Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
28
Feb '08

Das perfekte Dinner. 4. Tag

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32 Punkte für Vertrieblerin Göknur. Ein rundum gelungener türkischer Abend bei einer sehr aufmerksamen Gastgeberin, der die Runde vor dem TV mehrmals zu der Bemerkung veranlasste: “Könnt ich jetzt auch essen”. Türkisches Essen ist hier sehr beliebt. Morgen ist final nun Belcanto Marc dran. Hoffen wir mal, das er Mäxchen toppt :-)

Rüdiger Lamm?

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Die NW Neue Westfälische wirft in ihrer heutigen Spitze “Leineweber” die Frage auf, was eigentlich Rüdiger Lamm, einer der umtriebigsten, zwielichtigsten und großfressigsten HolzmichlManager (”Was will der kleine Schneider von Halle (Anm: Gerhard Werber / “Gerry Weber” aus Halle/Westf. einer der Sponsoren) denn?”), den Arm. Bielefeld je hatte, so macht. Und ob er vieleicht sogar noch auf der Gehaltsliste des Vereins mit der großzügigen Kassenführung und den lukrativen Abfindungen nach kurz zuvor erfolgter Vertragsverlängerung steht. Bitteschön:

Lamm ist “Berater” und Feldherr und eigentlich das, was er immer war beim Oberligisten SV Waldhof Mannheim. Im Forum des Vereins findet sich ein Interview aus der Rhein-Neckar-Zeitung mit ihm:

Waldhof will nach oben und ins Guiness-Buch der Rekorde

Wie hat sich der Ex-Walldorfer Matteo Monetta beim SVW eingelebt?

Lothar musste sich zunächst im Trainigslager in Side an die größere Trainigsbelastung gewöhnen, denn bei uns wird auch zu Hause zweimal trainiert. Wenn er voll belastbar ist, wird er für uns im Angriff eine deutliche Verstärkung sein.

Wieso Lothar?

Matteo ist für mich zu kompliziert, man denkt unwillkürlich an Matthäus. Der heißt Lothar und so heißt er halt bei uns jetzt auch.

Mussten Sie für den Transfer tief in die Tasche greifen, denn immerhin waren auch die Zweitligisten Paderborn und Fürth an Monetta dran?

Keineswegs. Lothar wollte unbedingt zu uns, passt in den Gehaltsrahmen und hat nur eine geringe Ablösesumme gekostet.

Zunächst hieß es, der SV Waldhof wolle in der Winterpause überhaupt nicht nachlegen. Jetzt wird auch noch der Deutsch-Italiener Giovanni Speranza kommen.

Das ist richtig. Wir haben Geschäftsführer Andreas Laib nach Frankfurt geschickt, um kurz vor Ende der Transferperiode die Sache perfekt zu machen. Giovanni hat bei Eintracht Frankfurt das Fußball-ABC gelernt, hat dort in der 2. Liga und Regionalliga gespielt. Ferner bei Mainz 05 und Slavia Sofia. Zuletzt war er in Italien, möchte aber wieder nach Deutschland zurück.

Der Marktwert von Speranza liegt bei 300.000 €. Sicher nicht einfach, ihn in der Oberliga zu finanzieren?

Doch. Berater Klaus Gerster hat ihn uns angeboten, da er sich bei uns für höhere Aufgaben empfehlen will, so dass wir kein finanzielles Risiko eingegangen sind.

Auch Tobias Leis war im Gespräch.

Das ist richtig. Der Mittelfeldspieler wurde uns vom SV Sandhausen angeboten, doch unsere Transfers sind abgeschlossen.

Wie sind Sie auf Keeper Benjamin Kirsten von Bayer Leverkusen II gekommen?

Nach der Verletzung von Marius Todericiu mussten wir handeln. Vater Ulf Kirsten hat mir gesagt, dass seinem Sohn ein Wechsel in die Fremde gut tun würde und Benjamin will den Kampf mit Stammtorhüter Daniel Tsiflidis aufnehmen.

Der SV Waldhof ist unter Alexander Conrad seit zwölf Spielen bei neun Siegen und drei Unentschieden ungeschlagen. Da hätten Sie beim Trainerwechsel ein glückliches Händchen.

Das kann man wohl sagen. Alexander Conrad ist auf dem Trainingsplatz eine Rakete. Ich behaupte, dass er auch unter Jürgen Klinsmann den Co-Trainer hätte machen können.

Wie lauten die Ziele für die kommenden eineinhalb Jahre?

