Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
26
Feb '08

Perfektes Dinner. 2. Tag

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34 Punkte für Marketingstudent Maximilian Schimmack. Die Nervosität war dem jungen Mann deutlich anzumerken, ebenso aber auch die Schule,die ihm der weit über gehobenem Amateurniveau kochende Papa Wolfgang hat angedeihen lassen. Es gab als Vorspeise Loup de Mer mit was Kaviarknödeligem, dann Rinderfilet mit Rotweinschalotten und Bulgur - etwas abenteuerlich - und final Basilikumeis mit einer Cassisbirne. Da der Schreiber fasziniert abgelenkt von den Möbeln in der elterlichen Wohnung des Jungkochs war, die er schon einmal in einem weitaus größeren Kontext gesehen hat, bekam er nicht jede Nuance des Dinners haarklein mit. Man möge das ebenso verzeihen, wie den Nichtverrat von Einzelheiten. Morgen ist Deniz dran……

Sex und Kohle für ne 1

Ein Juraprofessor der Uni Hannover sitzt vor dem Landgericht Hildesheim auf der Anklagebank. Weil er gute Noten für Sex und Geld vergeben haben soll. Interessiert uns hier in Bielefeld normalerweise nicht, weil es hier gegen Geld und Sex nur Spargel und Kartoffeln aus der Senne gibt. Interessiert uns aber doch, weil seine ehemalige Bielefelder Kollegin Britta Bannenberg - nein, nicht was Sie jetzt denken, Bielefelds Uni ist frei von 6 - in einer Ringvorlesung zum Thema “Käufliche Wissenschaft” ausführlich aus der Anklageschrift berichtete und wörtlich zitierte. Das ist vor einer öffentlichen Verlesung vor Gericht verboten. Die Kriminologin, die jetzt an der Uni Gießen lehrt, dazu: “Ich habe die Anklageschrift anonymisiert und ohne Namens - und Ortsangaben zitiert”. Das Gericht wies den Antrag der Verteidigung, die sich darauf berief, aber zurück. Wat Staatsanwälte doch allet so machen. Nicht lange her, da zogen sie mit Riesenposaunen und Narrhalla-Rufen aus der oberen Politik auch in einen gewissen Zumwinkel, weil es angeblich Milliarden seien, die da in Liechtenstein versteckt sein. Bis jetzt sinds grad mal 200 Millionen an unversteuertem Stiftungskapital und darauf wurden bis jetzt 27,8 Mio. Euro bei Kaffee und Kuchen gezahlt. Wie unterschiedlich zu normalen Ansichten doch die Ansichten der Pullunderträger sind. Lenkt aber wunderbar von den im Bankenskandal versenkten Steuermilliarden ab…..

Unerschütterlicher Arminia-Fan

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Da kann kommen was will. Und es kommt Jahr um Jahr um diese Zeit. Einen echten Arm.-BI-Fan bringt das nicht um. Er wirft sich seine blaue Decke über, kaut ein wenig an einem SAFTIGen Knochen, schmeißt den Südtribünen-Turbo an und geht in die Sturmspitze, wo die Leckerchen gegen Schalke, Werder, Hannover und Bayern warten. Selbst das eine oder andere “Zecki” kann ihn nicht aufhalten. Rausziehen, weiter. Aber kann Arm.-Blau Rockstock-Blau am Samstag schlagen?

Aufschwung angekommen: Siemens schmeißt 6800 Leute raus

“Die Niederlassung Bielefeld ist ein wichtiger Siemens-Vertriebsstandort im Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe und steht für Lösungen aus den Themenfeldern Energy, Automation, Healthcare, Transportation und Informationtechnology. Siemens in Bielefeld ist einer der größten Arbeitgeber und ein erheblicher Wirtschaftsfaktor.” So steht es auf der Homepage des unter Kanzleuse-Berater Ex-Vorstand von Pierer und seinem Ziehkind PengKuhKleinfeld (”Genialer Kopf”, so führende Unternehmensberater) im schummrigen Korruptions - und Skandalzwielicht versunkenen Münchner Konzern, ehemals Wunscharbeitgeber aller deutschen angehenden Betriebswirte, Ingenieure und Personalsternchen.

Inwieweit die vollmundige Konzernankündigung aus München auch Mitarbeiter in Bielefeld trifft, war noch nicht zu erfahren. Deutlich macht sie aber, das jetzt wohl auch Hein Blöd kapiert haben sollte, was die Wirtschaftswasserstandsmeldungen aus Berlin-Mitte bedeuten, wenn die rührige PropagandaPresseabteilung der Kanzleuse unter dem DDR-gestählten Thomas de Maiziere verkündet: “Aufschwung jetzt bei allen angekommen”. Ist er. Aber in der Richtung hat man sich wohl geirrt.

