der Spülung. An Bielefelds Bodenseeähnlichem Gewässer unterm Schildescher Viadukt gehts nun los. Dazu die Prssemeldung der Metropolverwaltung:

Am Obersee ist das erste Spülfeld zur Aufnahme des Schlammes fast fertig gestellt. Dies teilt das Umweltamt mit. Mit großem Maschineneinsatz durch Schlepper, Raupen, Bagger und Verdichtungswalzen werden täglich mehrere Tausend Kubikmeter Boden bewegt.

In der kommenden Woche sind noch die Drainagen und Ablaufleitungen zur Entwässerung herzustellen. Am Montag werden die Spülleitungen geliefert, die den Schlamm vom Obersee auf die Ablagerungsfläche pumpen. Über die Talbrückenstraße und den Betriebsweg vor dem Parkplatz am Viadukt werden die Rohre zum Seeufer gebracht und dort zwischengelagert. Eine Beeinträchtigung für Spaziergänger erwartet das Umweltamt nicht. Die Leitungen werden im Bereich der Wege unterirdisch verlegt. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Saugbagger am kommenden Donnerstag die Baustelle erreichen. Am Südufer in der Nähe des Viadukts wird er nach Montage mit Hilfe eines Autokrans zu Wasser gelassen. Mitte Juni können dann nach Abschluss aller Vorarbeiten die ersten von insgesamt 120.000 Kubikmeter Schlamm den Obersee verlassen.

Das Umweltamt bietet eine Informationsveranstaltung zum weiteren Ablauf der Maßnahmen an. Diese soll am Mittwoch, 18. Juni, um 17.00 Uhr vor dem Seekrug stattfinden.


Wie sagt man in Absaugerkreisen? „Gut Schlamm. Und immer eine Forelle in der Leitung“

Preissteigerungen zeigen Wirkung

Die Erhöhung der Märchensteuer um 3 Punkte ist nun schon eine Weile her, aber die teilweise exorbitanten Preiserhöhungen im Einzelhandel, bei Energie, Benzin und Heizöl sowie Gas zeigen nach wie vor deutliche Wirkung auch hier Ostwestfalen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte der Einzelhandel in Deutschland im April 2008 nominal 1,5% mehr und real 1,0% weniger um als im April 2007. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der April 2008 mit 26 Verkaufstagen drei Verkaufstage mehr hatte als der April 2007. Dieses Ergebnis für den April 2008 wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen circa 76% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Im Vergleich zum März 2008 war der Umsatz des Einzelhandels im April 2008 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 1,3% und real um 1,7% niedriger. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im April 2008 nominal genauso viel und real 4,8% weniger um als im April 2007. Bei den Supermärkten, Selbstbedienungs-Warenhäusern und Verbrauchermärkten wurde nominal 0,2% mehr und real 4,7% weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal um 2,8% und real um 6,1% niedriger.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im April 2008 über den Werten des Vorjahresmonats (nominal + 2,7%, real + 1,6%). Im sonstigen Facheinzelhandel (zum Beispiel Bücher, Schmuck und so weiter) wurde nominal 7,7% und real 10,4% mehr umgesetzt. Auch im Versandhandel gab es deutliche Umsatzsteigerungen (nominal + 10,0%, real + 9,3%). Dagegen sanken im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen die Umsätze um nominal 9,7% und um real 10,0%.

In den ersten vier Monaten des Jahres 2008 setzte der Einzelhandel nominal 1,6% mehr und real 0,9% weniger um als im Zeitraum Januar bis
April 2007.

Lappetoppe

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Den hiesigen Zeitungen liegt heute ein Werbeblättchen des lauthalsigsten aller Elektronikmärkte bei. Das lenkt den Blick auf ein Ereignis sonderlicher Art. Ein gewisser Markt hats mal wieder geschafft, pünktlich zur Fußball-EM und dem Bedarf an flachen Schirmen ins Gerede zu kommen. Tutto Italia regt sich derzeit über einen Werbespot auf, in dem Comedian Olli Dittrich („Dittsche“, „Texas Lightning“) den Toni mimt und im Scherz sagt: „“Die Deutsche kaufe Lappetoppe, die Italiener kaufe Schiedsrichter“. Die italienischen Tageszeitungen „Corriere della Sera“ und „La Repubblica“ nannten die insgesamt vier Werbespots mit „Toni“ rassistisch und extrem klischeebehaftet. Der Markt nahm daraufhin den Spot aus der laufenden Kampagne.

