Wurde zwar nicht im wunderschönen Bielefeld entwickelt, dürfte aber bekannte hiesige Datenschützer und Kriminologen auf die Barrikaden
treiben: ReputationDefender. Das aus den USA stammende Unternehmen “Entfernt alle Informationen über Sie oder Ihr Kind auf Anweisung, die Ihnen ungenau, unpassend, verletzend oder ehrenrührig erscheinen”. Also, eine Meldung über Herrn XY und schon schlägt RD zu? Hasch mich ich bin der Frühling. China schaltet ja noch ganze unliebige Webseiten einfach ab, aber die Boys klettern auf die Seiten und löschen, löschen, löschen. Ich persönlich hab entschieden was gegen Block -, ähm, Blogwarte. Vor allem, wenn sie sich als “Gewissen” aufspielen. Da sei Schäuble vor.
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Hühnerflüsterer Ralf Müller mit “Miss Marple” vorm Modell “Schwedenhaus”. Hej då och Skål! (Bild: Susanne Freitag)
Pudding, Werkzeugmaschinen, Waschmaschinen, Fußball. Und Hühner. Die Liste der aus Bielefeld kommenden Spitzenprodukte wurde nun von “Bielefeld-Marketing” um eine Federviehmeldung mit Brisanz erweitert. Hier die Pressemitteilung:
Deutschlands Hühner blicken neidvoll auf Bielefeld. Im Südwesten der Stadt, inmitten einer ökologischen Wohnsiedlung, genießen vier gefiederte Damen ungewöhnlichen Wohnkomfort. In ihrem Gehege steht auf vier Rädern ein leuchtend rotes Hühnerhaus von raffiniertester Ausstattung. Wann immer das Gras in ihrem Gehege zur Neige geht, ziehen Huhn „Miss Marple“ und die anderen samt ihrer luxuriösen Behausung ein paar Meter weiter aufs frische Grün. Das „Hühnerhaus-mobil“ des Bielefelder Agraringenieurs Ralf Müller macht’s möglich.
Wer sich über die wieder zunehmende Zahl leerstehender Ladenlokale in unserer wunderschönen Nachkriegsmetropole wundert, darf sich an dieser Meldung goutieren, ist es doch in Bielefeld kein Jota anders:
“Eine Hoffnung für den Konsum in Deutschland ist nach wie vor die Tatsache, dass der Staat die Verbraucher im laufenden Jahr durch Abgaben und Steuern nicht weiter belastet”, sagte Rubisch. Deutlich pessimistischer als die Commerzbank gibt sich indes die UniCredit. Die deutschen Einzelhandelsumsätze bewegen sich nach Einschätzung der Bank derzeit nahe am Desaster. So ergebe sich nach den enttäuschenden Dezember-Zahlen für das vierte Quartal ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze um drei Prozent, heißt es in einer Studie der Bank.”
Auf den Staat brauchern hiesige Einzelhändler wirklich nicht zu hoffen. Da kommt höchstens noch was obendrauf. Irgendwas aus der Klima -, Biosprit -, sonstwie -Ecke wird sich schon noch finden lassen. Man könnte auch die Vergnügungssteuer erhöhen. “Einmal durch die Altstadt flanieren. 5 Euro”. Aber wer erlebt dabei schon großes Vergnügen?
Kai Diekmann, Chefredaktor der BILD, Eleve eines Bielefelder Gymnasiums mit hehrem Anspruch und als Jugendlicher in der Geburtsstadt Horst Wessels (NSDAP-Größe, “Horst-Wessel-Lied”) aufgewachsen, redigiert das immer mehr zum deutschen Hetzblatt Nr. 1 mutierende Springer/Bertelsmann-Blatt mit den balkigen Überschriften wie ein Schülerzeitungsredakteur. “Schwarz/weiß, Dagegen/dafür”. Holzschnittartig hämmert er jetzt der Nation ein, wer wirklich schuld an der Niederlage des hessischen Ex-Dominators Roland Koch bei der Landtagswahl war: “Die Linken”. Flugs werden die stets zu diesen Gelegenheiten bemühten bezahlten ExpertenSchwachköpfe aus den TV-Magazinen bemüht, die vor dem aufkommenden Menetekel warnen. Nicht an die eigene Nase fassen ob seiner vom Bürger abgestraften Politik ist angesagt, nein, man sucht und findet seinen Prügelknaben. Gleich zwei deutsche Mistjournaillen erwachen in Diekmanns Denkwelt des kleinen Zeilenschreibers zu alter Größe und Vorbild: “Völkischer Beobachter” und “Neues Deutschland”. Wer “Die Linke” in Niedersachsen und Hessen gewählt hat, ist nach Diekmannscher Diktion (zum Glück ist der Kohl-Biograph kein journalistischer Maßstab) ein “Schwachkopf”, ein “Brunnenvergifter”, ein “Chaosverursacher”. Klar, wer sich die Seite 1 von der soeben vom Bundespräsidenten mit dem “Großkreuz des Bundesverdienstordens” beladenen Kanzleuse (Wofür? Na einer muß doch für den Zaun in Heiligendumm, die verschärften Hartz-Gesetze, die Europaverfassung gegen die Völker, usw. geehrt werden, wenn das Volk das schon ablehnt) in den morgendlichen Block diktieren läßt, der kann nicht anders. Oder ist Diekmanns Kai typisch für das Denken der Menschen in der Metropole unter der Sparrenburg? Ich frage ja nur …….

