Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
22
Jan '08

Manche Zeitungsartikel sind nur noch Müll

Beim Westfalenblatt ticken die Uhren anders. Naja, bei der NW aber auch. Man nehme einen x-beliebigen Artikel und probiert diesen mal nicht zu überfliegen, sondern mit offenen Augen zu betrachten. Dabei ertappt man sich selbst beim Kratzen des Resthaares. Manche Artikel sind einfach nur blanker Unsinn und absolut fremd jeglicher Wirklichkeit.

Nehmen wir einen aktuellen Artikel aus dem Blog und schauen auf die Online Seiten des WB: “Angesichts von Energieabrechnungen, Versicherungen und häuslichen Nebenkosten halten die Verbraucher die Geldbörse geschlossen. Allerdings: Höhere Löhne und gesenkte Sozialabgaben sorgen auch für etwas mehr Geld im Portemonnaie, analysiert Markus Lehrmann.” Ok, soweit so gut. Wenn der Herr Lehmann (Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes OWL) selbst einkaufen würde und weniger gut verdienen würde, nur soviel wie der normalo Verbraucher, dann würde man auch auf die Idee kommen, das Essen und Trinken immer noch überlebenswichtiger sind, als ‘nen paar neue Hosen um alte auszurangieren. Lebensmittelpreise sind fast alle gestiegen. Nicht nur Käse, Milch und Brötchen. Das Westfalenblatt sollte nicht versteckte Werbebotschaften für den Einzelhandel abdrucken, sondern eher mal kundschaften warum die Deckungsbeiträge bei Textilien auf reguläre Ware auf über 100% und mehr gesetzt sind, wo doch die Ware aus dem fernen China für ‘nen Appel und Ei gefertig wird. Auch sollte man in BI die Arbeitslosenquote zur Hand nehmen und wenn das noch nicht reicht, auch die der kleineren Städte ringsrum.

Mir fehlt bei den Zeitungen Biss. Es geht mir nicht um den Enthüllungsjournalismus oder Paparazzi Fotos. Ich will aber auch keine Artikel lesen wie z. B.: “Der Bummel durch die City offenbart: Komplett neu eingekleidet für weniger als 50 Euro - kein Problem. Beispiel C&A: Cord-Sakko für 25, Hose für 12 und ein Oberhemd samt Krawatte für neun Euro. Macht zusammen schlappe 46 Euro. Da sind sogar noch vier Euro für ein Paar Socken übrig.”

1. ist es für mich versteckte Schlussverkauf Werbung
2. gibt es Läden, da bekommt man noch ein Schlüpper und ein T-Shirt dabei und bleibt unter 50 EUR
3. keine kritischen Artikel mehr, also nur noch rosarote Brille
4. man kommentiert nur noch was passiert ist, manchmal im Stil einer Bild-Zeitung

Tja, soll das etwa heißen, Journalisten sind nichts weiter als Blogger und werden dafür bezahlt? Ich weiß es nicht, machen sie sich ihr eigenes Bild.

Arm. Bielefeld testet gegen Dänen

So langsam geht die fast fußballlose Zeit ihrem Ende entgegen. Arm . Bielefeld testet am morgigen Mittwoch (Anstoß 18 Uhr) im Versmolder Kurt-Nagel-Stadion den dänischen Erstligisten Esbjerg fB. Torwart und Kapitän Mathias Hain ist nach seiner im Bayern-Spiel erlittenen Verletzung wieder fit. Die dänische Meisterschaft geht erst im März weiter, momentan ist man dort noch in der Winterpause. Momentan ist das Team von der Küste unter 12 Mannschaften Tabellenachter.

Auf der Homepage von Arm. Bielefeld heißt es:

Mathias Hain dürfte sich beim Test gegen Esbjerg im Kurt-Nagel Stadion zu Versmold hingegen nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen. Der Esbjerg fB schießt scharf, die Kicker von der Nordseeküste erzielten ligaintern die zweitmeisten Treffer (35). Anfällig dagegen ist die Defensive mit 33 Gegentoren in 18 Spielen.

Der Anstoß im Kurt-Nagel Stadion im Caldenhofer Weg in Versmold ist um 18 Uhr. Karten sind im Vorverkauf in der DSC-Geschäftstelle für 4 Euro (ermäßigt) und 6 Euro erhältlich.

Armer Einzelhandel

Sie ringen die Hände gen Himmel. “Herr, schick Umsatz”. Die Bielefelder und Umländler tun ihnen aber nicht den Gefallen und reissen Ware aus den Läden. Warum auch? Nur weil “heimlicher WSV” ist? Die Leute haben doch um und an Weihnachten ihre Bunker gefüllt und gut gekauft. Leute, da müßt ihr durch. Wir werden nicht mehr kaufen, als die Geldbörsen hergeben. Und an denen zerren momentan ganz gewaltig Vater Staat, das staatlicherseits ungebremste Energie-Abzockerkartell und noch ne Menge andere. Also wartet einfach. Müssen wir auch. Oder zockt ein wenig. Was die WestLB konnte, könnt Ihr auch.

wsv.jpg

Bielefeld braucht einen Knut

Was hat die Stadt nicht, was andere haben? Richtig. Keine Berge. Kein Wasser. Viel Schulden (Haben andere aber auch). Und sie hat keinen Knut. Und keine Flocke. Trotz Olderdissen (Ein Tierpark). Also? Wenn wir schon keinen Knut bekommen können, dann sollte es wenigstens was entfernt Knutähnliches sein. Dazu taugt aber kein Oetkerpudding und kein Rathaus-David. Und der Arm-Bielefeld-Lohmann hat auch eher was Almkuhartiges. Dann machen wir doch einfach dieses, den Textexter-Schlaf bewachende Schaf zum Bielefeld-Star. Passt doch wunderbar zur 330.000 köpfigen Herde der übrigen Bielefelder.

bielefeldschaf4.jpg

Clown gefrühstückt

Der NW Neue Westfälische zu Bielefeld merkt man an, das die Karnevalszeit auch in der ostwestfälischen Provinz angekommen ist. Darauf ein dreifach: “Pickert Jölle, Pickert Jölle, Pickert Jölle”. Aber sehen Sie selbst, was dem Überschriftenmacher da eingefallen ist:

transpatent.jpg

oder

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Behaupte bitte keiner jemals wieder, Ostwestfalen hätten keinen Humor. Schauen Sie sich bloß die Narreteien unserer Lokalpolitik an.