
Das ist der “Didda”. Der macht DSDS. Bei RTL. Dahinter steht Bertelsmann in Gütersklo. Und dahinter die Familie Mohn. Der gehört Bertelsmann. Und RTL. Und die bezahlen auch den “Didda”. Wenn man sagt, “Didda, Du Arschloch”, lacht der “Didda”, haut sich auf die Mallorcabraunen Beinchen und fühlt sich super. Blöd nur, das der “Didda” zu denen, die bei DSDS (Deutschland sucht den Suppenstar) ihre Stimmchen erheben, in die Klampfe hauen oder bei seinen ebenso dummen wie primitiven Sprüchen Kameragerecht zusammenbrechen, Sprüche sagt, die er das ganze Jahr über eifrig in seinem Klo an der Wand aufgeschrieben hat. Jetzt hat er Druck und muß die los werden. Deswegen haben die Medienwächter nun die Finger gehoben. “Dudu, Didda, das geht so aber nicht”. Da es vorher schon 4 DSDS mit “Didda”, RTL und Kai Diekmanns Käseblatt mit den vier Blockbuchstaben gegeben hat, wussten die Medienwächter natürlich, das “Didda” jetzt noch mehr aufdreht. Flugs waren sie pünktlich zur Stelle. “Gossenjargon”. Das freut die Einschaltquote, das freut “Diddas” Konto.
Unser Lokalblatt NW Neue Westfälische widmet “Didda” und “DSDS” nun fast die ganze Seite 3, befragt Hirntote 15 bis 70jährige. “Dieter ist obercool”, “Dieter ist ein abgedrehter Opa”. Aber Kritik lassen die Leute eher selten los. Sie sitzen bei Knabberchips, Biermischgetränk und halbstarrem Blick davor und weiden sich an “Didda”. Dem NW-Autor Jörg Heinrich könnte man ins Stammbuch schreiben “Alles richtig gemacht”, wenn da ein wenig
mehr Kritik an den pervertierten Gestalten hinter dem Ganzen angeklungen wäre. “Didda” ist nur das Vorzeigearschloch. Richtig Quote und Kasse machen RTL, dahinter Bertelsmann, dahinter die Inhaber Mohn. Wie das allerdings zu den hehren Grundsätzen passt, die per “Bertelsmann-Stiftung” in offensichtlich ziemlich leere deutsche Hirne posaunt werden, das wissen die Teutoburger Götter allein.
“Du bist Deutschland”, Du folgst dieser Bertelsmann-Idee. So doof wie Du möchte ich nicht sein. Guck Deinen “Didda” alleine. Ich wünsch Dir und ganz vielen anderen dummen Guckern allerdings mal einen Auftritt vor “Didda” und dann so eine richtige Tötenser-Gassenabfuhr. Vielleicht wachst Du dann endlich auf.
Mark Medlock, zuletzt von “Didda” verwursteter Superstar, trat laut NW gestern Abend in München in einer dumpfen Halle hinter dem Ostbahnhof auf. Nur ein paar verirrten sich dahin, den 29jährigen zu hören. “Didda” war natürlich nicht da. Er muss ja heute wieder Menschen verachten, zur Sau machen und sich an seinen eigenen dummen Sprüchen weiden. “Didda” Du passt in diese Welt. Du bist ein adäquater Kumpel von Roland Koch, nur erfolgreicher. So wie Du möchte Deutschland sein. So wie Du möchten ganz viele Jugendliche sein. Auf Schwächere eintreten. Die Sehnsucht, “Arschloch dieser Welt” zu werden ist hammermäßig tief. Erfüllt sie Ihnen. Gebt Ihnen die Kante. Lasst die Maschine 24 Stunden laufen. Das freut die Bertelsmänner, die Springers, die Aldis, die Lidls. Weiter so. Prekariat war gestern. Heute ist Arschloch angesagt. Gehts nicht um 20.15 Uhr los? Schnell Chips, billiges Mischbier vom Aldi und starren Blick besorgen. Und Hirn abschalten.
Ach Du Scheisse, was für ein hammermäßiger Stress. Aber Du bist im Recall! Gänsehautfeeling. Knusprig.
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