Da sei doch einfach mal zart daran erinnert, das wir Deutschen meist als „Nazis“ bezeichnet werden, wenn man uns im Ausland mal durch unendlichen den braunen Kakao ziehen will. Da ist „Lappetoppe“ doch mehr als harmlos. Außerdem zahlen wir per T-online an Bayern das Gehalt von Stürmer Luca Toni. Und im Endspiel der EM in Wien werden wir zeigen, wo die Pasta hängt. Und das is die Proteste denn nun wir nehme unsere Auto und gehe nach die Markt in Schildesche. Lappetoppe gucken.

Affetuosi saluti!

Rechenfehler im Zentralabi

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Eine der Mathematik-Aufgaben für den Leistungskurs im NRW-Zentralabitur ist offenbar unlösbar. Zu diesem Ergebnis kommt der Bonner Mathematik-Professor Peter Koepke in einem Gutachten. Dies berichtet die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe). Die Aufgabe zum Thema Wahrscheinlichkeitsrechnung ist laut Koepke „falsch gestellt“ und „wesentlich unvollständig“. Es fehle eine entscheidende Angabe, die die Schüler selbst hätten einsetzen müssen. Dies aber könne man laut Koepke nicht von Schülern verlangen. Selbst ein Aufsicht führender Lehrer hätte in der Situation wohl kaum eine klare Entscheidung für eine Zahl treffen können, heißt es in dem Gutachten weiter. Ein Gymnasium hatte ihn gebeten, die Aufgabe durchzurechnen.

Da sind wir mal gespannt, was unsere Bielefelder Schulministerin Barbara Sommer dazu sagen wird.

Nur gucken. Nicht essen.

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Was das ist? Das sehen Sie nicht? Na dann lassen sie sich nicht von Andreas Pöschel aus Bielefeld erwischen. Der ist nämlich bekannter Foodstylist und macht schon mal einen Lammrücken lila. Im Pressedienst von „Bielefeld-Marketing“ finden wir dazu folgende Meldung:

Dass sich der Koch Andreas Pöschel bestens mit Lebensmitteln auskennt, kommt dem Foodstylisten Andreas Pöschel bei seiner Arbeit zu Gute. „Ich weiß aus Erfahrung, bei welcher Temperatur eine kochende Soße am appetitlichsten blubbert und wann der Käse auf einer Pizza so schmilzt, dass man am liebsten hineinbeißen möchte“, sagt er. Obst, Gemüse und Getränke, Gebackenes, Gekochtes und Gebratenes so anzurichten, dass dem Betrachter das Wasser im Munde zusammenläuft – dafür ist Andreas Pöschel Spezialist. Der 40-jährige Bielefelder ist einer der weltweit gefragtesten Foodstylisten.

Zum Foodstyling kam Andreas Pöschel im Jahr 1989, als er – erst 21-jährig – bereits Küchenchef in einem Bielefelder Nobel-Restaurant war. „Ein Fotograf, der bei uns zu Gast war, fragte mich, ob ich mit ihm für Aufnahmen für ein Kochbuch nach Japan kommen wolle. Damals wusste ich gar nicht, was Foodstyling ist“, erinnert er sich. Neugierig geworden, nahm er den Auftrag an – und fand spontan Gefallen daran, Essen und Getränke ins rechte Licht zu rücken.

