Archiv für den Monat: März 2008

Der Anti-Rentenerhöhungsmann aus BI: Rainer Wend

So langsam wird MdB-SPD Rainer Wend berühmt für seine Aussprüche aus dem Kuriositäten-Kabinett. So meinte der neoliberale „Wirtschaftsfachmann“ und Bielefelder Sparkassen-Kreditausschuss-Mitglied zum Thema „geplante Rentenerhöhung um 1,1%“:

Kritik kommt auch aus der SPD. Der wirtschaftspolitische Sprecher Rainer Wend in BILD (wo sonst?): „Ich bin nicht glücklich darüber, weil die Maßnahme zulasten der jungen Generation geht – und die hat es ohnehin schwerer, eine Rente nach heutigem Standard aufzubauen.“

Lieber Rainer, der Sie sich so flott und problemlos die Diäten um rund 10% erhöhten: So wahnsinnig viel haben Sie in ihrem bisherigen Berufsleben, das 1984 begann, ja noch nicht auf die Beine gestellt, sind aber – da seit 1998 Mitglied des Bundestages – bis ans Lebensende abgesichert. Schauen wir doch mal, was Sie nach über 10 Jahren Bundestag so bekommen würden:

Nach achtjähriger Parlamentsmitgliedschaft, dh. Man muss zwei volle Legislaturperioden durchhalten, erhält ein Abgeordneter mit dem 65. Lebensjahr eine monatliche Pension von 1682 Euro. Mit jedem weiteren Jahr Zugehörigkeit zum Bundestag entsteht der Pensionsanspruch ein Jahr früher.
Aber vor seinem 55. Geburtstag gibt’s keine Pension.

Schafft man es 9 bis 23 Jahre Bundestagsabgeordneter zu sein, dann erhöht sich die Pension um drei Prozent pro Jahr auf maximal 69 Prozent der Diäten. (Abgeordnete, die bereits vor Dezember 1995 im Bundestag waren, können eine andere Regelung in Anspruch nehmen.)

Was soll also das populistische Geheule von wegen „Maßnahme zu Lasten der jungen Generation“? Hat Ihre Generation die junge Generation bisher sonderlich interessiert, sofern sie keine Wählerstimmen brachte? Die Generation, der jetzt die Rente erhöht werden soll, hat für Deutschland sicher genügend getan, da muß man nicht auch noch seine Klappe zu 0,55% „zusätzlicher“ Erhöhung aufmachen? Oder haben Sie „Nein“ zur Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3% gesagt? Haben Sie nicht. Ebensowenig wie zur Einführung des staatlich verordneten Verarmungssystems „Agenda 2010/Hartz 4“ durch den grandiosen Gazgerd.

Olderdissen-Hasen kommen mit Verspätung

Aus einer Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

Unvorhersehbare Lieferprobleme verhinderten den für Samstag, 15. März, angekündigten Verkaufsstart der neuen Teller mit Hasen-Motiven aus der beliebten Tierpark-Edition. Mittlerweile ist die von vielen Fans bereits heiß erwartete Ware eingetroffen und wird ab Mittwoch, 19. März, im Tierpark-Shop der Präparate-Ausstellung im Heimat-Tierpark Olderdissen – oberhalb des Kinderspielplatzes – angeboten. Der Tierpark-Shop hat mittwochs, samstags sowie sonn- und feiertags von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 12.30 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld entschuldigt sich ausdrücklich bei allen Interessenten, die bereits am Samstag den Tierpark zum Erwerb der Teller besucht haben und ohne das begehrte Sammlerobjekt nach Hause fahren mussten.

China?

