Durch die Niederlage des MSV Duisburg bei Schalke 04 (2:1 für die Knappen) am heutigen Abend blieb den Arminen der finale Sturz auf einen Abstiegsplatz erspart. Mal sehen, wie das nach dem morgigen Spiel in Hannover aussieht…..
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Ausgerechnet jenes Blatt eines ehemaligen Bielefelder Schülerzeitungsredakteurs und Neoliberalen, das vom Lipperländer Schröder in seiner Regierungszeit so vehement bekämpft wurde, verteilt Lob für den ins Gaz Geflüchteten, in dessen Scherbenhaufen sich Millionen Deutsche die Füße wundtreten und nicht von der Stelle kommen. Während rund 10% sich immer reicher profitieren, gucken 90% wirtschaftlich in die sprichwörtliche Röhre. Aber Gazgerd kümmerts nicht. Gestern Abend hielt er in Berlin eine Rede auf den Altvorderen Hans-Jochen Vogel und parlierte von “Mitte behalten, die die SPD besetzt”. Heiße Luft verbal verteilen kann er immer noch, der Junge aus 0stwestfalen. Sich aber jetzt auch noch mit BILD gemein zu machen, das hatte er in seiner wenig glücklichen Regierungszeit dann doch nicht nötig. Momentan ists chic, Hochstirn Steinbrück zu folgen und auf Kurt Beck einzuschlagen. Müntefering legt den roten Schal des Parteiverräters wieder um. Und aus Seeheim jauchzen die hohlen CDU-Parolen. Keine guten Zeiten für die SPD. Laßt sie doch endlich in Würde sterben, will doch sowieso keiner mehr.
Ach ja, was ich noch anmerken wollte. Klaus-Peter Schöppner von unserer Bielefelder Meinungsforschung Emnid hat ja auch was gesagt und Schröders Stuß für richtig befunden. Kein Wunder, wenn man Emnid und seinen Standort kennt.
Ein wenig versteckt ist es schon auf dem Betriebsgelände der insolvierten Senner Firma Windel. Das Bielefelder Zeitpendel. 1910 erfunden und installiert, wurde es 1936 angehalten. In den 60ern hatte in Bielefeld niemand mehr die Kraft, es wiederum anzustubsen. Seitdem hängt es ungefähr in dieser Zeitspanne. Manchmal schaukelt ein sanfter Sennewind das Mahnmal, manchmal schaut jemand hoch. Erschütterungen oder kleinere Erdbeben machen schon längst einen Bogen um die Metropole am Teutoburger Wald. Bielefeld. Wo die Zeit stehengeblieben ist. Dieses Pendel ist nicht der einzige Ort, an dem dieser Eindruck vorherrscht.
Viel Platz räumt die NW Bielefeld heute dem ehemaligen Möbelmacher Rolf Demuth ein. Der 68 jährige einstige Schieder-Chef wird beschuldigt, sich mit frisierten Bilanzen Kredite und Genusscheine in Höhe von 283 Millionen Euro erschlichen zu haben. Macht nichts, der Zeitung ist das trotzdem viele Zeilen wert. Der Junge ist ja so aktiv, grad mal ne grandiose Insolvenz hingelegt und jetzt hüpft er nach seiner Untersuchungshaft (Frei gegen 400.000 Euro Kaution) schon wieder durch die Gegend und über die Messen als ob nichts gewesen wäre. Offensichtlich hat er ein dickeres Fell als jener Zumwinkel, der für grad mal eine schlappe – bisher nicht mal bewiesene – Million hinterzogene Steuern öffentlich im TV vorgeführt wurde. Richtig zuschlagen muß man, Kinder. So ab 200 Mio. wirds lohnend. Da kann man auch mal wieder ans Kaufen neuer Firmen denken, gell Rolf? Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert. Bisher haben wir noch von keinem hiesigen Politiker das schöne Hochstirn-Steinbrück-Wort vom “Asozialen Schmarotzer” gehört. Gilt halt nicht ab einer bestimmten Größenordung.
Wo wir dann schon mal bei von Staatsanwälten Beschuldigten sind: Das ist Rüdiger Kapitza, Chef des Bielefelder Werkzeugmaschinenherstellers Gildemeister. Auch ihm widmet das Lokalblättchen einen großen Aufmacher. Bei ihm gehts um schlappe 1,5 Mio. Euro auf Privatkonten, die zum Verdacht “der Untreue, Bestechlichkeit, Bestechung und Steuerhinterziehung” führten. Macht aber nichts, Gildemeister gehts sehr gut. Rüdiger, nächste Mal hängste hinten minimum drei Nullen dran. Ok? Dann sind die “Ermittlungen für die Familie auch nicht so belastend”…. Ob Du dann innet Fernsehn kommst, entscheidet der Staatsanwalt, der für den Tip aber Kohle sehen will.
Welch wunderbare Welt. Wieviele Mio. sind aus Liechtenstein bisher zurückgeflossen? 27??? Steinbrück, Du enttäuscht uns. Riesenaufwand, mini Ergebnis. Das hatten wir schon bei Gazgerds Schwarzgeld-Amnestie. Die wahren Gauner trinken mit Euch dämlichen Politikern Wein, feiern Feste und lachen und tanzen mit Euren Frauen. Aber dem kleinen doofen BILd-Leser könnt Ihr gerne erzählen, im Himmel sei Jahrmarkt. Er müsse nur genügend Einsatz zahlen. “Du bist Deutschland”.