Mit 17 Jahren deutscher Jugendmeister der Köche
Eine Zeit lang kochte Andreas Pöschel weiterhin in Restaurants, doch parallel dazu etablierte er sich als Foodstylist für namhafte Hersteller der Lebensmittelbranche. Ob auf der Verpackung einer Tiefkühl-Pizza, im Werbespot für eine Wurstspezialität oder auf dem Plakat einer Biermarke: Was hier so lecker aussieht, ist sein Werk. Dabei muss der Profi-Koch, der im Alter von 17 Jahren bereits deutscher Jugendmeister der Köche war und zahlreiche Auszeichnungen einheimste, oftmals tief in die Trickkiste greifen. Für eine gleichmäßig gebräunte Toastscheibe sprüht der Bielefelder Lebensmittelfarbe aus der Airbrush-Pistole auf das Brot: „Das geht schneller als im Toaster und sieht besser aus.“ Ins Cocktailglas kommen statt Eiswürfel täuschend echt aussehende Stückchen aus einer gummiähnlichen Masse.

Besonders lange hat Andreas Pöschel daran getüftelt, appetitliche Wassertropfen auf Tomaten oder ein Bierglas zu zaubern. „Jetzt habe ich endlich den optimalen Zerstäuber gefunden. Das Fläschchen eines finnischen Nasensprays, das ich per Zufall entdeckt habe, vernebelt das Wasser am feinsten“, berichtet er.

Wie gesagt: Nur gucken. Nicht essen. Schöner Schein schlägt satt werden.

„Unter Plastik“-Erdbeeren oder nicht?

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Ein paar unter den Erdbeer-Agronomen haben ihren Schätzchen ganz lustige Plastikzelte gebaut. Da ruhen sie nun drunter …

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… wohl behütet von unten dank schwarzem Plastik mit Stroh drauf.

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Ist das jetzt besser als das klassische „Ohne-Plastik“-Feld? Schmecken sie besser oder eher nicht? Fragen über Fragen. Aber vielleicht gibt es ja hier Experten für „Rosoideae“ unterhalb der Familie der Rosengewächse (Rosacheae)?

Perverse Welt

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Während die Kanzleuse mal wieder generös mit dem Steuergeld der Bürger um sich wirft („Kanzlerin macht Milliarden für Wälder locker“), machen sich andere Staaten schon offen daran, den Kadaver Nordpol zu sezieren. Unverhohlen buhlen sie um die sich dank des angeblichen Klimawandels vom Eis befreiende Nordkappe der Erde und die darunter vermuteten Bodenschätze. Gehts noch perverser? Die Zeche zahlen – wie immer – die Bürger.

Sorgen der Arminia-Fans

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Das „Westfalenblatt“ veröffentliche eine Reihe von Leserbriefen zu Abschneiden und Zukunft von Arm. Bielefeld. Trotz der Freude über den wieder mal geglückten Klassenerhalt begleiten doch große Bedenken den Blick in die Zukunft. Unisono hofft man, das der in der Vergangenheit eher tölpelhaft agierende Vorstand diesmal die Finger weitestgehend herausläßt.

Das kann man wirklich nur hoffen…..

Thema Kommentare

Wie bekannt, werden die Kommentare in diesem Blog überprüft und dann zügig freigeschaltet. Leider kommt es – wenn auch sehr selten – vor, das ein Kommentar hier Schreibende persönlich angreift oder erkennbar rassistischen oder extremen politischen Inhalt hat. Hier streichen wir. Ansonsten sind jeder Beitrag und jeder Kommentar über und zu Bielefeld, OWL oder bundesweite Themen, die auch die Region betreffen, herzlich willkommen.

Brombeerblüte

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Jetzt blühen die Brombeeren wieder in wahren Massen hier in unserer so waldreichen Gegend. Experten warnen allerdings davor, die Beeren ungewaschen direkt vom Strauch in den Mund zu stecken. Denn auf allem, was in Fuchshöhe wächst, könnten auch die Eier des Fuchsbandwurms sitzen. Diese sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann. Sie sind im Fuchskot und können sich von dort im umliegenden Gras verteilen. Wer die Bandwurm- eier in größeren Mengen in den Mund bekommt, kann daran schwer erkranken. Noch sind vor allem Regionen in Süddeutschland betroffen. Doch der Wurm breitet sich auch in NRW aus. Schätzungsweise 30 Prozent der Füchse sind hierzulande mit dem Wurm infiziert.

Ach ja, UBS….