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Beim Lesen dieses Artikels auf SPIEGEL-online erinnere ich mich an eine Begeisterungsveranstaltung zum Thema „Zukunft China“ in den Räumen der IHK Industrie- und Handelskammer zu Bielefeld. Aus den Mundwinkeln speichelnde und sabbernde gestandene Unternehmer lagen fast dem chinesischen Referenten aus einer Umwelttechnisch bereits toten „Boomregion“ und dem Bielefelder Co-Referenten zu Füßen, als die „großen Aussichten und günstigsten Einkaufsmöglichkeiten für Waren und Halbprodukte“ deklamiert wurden. Am liebsten hätten sie ihre Handhelds und Handies genommen und wären ohne Zögern losgerannt Richtung Fernost. Meine kritischen Worte verhallten damals völlig wirkungslos im „aaaaaaaber billig“-Geschrei. Viele sind seitdem auf die Schnauze geflogen. Und so packt mich klammheimliche Freude, wenn ich so etwas lese:

Billig, billig, billig – das ist die Hoffnung deutscher Unternehmer, wenn sie in China einkaufen. Doch für viele geht die Rechnung nicht auf, zeigt eine aktuelle Studie, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Jede dritte Firma zahlt für Waren aus der Volksrepublik sogar mehr als für heimische.

Kleptokraten

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In so manchem Leserbrief an die Bielefelder Tageszeitungen finden sich wahre „Perlen“. Dieser hier gräbt ein Gesetz aus den 30er Jahren aus, das in der Schweiz und Liechtenstein aus ganz anderem Grunde eingeführt wurde. Aber Hochstirn und Bilderbuch-Neoliberaler Steinbrück würde auch darüber eines seiner dümmlichen Witzchen reißen und sich jegliche „Einmischung“ in seine Kompetenz verbitten. Ach ja, Peer. Warum bist Du nicht Kämmerer der Stadt Bielefeld?

Nächster Arminen-Gegner verliert Heimspiel

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Ostersonntag ist Werder Bremen auf der Alm zu Gast. Gut drauf sind die Werderaner derzeit aber nicht, wie das verlorene Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg bewies. Dann wollen wir mal hoffen, das Arm. Bielefeld nicht zum willkommenen Aufbaugegner wird. Aber was Cottbus gegen Bayern kann, sollte Arm. BI auch gegen Werder können.

Erdbeerzelte

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Die großen Erdbeerbauern der Region – wie hier in Ummeln – sind schon eine Stufe weiter. Nicht einfach nur flache Folien auf den Äckern schützen die Pflanzen, nein, richtige Zelte werden ihnen gebaut. Ob´s dann auch „Erntemusik“ gibt, wenn sie rot am Busche hängen?

„Wenns Vivaldi aus dem Zelte dringt, der Bielefelder um die Beere springt“

Arm. BI erreicht „Platz im Abgrund“

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Kein Glück und dann kommt noch Pech dazu. Arm. Bielefeld verspielt nach guter erster Halbzeit noch einen durchaus möglichen Sieg bei Hannover 96. 2:2 hieß es am Ende, aber weil Cottbus sensationell die Bayern 2:0 schlägt, steht Arm. Bielefeld nun auf einem Abstiegsplatz.

Nebenbei erfährt man auf der Homepage, das der Verein sich mit Ernst Middendorp finanziell geeinigt hat. Über die Summe schweigt man.

Stellen Sie sich dazu Philadelphia-Torte vor

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Ok, ich weiß. Ist nicht die angesagte Torte. Mindestens Lattemacchiato an Maccadamianußchilli mit jenem Hauch „wilder Mohn“ muß es sein. Hat aber ihre Mutter gemacht. Ihr Besuch aus dem hohen Norden wird sie aber goutieren. Er zieht sich dezent zurück und verfolgt das Geschehen in der Hannoveraner AWD-Arena.

