Archiv für den Monat: März 2008

Sensation: Seilbahn auf die Sparrenburg

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Bielefeld-Marketing, allgemein auch als „Hort überbordender Kreativität inmitten provinzieller Denkweise“ bezeichneter Think-Tank der Region, wird am morgigen 1. April einen Jahrhundertwurf präsentieren: Eine Seilbahn auf die Sparrenburg. Klammheimlich sind bereits vom Startpunkt Kunsthalle bis hinauf aufs Rondell die drahtigen Seile gespannt worden. Am morgigen Festtag des Till Eulenspiegel wird OB David mitsamt den Honoratioren der Metropole nach langem Schlaf und ausgiebigem Frühstück mit Pickert und Westfalenbrause die erste Gondel besteigen und gen Burg schweben. Zeitgleich erhebt sich der Choral „Ein feste Burg“ auf der Orgel der Kirche von St. Nicolai und die Bielefelder Schulen haben den Eleven frei gegeben, um längs der Trasse in den altmittelalterlichen Jubel „Hi Bielefeld allwege“ auszubrechen. Aufgrund der finanziellen Lage der Stadt sind Fähnchen in rotweiß, Arminen-gegen-den-Abstieg-Schals und belegte Brötchen selbst mitzubringen. Heissa, das wird ein 1. April unter der Burg mit den Sparren. Otti Doettker plant, das Ereignis mit einer Sonderedition „Ofenfrische“ im schrägen PaprikaMozzarella-Design zu belegen.

„Die Botschaft hör ich wohl ….“

„…allein mir fehlt der Glaube!“ (Goethe. Faust I)

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Voll sind sie, die Zeitungen der Metropole. Voll von den Krokodilstränenden Anzeigen eines Discounters, der mit L anfängt. „Pech gehabt“. Discounter gibts genug und um L einen Bogen machen, kostet weder Überwindung noch Skrupel. Bleibt nur die Frage, wo die Kameras bei A, P, r usw. hängen…. und was sie aufzeichnen.

Ervin Skela zeigts Arm. Bielefeld

Da gabs mal einen Ervin Skela auf der Alm. Den wollte man nicht so recht haben, da ging er nach Cottbus und tankte Energie. Heute schoß er im Duell mit Hertha BSC Berlin zwei immens wichtige Tore und die Lausitzer aus den Abstiegsrängen. Überhaupt spielen einige Ex-Arminen in ihren neuen Clubs um Einiges besser als damals auf dem Schüco-Arena-Acker. Wenns so weiter geht mit den „Siegen der Anderen“ – Duisburg gewann immerhin in Bremen – können die Almdudler für Liga 2 planen.

Ach so, ja. Arm. BI ist jetzt Vorletzter der Tabelle……. und muß noch nach Cottbus.

Bilder aus der Conti Bronx

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Diese Mail erreichte mich vor meinem Urlaub:

Hi, hab gesehen das du der „King“ im Bielefeld-Blog bist und wollte mal fragen ob du nicht lust hättest, mal ne story o.Ä. über die Conti Bronx in Roggenkamp (Sieker/Stieghorst) zu machen??? Hast nur die Ritterstraße als Bronx in Bielefeld erwähnt, aber Roggenkamp ist min. auch so schlimm (wohne selbst hier) ! Wäre aufjedenfall mal cool 😉 Danköö -casagav-

Gavin, da wir selbst hier uns zwar nicht als „cool“ bezeichnen würden, aber meinen, das Thema „Conti Bronx“ werde von den zuständigen Politikern und den Insassen des Bielefelder Rathauses auf jeden Fall zu „lässig“ behandelt, veröffentlichen wir hier ein paar Bilder, die Du gemacht hast und einen Text von Dir (Absichtlich nicht verändert, weil ich ihn so für authentischer halte):