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Das ist die Bielefelder Filiale der Schweizer UBS gegenüber der Kunsthalle. Die Schweizer Großbank hat offenbar Angst vor Strafverfolgung: Laut „Financial Times“ rät sie Mitarbeitern von Reisen in die USA ab. Dabei geht es vermutlich um Ermittlungen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Ein hoher UBS-Manager wird in den USA bereits festgehalten. Ob Bundesfinami „Hochstirn“ Steinbrück und sein US-Kollege eine Art „Kriminelle Vereinigung“ gebildet haben und gegen Banken vorgehen? In der Schweiz gilt: Deutsche vermögende Anleger handeln bei Kapitalflucht ins Ausland (unversteuert) in einer Art „Notwehr“ wegen der deutschen Steuergesetze.

Rütli? Das war mal

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Wenn man in BI-Gadderbaum links den Mercedes-Händler liegen läßt und dem Straßenverlauf folgt, wirds ländlich, mittelgebirgig. Das an die Metropole anschließende Eggegebirge ist erreicht. Und wenn Sie an an einer Kehre links ein ziemlich mächtiges Gebäude sehen, ja dann sind Sie am „Rütli“. Früher war das mal ein beliebtes Ausflugslokal und Hotel in einer schönen Mittelgebirgswanderlandschaft. Jetzt ist es abgesperrt und dem Verfall preisgegeben. Oder gibts da noch einen Investor? Wer ein klein wenig weiterfährt, parkt am „Stillen Frieden“, ebenfalls Hotel, Restaurant und neuer Startpunkt für Rütli-Wanderungen.

Der Wilhelm-Tellsche „Rütli-Schwur“ hat anders als in der Schweiz also die Ewigkeit nicht überdauert…..

Wenn die bunten Fahnen wehen

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Die Kellogsianisierung der bundesdeutschen Autos macht auch bei uns rasante Fortschritte. Die EM grüßt grad mal mit einem gestrigen schlaffen Spiel gegen Belarus mit einem ordentlichen Steinhagener Odonkor auf dem rechten Flügel, da werden die Untersätze geschmückt, was das Zeug hergibt. Bei JIBI & Co. stapeln sich die Kellogsdoppelpacks mit Fahne und fließen ab wie weiland die warmen Semmeln. Lasset uns singen:

Wenn die bunten Fahnen wehen,
geht die Fahrt wohl über´s Meer,
woll´n wir ferne Länder sehen
fällt der Abschied uns nicht schwer.
Leuchtet die Sonne, ziehen die Wolken,
klingen die Lieder weit über´s Meer.

Vierte Strophe passt zum Alpenhype:

Wo die blauen Gipfel ragen
lockt so mancher steile Pfad,
immer aufwärts ohne Zagen,
sind wir bald dem Ziel genaht.
Schneefelder blinken, schimmern von Ferne her,
Lande versinken im Wolkenmeer.

Der ostwestfälische Freund

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Er ist ziemlich präzis, unser ostwestfälischer Freund vom Stamme der Rotkehlchen. Jeden Morgen so gegen halb 9 setzt er sich auf einen Draht, der den üppig wuchernden Bambus zusammenhält und schaut Richtung Fenster. Irgendwo im dichten Gehölz des weiten Geläufs hinterm Haus hat er sein Nest gebaut. Nahrung findet er reichlich am Teichrand und an den Büschen. Hoffen wir mal, das die Katzen das Pärchen ebenso in Ruhe läßt wie der Hund, der fasziniert dem Treiben der kleinen Putzlinge zuschaut.

Arm. BI´s Supertribüne in der Kritik

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Wer schon mal auf dem neuen Kentsch-Schwick-Denkmalsbau (die neue Haupttribüne auf der Alm) für 33 – 45 € Platz genommen hat, kann die Kritik in diversen Leserbriefen durchaus nachvollziehen. Bei Regen wirste auf dem Unterrang naß, bei praller Sonne gekocht. Die Preise sprechen für sich und sind dem Unterhaltungswert des besten Fußballvereins von OWL absolut „angemessen“. Irgendwie muß ja die Kohle wieder reinkommen für den Jahrhundertbau. Und mit den sogenannten „Sky-Offices“ oben unterm Schüco-Solardach ists auch nicht so weit her. „Ausverkauft“ wird wohl für Arm. BI nur für Spiele gegen die Bayern gelten. Der große Rest guckts auf „Premiere“.