Beim Rösten des Toastes

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Wer es seit nahezu „ewigen Zeiten“ gewohnt ist, seinen gerösteten Toast nicht nur mit der Lektüre einer einzigen lokalen Zeitung sondern auch BILD, FAZ und Handelsblatt zu begleiten, kommt nicht umhin, sich immer häufiger die Augen zu reiben. „Was ist bloß aus Deutschland geworden?“ . Das wir hier im Provinzkaff Bielefeld schon keine besonderen Fortentwicklungen mehr erwarten, mag mit der Grabesstille zusammenhängen, die aus der Ratsgruft am Neuen Wall strömt. Was aber Deutschland betrifft, war doch eine „Große Koalition“ unter einer Kanzlerin Merkel vor über 2 Jahren angetreten, alles zum Besseren zu wenden. Fortgesetzt werden sollte Gerhard Schröders grandioses Alterswerk der „Systematischen Verarmung breiter Schichten“, genannt „Agenda 2010“. Die NW Bielefeld unternimmt heute auf Seite 2 unter „Pro & Kontra“ den interessanten Versuch, den stellvertretenden Chefredakteur Carsten Heil (Pro) und die Redakteurin Nicole Hille-Priebe (Contra) kontrovers kommentieren zu lassen. Heil resümiert, die Agenda 2010 habe „Die deutsche Krankheit auskuriert“ und Die Nachbarn blickten wieder neidisch auf die Deutschen. Das Schrödersche Machwerk mit Unterstützung des verurteilten Kriminellen Hartz sei „Alternativlos für Deutschland“. Dem hält Nicole Hiolle-Priebe entgegen, die „unter dem Euphemismus „Reform“ verkaufte Strategie „sei von Jobhoppern entwickelt worden, von „Politikern, die mit einem Bein schon im Aufsichtsrat stehen und von Beratern, die Lobbyarbeit für die Wirtschaft machen – ohne rot zu werden“.

Ich weiß nicht, auf welchem einsamen Stern Carsten Heil lebt und denkt, aber seine Betrachtungsweise ist so meilenweit weg von der Wirklichkeit, den geschönten Arbeitslosenstatistiken, den Jobs, die nur per Hartz-Lohnausgleich und Staats-Sponsoring anständiger Löhne verweigernden Firmen grad mal zum Leben reichen, der unverhüllten Gier der managenden Zugreifer, der galoppierenden Inflation, dem ungezügelten Abzocken durch das unkontrollierte Energiekartell, das man sich fragt, was der junge Mann auf dem Stuhl enes stellvertenden Chefredakteurs macht. Offensichtlich ist seine Meinung aber „offizielle Meinung“ der SPD-Zeitung…….

Meine Meinung: Es wäre ganz locker auch ohne „Agenda 2010“ gegangen, ohne die Krake „Hartz 4“, ohne eine ebenso dümmlich wie wirkungslose „Gesundheitsreform“, usw. Aber das alles stand nicht auf der Agenda von Neoliberalen, die nur eines im Sinn haben: den Umbau der Gesellschaft zugunsten Weniger. Neben der unrühmlichen Rolle, die die CDU-Kanzlerin spielt, spielt die SPD die noch unrühmlichere: Ausverkauf des sozialen Gewissens einer Partei. Nicole Hille-Pribe zumindest bleibt bei der Realiät. Und die ist bitter genug.

Hürriyet macht Panik in Brackwede

Wikipedia schreibt zu dieser Zeitung: Hürriyet („Freiheit“) ist eine türkischsprachige Tageszeitung mit Redaktionssitz in Istanbul. Sie befindet sich heute im Besitz von Aydin Doğans Pressekonzern Doğan, an der auch die Deutsche Axel Springer AG mit 25% beteiligt ist. Mit täglich 550.000 gedruckten Exemplaren (2004) ist sie eine der drei auflagenstärksten Zeitungen der Türkei.

Hürriyet ist eine Boulevardzeitung, die sich heute selbst als „liberal-konservativ“ einordnet und eine EU-Mitgliedschaft der Türkei befürwortet. Im Kopf der Zeitung befindet sich neben dem Schriftzug Hürriyet in weißer Schrift auf schwarz-rotem Grund ein Bild des Staatsgründers Atatürk und das Motto Türkiye Türklerindir („Die Türkei gehört den Türken“).

