Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
21
Jan '08

Einträgliches Abzockgeschäft

Was die Stadt so im Jahr 2007 an “Knöllchen” für sogenannte “Falschparker” kassiert hat, geht jetzt aus einer Pressemeldung hervor:

Im Jahr 2007 sind in Bielefeld insgesamt 195.774 Autofahrer für falsches Parken verwarnt worden. Im Vergleich zum Vorjahr wurden somit 1.750 Verstöße weniger registriert. Aus der Statistik des Ordnungsamtes geht hervor, dass im vergangenen Jahr für die Parkverstöße rund 2,38 Millionen Euro fällig wurden; im Jahr 2006 waren es etwa 2,51 Millionen Euro.

2,38 Millionen €, Das muß man sich einmal vor Augen halten. Fest im Etat eingeplant. Was würden die Pullunderträger im Rathaus eigentlich ohne die spendenfreudigen Autofahrer machen?

Stürmischer Kollateralschaden

Was der heftige Wind hier alles so zustande bringt….

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Hamse noch Hack?

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Wer sich einigermaßen bei der Rallye zwischen den Regalen des Bielefelder Kultnahversorgers Jibi auskennt, der weiß auch um die Preise. Also rechnen wir mal für heutige 3 Portionen “Spaghetti Bolognese” nach:

604 Gramm gem. Hack 1,81 EUR
500 Gramm Spaghetti 0,79 EUR
1 Gemüsezwiebel 0,59 EUR
Div. Dosentomaten 1,20 EUR

Also Hack ist seit Tim Mälzers Kochshow billiger geworden, Spaghetti früher 0,58, Gemüsezwiebel 0,41. Der “statistische Warenkorb” muß irgendwie eine ministerial gewollte Schieflage haben, denn außer Hack ist alles teurer geworden. Alles.

La cage aux folles

“Ein Käfig voller Narren” saß gestern in Düsseldoof bei der WestLB zusammen. Große Wägen mit vier Ringen vorne und einer stehenden “8″ hinten am Bürzel rollten hektisch in die Tiefgarage an der Herzogstraße. Einige auch mit “BI” oder “GT” am Heck. Mittendrin auch die heiße Truppe der Stellenkiller Sparkasse Bielefeld. Behuf der Zusammenkunft der Bankeigentümer war das Zusammenkehren eines selbst verursachten Scherbenhaufens aus Gier, Verzocken, Mißmanagement und simpelschlichter Dummheit, wie sie vielen Bankern offensichtlich besonders in höheren Etagen zu eigen ist. 2000 Mitarbeiter sollen gehen müssen, heißt es aus dem Käfig in der Landeshauptstadt. Die Obernarren, die sicher jeden Monat in Aufsichtsratssitzungen beim Nägelfeilen vom aktuellen Stand der Zockerparty erfuhren, dürfen bleiben. Die Zeche zahlen die Abgekochten und natürlich die Kunden der Sparkassen, Miteigentümer der SpielbankWestLB. Hier das hehre Leitbild, das sicher von genialen Beratungsstrategen und Allwissenden a la McKinsey oder Roland Berger gegen reichlich Kohle ausgetüftelt wurde:

Neue, erstklassige Finanzdienstleistungen sind unsere Antwort auf die wachsenden Herausforderungen unserer Kunden. Ganzheitliches Denken, nachhaltiges Handeln und gesellschaftliche Verantwortung bestimmen unser Tun.

Wenn ich hier jetzt wieder das Beispiel des kleinen Unternehmers bringe, der nach allen Regeln der Nieten in Nadelstreifen Banker zerlegt wurde und am Ende keinen kleinen Kredit bekam, bekomme ich bald eine “Einstweilige Vergnügung” auf den Schreibtisch. Erstaunlich, wie solche Menschen über andere urteilen, aber im eigenen Haus noch nicht mal das kleine Einmaleins des Geldanlegens beherrschen. Aber wir haben ja bald Karneval. Der “Käfig voller” Narren ist bereits jetzt mehr als überfüllt. Gier schlägt Geist. Auch wenn der nur ziemlich klein war. Wie immer.

Und Sonntagabend kommt noch ein gewisser Roland Koch aus Wiesbaden dazu, dem Bimbes Kohl – ausgerechnet – zum Thema “Jugendkriminalität” die Stange zu halten versucht. Selten wurden nach einer Wahl, so wird es Sonntagabend heißen, so viele vollgekotzte Stimmzettel ausgezählt. Schweißen wir den Käfig doch einfach zu.

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Wie gehen Sie die Woche an?

Von wegen, Westfalen starten Montagmorgen mit einer Knifte Pumpernickel, bedeckt von westfälischer Mettwurst. Plus ein Körnken. Sowas verbreiten nur Rheinländer über die Westfalen. Also: Jede Menge Zeitungen, auch die lokalen Provinzblätter. Dazu ein Pott Kaffee und ein Müsli mit Milch. Weil einem beim Lesen der diversen Schwachsinnigkeiten alles wieder hochkommt, ist das besser als ein Körnken. So weit wie Kate Moss in London sind wir ja noch nicht, die an ihrem 34. Geburtstag einen winzigkleinen Teil ihrer überdimensionierten Gage mal wieder für eine Kokainparty ausgab. Würden wir wohl auf dem Kesselbrink auch gar nicht bekommen. Die Menge meinen wir. Obwohl, das hätte was. Der kleine David in Jöllenbeck mittenmang vor den Kameras der Weltblätter in einer Kokainparty……

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