Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Fr
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Jan '08

Siehste Zecki!

Eine kurze Nachfrage im Dunstkreis von Arminias Übungsleiter Frontzeck ergab, das die Kanzleuse aus Berlin ihm keine Glückwünsche zur Erlangung der Cheftrainerstelle bei Arm. Bielefeld übersandte. Bei Klinsmanns Bayernantritt heute kam aber sowas aus B-Mitte. Irgendwie abartig. Uns fehlen ein wenig die Worte … Glückwünsche aus dem Kanzleramt für den neuen TelekomBayern-Trainer :-( (((((((((( Ob Benedetto sich auch schon gemeldet hat?

Zumindest das Testspiel heute in Jerez gegen den SC Paderborn gewannen die Arminen mit 2:1. Fläche ist eben Fläche und nicht Budenzauber.

Wunderschönes Bielefeld

Hier die StiftsruineEvangelische Kirche mitten in Quelle, Teil von Brackwede. Ausgehende frühe Backsteinromanik, noch von Dürer als Skkizze entworfen. Jahrhunderte später ausgeführt. Halb voll ist sie selten.

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Bielefeld’s leise Laute

Der Lärm und ich. Wir werden nie dicke Freunde werden. Ich mag keinen Lärm, und wenn er noch so leise ist. Häh? Wie geht das denn? Leiser Lärm? Es gibt den leisen Lärm, den man um sich hat, wenn z. B. Leute diskutieren. Der laute Lärm wäre dann Disco bis Anschlag 120 dB oder so ähnlich. In Berlin gibt es extrem viel Lärm, lauten und leisen. Der nervigste leise Lärm dort ist das ewige surren, brummen, tuckern, beepen. Ob das nun Autos sind oder nicht, die Stadt scheint nie zu schlafen. Dann doch lieber in Bielefeld, spät nachts auf der Straße am Jahnplatz, probieren seinen Namen zu pinkeln bevor ein Auto kommt. Klappt 100%. Noch ein Beispiel. Im Zimmer meiner Nichte ist es nur laut. Die hat die Kopfhörer angeschlossen, ohne Boxen und trotzdem kann ich ihre Musik in Zimmerlautstärke hören. Mit 30 ist die bestimmt schwerhörig, aber keiner will auf mich hören, wie denn auch, bei der Lautstärke.

Nochmal zurück zum leisen Lärm. Ob es nun in der eigenen Wohnung ist oder beim Kaffee bei den Eltern. Ständig ist irgendetwas leise laut. Ich rede jetzt nicht vom TV oder vom Samstag’s Radio Bielefeld, wenn der DSC spielt. Im allgemeinen, es rumpelt hier, es bullert da, es knistert und raschelt, es wird gellend gelacht oder ein ernstes lautes Wort fast geschrien wie z. B. Vorsicht oder Achtung. Diskussionen sind am nervigsten. Artet immer so leicht in Streitgespräche aus (Politik u. Sport sind exzellent geeignet um laut zu werden) und der am Lautesten ist, hat meist immer das Gehör und weniger Recht. Kann dem der am Lautesten ist, überhaupt nicht stören, 5 Minuten Ruhm oder wie war das. Genau, 5 Minuten Ruhm, weil dir die ganze Straße zuhört, obwohl du am Kaffeetisch sitzt, hinter 2 geschlossenen Türen und trotzdem hören dich alle.

Gerade wenn einer keinen Spaß versteht, kann das auch mal wieder in einer Diskussion enden, einer fängt dann immer fast an zu heulen. Heulen kann auch ziemlich laut sein. Man versteht die heulenden oder eingeschnappten Leute dann immer so schlecht. Entweder nuscheln die oder rotzen in ein Taschentuch. Nase putzen ist auch laut. Dann gibt es noch die Nachbarn, wenn die Renovieren. Ist nicht so laut, halt eher leise laut. Man hört die schon Tapeten abkratzen, meist Samstags in der Früh, wenn man denkt, man könnte sich nochmal bis 10 Uhr umdrehen. Sonntags geht es natürlich weiter. Überbleibsel vom Samstag. Eindeutige Überschätzung der renoviertechnischen Fähigkeit, so in der Art “Tapeten hab ich in 4 Stunden runter, die kompletten 80 qm, und abends hängen alle Tapeten wieder”, solche Nachbarn kennt bestimmt jeder.

Meine ad-hoc Top 5 der leisen Laute:

1. Mit Gabel oder Löffel: Auskratzen von Speisen aus einem Edelstahltopf – Das ist so widerlich. Sehr viel unangenehmer wie Kreide auf Tafel quietschen und ein wahrer Konzentrationsbrecher.