Eben diese Zeitung hat nun auf ihrer Titeklseite über „angebliche fremdenfeindliche Vorfälle im Bielefelder Stadtteil Brackwede“ berichtet und erinnert damit unangenehm an die unappetitliche Kampagne, die anläßlich der Brandkatastrophe in Ludwigshafen von dem Boulevardblatt losgetreten wurde. Angeblich hätten sich, so Hürriyet, in Briefkästen von Angehörigen der muslimischen Gemeinde Brackwedes „Bedrohliches wie Streichholzbriefchen“ gefunden. Die Türken in Brackwede „seien in Panik“, so das Blatt weiter. Nachforschungen der Polizei und auch der muslimischen Gemeinde brachten absolut nichts zum Vorschein. Es gab lediglich einen Werbeflyer der NPD, der im Umfeld der Moschee verteilt wurde. Aber auch der enthalte, so die Polizei, „keinerlei Tatbestände“. Brackwede, war da nicht was mit dem gewünschten Bau eines Minarettes?

Nun darf man gespannt sein, ob Hürriyet – wie schon öfter – Gegenstand einer Rüge des deutschen Presserates wird. Wohl eher nicht. Das werden die „Brüder im Geiste“ vom Springer-Verlag, der ja auch die ähnlich operierende und polemisierende BILD herausgibt, schon zu verhindern wissen. Wie sagte doch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan in Ludwigshafen zur Presse: „Schreiben Sie nichts, was den Frieden dieser beiden Länder zerstören könnte“. BILD und Hüriyet haben damit wohl leichermaßen Problem. Was bespricht die Kanzlerin bloß mit ihrer Freundin Friede Springer beim Kaffeeplausch? Ach ja, die für Deutschland lebensnotwendige „Mittelmeerallianz“ und die „größte Rentenanpassung aller Zeiten“.

Glück für Arm. Bielefeld

Durch die Niederlage des MSV Duisburg bei Schalke 04 (2:1 für die Knappen) am heutigen Abend blieb den Arminen der finale Sturz auf einen Abstiegsplatz erspart. Mal sehen, wie das nach dem morgigen Spiel in Hannover aussieht…..

Der Redestuß des Altkanzlers

Ausgerechnet jenes Blatt eines ehemaligen Bielefelder Schülerzeitungsredakteurs und Neoliberalen, das vom Lipperländer Schröder in seiner Regierungszeit so vehement bekämpft wurde, verteilt Lob für den ins Gaz Geflüchteten, in dessen Scherbenhaufen sich Millionen Deutsche die Füße wundtreten und nicht von der Stelle kommen. Während rund 10% sich immer reicher profitieren, gucken 90% wirtschaftlich in die sprichwörtliche Röhre. Aber Gazgerd kümmerts nicht. Gestern Abend hielt er in Berlin eine Rede auf den Altvorderen Hans-Jochen Vogel und parlierte von „Mitte behalten, die die SPD besetzt“. Heiße Luft verbal verteilen kann er immer noch, der Junge aus 0stwestfalen. Sich aber jetzt auch noch mit BILD gemein zu machen, das hatte er in seiner wenig glücklichen Regierungszeit dann doch nicht nötig. Momentan ists chic, Hochstirn Steinbrück zu folgen und auf Kurt Beck einzuschlagen. Müntefering legt den roten Schal des Parteiverräters wieder um. Und aus Seeheim jauchzen die hohlen CDU-Parolen. Keine guten Zeiten für die SPD. Laßt sie doch endlich in Würde sterben, will doch sowieso keiner mehr.

Ach ja, was ich noch anmerken wollte. Klaus-Peter Schöppner von unserer Bielefelder Meinungsforschung Emnid hat ja auch was gesagt und Schröders Stuß für richtig befunden. Kein Wunder, wenn man Emnid und seinen Standort kennt.