Bonjour Tristesse

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Vor nicht langer Zeit hat man mich „Meckerpott“, „Miesepeter“, „Schlechtredner“, „Merkelgegner“, „Steinbrück-Verachter“ genannt, wenn ich von Bielefelder Stadttrips zurückkam, mit Kaufleuten in Bahnhofstraße, Obernstraße, Jahnplatz gesprochen habe und von immer noch nachlassenden Umsätzen, schlechter Käuferstimmung und eben „nicht ankommendem Aufschwung“ berichtete. Heute ist nun die aktuelle Prognose Konsumklima-Index der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) für Juni bekanntgegeben worden. Da heißt es:

Sowohl die Erwartungen über die weitere Entwicklung der Konjunktur und der eigenen Einkommen als auch die Anschaffungsneigung seien im Mai deutlich zurückgegangen, berichteten die Konsumforscher am Dienstag in Nürnberg über die Befragung von 2000 Verbrauchern. Der Indikator für die Konjunkturerwartung sank um knapp zehn Punkte und fiel mit 13,4 Punkten auf den niedrigsten Wert seit Dezember 2006.

Größere Käufe legen die Verbraucher deswegen erst einmal auf Eis. Die Anschaffungsneigung brach um 15,7 Zähler auf minus 20,4 Punkte ein. „Wenn aufgrund gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise sowie der Furcht vor weiteren Preiserhöhungen mehr finanzielle Mittel gebunden werden, stehen sie für andere Anschaffungen nicht zur Verfügung“, erklärten die GfK-Forscher. Entscheidend für die weitere Entwicklung des Konsumklimas sei, ob die Inflation nachlasse. „Nur wenn die Haushalte davon ausgehen können, dass ihr Einkommen auch real in diesem Jahr steigen wird und zudem die Inflationsängste weichen, werden sie auch wieder verstärkt ihren Geldbeutel öffnen.“

Welche Geldbeutel sollen sich denn bitteschön noch öffnen, wenn nicht die, die in der Bielefelder Bahnhofstraße geöffnet werden? Die miese Politik einer miesen Großen Koalition gegen die Masse der Bürger ist an ihrem Ende angekommen.

Alle wollen angeblich Horst

Die Zustimmung zur Arbeit des Staatsoberhaupts ist so hoch wie nie zuvor in seiner Amtszeit. 85 Prozent der Deutschen sind mit Horst Köhlers Arbeit zufrieden, drei Prozent mehr als Anfang März. Das sei der höchste Wert, der je im ARD-„Deutschlandtrend“ für einen Spitzenpolitiker gemessen wurde, teilte der WDR am Dienstag mit.

So steht es auf „T-online“, dem von BILD befeuerten Portal des Magenta-Spitzelunternehmens. Dann frag ich doch mal einfach so in die Bielefelder Runde. Um die 50 Leute angerufen: „Sind Sie angerufen worden? Sie, Sie oder Sie?“. Also ich nicht, sie nicht, er nicht. Aber rund 1000 hat man befragt. Wer jetzt vermutet, das seien fast alles CDU/CSU-Anhänger, dem zeige ich aber den Goebbels. In einer Parteiendiktatur wie unserer geht doch alles mit rechten Dingen zu. Alles. Auch wenns um Horst geht, dem die meisten Deutschen gefühlt eher gleichgültig gegenüberstehen. Außer 95% von dem, was wir nicht mitkriegen (dürfen). Honecker hatte übrigens auch immer so um die 95% Zustimmung. Mindestens 90% davon waren SED-Mitglieder. Geht mir wech mit den Demago.., äh, Demoskopen…