Die ‚Conti-Bronx‘ entstand ca. Anfang der 80er Jahre im Stadtteil ‚Sieker‘ in Bielefeld. Jugendliche (meist Ausländer), die in der Siedlung am Roggenkamp wohnten, gründeten die ‚Bronx‘ selbstständig und unabhängig.
Der Name Conti-Bronx, schloss sich aus der ersten Silbe des Wortes ‚Continent‘, was zu jener Zeit das große neue Einkaufszentrum mitten im Blickfeld der CB war. Der Bezirk geht von der Detmolderstr. bis hin zur Oldetruperstr. und von der Schwerinerstr. bis zur neuen Greifswalderstr. Die Fläche beträgt ca. 4,5km². Z.Zt. leben ca. 5.239 Menschen in der CB (davon 15,1% Langzeitarbeitslose (NW vom 23.01.2008)).
Die Lage ist sehr zentral in BIelefeld, gleich erreichbar ist die Stadtbahnlinie 3 – Haltestelle Roggenkamp und die Endstation Sieker- , Stadtbahnlinie 2 und diverse Buslinien.
In der Umgebung befindet sich u.A. : Die Zentral-Sparkasse Bielefeld, ein Real,- ehemals Continent- , McDonalds & BurgerKingT-Com + T-Punkt, Millennium-Sports und unzählige Autohäuser wie z.B. BMW, Jaguar, Maserati und Alfa Romeo. Es gibt allein vier Tankstellen, die Zentral aus der CB in nur 300m zu erreichen sind
Hier leben Menschen aus: Deutschland, Marokko, Türkei, Algerien, Polen, Großbritannien, Russland, Irak, Kroatien, Albanien, Jugoslawien.
Die Meisten, die der Conti-Bronx anerkannten sind/waren, im Alter von 16-24 Jahren. Es ist jedoch noch nie zu einer Auseinandersetzung mit ‚anderen‘ in unserem Viertel gekommen, das heißt, das noch keiner hier hin gekommen ist um Streit anzufangen (ausser natürlich kleine Außnahmen). Das Viertel ist in Bielefeld sehr bekannt und gillt für diejenigen, die nicht dort wohnen, als ‚Gefährlich‘ und ‚Verrufen‘. Mundpropaganda erreicht sehr viel, so wissen auch Außenstehende oft was hier los ist.

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Die drei Hochhäuser

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Demolierte Fahrräder in einem Keller

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Herrenlose Einkaufswagen überall. Ob der nahe „Plus“ sie nicht mehr braucht? Die „Kleinen Preise“ könnten noch ein wenig kleiner werden…

Bielefeld aus ganz nördlicher Sicht

So, da sind wir wieder. Das Wetter war erträglich auf Deutschlands nördlichster Insel. So richtig aufdrehen war da nicht für die Schicki-Mickis und die Türen der meisten ab 3 Millionen-Euro-teuren Reetdach-Butzen in Kampen und Keitum blieben meist geschlossen. So las man eben ganz oben im Norden das:

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Einem Hamburger Ehepaar bricht das Hamburger Finanzamt wegen angeblicher Rückstände in dessen Urlaub Wohnung und Safe auf. Würd ja hier bei uns niemals passieren. Wirklich? Würde hier ganz genauso passieren. Brief und Siegel drauf. Die, die sich „Staatsdiener“ nennen und stets der Fahne nachlaufen, die im Wind hängt, hätten auch hier keinerlei Hemmungen. Es wurde auf der Insel an Stammtischen und im feinen Kampener „Gogärtchen“ ebenso heftig diskutiert wie das Thema „Was nimmt sich der Staat mittlerweile immer mehr heraus“?. Tja, wer als hochstirniger Finanzminister posaunt, das er für Diebesgut Steuergelder herauslegt, in eine völlig marode IKB über 7 Milliarden pumpt und dann seines Bielefelder Parteigenossen MdB-SPD Rainer W.`s ebenso bekannt dümmlich – populistische wie markige Worte zum Thema „Rentenerhöhung“ („Das wird der Jugend weggenommen“) und seinen Kommentar zum Lidl-Abhörskandal („Discounter sofort boykottieren“) liest, tippt sich an die Stirn. Der Antirentenerhöhungsschreihals hat sich unbemerkt von der Öffentlichkeit bei der letzten Diätenerhöhung von fast 10% so nebenbei eine saftige Erhöhung seiner Diäten genehmigt. Ungefähr das Doppelte des Prozentsatzes, um den die Renten „steigen“ sollen….. Aus der Ferne und mit mehr Muße als im hiesigen Tagesgeschäft ist man noch viel mehr versucht, mit verbalen Eiern zu werfen. Aber bevor wir das tun, noch schnell ein schönes Bild:

