Unsere Freunde vom Bielefelder “Sparrenblog” griffen gestern anläßlich des Startes der hirnfreien Singdohlenstaffel “DSDS” ein Thema auf, das in der unappetitlichen Koland Roch-Debatte um “gewalttätige ausländische Jugendliche”, (Ahmet, geboren in Bielefeld, mit deutschem Paß, fährt Dreia) wenig thematisiert wurde: Prekariatsfernsehen. Nach dem dramatischen Handballspiel mit vielen Toten Verletzten “Lemgo mit Freunden gegen Schweden” (31 : 29 gewonnen und im Halbfinale gegen Dänemark) dann rübergeswitcht zu Dieter Bohlens Quackstimme und – nach Reinschaustation Hässlicher Rundfunk und “Roland Kochs Märchenstunde” – schließlich “Dschungelcamp”. Nein, nicht die hübsche Schwedin Isabel Edvardsson musste das Camp verlassen, sondern der Dortmunder Sangesbruder Eike Immel. Da sieht man mal wieder, wie fair doch die Deutschen Prekariatssendergucker sind. Welche Einschaltquoten haben derlei Sender hier eigentlich? Wahrscheinlich ganz hohe, ist doch die “Konzernmutter aller Prekariatssender”, Bertelsmann, in Gütersloh beheimatet. Immer öfter fragen wir uns allerdings beim Gläschen Grappa, wie die Sendungsinhalte von RTL & Co. und BILD mit den hohen, hehren, gutmenschlichen Zielen der Provinzvordenker aus der Nachbarstadt vereinbar sind. Aber Tochter Arvato hätte sicher auch keinerlei Probleme Präsident Horst Köhler als nordirischen Sambatänzer in einer Bohlenschen Recall-Show zu vermarkten. Hauptsache, das Remidemmi stimmt und das Prekariat sitzt glücklich bei Chips davor. In der “Zeit” fand sich dazu ein ausführlicher Artikel.
Hilft, Dieter Bohlen zu “doppeln”




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