Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mi
9
Apr '08

Abendblau

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Der Blick geht, am Rande des Speckgürtels um die Weltstadtmetropole stehend, gen Westen. Da ganz hinten irgendwo muß Schalke liegen. Aber die spielen ja heute in Barcelona und hoffen auf ein Ruhrgebietswunder. Arm. Bielefeld hat seins noch vor sich. Ist aber guter Dinge, wie sich gestern auf der Hauptversammlung des Vereins herausstellte. Der gesamte Vorstand wurde bestätigt. Die Ziele beider Blauer sind ja auch ganz unterschiedlicher Art: Hier Champions League, da Klassenerhalt. Nun denn “Glückauf”

Schwachsinn

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Wie viele Bielefelder Haushalte der Herr Faber aus Bochum mit seinem Lottomist in diesen Tagen wieder überschwemmt hat, weiß ich nicht. Obwohl wir einen Brief an ihn – persönlich, er ist ja unser “bester” Freund – geschrieben hatten, das zu unterlassen, kommen die Offerten nach wie vor. Lieber Herr Faber, stecken Sie sich das Zeug …..

Widerlegung der Aufschwunglüge

Wie weit die Schere zwischen dem Wahrheitsgehalt der Bundespresseamtsverlautbarungen und der befragten bundesdeutschen Wirklichkeit auseinanderklafft, zeigen ein paar Zeilen, die heute T-online, AFP und dpa veröffentlicht haben. In ihnen geht es um das Vertrauen der Bürger in die Wirtschaft:

Steueraffäre, Bankenkrise und ein deutlich verlangsamtes Wirtschaftswachstum. Kaum ein Tag vergeht, an dem der Bürger keine neuen Horrormeldungen aus der Finanzwelt präsentiert bekommt. Das schlägt sich immer mehr auf die Stimmung nieder. Im März glaubten 53 Prozent der Bürger, dass sich die ökonomischen Verhältnisse verschlechtern werden. Nur 18 Prozent erwarteten eine Verbesserung, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Forsa-Institutes für den “Stern” und “RTL” ergab. Im Mai des vergangenen Jahres waren noch die Optimisten in der Überzahl gewesen: Damals beurteilten insgesamt 41 Prozent die Perspektiven positiv, 28 Prozent negativ.

Aufschwung kommt nicht an

Zu einem ähnlichen Ergebnis wie Forsa-Umfrage kommt auch der in der vergangenen Woche veröffentlichte “ARD-Deutschlandtrend”, der von Infratest dimap im Auftrag der “Tagesthemen” erstellt wurde. Laut den Ergebnissen findet nur noch die Hälfte der Deutschen, dass die gegenwärtige wirtschaftliche Lage gut oder sehr gut sei. Auch vom Wirtschaftsaufschwung profitieren die meisten Deutschen nach eigener Einschätzung kaum. Lediglich 23 Prozent gaben an, vom Wachstum persönlich zu profitieren. Mehr als zwei Drittel (77 Prozent) tun das nach eigenen Angaben nicht. Vor allem bei Geringverdienern macht sich der Aufschwung kaum bemerkbar. So sagen 87 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1500 Euro, sie würden vom Wirtschaftswachstum nicht profitieren.

Was nun, Frau Merkel, Herr Po falla, Herr Wend, Frau Strothmann? Weiter schön lügen oder gleich nochmal einen Punkt bei der Mehrwertsteuer drauf nach dem Motto: “Ihr habt das zu glauben, was wir sagen. Wenn nicht, bestrafen wir Euch”. Wer mit sehr offenen Augewn durch Bielefeld geht und den Menschen zuhört weiß, das sich die Masse des Völkes nicht mehr schocken läßt. Die einen rebellieren mehr und mehr, die anderen verfallen in Apathie und kaufen beim Schnüffeldiscounter noch mehr bilige Dickmacher.

Bielefelder Ansichten

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Hier die Einfahrt in den Ostwestfalentunnel von der Eckendorfer Straße her.

Sichtweise

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So steht es auf der Titelseite der NW Neue Westfälische Zeitung von hrute. Die “Kölnische Rundschau” schreibt das zwar auch, aber dann kommt der Hammer:

Jeder neunte Bürger im erwerbsfähigen Alter (15-65 Jahre) bekommt in Nordrhein-Westfalen Hartz IV-Gelder. Die Zahl der Empfänger ging seit 2006 um 17 Prozent auf 582 000 zurück. Diese Zwischenbilanz nach drei Jahren Sozialreform zog die Chefin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Christiane Schönefeld, am Dienstag in Düsseldorf. Einen starken Zuwachs gebe es aber bei der Zahl Hilfebedürftiger, die zwar Arbeit haben, davon jedoch nicht leben können. Von 2006 auf 2007 stieg die Zahl der “Aufstocker” in NRW um 27 Prozent auf 191 000.

Zwar sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse gestiegen, gleichzeitig aber das Ausmaß der Hilfebedürftigkeit nicht zurückgegangen, stellte der Geschäftsführer des Job-Centers Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers, fest. Dies habe unter anderem mit Billiglöhnen und zu geringen Kinderzuschlägen für Leistungsempfänger zu tun.

“Ausmaß der Hilfebedürftigkeit nicht zurückgegangen”. Das relativiert die Jubelnachricht der NW ungemein…..

Bei Nachrichten aus dem Regierungslager sollte man vorsichtiger denn je sein. Zu sehr klingt das nach Polemik, Verfälschung und Vertuschung. Oder glauben Sie, die Bürger seien wahr und umfassend über die “Liechtenstein-Affäre”, “Das Bankendesaster”, “Arbeitslose” etc. aufgeklärt? Mitnichten. Dafür wirkt die Gehirnwäsche bei der Masse der Bürger.

Peepshow beim Fleisch-Ramscher

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Es vergeht kaum ein Tag, an dem aus dem beschaulich-provinziellen Nachbarkäffchen Bielefelds, Rheda-Wiedenbrück, nicht eine unappetitliche Neuigkeit vom größten Fleischhauer der Republik kommt. “Tönnies”, bekannt für die Affenliebe des Inhabers zum FC Schalke 04, Lohndumping und allerlei andere Umgereimtheiten, steht jetzt nach einem Bericht des ARD-Politmagazins “Report” im Rampenlicht, weil man flächendeckend – also auch bis in den Intimbereich der Mitarbeiter – seine billigst Entlohnten per Video überwacht. Das Büro von Schalkeanbeter Clemens Tönnies soll allerdings ausgenommen sein. Laut Firmensprecher Gumppenberg geschehe das aufgrund der “strengen gesetzlichen Regelungen bei der Lebensmittelproduktion”. Offensichtlich produziert das Billigramscher auch auf den Toiletten und in den Umkleideräumen der Niedriglöhner. Ziemlich unappetitlich, aber für den Milliardär Tönnies einträglich.