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Nicht gewonnen. Abstiegsplatz gehalten

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Als wir heute am frühen Nachmittag gegen 14 Uhr an der Hamburger Nordbank-Arena (bekloppter Name für das Stadion am Volkspark) vorbei fuhren, bog grade ein HSV-Fanbesetzter Golf von der Autobahn ab. Seitlich wehten die blauschwarzen HSV-Wimpel aus den Fenstern. Als der Ticker dann eben 1:1 anzeigte, Arm. Bi aber wie zementiert auf einem Abstiegsplatz bleibt, weil Duisburg plötzlich bei Werder gewinnt, fällt einem ein Song ein: „Wann gibt es endlich wieder Siege……“. Ach Zecki, machs einfach mal wahr.

Im Mantelhaus ist Platz für Erlebniseinkauf

 http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/generator/reg_show.php?id=17010

„Die Eröffnung der EK-Lifestyle-Boutique »Ideenreich« im Mantelhaus ist längst keine Zukunftsmusik mehr. EK-Sprecher Daniel Kullmann: »Wir prüfen gerade den Vertragsentwurf des neuen Hauseigentümers Telt. ..“

„Die Lifestyle-Boutique haben die Bielefelder basierend auf umfassenden Zielgruppenanalysen entwickelt. „

“ Der Markenshop mit den drei Welten »Country«, »Classic« und »Modern« sowie einem Cook-Shop steht für Erlebnis-Einkauf. EK-Vorstandschef Franz-Josef Hasebrink: »Wir überwinden mit Ideenreich klassische Sortimentsgrenzen.« „

Ich bin mir ja nicht sicher, welche Zielgruppe mit „Lifestyle-Boutique“ „Country“ und „Cook-Shop“ angesprochen werden soll, aber junge / jung-gebliebene / jüngere Leute wohl kaum.  Mehr kommentieren möchte ich auch gar nicht.

Die interessanteste Aussage ist aber:

„Was Neueigentümer Bergmann, vor Gericht repräsentiert von Anwalt Hermann Gördes und Bauunternehmer Ulrich Möllmann nebst Tochter Anja, mit dem umfangreichen Gelände hinter dem Mantelhaus plant, gibt in der Altstadt aktuell für Spekulationen Anlass – von Fünf-Sterne-Hotel bis Einkaufspassage. In zwei Wochen sollen Pläne vorgestellt werden. „

Soso. soll also der schön ruhige, grosse Innenhof zugebaut werden? Es wird wohl langsam wirklich zeit für die Mieter, sich nach einer neuen Wohnung umzusehen. Demnächst wird es wohl geschehen sein, um den ruhigsten und hellsten Innenhof der Bielefelder Altstadt… Mal ganz abgesehen davon, welche Geschütze wohl aufgefahren werden, um sich der lästigen Altlasten aka „… Altmietern wie Opitz, 25 Wohnungsnutzern …“ (siehe Artikel vom 21.03.2008, Westfalen-Blatt Nr. 69) (sagt man jetzt Wohnungsnutzer? weil das leichter zu entfernen klingt als „Mieter“ ?) zu entledigen.

Fast-Toscana verschneit

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„Schneeflöckchen….“ Die Fast-Toscana rings um die Weltmetropole muß Dauerschneefall ertragen. In höheren Teutolagen bleibt er sogar ein wenig trotzig liegen. Auf den Autobahnen A 2 und A 33 herrscht alles, nur keine Freude. Dem Hund ists zu kalt und zu nass, die bessere Hälfte muß noch beruflich wichtige Dinge erledigen und irgendwie ist Ostern einfach zu früh.