Entdeckt: Das Bielefelder Zeitpendel

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Ein wenig versteckt ist es schon auf dem Betriebsgelände der insolvierten Senner Firma Windel. Das Bielefelder Zeitpendel. 1910 erfunden und installiert, wurde es 1936 angehalten. In den 60ern hatte in Bielefeld niemand mehr die Kraft, es wiederum anzustubsen. Seitdem hängt es ungefähr in dieser Zeitspanne. Manchmal schaukelt ein sanfter Sennewind das Mahnmal, manchmal schaut jemand hoch. Erschütterungen oder kleinere Erdbeben machen schon längst einen Bogen um die Metropole am Teutoburger Wald. Bielefeld. Wo die Zeit stehengeblieben ist. Dieses Pendel ist nicht der einzige Ort, an dem dieser Eindruck vorherrscht.

283 Millionen erschlichen?

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Viel Platz räumt die NW Bielefeld heute dem ehemaligen Möbelmacher Rolf Demuth ein. Der 68 jährige einstige Schieder-Chef wird beschuldigt, sich mit frisierten Bilanzen Kredite und Genusscheine in Höhe von 283 Millionen Euro erschlichen zu haben. Macht nichts, der Zeitung ist das trotzdem viele Zeilen wert. Der Junge ist ja so aktiv, grad mal ne grandiose Insolvenz hingelegt und jetzt hüpft er nach seiner Untersuchungshaft (Frei gegen 400.000 Euro Kaution) schon wieder durch die Gegend und über die Messen als ob nichts gewesen wäre. Offensichtlich hat er ein dickeres Fell als jener Zumwinkel, der für grad mal eine schlappe – bisher nicht mal bewiesene – Million hinterzogene Steuern öffentlich im TV vorgeführt wurde. Richtig zuschlagen muß man, Kinder. So ab 200 Mio. wirds lohnend. Da kann man auch mal wieder ans Kaufen neuer Firmen denken, gell Rolf? Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert. Bisher haben wir noch von keinem hiesigen Politiker das schöne Hochstirn-Steinbrück-Wort vom „Asozialen Schmarotzer“ gehört. Gilt halt nicht ab einer bestimmten Größenordung.

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Wo wir dann schon mal bei von Staatsanwälten Beschuldigten sind: Das ist Rüdiger Kapitza, Chef des Bielefelder Werkzeugmaschinenherstellers Gildemeister. Auch ihm widmet das Lokalblättchen einen großen Aufmacher. Bei ihm gehts um schlappe 1,5 Mio. Euro auf Privatkonten, die zum Verdacht „der Untreue, Bestechlichkeit, Bestechung und Steuerhinterziehung“ führten. Macht aber nichts, Gildemeister gehts sehr gut. Rüdiger, nächste Mal hängste hinten minimum drei Nullen dran. Ok? Dann sind die „Ermittlungen für die Familie auch nicht so belastend“…. Ob Du dann innet Fernsehn kommst, entscheidet der Staatsanwalt, der für den Tip aber Kohle sehen will.

Welch wunderbare Welt. Wieviele Mio. sind aus Liechtenstein bisher zurückgeflossen? 27??? Steinbrück, Du enttäuscht uns. Riesenaufwand, mini Ergebnis. Das hatten wir schon bei Gazgerds Schwarzgeld-Amnestie. Die wahren Gauner trinken mit Euch dämlichen Politikern Wein, feiern Feste und lachen und tanzen mit Euren Frauen. Aber dem kleinen doofen BILd-Leser könnt Ihr gerne erzählen, im Himmel sei Jahrmarkt. Er müsse nur genügend Einsatz zahlen. „Du bist Deutschland“.

Nichts Neues. Nur die Wahrheit.

Solche Meldungen, die nicht aus der Regierungspropagandamaschine in Berlin-Mitte stammen, kommen bei T-online (Content by BILD-Redaktion) ziemlich klein vor: Trotz des Wirtschaftsaufschwungs können sich die Bundesbürger von ihrem Einkommen immer weniger leisten. Das Nettoeinkommen eines durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalts sei in den vergangenen drei Jahren deutlich langsamer gestiegen als die Teuerungsrate, räumte nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion ein. Die Angaben beruhen dem Bericht zufolge auf Zahlen aus dem Finanzministerium. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch führende SPD-Vertreter hatten wiederholt betont, der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland komme auch „bei den Menschen“ an.

