Kai Diekmann, aus Bielefeld stammender Chefredakteur der BILd-Zeitung, hat ein Buch geschrieben. Haben ja vor ihm andere Geistesgrößen – wie zB Dieter Bohlen (dessen Co-Autorin wiederum Katja Kessler, Kais Gattin, war – Nachtigall ick hör dir trapsen) – auch. Wenn man das Buch ausgelesen beiseite legt, drängt sich beim Anblick des Gelhaar tragenden Schülerzeitungs-Exredakteurs und Kohl-Biographen der Eindruck auf: “Dümmer geht immer”. Um uns nicht zu wiederholen, verweisen wir hier explizit auf eine Rezension, die der bekannte Blogger und BILD-Kritiker (Bildblog) Stefan Niggemeier geschrieben hat. Ihr ist in Schärfe, Ausführlichkeit und chirurgischer Präzision in vielen Teilen nichts hinzuzufügen ausser der beklemmenden Frage: “Was hat der Diekmann, Kai in Bielefeld für ein Umfeld gehabt, das ihn zu einem derartigen Selbst – und seine Leser-Betrüger gemacht hat?”. Mußte er Unterhosen aus Feinripp mit Eingriff von Opitz tragen. während die Kumpel bereits vorausahnend an Bruno Banani dachten? Durfte er nur in schwesterlicher Begleitung unten in den Jahnplatz? Wer Näheres weiß, bitte hier schreiben.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
Gestern nachmittag an der Jibi-Kasse. Ein jägerhaft grün gewandeter mittelalter Herr mit Hut steht hinter ihr. “Gehen Sie doch einfach vor”, forderte sie ihn angesichts seiner 3 Sachen unterm Arm auf. Er bedankte sich höflich, zahlte und zog noch einmal dankend seinen Hut. Sie war baff. “Sowas gibts heut noch?”. Da ist doch der 18 jährige Sohn von ganz anderem Kaliber. Gefragt, ob er seiner, erst vor wenigen Tagen aus Chicago zurückgekehrten Freundin ein Getränk oder Knabberereien anbieten möchte, kam kurz, knapp und obercool: “Die wird das schon selbst sagen”. Hatten wir ihn nicht so erzogen, höflich zu sein, Omas die Türen aufzuhalten und überhaupt? Irgendwie Scheisse, dieser kranke Wertewandel. (Und von der Nokia-Werksschließ-Front hört man, es sei jetzt schon von 88 Millionen € staatlichen Subventionen die Rede. Plus nochmal 100 für das neue Werk in Rumänien. PengKuh. Heissa, wir eröffnen in Kürze in Jöllenbeck eine Gelddruckerei mit staatllichen Subventionsmitteln. Aufträge haben wir keine. Brauchen wir auch nicht. Manchmal kann man gar nicht so laut schreien, wie man möchte/müsste/sollte…..)
Neues Hobby der kindlichen Verwandschaft? Neuen Bären im Heimat Tierpark anschauen. Ach wie schnell bekommt man die lieben Kleinen doch zur Ruh’ mit einfachen Sachen wie mal eben nach BI-Olderdissen zu fahren. Ich muss eingestehen, ich wusste nicht das es dort einen neuen Bären gibt, dachte auch immer die halten Winterschlaf. Anscheinend ist es in “Gefangenschaft” anders. Tja, auf nach Olderdissen, wenn das Wetter am Wochenende mitspielt.
Infos zum Tierpark gibt es hier.
Was gibt es sonst noch zu tun außer Bären bewundern. Vielleicht einfach mal in die Innenstadt, Sachen sind bis zu 70% reduziert. Och menno, die Kleinen wachsen doch so schnell. Alter Mist wird ausrangiert und in ebay verscherbelt. Das deckt sicherlich alle Kosten.
Und wer noch Teppiche braucht, der kann sich “Das Ende einer Institution” (lt. Süd Kurier) antun. Tehranchi Außenlager muss eine Eilverwertung der gesamten Bestände durchführen. Totalauflösung des Bielefelder Traditionshauses. Die Detmolder Strasse bei Hornbach, gegenüber BMW-Cloppenburg, ist die richtige Adresse dafür. Hauptsache es entsteht dann kein neues Cafe.
Heimlich hat dieser Fan im Speckgürtel der Metropole seine TV-Schüssel nach Süden gedreht und empfängt sicher den Livestream aus München. Von den Bayern. Der kommenden Übertruppe der 1. Fußballbundesliga. Den Lichtgestalten auf grünem Rasen. Den Magentagefütterten des Fußballs. Den vom chorelischen Würschtelmacher gemanagten. Denen, die Werder Bremen die Leute wegkaufen, sie auf die Bank setzen und sich einen kichern, wenn die scheinbaren Gegner schwächeln. Bald geführt von dem bereits zu Lebzeiten selig Gesprochenen Unaussprechlichen Schwoab. Wie gut, das es da zur Tarnung Arm. Bielefeld gibt. Da glauben nur wenige an Wunder. “Vorsprung durch Money” wird am 6. oder 8. Mai 2008 zum Beispiel nicht aufgehen, weil die Zecki-Truppe völlig überraschend in der Münchner Puddingschüssel gewinnt, dadurch dem Abstieg mal wieder entgeht und Bavaria Munich die Meisterschaft versaut. Moment, Telefon. 089/….. “Herr Hoeneß? Sie?”…….. “Nein, wir löschen das hier nicht” ……….. “Dann klagen Sie doch einfach”……… Da, jetzt piepst es in der Leitung. “Hier ist Wolfgang Schäuble. Die Verbindung wurde vom Münchner Teilnehmer so abrupt unterbrochen, das zu Bayern München keine telefonisch Verbindung mehr besteht”. Siehste. geht doch. Gut, daß er mithört, gell?