Ein Blick in Düsseldorfs Blog

Es ist ja angesagt chic, über den angeblichen oder kommenden Klimawandel zu sprechen. Auch hier in Bielefeld macht Schüco direkt oder indirekt damit glänzende Geschäfte. Im Düsseldorf-Blog, stark BILD- und CDU-lastig, findet man ab und zu zwischen all dem Schicki-Micki-Gewäsch doch ein paar Perlchen, über die zu reden ist. Hier zum Klima-Hype, mit dem die Kanzleuse grüne Themen besetzen will:

Jetzt sind wir alle, nun ja, fast alle, auf Klimaschutz programmiert, beten Windräder an, haben uns im Gegenzug die Vergötterung der PS-geilen Autos abtrainiert und per Kickstart eine Öko-Industrie ins Leben gerufen. Jetzt kommt dieser John Coleman daher, der Gründer des rund um die Uhr sendenden US-Marktführers in der Wetterberichterstattung, Weather Channel, und sagt, das sei alles nicht so richtig. Schlimmer noch, er redet von “Beschiss”, dem “größten Beschiss aller Zeiten“. Und er beschuldigt die globalen Medien einer Verschwörung mit Umwelt-Extremisten.

Die veröffentlichte Meinung ist danach sicher, dass die Welttemperatur bis 2100 zwischen 1,4 und 5,8 Grad Celsius steigen wird. Danach richten sich Stromerzeuger, Autobauer, viele andere Produktionszweige und die Grünen bejubeln die entstandene Ökoindustrie. Was, wenn Coleman richtig liegt? Was, wenn der Wissenschaftler Recht hat, wenn er sagt, dass die globale Erwärmung bis spätestens 2015 aufgrund natürlicher klimatischer Schwankungen aufhören wird? Wird die Politik zulassen, dass die Entwicklung wegen mangelnder Relevanz gestoppt wird.

Natürlich nicht, eher wird der Papst evangelisch.

Der heutige Tag zum Beispiel wurde uns von den Wetterfröschen als „Saharahitzewarm“ angekündigt. Tatsächlich haben wir grad gefühlte 12 Grad. Mit nichts kann man bessere Geschäfte machen als mit der Angst der Menschen. Da kann man dann gleich noch die angebliche Angst vor Menschen wie Oskar Lafontaine oder Gesine Schwan einflechten und wie BILD eine Bielefelder Emnid-Umfrage in bester SpringerBertelsmannMohn-Manier gleich mal umbiegt:

39 Prozent der Deutschen halten ihn und seine politischen Ziele für „eher gefährlich“. 47 Prozent sagen, der frühere SPD-Chef sei „eher ungefährlich“, 14 Prozent wollen sich nicht festlegen.

Klartext: 61% der Befragten halten Lafontaine letztlich für „nicht gefährlich“.

Wer sagt eigentlich, das ein Po falla oder Parlamentsdompteur Kauder gut für Deutschland sind?

Sommer ist unterkühlt

Bittere ölffentliche Schelte auch für Bielefelds NRW-Schulministerin Barbara Sommer an den Gymnasiien der Metropole. Besonders die leistungsstarken Schüler klagen über die allzu bürokratische Themenvorbereitung des Zentralabiturs. Dazu passt ein Kommentar der Rheinischen Post von heute Morgen:

Die neue Studie über die Schulpolitik in Deutschland ist allen guten Noten zum Trotz kein Hurra-Pamphlet, auch nicht für NRW mit besonders guten Noten. Immerhin wird man das erst einmal festhalten dürfen und respektieren: Man kann „der Politik“ nicht vorwerfen, auf den Pisa-Schock nicht reagiert zu haben; das deutsche Schulwesen ist in Bewegung, und NRW hat entschlossen gehandelt. Die Studie ist dennoch kein Anlass für Bildungspolitiker, sich selbst zu feiern. Sie gibt vielmehr Fingerzeige, wie es weitergehen kann. So reicht es eben nicht, per Schulgesetz individuelle Förderung vorzuschreiben und von Schulen eigene pädagogische Konzepte einzufordern. Die Schulen müssen tatsächlich auch die Freiheit haben, solche Konzepte zu entwickeln. Und von Schulleitern, die wie Unternehmensführer Lehrer einstellen und nach Leistung bezahlen können, ist Deutschland Lichtjahre entfernt.