(Quelle: 14. März 2008 | AFP / T-Online) Na, dann wählen wir sie mal alle wieder dafür, das sie so wunderbar Lügen können. „Nur dem Gewissen verpflichtet“. Und wenn sie gar keins haben? Wurde uns die Aufschwungstory nicht auch hier in Bielefeld von unseren MdB´s verkauft?

Da fliegt schon mal ein Röckchen…..

Was für eine Show im Prekariats-TV. Was für ein grandioser Unterhaltungswert. „Germany´s next Topmodel“ von Heidi K. , jener preussisch-zackig anmutenden Schnellgebärerin mit Multi-Werbegesicht und den bei ihr unglaubwürdigen Marken („Die ißt McDoof?“/“Tu Glas, macht das Leben schöner“) wird immer mehr zum „Bielefeld-Gesicht“ der Studentin „Anna-Vanessa“. Laut NW „steckt sie alle in die Tasche“. Wie schreibt Dieckmanns BLÖD DIR DEINE MEINUNG? „Mit dieser Situation gehen nicht alle gelassen um. Nur Gina-Lisa kümmert’s wie immer nicht die Bohne – sie lässt sich nicht stressen: „Der Wind kam von allen Seiten, dann ist halt mein Röckchen hochgeflogen – egal!“ Genau. Egal sind grüne Bohnen.

Schwachsinn läßt grüßen. Wenns ginge, würde sicher was Anderes fliegen…. Heidi, yes, yes, yes.

Spasskasse zahlt WestLB-„Peanuts“ aus der Portokasse

„Was klatscht und trötet denn da so?“, fragten sich Mitte dieser Woche etliche Kunden der Bielefelder Spasskasse, die das Hauptquartier an der Schweriner Straße zwecks Bankgeschäften ansteuerten. Ganz einfach: Es waren die Jubelschläge auf die dürren Bankerschenkelschen, die Tröten der seligen Mitarbeiter und die karnavalesken Umzüge durch das Haus, das demnächst für 3 Millionen Sparergelder modernisiert wird. Und der grenzenlose Jubel hatte sich entfacht an den lächerlichen 19.5 Millionen Euro, die seitens der Spasskasse „nur“ an die Roulettezentrale Düsseldorf, also WestLB, als „Dank“ für deren eindrucksvolle Arbeit beim Versenken von Kunden – und Steuergeldern zu überweisen sind. Nichts von dem, wofür die öffentlich-rechtliche Anstalt reichlich und ziemlich sinnlos Kohle raustut, ist in Gefahr. Weder die Stiftung, noch Seifenkistenrennen, noch sonstwas. Aber stellen Sie sich mal vor, Sie sind kleiner Unternehmer und führen eine Rate mit 20 Euro zu wenig ab. Da hört der Spaß aber auf. Jawoll. Da kriegen Sie aber einen Brief aus der Schweriner Straße, der Ihnen Ihr unverantwortliches Handeln vor Augen führt. Sind ja schließlich „unsere Kundengelder“, die da für Wucherzins rausgetan werden. Eben. Mußte ja mal gesagt werden. „Wenns um Geld geht, Spasskasseeeee“. Sitzt da nicht ein gewisser Wend im Kreditausschuss?

Der Verhinderer feiert heute seinen 60.Geburtstag

meichsner.jpg#Screenshot: NW Bielefeld 14.03.08

Das ist er, Bielefelds „Public viewing“-Verhinderer, Hartmut Meichsner CDU. Wortführer der Bezirksvertretung Mitte. Der so lange mit seinen Bedenkenträgern laberte, bis das Projekt im Eimer war. Heute wird er 60. Einen „schönen Geburtstag“ werden ihm einige tausend Fuballbegeisterte der Stadt und Region wohl nicht wünschen. Er, der aufrechte Streiter gegen eine „sich immer mehr verselbständigende Verwaltung“, hat jedenfalls einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet, Bielefeld mehr denn je als „Deutschlands Lachnummer 1“ dastehen zu lassen.

