Das perfekte Dinner, so erfolgreich wie auch eins der diesbezüglichen Foren, macht manchmal Spaß, manchmal aber dringt der Selbstdarstellungstrieb der einzelnen Mitspieler so stark durch, dass eigentlich das Abschalten die einzige Lösung ist. Der erste und der zweite dieser Woche waren als Mensch schwer zu ertragen. Also weiterlesen hier und andere Dinner in anderen Städten mit angenehmeren Menschen erleben.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
33 Punkte für @friends-Mitchef und Versace-Schönwohner Marc. Nach dem wohl unvermeidlichen Einkauf bei Klötzer in der Obernstraße gabs was Leberiges, dann was Maishuhniges und am Ende ein von Maximilian Schimmack angeekeltes Parmesanighoniges. Der junge Mann, der die Bielefelder Runde gewann, setzte seinen ungeheuren Sympathiewerten noch eins drauf mit der finalen Bemerkung: “Es kam genau so, wie ich es erwartet habe”. Da ist der Apfel wahrlich nicht weit vom elterlichen Stamm gefallen. Jenseits von Schweden auch Marcs Gesangseinlage…. Schwamm drüber. Es gab schon weitaus bessere und sympathischere Runden in anderen Städten. Klötzers Feinschmecker – und Hochpreis”paradies” bleibt natürlich allen 1,7 Millionen Zuschauern im Gedächtnis. Aber Bielefeld war schon immer die Toscana Ostwestfalens
) Vor allem wegen der vielen Feigen im Stadtrat. Salute.
“Wissen Sie, “tönte er am Nachbartisch von Café Knigge in der unteren Obernstraße, “wissen Sie” und unterstrich das noch einmal mit wedelnden Bewegungen seiner schwarz umwandeten Arme, “ich als Mitglied der Bielefelder Universität habe das schon immer gesagt. Schon, als es den Begriff per se, sozusagen als Impetus des weltweiten Denkens, noch gar nicht gab. Ich, habe ich gesagt”, die um ihn versammelte Runde Scheinabhängiger Studiosi schaute ehrfürchtig auf den Erleuchteten, der nun den Satz preßte wie ein Dreijähriger beim ersten Mal auf dem Topf, bis es ihm kam: ” die Globalisierung geht immer weiter nach Osten. Immer weiter. Einmal rund um den Erdenball. Und dann kommt sie bei uns wieder an” Sprachs, segnete noch einmal die Scheinabhängigen und ließ den Satz im schwach gefüllten Café hängen.
Wir schauten uns an. Wortlos. Winkten die Bedienung herbei, zahlten unseren Capuccino incl. Trinkgeld und sahen zu, ganz schnell in die Jacken zu kommen. Falls uns die Globalisierung doch noch auf der Treppe zum ersten Stock einholen sollte.
Morgen vormittag soll der Orkan “Emma” mit Windstärke 12 auch über unser Gebiet hinwegfegen. Wohl dem, der seine Kaffeehausstühle schon mal so eng zusammenrücken läßt, das sie einander schützen können. Wie hier auf der Obernstraße.,






1 Kommentar »