Ostervorrat anlegen

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Komische Welt NRW, OWL, Bielefeld. Tankstellen dürfen Ostersonntag backen. Die Bäckerei im Hauptbahnhof auch. Bielefelder Handwerksbäcker nicht. Deshalb: genügend Toast für das Ostersonntagsfrühstück einkaufen.

Weihnachten verlegen: Der März ist der neue Winter!

Die Wetterbeobachtung der Altherrenriege bringt es an den Tag:

Der Winter findet immer öfter im März statt!
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a ist es nur konsequent, Weihnachten zu verlegen.

Nur so kann die in der Bevölkerung allgemein immer noch verbreitete kulturelle Erwartungshaltung „Weiße Weihnacht, also mit richtig Schnee und so“ mit den realen Gegebeheiten der modernen Wetterlagen in Einklang und zur Deckung gebracht werden.

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„Melli“ machts Ostern ungemütlich

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Keine schönen Aussichten fürs Feiertagswetter. Kälte, Schnee, Regen, Sturm. Und wer ist schuld? Natürlich dieser verdammte Klimawandel, die Bankenaffäre, der Feinstaub, der Stand des Mondes, die Politik, die Beamten. Oder einfach nur die Tatsache, das wir vorgezogenes April-Wetter haben?

totgesagte leben länger…

auch wenn es nicht direkt etwas mit bielefeld zu tun hat, will ich dennoch den lesern dieses fundstück nicht vorenthalten:bwin.jpg

rechtlich mag das ja richtig sein und nachvollziehbar, denn bwin verfügt über eine alte glücksspiellizenz aus zeiten des eisernen vorhangs. damals wurde die lizenz in der ddr erworben und vorhandene gesetzeslücken kann bwin in deutschland bis heute ausnutzen.

dennoch ist es etwas merkwürdig, nach fast 20 jahren immer noch von der „ehemaligen ddr“ zu sprechen, anstatt von den „neuen“ bundesländern oder besser gleich von den „östlichen bundesländern“ (mein vorschlag). wenn es die „ehemalige ddr“ noch gibt, dann gibt es für mich auch noch das „alte preußen“…

Kommt Ribéry nach Fichte?

Kein Witz. Der VfB Fichte hat durch ein 6:5 nach Elfmeterschießen gegen den SC Delbrück die Hauptrunde des DFB-Pokals der nächsten Saison erreicht. Da die höherklassigen Gegner auswärts antreten müssen, könnte der FC Bayern mit Ribéry durchaus ein Gegner werden. Und 50.000 € Antrittsgeld sind auch nicht schlecht für die Mannen von der Rußheide.

Bielefelds mystische Orte

Die Metropole ist voll mit wispernden Ecken, lauschigen, gekachelten Durchgängen, Unterführungen in 60er-Jahre-Charme und Flachdachgebäude-Rückseiten im Stil der frühen Jahre. Eine Auswahl:

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Die Arcaden gegenüber Parkhaus Quelle und ehemaligem Skala.

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Der Durchgang von Süsterplatz und „New World“ her.

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Der Fahrradladen von Karstadt

Wer kriegt die 1 Mio. mehr fürs Mantelhaus?

Das Mantelhaus in der Niedernstraße ist bekanntlich erneut versteigert worden und für 6,25 Mio. an einen Osnabrücker Investor gegangen. Nur der Himmel weiß, was den Käufer reitet, sogar noch 1 Mio. über dem zu bezahlen, was der bisherige Ersteigerer – Hapag aus Berlin – nicht bezahlen konnte/wollte/sollte. Möglich, das die Berliner das Geld einsacken können. Der Repräsentant der Sparkasse Bielefeld soll den Versteigerungsort mit einem „breiten Grinsen“ verlassen haben. (Berufskrankheit?). Nun hat sie ihre Kohle und könnte sie hier in Bielefeld – wenn sie wollte – sinnvoll einsetzen. Tut sie aber nicht, weil schon das „Zockerloch IKB“ in Düsseldorf nach Nachschub ruft……

Äcker zu Gewerbeflächen?

