Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
28
Jan '08

Bielefeld und “die Älteren”

Es scheint auch im Rathaus der Metropole angekommen zu sein, das Deutschland altert. Hier die beiden neuesten Angebote für “über 45″:

Am Donnerstag, 14. Februar, startet die VHS in der Turnhalle Auf dem Tie in Jöllenbeck einen Kurs unter dem Titel “Geselliges Tanzen am Morgen für nette Leute”. An 14 Terminen – jeweils donnerstags von 9.45 bis 11.15 Uhr – stellt die Kursleiterin Monika Kunert ein Fitnessprogramm für Körper und Seele vor. Dieses besteht aus verschieden Tänzen in geselliger Form – von Aerobic über Round-Dance (Kombination von Gesellschaftstanz und Square-Dance) bis zum langsamen oder Wiener Walzer. Dabei handelt es sich nicht um partnergebundene Tänze, sodass sich auch Einzelpersonen anmelden können. (Für die männlichen Fans der blonden schwedischen Europameisterin und Dschungelkämpferin Isabel Edvardsson hat überraschend abgesagt)

Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 0521 / 51-0 oder im Internet unter www.vhs-bielefeld.de.

Die VHS Bielefeld hat ihr Angebot an Sprachkursen in Englisch für ältere Menschen ab Februar 2008 stark erweitert. Die Kurse werden auf fast allen Stufen zu angenehmen Lernzeiten (vormittags und nachmittags) angeboten. Neu ist ein Anfängerkurs für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche noch nie in ihrem Leben Englisch gelernt haben. Dieser findet mittwochs zwischen 10.45 und 12.15 Uhr statt. Des Weiteren gibt es – jeweils freitags von 9.00 bis 10.30 Uhr – ein Kursangebot für diejenigen, die schon vor sehr langer Zeit Englischunterricht hatten.

Eine ausführliche Beratung bietet die VHS unter der Telefonnummer 0521 / 51-6811 an.

Die nächste Wehrmachtsausstellung…..

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Derzeit sind “Ausstellungen über die Greuel der Wehrmacht im II. Weltkrieg” sehr en vogue, geht man nach der Berichterstattung in unseren Medien. Auch Bielefeld hat wieder eine. In der Ravensberger Spinnerei wird eine Wanderausstellung gezeigt, die laut Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau, Professor Klaus Ziemer, dazu diene, “den Mythos zu beseitigen, die Wehrmacht sei sauber geblieben”. Unter dem Titel “Größte Härte – Verbrechen der Wehrmacht in Polen 1939″ wird der Angriff auf Polen und das Vorgehen der deutschen Wehrmacht in einer kleinen Wanderausstellung gezeigt. So weit die Fakten. Wer allerdings Eltern hatte, wie der Autor, die das 3. Reich und die Nazis bewußt miterlebten und dennoch bis zu ihrem Tode zwar heimlich aber latent “rechtslastig” dachten, hat einige Probleme mit einer solchen Ausstellung. Er fragt sich “Warum?”, “Was geht es mich an?”, “Wem dient das?” und verläßt letztlich die Dokumentation mit dem Gefühl, zwar Bilder betrachtet und Texte gelesen zu haben, aber seltsam unberührt geblieben zu sein. 1939, das ist so weit weg, so lange her. Da machten die Besuche in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau und der Gang über das Berliner Stelenfeld weitaus betroffener. Es bleibt bei aller “Erinnerungsarbeit” die Erkenntnis, das sie wenig nützt. Siehe Vietnam, siehe Afghanistan, siehe Irak. Siehe Gazastreifen, siehe Libanon, siehe Ex-Jugoslawien, siehe Palästina. Das Grauen geht unvermindert weiter. Manchmal ist es sicher besser, nicht im Bild zu sehen, zu welchen Grausamkeiten Armeen dieser Welt – und zwar alle – fähig sind und da sind. Vielleicht haben die Deutschen aber auch einen ganz besonderen Hang, ihre unsägliche jüngere Geschichte noch breiter zu treten als sie ohnehin schon ist. Was im Umkehrschluß ebenso für die Verherrlicher dieser Zeit gilt, die aus der Geschichte ganz sicher nicht lernen wollen und werden.

Brackweder Unterschriften gegen Minarett

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In Bielefelds Minarett-gefährdetem Stadtteil Brackwede lag am Samstag auf dem Markt eine Unterschriftenliste gegen den Bau eines Minarettes neben der Moschee an der Windelsbleicher Straße aus. Bis Mittag hatten sich fast 500 Brackweder eingetragen. Da es keinen Bebauungsplan gibt, wird das Rathaus entscheiden müssen, ob man den geplanten, fast 20 Meter hohen Turm zuläßt. Hat denn Brackwede kein ausgedientes Wassertürmsche irgendwo? Und warum gibt es nicht ganz einfach eine Basisdemokratische Bürgerbefragung “Mehrheit entscheidet?”

Echt schmerzhaft, das Ding mit dem Versal-Esszett …

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Lokale Redakteure gehen mit schlechtem Beispiel voran … es gibt keine Schriftsetzer mehr!

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Uni B. :” Wir wollen keine Post”

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Nehmen wir mal an, die Uni Bielefeld - nicht grad die kleinste im Lande – hat ein Postfach. das auch regelmäßig geleert und der Inhalt abgeholt wird. Dann gibts aber immer noch ein Problem mit dem Briefkasten an der Uni selbst, in den am Wochenende offensichtlich viele Leute etwas einwerfen wollen. Geht aber nicht, denn er ist ein gar kleines Behältnis. Wie haben die das grad noch mal in Schilda gelöst?

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

Auch hier in Ostwestfalen gingen gestern Abend die Tv-Lichter erst spät aus, als das “Vorläufige amtliche Endergebnis” bekanntgegeben wurde. Die beiden großen “Volksparteien” gleichauf vorneweg, die “Kommunisten” im Landtag. Was wollte der Wähler sagen? “Nicht mehr Roland Koch”. Ansonsten schwieg er ziemlich still und ließ erstmal ratlose Sieger und Verlierer zurück. Populistische Sprüche lohnen sich offensichtlich nicht. Siehe unseres Nachbarlandes Niedersachsen Sieger Wulff, der es moderat und angenehm leise durchzog. Dennoch: ein schaler Geschmack bleibt. Nicht einmal die Sprüche von Hardliner Koch und die Rückenstärkung durch die wundervolle Kanzleuse vermochten die Wahlbeteiligung übers bisherige Maß hinaus anzuheben. 35% gehen einfach nicht mehr wählen. Der heimliche “Sieger” heißt “Nichtwähler”, der Verlierer “Demokratie”. Wir werden sehen, wie es in unserem Nachbarland nun weitergeht.

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Die Zitrone des Tages geht an Roland Koch für sein unermüdliches Kämpfen gegen Demokratie. Streitkultur. Sachlichkeit und Fairness im Wahlkampf.