Sowas können sie aus dem Handgelenk: 6 Sitze mehr im BI-Rat

Geht es darum, Bielefelds Bürgern das Leben ein wenig schöner, leichter, fröhlicher, angenehmer zu machen, haben Bielefelds Ratsmitglieder von CDU und SPD ganz langsame Hintern. Geht es aber um die Aufstockung des Rates ab der nächsten Kommunalwahl um 6 Sitze, sind sie dabei. 48000 Euro mehr kostet der gestrige Beschluß, den Rat aufzustocken. Seltsam einig sind sich da CDU und SPD und warum „Die Linke“ zugestimmt hat, weiß nur sie selbst. Gegen den Beschluß stimmten Grüne, FDP, BfB und die Gruppe „Bürgernähe“. Nun also noch 6 Schnarchnasen mehr. Quasselbude läßt grüßen. Die ganz böse Zunge im Hintergrund meint: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“. Klar, gibt doch wieder was abzugreifen….l

fussballbegeistert? nicht in ostwestfalen…

tja…

vor ein paar tagen hieß es in der neuen westfälischen noch, dass man in bielefeld ein sportbegeistertes publikum vorfinden würde. wichtig für die organisatoren der anstehenden frauen-WM im jahr 2011. groß gepriesen wurde der breitensport, die begeisterung der menschen in bielefeld und umzu sowie der sportstandort bielefeld selbst. damit man auch gute chancen bei der vergabe der spielstätten bekommt.

und nun? für die EM der herren im sommer soll wieder einmal höchstens die kleine leinwand auf dem jahnplatz reichen? ausreichend für eine stadt, in der es nicht so viel regnet wie in wuppertal (laut NW), die mit rund 325.000 einwohnern auf platz 18 in deutschland liegt und sich rühmt, eine der sichersten großstädte deutschlands zu sein? eine stadt, die mit oetker, seidensticker & co große namen aus der wirtschaft repräsentiert? eine stadt, die mit arminia bielefeld einen erstligisten vorweisen kann???

tja…

jede andere vergleichbar große stadt hat eine anständige fanmeile oder ein angemessenes public viewing hinbekommen im märchensommer vor zwei jahren. und trotz der kosten über den tellerrand schauend auch die imagegewinne gesehen, die so eine ausrichtung bringen kann.

in ostwestfalen leben also doch menschen, die zum lachen – und fussballgucken – in den keller gehen und nicht auf die straße.

schade, chance mal wieder vertan. und wer so engagiert beim public viewing im sommer ist wird garantiert auch eine spielstätte der frauen in drei jahren haben.

gruß von da, wo die kuh steht…

D: 10 x mehr Finanzbeamte als die USA

Wie sagte mir doch vor einer Stunde ein bekannter Banker dieser Stadt? „Glauben Sie bitte nicht Steinbrücks Sprüchen hinsichtlich der Stärke oder Schwäche der bundesdeutschen Finanzverwaltung“ und faxte ein paar Zahlen des „World Economic Forums“. Ich möchte sie nicht vorenthalten:

257.211 – Personalstärke der deutschen Finanzverwaltung
102.000 – Personalstärke der amerikanischen Finanzverwaltung
(Quellen destatis, IRS, Stand 2004)

301 Mio – Einwohnerzahl USA
82 Mio – Einwohnerzahl D

Daraus folgt:

Deutschland:
82 Mio EW / 257 T = 319 Einwohner / Behördenmitarbeiter
USA: 301 Mio EW / 102 T = 2951 Einwohner / Behördenmitarbeiter

Demnach liegt die Finanzbeamtendichte in D bei der einfachen Rechnung bereits rd. das 10-fache über derjenigen in USA.

Zusätzlich muß jedoch noch berücksichtigt werden, daß die amerikanische Finanzbehörde IRS auch noch für die Sozialversicherung zuständig ist. Das dürfte schätzungsweise bereits 30-50% der Tätigkeit ausmachen.

