Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
12
Feb '08

Kühle Teigführung

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Nicht zu glauben. Eben frisch mitgebracht und schon ist die Kappe heimlich weggefressen. Anstatt sich bei Wikipedia zu diesem frischen Bielefelder Baguette mal anzuschauen, warum das denn so gut schmeckt wie es schmeckt:

Baguette ist ein langgestrecktes, knuspriges Weißbrot aus Frankreich und bedeutet wörtlich „Stöckchen“ bzw. „Stab“. Die Porung der Krume ist immer sehr grob und ungleichmäßig, ein Qualitätsmerkmal, das durch die kühle Teigführung mit wenig Hefe bewirkt wird.

Die “kühle Teigführung”. Genau die machts. Wie die enge Ballführung auffem Platz. Oder so.

Beim Anblick der leeren Plörreflasche

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Vor ein paar Tagen war es nur eine leere Plörreflasche (Sie wissen schon, dieses Teenie-kirre-mach-Zeug aus Bier und Kunstlimo) die da im Bielefelder Bürgerpark herumlag und die Aufmerksamkeit des Hundes anzog. Dann entdeckte der Meckerpott in der beigen Windjacke (erklär ich demnächst mal) in Begleitung des Hundes ein ganzes Arsenal. Es wurden immer mehr. In Zusammenhang mit diesem widerlichen Industrieprodukt fielen ihm ein paar Sätze ein, die der Fotograf Manfred Seeger auf seiner Homepage über “Alcopops” bzw. deren Vertilger geschrieben hatte:

Kennt Ihr das auch? Du willst am Freitagabend in Deiner Lieblingsbar in Ruhe einen Espresso schlürfen und dabei den einen oder anderen prüfenden Blick in die Augen der besseren Damenwelt werfen; stattdessen aber ist schon die Anreise ein Vorhof der Hölle: überall lungern mehrere hundert Teenies rum (ich bin für die Wiedereinführung von Hausaufgaben über das Wochenende, samstags Schule und mehr elterliche Fürsorge), besoffen von ihrem dämlichen Süßzeug („Alcopops“).

Das “dämliche Süßzeug” scheint Markenzeichen der “Generation Weniger als Null Bock” zu sein. Verkonsumieren, wegwerfen, Nächste. Ausdruck einer Gesellschaftshaltung. Nicht nur beige Windjacken finden das nicht gut.

“Plörre, die”. Eigentlich westfälisch für “dünne Flüssigkeit”.

Königsblaugrüne Kartenschlange

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Heute um 9 Uhr begann in der Arminia-Geschäftsstelle Mitglieder Vorverkauf für die beiden Heimspiele gegen Schalke (08.03.) und Werder Bremen (23.03.). Die Schlange hatte schon recht ordentliche Ausmaße. Gemessen am Tabellenstand natürlich.

Ein Blick auf den Bau der neuen Haupttribüne zeigt die doch ziemlich heftigen Dimensionen und die Nähe des Neubaues zu den Wohnhäusern Melanchthonstraße. Aber das “Schmerzensgeld” wird das wohl ausgeglichen haben.

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Vodafone-Selbstbedienung. Oder “Verdumming People”

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Gestern bei Vodafone in der Obernstraße. Ein junger Mann zeigt einem dynamisch-gegeelt-gestylten jungen Vodafone-Verkäufer sein Handy.

Junger Mann so: “Guck mal. Die Mail habt ihr geschickt. Warum stellt Ihr meinen Tarif einfach um?”

Junger, gegeelt-gestylter Vodafönler so: “Das machen wir so damit Du billiger surfen kannst”

Junger Mann so: “Das will ich nicht. Schon deshalb nicht, weil ich dazu nicht ja gesagt hab”

Junger, gegeelt-gestylter Vodafönler so: “Dann mußt Du unter 4711 simsen, das Du das nicht haben willst”

Junger Mann so. “Ihr seid absolut bescheuert”

Nein, junger Mann. Bescheuert sind die nicht. Die optimieren so, das sie mehr in die Kasse bekommen. Einfach so. Wer nicht aufpasst hat dann einen neuen Tarif. Einfach so. Praktisch was? Fürsorglich. Sagen Sie das bloß nicht Peer Steinbrück weiter. Der optimiert dann umgehend. ZB. auf “25%” Mehrwertsteuer. Zahlt doch sowieso nur der Endkäufer. Pech nur, wenn Sie das zufällig sind.

Keine Chance für neue Hotels in BI?

Die Tage des Mövenpick-Hotels am Hauptbahnhof der Metropole sind gezählt. Folgt man der Meinung der Mehrheit der Bielefelder Gastronomen, braucht diese Stadt auch keine neue 4 oder gar 5-Sterne-Hotels. Geht man nach den Zahlen von Bielefeld-Marketing, dümpeln die Übernachtungen in Bielefeld so lala dahin. Die Hoteliers draußen im Speckgürtel um die Stadt freut es. Das Gerry-Weber-Sporthotel in Halle etwa oder das neue “Graf Bernhard” in Steinhagen, entwickelt von den Besitzern des knuffigen “Steinhäger-Häuschen”. Wir bringen Übernachtungsgäste schon lange nicht mehr in Bielefeld unter. Sorry Ihr Brackweder Hofler, Büschers, usw.