Nein, nein. das wird kein weiteres Bielefelder Plädoyer für Grassens Roman. Dafür regnet es heut am Teutoburger Wald viel zu viel. Der Blick reicht auch nicht einmal bis zu den bewaldeten Hängen, jagt das rote Biest doch Tränen in die Augen. Einer der nicht sehr vielen Vorsätze für 2008 war es, Mittags statt Abends zu essen. “Dinner canceling” heisst das auf Denglisch. Ab 17 Uhr gibt es nichts mehr (… ausser Grappa, hihi). Er ist heute dran und wird eine PaprikaZwiebelHackfleischTomaten-Pfanne mit Reis produzieren. Deshalb die Zwiebel, deshalb das Häuten, deshalb die Tränen. Oder dachten sie, die bitteren Zähren laufen wegen der Weltlage, des von EU-Subventionen gesponsorten und jetzt zu schliessenden Nokia-Werkes im westfälischen nahen Bochum, dem nicht gebauten Sennesee, Roland Koch oder einfach nur so? So viel könnte man gar nicht heulen, wie es Anlässe gibt. Vor allem ganz nahe. Mitten in Bielefeld. Hier brauchts keinen weiten Blick, um den fehlenden Weitblick der Veranwortlichen zu entdecken. Ach so, das Mantelhaus in der Altstadt wird neu versteigert. Bei den englischen Buchmachern laufen schon die Wetten, ob die verpennte Sparkasse diesmal Kohle bekommt. Zahlen sie einen Euro auf “Nein” ein, kriegen sie ihren Euro zurück, gewinnen aber nichts.
Müssen wir jetzt Mitleid mit Arm. Bielefeld haben? Ein “unberechtigter Elfmeter” liess die Truppe von Michael “Zecki” Frontzeck gestern ihr Testspiel in Spanien gegen Mainz 05 verlieren. Dummm gelaufen, aber sowas passiert in der Fußball-Bundesliga an nahezu jedem Spieltag. Und die betroffene Mannschaft geht dann nicht unbedingt als Verlierer vom Platz. Wenigstens haben sie “schnell kombiniert” und “gute Kopfbälle” gespielt. Hoffen wir mal, das sie das auch am 2. Februar tun und Tore dabei rausspringen, wenn der VfL Wolfsburg zu Gast auf der Alm ist. Zuvor gehts aber noch im Pokal nach Jena.
Wer den Auftrieb gestern in Sennestadt sah und heute morgen die Titelseiten der Provinzblätter studierte, rieb sich die Augen: “Großrazzia bei Gildemeister”. Gildemeister? Das ist doch sowas wie der Rolls Royce unter den Bielefelder Unternehmen, gleich nach der von den Zeitungen selig gesprochenen Puddingrührer-Dynastie. Dort Großrazzia? Die Rede ist vom üblichen staatsanwaltschaftlich-steuerfahnderischen Geschwafel: “Anfangsverdacht, Betrug, Untreue, Korruption, Steuerhinterziehung”. Vor allem gegen Vorstandschef Rüdiger Kaplitza. Auch Privatwohnungen und ein Unternehmen in Österreich seien durchsucht worden. Weitere Details sucht man in den Blättern vergebens und die fahndenden Pullunderträger der Staatmacht geben nur lapidare Antworten: “Das unterliegt dem Steuergeheimnis”. Ach ja. Wenn dem so ist, warum hält der Staat dann nicht erst einmal das Maul und untersucht in aller Stille, bevor man sich vor die Kameras und Mikrofone stellt und hammerharte Beschuldigungen ausspricht?
Wer die überaus netten Damen und Herren in den Steuerfahnderausssedienstpullundern schon mal in ihr ganzen Arroganz, Überheblichkeit und “ich bin der Staat”-Manier erlebte, der hegt eine gewisse Skepsis gegen alles, was da so zunächst turmhoch aufgeschaufelt und paragraphiert wird. Motto: “Dem Normalbürger muss man exemplarisch zeigen, wer der Herr im Haus ist”. (Auch bei Lars Windhorst? Auch bei Siemens BenQ?) Der Schreiber hat allerdings – obwohl nicht betroffen – auch schon einmal aus der Nähe erlebt, wie Stück für Stück solcher Vorwürfe wie Kartenhäuser zusammenbrachen. Übrig blieb ein Scherbenhaufen. Das zuvor solide Unternehmen aber ging in Konkurs. Schön wärs, wenn der sich so wichtig nehmende und sich so häufig aus nahezu allen Verantwortungen stehlende Staat mit seinen wohl versorgten Dienern um die drängendsten Probleme auch so “liebevoll” kümmern würde.

Solche Werkstücke bearbeiten Gildemeister-Maschinen aus dem Hause des Bielefelder Weltmarktführers für Fräs – und Drehmaschinen



Artikel kommentieren »