Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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1
Apr '08

Bielefelder Ansichten

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Wo der Niederwall endet und auf die Detmolder trifft, liegen linkerhand Amts- und Landgericht. Nicht wenige haben hier im abendlichen Irrlicht der Verkehrsampeln Justitia blind durch hohe Räume irren sehen und Richter beim Auswürfeln von rechten Sprüchen beobachten können.

Jetzt verschwenken sie die Herforder

Jetzt drehen die Rathausinsassen, Chefplaner, Straßenmeister der Stadt aber so richtig auf. Nicht nur die Detmolder wird demoliert und neu gemacht, nein auch die Herforder muß sich Retuschen gefallen lassen, man hats ja so Dicke im Rathaus. Also, hier die verschwenkte Pressemeldung:

Wegen Kanalbauarbeiten auf der Herforder Straße – kurz vor der Einmündung in die Straße Wallbrede – wird von Montag, 7. April, bis Freitag, 9. Mai, die Fahrtrichtung stadteinwärts auf die Gegenfahrbahn verschwenkt. Auch stadtauswärts steht dann nur eine Fahrspur zur Verfügung. Im Baustellenbereich gilt Tempo 30.

Schon am Freitag, 4. April, starten die Vorbereitungen: Der Mittelstreifen wird für die Überleitung der Fahrspur geöffnet. Deshalb ist die Herforder Straße im Bereich der Baustelle in beiden Fahrtrichtungen nur jeweils auf der rechten Fahrspur befahrbar.

Wegen der eingeschränkten Sicht sperrt das Amt für Verkehr die Einfahrt in die Wallbrede für Linksabbieger. Verkehrsteilnehmer, die aus der Wallbrede kommen, können während der Bauarbeiten nur nach rechts in Richtung Karolinenstraße ausfahren. Wer aus Richtung Innenstadt in die Wallbrede gelangen möchte, sollte deshalb über den Sattelmeyerweg einfahren, rät das Amt für Verkehr.

Wie hieß es doch immer? “Bielefeld, die freundliche Baustelle am Teutoburger Wald”.- Und so kommen zu den riesigen Brachflächen auch riesige Bruchflächen. Autofahrer, stellt Euch auf 30 ein.

Lena lebt

Was für ein Glück. Wir hatten schon Sorge, Handwerkskammerpräsidentin und MdB-CDU Lena Strothmann aus Bielefeld sei irgendwo im Packeis oberhalb Grönland verschollen. So wenig hörte, sah und las man von ihr. Jetzt taucht sie in den Gazetten wieder auf, weil ihr das “Handwerkszeichen in Gold” verliehen worden ist. Schön für Lena, dann mal Glückwunsch. Aber ein wenig mehr für die über 10.000 Euro, die Ihro Aufenthalt in Berlin monatlich den Steuerzahler und das Stimmvieh in Bielefeld kosten, könnten wir schon von ihr hören. Oder hat sie in Po fallas Union nichts mehr zu sagen?

Das neue Leiden des OB David

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Was können sie doch dramatisch jammern, die Helden im Rathaus der Metropole. 17,3 Millionen Euro werde der Tarifabschluß im öffentlichen Dienst kosten. Zu tragen von den Bielefeldern. Na ja, von wem denn sonst? Waren es nicht auch die vorauseilenden, gradezu explodierenden Gebühren, die spekulativ über jedes Vernunftmaß erhöhten Energiekosten und das teure brach Liegenlassen von gewaltigen Gewerbeflächen in der Metropole, die dazu führen, das die öffentlich Bediensteten – und alle anderen – einfach immer weniger Geld in der Tasche haben? Was soll also das dämliche Gejammere, der Kämmerer hat sicher schon Pläne in der Schublade, Wasser, Gas, Strom, Müllabfuhr, Autozulassungen, usw. entsprechend steigen zu lassen. Wer sich gleich sechs neue Abgeordnete für fast 50.000 Euro im künftigen Stadtparlament ohne erkennbaren Sinn und Grund leistet, wer Auerochsen auf Auen für hunderttausende Euro weiden lassen will, hat eigentlich jede Berechtigung verloren, den Mund so weit aufzureissen. Nicht zu vergessen, die elegante, schnelle und lautlose Diätenerhöhung im Deutschen Bundestag. Das ging Ratzfatz. Und obendrauf kommt jetzt für fast 1 Milliarde Steuergelder noch eine neue “Bundesflugbereitschaft” für die paar Hanseln, die man auch per privat charterbarer Jets über Grönland kreisen lassen könnte.

Jetzt oder nie!

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