Kommentar? Überflüssig!

Und wieder Lars Windhorst?

Bei der NordLB ist ein Aktienhändler fristlos gefeuert worden. Einer, der auch in Baldapapieren gemacht hat. Balda, das ist der Fastpleitier aus dem Handyschalenbereich im nahe gelegenen Bad Oeynhausen. Der Kunde, der der NordLB drei Aktienpakete nicht bezahlen will, heiße Vatas, so Börsenkreise. Vatas, da mischt auch unser Liebling Lars Windhorst fleißig mit. Jener Lars Windhorst, der einst den Bimbes-Kanzler Kohl mit seinen Gesichtspickeln verzauberte und sich im Rahmen eines Privatinsolvenzwunders Lourdscher Ausmasse mit einer Minisumme von über 80 Mio. Miesen entgegen aller geltenden Regeln befreite. Der Typ, dessen Name Programm ist, bleibt seiner Masche treu: Wo Windhorst drin ist, gehts immer windig zu.

Romantisches Bielefeld. Hier: „U David“

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„Fertig machen zum Tauchgang“
„Jawoll, Herr Kaleu“
Blubbblubb machen die Wellen der Lutter…..

Wer durch die zutiefst in der 60er-Jahre-Romantik verwurzelte Kapitale am Teutoburger Wald streift und die Fülle der baulichen Pretiosen, weiten brachen Flächen und nirgendwo sonst weltweit vorzufindenden stillen Zeugen nicht vorhandener Stadtplanung in sein wildes Tollen auf den Spuren des amtierenden Oberbürgermeisters einbezieht, trifft unweigerlich auf eine glanzvolle Epoche städtischen gestalterischen Schaffens: der U-Boot-Platz „Grande Magistrale de Pudding“ auf dem ehemaligen Containerbahnhof hinter der Eckendorfer Straße. Hier, wo das nicht vorhandene Meer bei Bielefeld die U-Bootbauer der Epoche David zu phänomenalen Leistungen inspirierte, liegt in rund 20 Meter Höhe majestätisch „U David“. Nicht zu verwechseln mit dem Schrei auf „Old Trafford“, der seinerzeit David Beckham beim legendären englischen Club Manchester United begleitete, wenn er seine Ecken trat“ „Uuuuuuuuuuuuuuuuu David. U never walk alone“. Das, was sich dem Betrachter jener hoch aufgebockten Pretiose auf der entwaggonisierten und Ent-Mehdornten Brachfläche hinter dem Headquarter eines Bielefelder PC-Spezialisten eröffnet, das ist ganz große Bootsbaukunst. U-Bootbau vom Feinsten. Begonnen als „Bielefelds große Chance im globalisierten Konzert der weiteren Küstenstädte“ begann damals der U-Bootbau schnell zu reüssieren. Mit Dürkoppschem Antrieb, gefertigt auf Gildemeister-Maschinen und Oetker-Puddinggetrieben war es eine Einzigartigkeit. Mit grünem Waldmeister konnte es mehr als 100 Meter tief tauchen bis zur Unfindbarkeit. Da war es ganz in städtischer Tradition. Heute ruht der letzte Zeuge Bielefelder U-Bootsbaues hoch über dem stillen Platz. Wo einst die Container aus der globalisierten Welt des Gummi Arabicum ihre Stützstrümpfe für den zum Auftauchen benötigten Kompressionsdruck entluden, herrscht heute majestätische Stille. Ab und zu hört man das Trommeln entfesselter Hasen, die ihr „Requiem für BI und zwei Grashalme“ aufführen. Aber nur ab und zu. Wenn die Patrouille des Ordnungsamtes auf seiner Suche nach erdbebensicheren Brachflächen für das „Public viewing“ anläßlich der Fußball-EM seine Runde macht. Dann ist Heissaa angesagt. Überschäumendes Bielefelder Temperament, wie es hier nur die Hasen beim Trommeln haben.

„U David“ hat ausgedient. R.I.P.