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Bielefeld ist, gemessen an seinen Brachflächen, eine gradezu berühmte Stadt. Überall in der Metropole tun sich Riesengebiete auf, auf denen früher Gewerbeimmobilien standen. Heute tut sich da nichts mehr. Dennoch sollen jetzt an der Bechterdisser Straße gleich 29 Hektar Gewerbefläche ausgewiesen werden. Ackerland. Gutes Ackerland. Den „Grünen“ im Rat der Schnarchmetropole stinkt das gewaltig und sie legen den Finger auf das Thema. 286 Hektar Fläche fordert die städtische Wirtschaftsentwickungsgesellschaft bis 2020, um mehr Betriebe in Bielefeld anzusiedeln. Wie wärs, das tot geborene Kind „Interkommunales Gewerbegebiet Heepen“ überhaupt erst einmal ins Laufen zu kriegen und die Brachflächen zu reaktivieren?

Wo sitzen die größten Gauner?

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Gestern beim Anblick des verrotteten Skala-Gebäudes am Bielefelder Jahnplatz kamen einem so die Gedanken. Warum kauft eine Spasskasse Bielefeld so einen Schrott? Was treibt Banker, mit dem Geld ihrer Kunden zu jonglieren, als ob es das eigenen wäre? Was geht in Bankern vor, die wie bei „Societe Generale“, heute bei der schottischen Großbank HBOS oder bei einer Schweizer Großbank, der IKB, der KfW, Bears Stearns, und, und, und mit gradezu krimineller Energie handeln und bewußt schädigen? Hat man nicht selbst schon in Gesprächen mit kleinen Filialleitern das Gefühl, da berate jemand nicht ehrlich sondern lediglich Provisionsorientiert? Man tritt der Gilde der Banker und Spasskässler nicht zu nahe, wenn man ein Handeln unterstellt, das nicht von Ehrlichkeit und Kundennähe sondern Abzocke und Vorteilsnahme geprägt ist. Das Bankensystem in sich und insgesamt ist verrottet, verlogen und korrupt. Leider macht sich der Staat mit seinen Gesetzen praktisch zum Helfeshelfer. Mit dem Mundwerk sind die Banker alle vorneweg, mit den Taten bewegen sie sich eher auf Mafianiveau. Allerdings ist die weitaus cleverer.

Waschen im Westen

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Autofahrer im westlichen Teil der großen Stadt können aufatmen. Die neue Waschstraße an der Gütersloher (neben dem ehemaligen Ceyoniq-Gebäude) hat geöffnet. Ein erster Test mit hoch gefahrenen Fenstern verlief positiv 🙂 Und am Zahlschalter gab´s ein hartgekochtes gefärbtes Ei.

Grausliger Aufmacher

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Als ob´s nicht weltweit schon reichen würde mit Mord, Totschlag und unsinnig angezettelten Kriegen gegen angebliche „Achsen des Bösen“. Nein, auch hier in den engen Mauern der Metropole herrschen Sodom und Gomorrha. Der Tatverdächtige dürfte allerdings nicht weit kommen.

Irgendwie tote Hose

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Wenn da nicht noch unten rechts eingangs Zimmerstraße die tapferen Leute von der Sushi-Straße wären, man könnte meinen, das Cinestar sei völlig tot. So gut wie nichts hält sich an Gastronomie. in den Gemäuern. Aber wird es nicht so sein, das Deutschlands Bürgern angesichts der galoppierenden staatlichen Abzocke unter Hochstirn Steinbrück die Kohle fürs Kino schlicht ausgegangen ist? Eine „normale“ Familie mit Kindern ist ganz schnell einen Hunni los, wenn die Kids noch Popcorn und brizzelnde Brause zum Film wollen…..