In diesem Jahr natürlich die Qualifikation für die Regionalliga, wobei ich auf Platz eins laden will. Im nächsten Jahr muss die neue dritte Liga angestrebt werden, denn wir bleiben ja viertklassig und auf Dauer sind wir in der Regionalliga nicht überlebensfähig.

Dann heißt es, das Team noch einmal zu verstärken?

Drei bis vier Neue müssen dann her.

Wie sieht es denn finanziell in dieser Runde aus?

Sehr gut. Wir werden eine dicke schwarze Null schreiben, wobei den Verein noch die Schulden der Vergangenheit belasten. Statt der veranschlagten 3500 Zuschauer, werden wir in dieser Runde auf einen Schnitt von 4000 kommen. Und mehr.

Wieso noch mehr?

Wir wollen den Zuschauer-Rekord (14020) der vierten Liga brechen, um in das Guiness-Buch der Rekorde aufgenommen zu werden. Mit der deutschen Reaktion sind wir bereits in Kontakt und ich bin mir sicher, dass wir im letzten Heimspiel gegen Linx 15.000 bis 20.000 Besucher ins Carl-Benz-Stadion locken könne, da wir gleichzeitig die Regionalliga feiern wollen.

Siehste. Mit Klaus Gerster, dem “Schwarzen Abt” arbeitet er also auch noch zusammen….. Fußball-Fans wissen, was gemeint ist.

Dubai, Schumi und ein Fond aus Gütersloh

Liechtenstein? Monaco? Andorra? Schweiz? Bahamas? Cayman-Island? Vergessen Sie´s, die Sie grad mal “vagabundierendes Kapital aus ehrlicher Arbeit Hände” (Absicht!) unterbringen wollen. Dubai ist in, Dubai ist Klasse. Sagt eine Firma namens Alternative Capital Invest aus unserem freundlichen, langgezogenen Nachbardorf Gütersloh. 5 Mio. Euro ist es den Jungs aus der Hauptstadt der Bertelsmann-Bewegung wert, sich den Namen des Rennfahrrentners und in der Schweiz Niedrigststeuern zahlenden Idols deutscher Rotkäppchen (40 € das Stück) Ferrari-Fans für ein Bürobauwerk bzw. Fond zu sichern. Das Leib- und Magenblatt deutscher Verblödung, BILD, jubelt ausführlich darüber. Erstaunlich, wo es doch vor kurzem noch “Asoziale Schmarotzer ” waren, die vom Kanzlerin-Steueradjudanten Steinbrück vollmundig ebenso angeprangert wurden wie Steuerflüchtlinge a la Beckenbauer oder Schumacher. Aber was interessiert das Geschreibsel von gestern. Heute gilt:

“Zwar hat er seine Formel-1-Karriere vor 16 Monaten beendet, doch als Geschäftsmann kommt Michael Schumacher langsam aber sicher richtig in Fahrt. Denn in Dubai wird gerade ein 29 Stockwerke hohes Bürogebäude gebaut, in den fünf obersten Etagen soll ein Edel-Businesscenter entstehen. Und wie die “Bild”-Zeitung berichtet, wird der Komplex den Namen “Michael Schumacher Business Avenue” tragen. “Den Deal habe ich eingefädelt”, verrät Schumis Manager Willi Weber gegenüber der “Bild”-Zeitung. Die Idee dahinter ist recht simpel: Schumacher gibt seinen Namen für das Gebäude her und bekommt Geld dafür - und das nicht zu knapp.

Apropos Manager Willi Weber, ehemals in Stuttgart legal “Rotlicht-Weber” genannt. Der steckt nämlich mal wieder dahinter, weil Michael S. sowas nicht kann, dafür mehr handwerklich und im Drehen von Lenkrädern begabt ist. Da gibt es viele hübsche Geschichten über den immer etwas zwielichtigen Mann, darunter eine in “brandeins“, dem Wirtschaftsmagazin.

Aber eigentlich wollte ich Ihnen ja erzählen, das Liechtenstein nicht mehr in ist und Dubai angesagt und die Jungs aus Gütersloh da ungeheuer rege sind. Aber beeilen Sie sich ein wenig, der BND hat auch da eine Niederlassung mit DVD-Kopiergerät.

Freude bei Bielefelder FoeBud

“Es ist ein Unding, dass Landtags- und Bundestagspolitiker Gesetze beschließen, von denen klar ist, dass sie vom Bundesverfassungsgericht gekippt werden — austesten, wie weit sie gehen können.”

