Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
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Apr '08

Mehr Form oder mehr Function?

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“Form follows function”. Der Begriff ist Teil eines berühmten Ausspruchs des amerikanischen Architekten und Hauptvertreters der Chicago School, Louis Sullivan, einem der ersten großen Hochhausarchitekten. Buchstabengetreu könnte dieser Schüco-Bau das neue Zentralgefängnis von Bielefeld sein…..Kommen wir zum heute präsentierten Zahlenwerk des Namensgebers der Bielefelder “Alm”:

Die Schüco International KG konnte das Geschäftsjahr 2007 mit einem Wachstum von 12,2 Prozent abschließen und steigerte den Umsatz auf 1,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit stieg erstmals auf über 5.000 (2006: 4.700). Die Weichen für weiteres Wachstum sind bereits gestellt: viele herausragende Projekte wurden in den letzten zwölf Monaten begonnen.

Die Schüco Gruppe investierte 2007 weltweit rund 50 Millionen Euro (2006: 37 Millionen Euro). So wurde am Standort Bielefeld das neue Schüco Technology Center (STC) mit einem für Bürogebäude einzigartigen Energiekonzept errichtet und die Osttribüne der SchücoArena mit einem außergewöhnlichen Solardach gekrönt. Am Standort Groß-Rohrheim entstand eine Photovoltaik (PV)-Freiflächenanlage mit einer Leistung von einem Megawatt (MW). Damit leistet Schüco auch einen Beitrag zur Senkung des Kohlendioxid (CO2)-Ausstoßes: Allein diese drei Anlagen sparen pro Jahr rund 620 Tonnen CO2 ein.

Noch kein Stühlerücken für den 1. Mai

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Moderate 11 Grad in Ostwestfalen. Da muß wohl noch eine Schippe obendrauf, damit unter freiem Himmel in den Mai getanzt werden kann.

Wo der Herr mitläuft ….

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Wie das wohl technisch abläuft?

Wie praktisch. Ulla liest ab, was Bertelsmann (will) formuliert

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Gestern schruben wir hier bereits über die unappetitlichen Praktiken des in letzter Zeit sehr oft und mit gutem Recht kritisierten Konzerns aus dem Nachbarstädtchen. Heute nun ist Kim Otte, einer der beiden Autoren des Buches “Der gekaufte Staat”, in der Metropole. Im ARD-Magazin “Monitor” hatte er die unter Gazgerd Schröder eingerissenen und unter Merkel verfeinerten Praktiken der Einflussnahme der Wirtschaft auf die Politik aufgedeckt. Hunderte von Mitarbeitern aus DAX-Unternehmen sitzen direkt in den Ministerien und formulieren die Gesetze so, wie sie es wollen. Und nicht, wie sie “das Volk” via gewählte Abgeordnete am Ende benötigt. Bertelsmann tut sich bei dieser Praxis offensichtlich besonders hervor. Eine Mitarbeiterin der Bertelsmann-Stiftung schreibt unter anderem Reden für Ministerin Ulla Schmidt. Kein Wunder, das die Gesundheitsreform ein Abbild jener seltsamen Einstellung ist, die die ehemaligen Wehrmachtsbuchdrucker aus dem kleinen Städtchen tagtäglich manifestieren: “Für uns täglich Mohnkuchen. Der Rest kann sich an den Tafeln ernähren”.