Hagel, Regen und Sonnenminuten

Besonders patriotisch veranlagte Mitbielefelder vergleichen ja die Metropole unter der Sparrenburg in alkoholisierten Minuten mit den grandiosen Städten der Toscana, mit Rom, manchmal auch mit dem belgischen Brüssel. Was eher hinkommen würde. Wie stark alkoholisiert man für die eine wie die andere Variante sein muß, beweisen einige wenige Bilder vom heutigen frühen Nachmittag:

„De groote Plaats“. Genannt Kesselbrink

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„Piazza del Popolo“. Genannt Jahnplatz

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Architekturschönheiten. Durchblick „Alte Hauptpost – Telekom-Hochhaus“

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Und final der „Liebling des Spasskassenvorstandes“: Skala

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Karlsruhe verbietet Internet-Schnüffelei

Grad gehts über die Ticker: Das Bundesverfassungsgericht hat Teile des Gesetzes zur massenhaften Speicherung von Telefon- und Internet-Verbindungsdaten vorerst gestoppt.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten einstweiligen Anordnung dürfen die Daten zunächst nur für die Verfolgung besonders schwerer Straftaten genutzt werden. Damit gaben die Karlsruher Richter dem Eilantrag acht betroffener Bürger teilweise statt.

Hach, das freut doch auch und grade in Bielefeld, wenn die Merkels, Strucks, Schäubles, Wends und wie die Blausesselbesetzer im Bundestag alle heißen, mal wieder gezeigt bekommen, welchen Pfusch sie da abliefern….

Einblick in ein Buchregal

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Gehts Ihnen auch so? Egal, ob man nach Jöllenbeck, Heepen, Senne, Johannisberg, Quelle oder in andere Ortsteile dieser gewaltigen Metropole kommt – immer gilt ein Blick dem/den Buchregal/regalen. Falls sowas überhaupt da ist. Der Ausschnitt, den Sie hier sehen, ist nur ein winziger bei uns. Allerdings kaufen und lesen wir Bücher nicht, weil es a) schmückende Meterware scheinintellektuellen Anstrichs ist, b) man sich die Bestsellerliste des SPIEGEL rauflesen muß oder c) man das einfach gelesen“ haben muß. Nein, nein. Bei uns halten die Bücher die Wände warm :-)))

Dammi macht den Saftig

Laut BILD von heute wird Ex-Arminen-Profi Detlef Dammeier (39) Nachfolger des bei Arm. Bielefeld gegangen gewordenen Reinhard Saftig. Klingt vernünftig. Und Dammi ist der letzte, der für Arminia einen Sieg in der Fubabuli eingefahren hat, als er in Vertretung des abservierten Ernst Middendorp am 14. Dezember 2007 ein 2:1 über den VfB Stuttgart schaffte. Chefübungsleiter „Zecki“ Frontzeck gelang das bisher nicht. Arm. Bielefeld wär aber nicht Arm. Bielefeld, wenn es da nicht das Gerücht gäbe, der bislang in der Diskussion gestandene Oliver Kreuzer könnte im Falle des Nichtabstiegs als zusätzlicher Manager ebenfalls eingestellt werden. Ja, warum nicht gleich eine komplette „Manager-Elf“ einstellen?

Die Aufrechte

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(NW-Bielefeld vom 18.03.2008)

So jemand wie die Dornberger Bezirksvorsteherin Mareile Hempelmann (BfB) ist im Rat der ehrwürdigen Stadt Bielefeld eher die Ausnahme. Vor über 4 Jahren, als es der Stadt noch finanziell dreckiger ging als es ihr heute dreckig geht, verzichtete sie auf zehn Prozent ihrer Aufwandsentschädigung zugunsten ihres Stadtbezirks. Jetzt, wo sich der Rat großmäulig mit den Stimmen von CDU und SPD für 48.000 Euro jährlich mehr um 6 Plätze aufgestockt hat, nimmt sie diese Entscheidung zurück. Mehr Demokratie lasse sich nicht durch mehr Politiker erreichen, sagt sie zurecht.

„Mehr Demokratie nicht“, liebe Frau Hempelmann. Aber „mehr Pfründe“ für mehr Hinterndrücker und noch mehr Laberei statt Bewegung im Rat der ehrwürdigen Stadt Bielefeld.