“Rechtsstaat” sollte nicht heißen, dass nur noch durch das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsmäßigkeit unserer Gesetze garantiert / gewährleistet / verteidigt werden kann und Gesetze erstmal “auf Verdacht” beschlossen werden.”

“Bürgerinnen und Bürger wollen den dauernden Terror-Alarmismus und die immer weitergehende Einschränkung ihrer Freiheitsrechte nicht mehr hinnehmen. Viele haben an den FoeBuD gespendet, um diese Verfassungsbeschwerde zu ermöglichen.”

Diese bemerkenswerten Sätze entnehmen wir der Homepage des Bielefelder Vereins FoeBud, der jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einen Erfolg gegen NRW-Innenministers Wolf und Schäubles Datensammlerparanoia und schleichenden Abbau des Rechtsstaates erstritt. Zur Erklkärung noch einmal auf die Homepage:

Der FoeBuD in Bielefeld…

…heißt mit ganzem Namen “Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.” und bevor Sie nach einem tieferen Sinn suchen: Es handelt sich um eine Parodie auf die skurrilen und komplizierten Abkürzungen der Deutschen Bundespost, als diese in Deutschland noch für die Telekommunikation zuständig war. Diese Zeiten, wo das Anschließen eines Modems ohne Postzulassungsstempel als Straftat verfolgt wurde, sind nun schon eine Weile her. So können Sie aus unserem Namen schließen, dass es unsere Organisation schon recht lange gibt, genau gesagt: seit 1987. Im FoeBuD-Logo erkennen Sie einen stilisierten Computer und auch ein bisschen Albert Einstein, der die Zunge rausstreckt – es steht für Freude an der Technik ebenso wie für Neugier, Kreativität und Fähigkeit zu kritischem Denken.

Tragisch, das wir in Deutschland schon wieder so weit sind, das klare Bürgerrechte vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten werden müssen und es eine Menge Politiker gibt, die keinerlei Unrechtsbewußtsein und Gefühl für das haben, was das Grundgesetz einmal wollte. Aber einem Staat, der einem Kriminellen Unterlagen gegen Steuermillionen abkauft, dem ist noch Anderes zuzutrauen.

Heidi. “Tu Glas. Macht das Leben schöner”

Drei Kerle in einer Bielefelder Kneipe beim Pilsken. Draußen stackert eine langbeinige Blondine vorbei. Einer: “Äh, wie Heidi K. Super. Auf die steh ich” (Zu spät, mein Sweetie, Flavio und Seal waren viel, viel schneller und haben mehr auf dem Konto). Typ Heidi K., soso. Das ehemalige Katjes-Testimonial. Model. Es entspann sich ein Disput um das zackige Mädel, das immer “Tu Glas. Macht das Leben schöner” in jede bereitgestellte Kamera schnarrt, unglaublich glaubhaft Dickmacher von McBlöd futtert, mit ihrem Hausangestellten Weichspüler Seal in VW´s Autorennen macht, Kinder kriegt wie ein Weltmeister und ein paar Minuten später schon wieder über den Catwalk tackert. Sie merken, da mag jemand das Heidi nicht gar so gern.

Die nächste Stufe des deutschen Prekariatsfernsehens zündet heute auf Pro 7, wenn ab 20.15 Uhr jenes Heidi wieder “Germany´s next Topmodel” sucht. Eine junge Bielefelderin Studentin der Mathematik und Pädagogik, man nennt sie “Anna Vanessa”, wird heute Abend vor Deutschlands weiblicher Inkarnation eines preußischen Feldwebels auch über den Steg geschickt, der Tausenden junger Mädchen die Welt bedeuten muß. Wenns keine Bielefelderin wäre, wäre alles, was Heidi K. betritt, eher nicht der Rede wert. Es sei denn, Sie lesen beim Friseur begeistert die BUNTE, wo die Schönen, Reichen, Neureichen und leider bereits insolventen Flachbildschirmverteiler a la Franjo P. Wahres aus ihrem ach so tollen Leben erzählen.

Wenn man dann noch weiß, wie der Vater vom Heidi der wo ihr Manager ist, gegen Blogger vorgeht, die ihren Namen in einem ihm unpassenden Zusammenhang erwähnen, lassen wir das zackige Mädel dann mal allein mit ihren hundert armen Geschöpfen, die in die zweite Runde gekommen sind und nun von ihr taxiert werden. Der Laberer “Bruce” mit seinen “entzückenden” Radebrechungen ist ja nicht mehr dabei. Ihm gab die ARD eine eigene Vorabend-Show, die aber alles Andere als ein Renner ist.

Heidi. No, no, no.