Saftlos

Hingehen, Vertrag machen, nix leisten, rausgeschmissen werden, reich sein:

Bei Arminia geht das.

(Erst saftige Gehaltserhöhung, dann Rauswurf … klare Sache vor jedem Arbeitsgericht.)

Notwehr! Arm. Bielefeld entsaftet

Lassen wir die Meldung von Arm. Bielefeld einfach mal so stehen und wirken:

Saftig freigestellt

Das Präsidium des DSC Arminia Bielefeld hat sich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, die kommende Spielzeit mit einer neuen sportlichen Leitung zu planen. Aus diesem Grunde wurde Reinhard Saftig mit sofortiger Wirkung von seiner bisherigen Tätigkeit freigestellt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Reinhard Saftig war seit Juni 2005 für Arminia Bielefeld als Sport-Geschäftsführer tätig. Der Verein bedankt sich bei ihm für seine bisherige Arbeit und wünscht ihm für den weiteren Weg alles Gute.

Das wundert ja nun wirklich nicht

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Vom Rathaus erdacht, von Beamten gemacht, wundert da wen noch was? (Bald stehen hier wieder die Arminia-Trauerfahnen, wenn es um die Klassenerhaltsspiele der letzten Stunde geht…. Dauerbeflaggung Jungs. Dauerbeflaggung!)

Lieber Marc…..

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Gobetto (rechts) mit Ex-Wirtschaftsminister und “SPD-Stänkerer” Clement anläßlich der Überreichung der Urkunde “100 beste Arbeitgeber im deutschen Mittelstand” (Foto: Website @friends-bielefeld)

In der vergangen Woche präsentierte ein Augsburger Immobilienhändler - und bauherr im “Perfekten Dinner” so “ganz zufällig” seinen neuen Ferrari, kaufte “ganz zufällig” bei seinem Metzgersbruder Kobe-Rind (Teuerste wo gibt) und protzte mit einer Sammlung teurer Weine. In diversen Foren stieß das nicht unbedingt positiv auf, hatte es doch sehr wenig mit dem Wettstreit zu tun, wer “bester Koch und Gastgeber” ist. Also “Das pefekte Dinner” präsentiert. Im Forum der Zeitschrift Brigitte schließlich wurde das Geheimnis um den Ferrarifahrer noch ein wenig mehr gelüftet: “Vor Gericht hatte er eine viel höhere Stimme”. Vor Gericht? In einem weiteren Forumsbeitrag schließlich wurde verraten, das der an Franz-Josef Strauß erinnernde 35-jährige Dinnergewinner aus einer früheren Insolvenz wohl noch Gelder schuldig geblieben sei…..

Augsburg ist ja nicht Bielefeld. Denkt man. Aber unter der Sparrenburg läuft die Show dann doch zu ungeahnten Höhen auf. “Marc” zum Beispiel ist Marc Gobbetto, einer der Inhaber des “Call Center”-Betreibers @friends-bielefeld. Wenn Sie also wieder einmal in der unsäglich mit kesser Musik unterlegten Warteschleife einer “was kann ich für Sie tun?”-Aktion mit steigender Wut im Bauch hängen bleiben, könnte es sich um die Bielefelder handeln. Marc ist dann grad mal für seinen Kunden Dr. Oetker Pizza testen. Also, mit “Werbeagentur” hat Marc herzlich wenig zu tun, wenn man sein “Werben” in der Sendung mal als etwas aufdringlich charakterisiert. Das liegt wohl an dem unvermeidlichen Schal in der Brusttasche des Sakkos, ohne den ihn so gut wie keiner kennt.

Aber auch der unscheinbare 22-jährige Marketing-Student Maximilian Schimmack ist nicht ohne. Ist er doch der Sohn des Inhabers einer kleineren Bielefelder Werbeagentur, der sich vor allem durch Kochkünste hervorgetan hat. Maximilian - heute von der NW in den Mittelpunkt eines größeren Berichtes über das “Pefekte Dinner” gerückt - dagegen fiel vor vielen Jahren in einer Befragung der NW Neue Westfälische anläßlich eines Streiks der Verkehrsbetriebe auf, als er noch im zarten Teenageralter meinte: “Ich bin heute mit dem Ferrari meiner Mutter in die Schule gebracht worden, weil der Porsche meines Vaters in der Werkstatt ist”. Pikant: Damals konnte sich der Vater noch Porsche leisten…

Ach ja. Das “Perfekte Dinner”. Vielleicht sollte es der Sender in “Fegefeuer der Eitelkeiten am heimischen Herd” umtaufen. Aber wie bringt man eine Yacht in einem Kochtopf unter? Und Sie sind mir nicht wirklich böse, wenn ich keinen Link auf Marcs Gobbettos Butze setze? Da kommt nämlich ziemlich viel “Rainer Wend” drin vor ……