Das heimliche Fazit der Studie lautet: Immer noch ist das deutsche Schulwesen vom Obrigkeitsdenken des 19.Jahrhunderts geprägt, immer
noch werden deutsche Schulen stark zentralistisch gesteuert. Die Schule der Zukunft ist viel freier in der Gestaltung von Unterricht und muss sich viel schärfer Leistungsüberprüfungen stellen.

Keine Landeskohle für „StadtParkLandschaft“

Lange Gesichter bei den Planer der Metropole, „StadtParkLandschaft“ ist an den NRW-Fördertöpfen vorbeigerauscht. Dazu die Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

Auf der Seite www.wirtschaft.nrw.de sind jetzt im Internet die Projekte zu finden, die auf europäische- und Landesförderung aus den Themengebieten Naturerlebnisse und Tourismus setzen können. Das Bielefelder Projekt StadtParkLandschaft, eingereicht vom Umweltamt in Zusammenarbeit mit der Bielefeld Marketing GmbH, ist leider nicht dabei.

Für insgesamt 1,8 Millionen Euro sollten am Johannisberg ein Informationszentrum entstehen, die Parkplätze neu gestaltet, die Sparrenburg besser in Szene gesetzt und zu allem ein Marketingkonzept erarbeitet werden.

Das Umweltamt wie auch Umweltdezernentin Anja Ritschel zeigen sich enttäuscht, blicken aber schon wieder nach vorn. „Das Gesamtkonzept StadtParkLandschaft ist nach wie vor richtig, gut und sinnvoll“, so Ritschel. Auch deshalb habe das Projekt inzwischen schon viele Unterstützer und Unterstützerinnen gefunden. Die Idee, das Stadtgrün als wertvolle Ressource herauszustellen, es zu schützen und gleichzeitig für das Stadtimage und für die Freizeitgestaltung der Bielefelderinnen und Bielefelder qualitätvoll zu nutzen, sei nach wie vor ein wichtiges und richtiges Ziel.

Mit dem Kletterpark am Johannisberg hat es angefangen. Die Planungen für die Wiederbelebung der historischen Parkanlagen am Johannisberg werden im Sommer öffentlich vorgestellt. Im Juni beginnt zudem mit dem Sparrenmobil eine Probezeit für eine verkehrliche Verknüpfung von Sparrenburg, Altstadt und Johannisberg. Von Stillstand oder Resignation kann also keine Rede sein. Zusammen mit der Lenkungsgruppe aus Politik, Verwaltung, Pro Bielefeld e.V. und Bielefeld Marketing GmbH werden nun die weiteren Schritte beraten. Umweltdezernentin und Umweltamt setzen nun verstärkt darauf, durch neue Förderanträge, Sponsorensuche und Maßnahmen, die auch mit kleinem Geldbeutel Verbesserungen bringen, das Projekt StadtParkLandschaft fortzuführen. Anja Ritschel: „Wir sind sehr optimistisch, dass dies gelingt.“

Besonders freuen wir uns auf das „Sparrenmobil“ mit Nissan-Motor.

Wild nach Erdbeermund?

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Wenn der liebe Gott die Region Ostwestfalen-Lippe mit etwas reichlich ausgestattet hat, dann sind das die Erdbeerhüttchen. Überall lauern sie am Straßenrand auf Kundschaft. Hoch schlägt die Gier nach der süßen Frucht. Erinnerungen an Klaus Kinski werden wach. Haben Sie das Geräusch im Ohr, das beim Pürieren des Erdbeerquarks entsteht? Mann, ich kann Ihnen sagen….

Bruno nach Leverkusen

Bruno Labbadia, ehemaliger Torjäger der Arm. Bielefeld, soll Leverkusen zurück in die europäischen Wettbewerbe führen. Der 42-Jährigebisherige >Trainer von Greuther Fürth unterschrieb laut „kicker online“ heute bei Bayer. Der Club hatte sich in der vergangenen Woche von Michael Skibbe getrennt, nachdem sich das Team nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte und in der Bundesliga nur auf Platz sieben landete.