BILDblog nimmt jeden Tag die BILD aufs Korn
Da mecker noch einer über die Metropole am Teuto. Von wegen Probleme, von wegen Kesselbrink, Amerikahaus, Ober/Untersee, von wegen Minarett in Brackwede, von wegen Detmolderstraße-Baubeginnstart, von wegen riesige Brachflächen, von wegen Arm. Bielefeld in Abstiegsgefahr, von wegen Arm. Bielefeld im Pokal rausgeflogen. Das wird hier hergestellt und versorgt nicht nur die Republik, Europa, Amerika, Asien, Australien:
Wir bemerkten ja bereits, das sich die Metropole der Befindlichkeiten ihrer älteren Bewohner angenommen hat. Das hört auch bei “Ganzkörpertraining” nicht auf:
Am Montag, 11. Februar, startet im Sport- und Gesundheitszentrum “Sportlife”, Milser Straße 40, ein VHS-Kurs unter dem Motto “Ganzkörpertraining speziell für ältere Frauen und Männer”. Der Kurs findet an zehn Terminen - jeweils montags zwischen 15.00 und 16.00 Uhr - statt. Das Fitness- und Ganzkörpertraining ist dabei speziell auf die Bedürfnisse und das Trainingsniveau älterer Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugeschnitten. Dies ermöglicht stressfreie und Gelenk schonende Bewegung in gelassener Atmosphäre. In der Aufwärmphase am Anfang einer jeden Einheit werden Herz und Kreislauf trainiert. Danach folgt der Kräftigungspart für Muskeln, Rücken, Bauch und Beine. Abgerundet wird jede Stunde mit wohltuenden Dehn- und Entspannungsübungen.
Und was ist nun mit dem Geist, der einen gesunden Körper bewohnen soll? Fortbildung auf der Sparrenburg nach gemeinsamem Erklettern der Burgnordwand?
Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 0521 / 51-0 oder im Internet unter www.vhs-bielefeld.de.
Wie bizarr die Partei “Die Grünen” bisweilen argumentiert, ist bekannt. Aber in der Bielefelder Ratsfraktion ist nun die dreifache Quadratur des Kreises über einer ausgehebelten Wurzel 3. Grades gelungen. Die Partei “sieht es als ein Gebot der Integration an, dem Antrag der Türkisch-Islamischen Kulturvereins zu entsprechen”, heißt es in einer Pressemitteilung. Worum es geht? Immer noch um den Bau eines Minaretts neben der Vatan-Moschee an der Windelsbleicher Straße in Brackwede. Umkehrschluß: Die Mehrheit der Anwohner möchte den 20 Meter hohen Turm, der für die Ausübung der Religionsübungen nicht zwingend notwendig ist, nicht. Die Türkisch-islamische Gemeinde kann sich aber nur integrieren, wenn dieser Turm da steht. Oder? Sorry Freunde, gehts noch? Laut Bauamt sei das “keine politische Entscheidung” sondern es gehe nach Baurecht. Ja wonach denn auch sonst? Das sieht aber an dieser Stelle nichts vor…… Folglich sollte man dem Willen der Mehrheit der Anwohner folgen. Den zu ergründen, ließe sich leicht mit einer Umfrage nachhelfen. Vielleicht geht dann auch eine Integration ohne Minarett. Wir wollen hier nicht die unselige Diskussion über eine Kirche an der Detmolder Straße aufgreifen, die derzeit zu einer Synagoge umgebaut wird…
Ach ja, der gestrige Pokalabend. Arm. Bielefeld in Jena, Schalke auf Volkswagen. Beide Westfalenclubs draussen. Bei Arm. Bielefeld hatte Keeper Hain ein wackliges Händchen kurz vor Schluß und Schalke ließ sich von Bielefelds samstäglichem Gegner im Elferschießen niederringen. Das zwischenzeitlich der Arminia-Liveticker ausfiel, die Arminen-Webseite gar nicht mehr erreichbar und die heimischen Fans im Ungewissen blieben, sei nur am Rande erwähnt. Aber wie sagt man so schön: “Einer schlechten Generalprobe folgt eine glänzende Premiere”. Dann lassen wir uns mal am Samstag im ersten Spiel der Fubabuli-Rückrunde gegen Wolfsburg überraschen. Und auf dem Unterrang der neuen Haupttribüne legen sie bereits die “Business-Seats”. Ob man mit weich sitzendem Hintern besser jubeln kann? Zecki, laß knacken.
“Grrrzischzipp”, “Grrrrzischzipp”. Wenn man zu früher Stunde die Schaber über die Autoscheiben scharren hört, braucht es keinen Blick mehr aufs Aussenthermometer. Um die Null sind angesagt. Wenn da nicht der bisher nur durch fünfminütige Federball-Orgien auf offener Straße aufgefallene Nachbar um 7 im neuen roten Oberteil, dünnen Beinen in stacksigem Lycra, neuen Rennschuhen und einer “Absolut Fielmann”-Sportbrille gewesen wäre, der gestreckten Rückens über die Straße joggte. Das ist neu.






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