Solche Meldungen, die nicht aus der Regierungspropagandamaschine in Berlin-Mitte stammen, kommen bei T-online (Content by BILD-Redaktion) ziemlich klein vor: Trotz des Wirtschaftsaufschwungs können sich die Bundesbürger von ihrem Einkommen immer weniger leisten. Das Nettoeinkommen eines durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalts sei in den vergangenen drei Jahren deutlich langsamer gestiegen als die Teuerungsrate, räumte nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion ein. Die Angaben beruhen dem Bericht zufolge auf Zahlen aus dem Finanzministerium. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch führende SPD-Vertreter hatten wiederholt betont, der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland komme auch “bei den Menschen” an.
(Quelle: 14. März 2008 | AFP / T-Online) Na, dann wählen wir sie mal alle wieder dafür, das sie so wunderbar Lügen können. “Nur dem Gewissen verpflichtet”. Und wenn sie gar keins haben? Wurde uns die Aufschwungstory nicht auch hier in Bielefeld von unseren MdB´s verkauft?
Was für eine Show im Prekariats-TV. Was für ein grandioser Unterhaltungswert. “Germany´s next Topmodel” von Heidi K. , jener preussisch-zackig anmutenden Schnellgebärerin mit Multi-Werbegesicht und den bei ihr unglaubwürdigen Marken (“Die ißt McDoof?”/”Tu Glas, macht das Leben schöner”) wird immer mehr zum “Bielefeld-Gesicht” der Studentin “Anna-Vanessa”. Laut NW “steckt sie alle in die Tasche”. Wie schreibt Dieckmanns BLÖD DIR DEINE MEINUNG? “Mit dieser Situation gehen nicht alle gelassen um. Nur Gina-Lisa kümmert’s wie immer nicht die Bohne – sie lässt sich nicht stressen: „Der Wind kam von allen Seiten, dann ist halt mein Röckchen hochgeflogen – egal!“ Genau. Egal sind grüne Bohnen.
Schwachsinn läßt grüßen. Wenns ginge, würde sicher was Anderes fliegen…. Heidi, yes, yes, yes.
“Was klatscht und trötet denn da so?”, fragten sich Mitte dieser Woche etliche Kunden der Bielefelder Spasskasse, die das Hauptquartier an der Schweriner Straße zwecks Bankgeschäften ansteuerten. Ganz einfach: Es waren die Jubelschläge auf die dürren Bankerschenkelschen, die Tröten der seligen Mitarbeiter und die karnavalesken Umzüge durch das Haus, das demnächst für 3 Millionen Sparergelder modernisiert wird. Und der grenzenlose Jubel hatte sich entfacht an den lächerlichen 19.5 Millionen Euro, die seitens der Spasskasse “nur” an die Roulettezentrale Düsseldorf, also WestLB, als “Dank” für deren eindrucksvolle Arbeit beim Versenken von Kunden – und Steuergeldern zu überweisen sind. Nichts von dem, wofür die öffentlich-rechtliche Anstalt reichlich und ziemlich sinnlos Kohle raustut, ist in Gefahr. Weder die Stiftung, noch Seifenkistenrennen, noch sonstwas. Aber stellen Sie sich mal vor, Sie sind kleiner Unternehmer und führen eine Rate mit 20 Euro zu wenig ab. Da hört der Spaß aber auf. Jawoll. Da kriegen Sie aber einen Brief aus der Schweriner Straße, der Ihnen Ihr unverantwortliches Handeln vor Augen führt. Sind ja schließlich “unsere Kundengelder”, die da für Wucherzins rausgetan werden. Eben. Mußte ja mal gesagt werden. “Wenns um Geld geht, Spasskasseeeee”. Sitzt da nicht ein gewisser Wend im Kreditausschuss?
Auch ein Sturmlauf nutzte Werder Bremen letztlich nichts. 1:0 wurde Glasgow Rangers zwar im Rückspiel in Bremen geschlagen, aber die 0:2-Niederlage in Glasgow damit nicht wett gemacht. Wer allerdings gesehen hat, welch Scheibenschießen die Werderaner veranstalten können, dem wird jetzt schon für Arm. Bielefeld bange…
#Screenshot: NW Bielefeld 14.03.08
Das ist er, Bielefelds “Public viewing”-Verhinderer, Hartmut Meichsner CDU. Wortführer der Bezirksvertretung Mitte. Der so lange mit seinen Bedenkenträgern laberte, bis das Projekt im Eimer war. Heute wird er 60. Einen “schönen Geburtstag” werden ihm einige tausend Fuballbegeisterte der Stadt und Region wohl nicht wünschen. Er, der aufrechte Streiter gegen eine “sich immer mehr verselbständigende Verwaltung”, hat jedenfalls einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet, Bielefeld mehr denn je als “Deutschlands Lachnummer 1″ dastehen zu lassen.
Geht es darum, Bielefelds Bürgern das Leben ein wenig schöner, leichter, fröhlicher, angenehmer zu machen, haben Bielefelds Ratsmitglieder von CDU und SPD ganz langsame Hintern. Geht es aber um die Aufstockung des Rates ab der nächsten Kommunalwahl um 6 Sitze, sind sie dabei. 48000 Euro mehr kostet der gestrige Beschluß, den Rat aufzustocken. Seltsam einig sind sich da CDU und SPD und warum “Die Linke” zugestimmt hat, weiß nur sie selbst. Gegen den Beschluß stimmten Grüne, FDP, BfB und die Gruppe “Bürgernähe”. Nun also noch 6 Schnarchnasen mehr. Quasselbude läßt grüßen. Die ganz böse Zunge im Hintergrund meint: “Pack schlägt sich, Pack verträgt sich”. Klar, gibt doch wieder was abzugreifen….l





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