Richterklatsche für Arbeitplus Bielefeld

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Weil Hermann K. (Name geändert), 53 Jahre, abhängig von Alkohol ist, kann er keiner Arbeit nachgehen und muß immer wieder in die Klinik. Weil er dort verpflegt werden muß, kürzte die Behörde die 345 Euro monatliche Sozialleistung. Siegfried Kammel, Bielefelder Anwalt , ging bis vor das Landessozialgericht Essen und bekam in letzter Instanz Recht. Kürzungen sind also im Krankheitsfall nicht zulässig, wenn im Krankenhaus verpflegt wird.

Gestern Abend bei „Anne Will“ in der ARD konnte man sich wieder einmal anhören, wes Geistes Kinder in dieser Republik hier auf das abgehängte Mindestenzdrittel der Bürger im Auftrag der neoliberalen Mischpoke hetzen. Stellvertretend sei die Journalistin (für wen schreibt und filmt sie letztendlich?) Rita Knobel-Ulrich zitiert: „Hartz IV alimentiert die Menschen ganz gut. Vater, Mutter und zwei Kinder bekommen 345 Euro pro Erwachsenen, 247 Euro pro Kind, plus Wohngeld, plus Heizung, plus Strom, plus Krankenversicherung. Das sind zirka 2000 Euro im Monat. Das muss man erst mal verdienen! Ein Mann, der vielleicht der einzige Verdiener ist, der im Kindergarten den höchsten Satz zahlt, weil man sagt ‚Du hast ja Arbeit.‘, der jeden Tag sieht, dass seine Tankfüllung teurer wird, dem nicht angeboten wird, dass er ein Sozialticket für die U-bahn bekommt, der muss mit diesen 2000 Euro ganz schön haushalten.“

Liebe Rita. Machen Sie lieber mal einen Film mit Großverdiener GAZgerd Schröder, der die von einem verurteilten Kriminellen im Verein mit der Bertelsmann-Stiftung Gütersloh geschriebenen Gesetze einführte und fragen Sie mal, wie lukrativ das sein mag, eine Gesellschaft in eine derartige Schieflage zu bringen und sich dann gegen Millionensalär ins GAZ zu flüchten. Als Anwalt wäre dieser Mann geblieben, was er mal war: Ein kleiner Hannoverscher Rechtsanwalt. Aber was liest man im „Forum Anne Will“ als Beitrag zu dieser Dame? „Vor der Journalistin Rita Knobel-Ulrich muss ausdrücklich gewarnt werden, da sie dafür bekannt ist im Auftrage des NDR unverfrorene Hetzsendungen gegen Arbeitslose zu produzieren, so nach dem Motto: “Arbeitslose sind nur faul und Sozialschmarotzer” Der Mietmäuler werden leider auch immer mehr in Deutschland.

Hannover. Das „bessere“ Bielefeld?

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Die bessere urbielefelderische Hälfte hat ein Seminar in der nur knapp über 100 Kilometer nördlich von hier gelegenen niedersächsischen Hauptstadt verbracht und ist erstaunt. Klar, mit 518.000 Einwohnern ist Hannover schon ein Stück größer, hat eine weltbekannte Messe, einen großen Flughafen, mit dem Maschsee Wasser in der Stadt, ein großes VW-Werk und mit Hannover 96 den derzeit besseren Fubabuli-Club. Aber deshalb „besser“ als die Metropole am Teutoburger Wald? Sie deutet es so: „In Hannover hat man das Gefühl, da tobt das Leben. Insbesondere in der Innenstadt. Das Gefühl habe ich hier bei uns so nicht“. Tja, liebes Bielefeld-Marketing, was machen wir da?

Schnecke auf Ausguck. Erstaunlich.

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Schon erstaunlich, das eine kleine ostwestfälische Schnecke nächtens gut 4 Meter rauen Terassenstein überwindet und sodann einen gut 70 Zentimeter hohen Eisentisch hinaufschleimt, um dort oben fotografiert zu werden. Parallelen zur Menschenwelt sind rein zufällig.