Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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März 2008
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Di
18
Mrz '08

Einblick in ein Buchregal

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Gehts Ihnen auch so? Egal, ob man nach Jöllenbeck, Heepen, Senne, Johannisberg, Quelle oder in andere Ortsteile dieser gewaltigen Metropole kommt – immer gilt ein Blick dem/den Buchregal/regalen. Falls sowas überhaupt da ist. Der Ausschnitt, den Sie hier sehen, ist nur ein winziger bei uns. Allerdings kaufen und lesen wir Bücher nicht, weil es a) schmückende Meterware scheinintellektuellen Anstrichs ist, b) man sich die Bestsellerliste des SPIEGEL rauflesen muß oder c) man das einfach gelesen” haben muß. Nein, nein. Bei uns halten die Bücher die Wände warm :-) ))

Dammi macht den Saftig

Laut BILD von heute wird Ex-Arminen-Profi Detlef Dammeier (39) Nachfolger des bei Arm. Bielefeld gegangen gewordenen Reinhard Saftig. Klingt vernünftig. Und Dammi ist der letzte, der für Arminia einen Sieg in der Fubabuli eingefahren hat, als er in Vertretung des abservierten Ernst Middendorp am 14. Dezember 2007 ein 2:1 über den VfB Stuttgart schaffte. Chefübungsleiter “Zecki” Frontzeck gelang das bisher nicht. Arm. Bielefeld wär aber nicht Arm. Bielefeld, wenn es da nicht das Gerücht gäbe, der bislang in der Diskussion gestandene Oliver Kreuzer könnte im Falle des Nichtabstiegs als zusätzlicher Manager ebenfalls eingestellt werden. Ja, warum nicht gleich eine komplette “Manager-Elf” einstellen?

Die Aufrechte

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(NW-Bielefeld vom 18.03.2008)

So jemand wie die Dornberger Bezirksvorsteherin Mareile Hempelmann (BfB) ist im Rat der ehrwürdigen Stadt Bielefeld eher die Ausnahme. Vor über 4 Jahren, als es der Stadt noch finanziell dreckiger ging als es ihr heute dreckig geht, verzichtete sie auf zehn Prozent ihrer Aufwandsentschädigung zugunsten ihres Stadtbezirks. Jetzt, wo sich der Rat großmäulig mit den Stimmen von CDU und SPD für 48.000 Euro jährlich mehr um 6 Plätze aufgestockt hat, nimmt sie diese Entscheidung zurück. Mehr Demokratie lasse sich nicht durch mehr Politiker erreichen, sagt sie zurecht.

“Mehr Demokratie nicht”, liebe Frau Hempelmann. Aber “mehr Pfründe” für mehr Hinterndrücker und noch mehr Laberei statt Bewegung im Rat der ehrwürdigen Stadt Bielefeld.

Der Anti-Rentenerhöhungsmann aus BI: Rainer Wend

So langsam wird MdB-SPD Rainer Wend berühmt für seine Aussprüche aus dem Kuriositäten-Kabinett. So meinte der neoliberale “Wirtschaftsfachmann” und Bielefelder Sparkassen-Kreditausschuss-Mitglied zum Thema “geplante Rentenerhöhung um 1,1%”:

Kritik kommt auch aus der SPD. Der wirtschaftspolitische Sprecher Rainer Wend in BILD (wo sonst?): „Ich bin nicht glücklich darüber, weil die Maßnahme zulasten der jungen Generation geht – und die hat es ohnehin schwerer, eine Rente nach heutigem Standard aufzubauen.“

Lieber Rainer, der Sie sich so flott und problemlos die Diäten um rund 10% erhöhten: So wahnsinnig viel haben Sie in ihrem bisherigen Berufsleben, das 1984 begann, ja noch nicht auf die Beine gestellt, sind aber – da seit 1998 Mitglied des Bundestages – bis ans Lebensende abgesichert. Schauen wir doch mal, was Sie nach über 10 Jahren Bundestag so bekommen würden:

Nach achtjähriger Parlamentsmitgliedschaft, dh. Man muss zwei volle Legislaturperioden durchhalten, erhält ein Abgeordneter mit dem 65. Lebensjahr eine monatliche Pension von 1682 Euro. Mit jedem weiteren Jahr Zugehörigkeit zum Bundestag entsteht der Pensionsanspruch ein Jahr früher.
Aber vor seinem 55. Geburtstag gibt’s keine Pension.

Schafft man es 9 bis 23 Jahre Bundestagsabgeordneter zu sein, dann erhöht sich die Pension um drei Prozent pro Jahr auf maximal 69 Prozent der Diäten. (Abgeordnete, die bereits vor Dezember 1995 im Bundestag waren, können eine andere Regelung in Anspruch nehmen.)

Was soll also das populistische Geheule von wegen “Maßnahme zu Lasten der jungen Generation”? Hat Ihre Generation die junge Generation bisher sonderlich interessiert, sofern sie keine Wählerstimmen brachte? Die Generation, der jetzt die Rente erhöht werden soll, hat für Deutschland sicher genügend getan, da muß man nicht auch noch seine Klappe zu 0,55% “zusätzlicher” Erhöhung aufmachen? Oder haben Sie “Nein” zur Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3% gesagt? Haben Sie nicht. Ebensowenig wie zur Einführung des staatlich verordneten Verarmungssystems “Agenda 2010/Hartz 4″ durch den grandiosen Gazgerd.