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Beliebt: “Graf Bernhard” in Steinhagen

Hurra, mehr Geld :-/

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Angetreten waren die Union und die SPD ja mal zur Groko (Große Koalition), um “brutalstmöglich” zu sparen. Klappte ja auch. Die Masse der Bevölkerung hat viel weniger, ein paar Wenige viel mehr. Arbeitsplätze wurden gleich im Tausenderpaket entsorgt und der Sozialisierung durch die Agentur für Nichtarbeit zugeführt. Und weil in Kürze in Hamburg eine neue Bürgerschaft gewählt, wird, die Basis für Bürgermeister Olé von Beust/CDU aber ziemlich bröckelt, muß ein Bild her, das in einem bestimmten Deutschen Reich immer funktionierte: Hebt Kinder in die Kameras, erhöht das Kindergeld und lügt, lügt, lügt. Klappt immer. Der hessliche Koch hatte da ja einen falschen Ansatz mit seiner Ausländerkriminalität. Migrantenschlägervideos haben nur eine kurze Halbwertszeit, die kann man nur immer Ausschnittsweise zeigen. Oder damit dumpfe Wahlkampfplakate machen. Rechtzeitig für Hamburg entdeckt die Partei der untätigen Kanzleuse dann die Kinder, die SPD muß nachziehen und wird laut Merkel “nach links gedrückt”. Ach ja. Wie einfach ist doch Politik. Eine Art Situationskomik mit Stimmenfangautomatiik. Wahl/Kasper aus der Kiste/Tri-tra-trallala/Wohltat fürs Volk/abtauchen. Einfach doof. Einfach plump. Einfach, weil die Medien wie zwangsgesteuert mitspielen. Wie hier die NW Neue Westfälische Zeitung, die natürlich auch ein “Kind-in-Kamera-mit-Ministerin-Bild” vorne drauf hat. Dazu die abgeschmackten Sprüche “Kinder sind unsere Zukunft”. Ach ja. Da hätten wir auch noch die “türkische Karte”, die wir jetzt Unionsseitig nach der Ludwigshafenener Katastrophe so ganz ohne Wissen um die Ursachen einfach mal so ziehen können. Klappt sogar von beiden Seiten, wie Erdogan in Köln bewies. Ängste schüren, Aufeinanderjagen, Hetzen. Was würden unsere Politiker bloß ohne Medien und ohne Populismus machen? Zu mehr als hohlen Phrasen reicht es ja so gut wie nie. Nicht die Besten gehen in die Politik sondern die, die es im Beruf nicht weit bringen können, werden, würden. Die, die wir gut dafür bezahlen, das sie das Land treuhänderisch anständig verwalten, entpuppen sich immer mehr als außer Kontrolle geratene Totengräber…..

TvH zum Nürnberger Club?

Thomas von Heesen, ehemaliges spielendes und trainendes Urgestein von Arm. Bielefeld soll angeblich Nachfolger des gestern gefeuerten Hans Meyer werden. “Von Heesen hat Erfahrungen im Abstiegskampf”, heißt es beim Deutschen Pokalsieger, der von seinem Abstiegsplatz nicht wegkommt. In der Tat, die hat er. Er ist aber auch als Zauderer bekanntg. Also bleibt, wo Ihr seid, liebe Clubberer und wartet ab. Am 25., 26. oder 27. April gewinnt Ihr ohnehin daheim das Pflichtspiel gegen Arm. Bielefeld…..

PS: Aus “soll” ist “ist” geworden. Wie sich wohl ein Nordlicht bei den Froanke fühlt?

Unter rumänischem Mindestlohn

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Na, da kann Bielefelds Goldbeck(chen) ja schon die nächste NOKIA-Fabrik im fernen Ural planen, ist doch abzusehen, wie lange der finnische GummistiefelHandy-Fabrikant seine neue Fabrik im rumänischen Cluj betreiben wird. Ganze 800 Lei (219 Euro) zahlen die Finnen ihren neuen Schraubkräften. Das liegt noch unter dem rumänischen Durchschnittslohn. Außerdem gibts beträchtliche Steuererleichterungen, und, und, und. Wenn das das Ergebnis der “neuen erweiterten EU” ist, dann brauchen wir sie nicht. Die so rüde ausgebooten Bochumer NOKIANER wollen heute mit dem Vorstand in Finnland sprechen. Brauchen sie nicht. Dafür können sie zugucken, wie in absehbarer Zeit die Fabrik in den Ural verlegt wird, da arbeiten sie dann kostenlos. NO NO NOKIA.