Rostock punktet in Karlsruhe, Duisburg in Hamburg. Und Arm. BI versemmelt das eigene Spiel beim FC Energie Cottbus. Nein, so wirds nichts mehr mit dem Klassenerhalt, zumal Nürnberg gestern Abend gefühlter Sieger der abgebrochenen Regenschlacht war. Arm. BI also jetzt Vorletzter. Und wer schoß das Tor? Genau jener Ervin Skela, den weiland Arm. BI nicht mehr haben wollte, der dafür aber Spiel für Spiel für Energie Cottbus trifft. Na dann mal viel Spaß bei Bürenkemper-Häppchen zum Match gegen Aue auf der neuen Aussichtsterasse der neuen Haupttribüne.
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Der heutige Tag läßt sich gut an für ein solches Vorhaben. Der Ganzkörperanzug mit angearbeiteten Gummistiefeln aus dem Anglerumfeld liegt bereit. Es wird dem üppig wuchernden Schilf im großen Teich hinter dem Haus an die Halme gehen. Der Hund wird den Teich umkreisen und sich wundern, warum sein Herrchen nicht absäuft.
Das Ende nach ein paar Stunden entbehrt nicht einer gewissen Tragik. Ein altes ostwestfälisches Reetdachhaus hätte damit durchaus auf 10 Quadratmetern neu eingedeckt werden können.
“Durch Deutschland muss ein Ruck gehen! Die Reformprojekte der Bertelsmann Stiftung bieten konkrete Lösungen an, die unser Land weiterbringen.”
Das hat einmal Altbundespräsident Roman Herzog in seiner damaligen Brandrede gesagt, die lupenreine Elemente der Bertelsmannschen Stiftungspolitik (Sitz im Nachbarkaff Gütersloh) vertrat. Nun legt er zum Thema “Rente” nach und fürchtet “einen Krieg der Generationen”, in dem die Alten die Jungen übervorteilen. Ach Roland, wohlabgesichert mit weit über 20.000 Euro monatlich aus diversen Pensionen, Pensiönchen, Staatsgaben, hättest Du bloß geschwiegen. Deine Generation war es doch, die den Rententopf geplündert, umverteilt, ja gradezu verschenkt hat. … Es klingt nicht gut, wenn man lauthals aus dem Glashaus singt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das es viele Rentner gibt, denen die 3 – 7 Euro mehr monatlich wirklich wichtig sind.
In der Paderborner “Paderzeitung” unserer Nachbarstadt fand sich gestern ein Leserbrief von Uli Zauner, den ich nicht vorenthalten möchte:
Öffentliche Entschuldigung Adressiert an Roman Herzog von Ulli Zauner
Hoch verehrter und stets von mir bewunderter Herr Herzog,
Sie haben mich durchschaut! Ich bin ein Verbrecher, ein Krimineller und ein Plünderer! Ganz schlecht wurde mir, als ich von Ihnen die nackte Wahrheit ins Gesicht geschleudert bekam.
Allein der Gedanke, eines Tages Rentner zu sein und die Jüngeren auszuplündern, lässt mich vor mir selbst erbrechen. Voller Abscheu betrachte ich mein Gesicht im Spiegel, eine wirklich miese Visage zeigt sich mir, ein Plünderer eben, wie man ihn aus Berichten über kriminellen Abschaum bereits kennt.
Nun gut, ich habe immer brav in die Rentenversicherung einbezahlt; doch ist es sicherlich sehr vermessen von mir -beweist auch meinen niederen Charakter- nun auch noch auf Auszahlungen zu spekulieren, statt mit Begeisterung die nächsten Diätenerhöhungen unserer weisen Politiker zu beklatschen, deren bisheriges Einkommen wirklich bescheiden ist.
Manchmal frage ich mich auch schon, wie mögen SIE mit der schmalen Pension nur über die Runden kommen. Trotzdem unterstelle ich Ihnen, Sie geben nur zu gerne den Jüngeren noch etwas ab, die Gutmütigkeit und Liebe zum Volk ist Ihnen ja überdeutlich ins Gesicht geschrieben.
Ich schäme mich, Herr Herzog, was bin ich doch nur für ein widerliches Schwein geworden. Da will ich tatsächlich Rente haben, statt mir ab Renteneintritt sofort das Leben zu nehmen um den Staat von mir zu befreien, durch meinen Tod dem Wohlstand der Jüngeren zu dienen.
Werter Herr Herzog, sind Sie bereit die aufrichtige Entschuldigung eines zukünftigen Plünderers und dadurch zum Volksschädling werdenden Schwerverbrechers anzunehmen? Auch der jüngeren Öffentlichkeit bekunde ich hiermit tief zerknirscht mein Bedauern über meine kommende Existenz als Rentner. Mögen die himmlischen Heerscharen mich dereinst ins Fegefeuer dafür verdammen, dem Teufel überstellen und mich auf ewig im Höllenfeuer schmoren lassen. Langweilig wird mir da sicherlich nicht, denn dort treffe ich bestimmt viele bekannte Politiker wieder. Sieht man sich mal????
Nichts für ungut und nochmals: Ich entschuldige mich für meine Existenz, reden Sie den Rentnern weiterhin ins Gewissen und schaffen Sie die Rechtsgrundlage für den Freitod aus edleren Gründen, denn nur wegen der kritischen Suizidparagraphen bleiben derzeit viele Rentner am Leben und belasten diesen, unseren freiheitlich-vorbildlich demokratischen-Rechtsstaaat.
In Demut
Uli Zauner
Dem ist nichts hinzuzufügen, außer der Erkenntnis, das Roman Herzog endgültig seine neoliberale Maske hat fallen lassen. Als ehemaliger Verfassungsrichter sollte er allerdings wissen, wo Volksverhetzung beginnt. Welch politischer Dünnschiss. Schmeißt Hochstirn Steinbrück doch den Hütchenspielern der fahrlässig unbeaufsichtigten Banken grade Steuergelder in x-facher Milliardenhöhe hinterher. Jede andere “normale” Bank wird in einem solchen Falle von der Bundesaufsicht geschlossen. Oder möchte man seinen Politkameraden nur nicht die schönen Aufsichtsratpfründe nehmen? “Schlafend kassieren” als Hauptbeschäftigung unserer Politiker. Wer möchte das nicht?






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