2. Chipstüten – Warum kommt die Holde nicht auf die Idee eine Schüssel zu nehmen, Chips dann dort hinein zu kippen, genauso wie sie es macht, wenn Besuch da ist. Aber nein, warum einfach, wenn es auch nervig geht und lauter als die Lautstärke vom TV.

3. Etwas gläsernes mit Wucht auf etwas hölzernes knallen – Beabsichtigt oder nicht. Für mich nervig, weil ich immer denke es ist etwas schlimmes passiert, da der Ton sich anhört, als würde wer mit dem Kopf auf eine Tischkante aufschlagen und dieser Jemand dringend Hilfe benötigt. Schreck lass nach.

4. Waschmaschine im Bad anstatt im Keller. Trotz geschlossener Tür. Sagt wohl schon alles.

5. Kaffeeumrührer. Also nichts gegen Kaffee und umrühren, aber bitte nicht eine halbe Minute lang und dann so eintönig. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, reicht es normalweise, wenn man max. 10 mal umrührt.

Aber was schreibe ich da. Die meisten die mich nerven sind ja Bielefelder. Das gehört bestimmt zu unserem Credo. Genauso, wie sich aufregen über Dinge die keinen interessieren … nämlich über leise Laute.

Dornröschen schläft noch

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Schloß Tatenhausen bei Halle/Speckgürtel liegt noch im Winterschlaf. Aber wenn sich im Frühjahr die ersten Knospen zeigen, ist der Gasthof gegenüber -weil fertig renoviert – gerüstet für die Invasion der beigen Windjacken. Windjacken? Ja doch. Erst ein Besuch im hallensischen “Gerry-Weber Outlet” und dann ab nach Tatenhausen.

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Die Kunst der Formulierung

Pressemeldungen der Stadt Bielefeld zu lesen, ist meist ein Hochgenuss. Die Damen und Herren um Amtsleiterin Gisela Bockermann schaffen es immer wieder, selbst banalste Dinge in herrliche ostwestfälische Prosa zu verpacken. Bitteschön:

Auf Veranlassung des Umweltamtes werden im Verlauf der kommenden Woche am Zusammenfluss von Lutter und Baderbach in der Nähe der Heeper Straße südlich der Hofstelle Meyer zu Heepen Gehölzinseln aus Weiden und Pappeln gefällt. In dem Bereich liegen Kleingewässer, die durch Verlandung und Bewuchs nicht mehr in der Lage sind, ihre Funktion für den Naturhaushalt zu erfüllen.

Nach der Gehölzbeseitigung wird durch Aushub und Ufergestaltung eine neue Wasserfläche hergestellt. Punktuell werden neue Gehölzgruppen angelegt, sodass wieder eine harmonische Landschaftsgestaltung erreicht wird. Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Festsetzung des Landschaftsplans Bielefeld-Ost auf städtischem Grundstück, die zu 80 Prozent aus Landesmitteln finanziert wird. Der städtische Anteil beträgt weniger als 2.000 Euro.

Wer hats wirklich verstanden?

Neues von den Bielefelder Klowänden

“Klowände des Internets” hat ein bekannter Hamburger Werber mal die Blogs genannt. Nun gut, selbst der heimischen Provinzzeitung NW Neue Westfälische ist der Geruch nicht stark genug, um doch mal in die Katakomben den niederen Kleintierjournalismus hinabzusteigen und sich Blogs anzuschauen. Heute haben sie “www.dominik-schwarz.net” und “www.grenzschicht.com” am Wickel. Aber gucken Sie einfach selbst.

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Mal ne Nase Luft schnuppern

Es scheint wärmer zu werden, Freunde. Um 8 Uhr jedenfalls gabs schon so um die 6 Grad. Plus natürlich. Aber noch kann von Frühlingsahnen keine Rede sein. Winter entfaltet seine meist matschige Pracht im Ostwestfälischen immer erst später.

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Arm. entgrünt und “Team Mandelnuss”

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Tatsächlich. Nichts mehr zu sehen von der Nordmanntanne mitten in der neuen Haupttribüne. Nun wird weitergebaut. Das Dach fehlt ja noch und die Sitzschalen. Wie stehts sonst um Arm. Bielefeld? Viele Verletzte, auch im spanischen Trainingslager. Heute nachmittag gehts gegen den Zweitligagiganten SC Paderborn, dem die Blauen grad im Hallensischen Kleinemas-Hallencup um das goldene Schnitzel hoch unterlagen. Mal sehen, wie sie sich machen, wenn sie mehr Platz zur Verfügung haben. Gestern liess Chefausbildungsleiter Frontzeck die Profis viel Rad fahren. Clevere Idee: Falls es mit dem Drinbleiben in der 1. Liga nicht klappt, dient man sich geschlossen dem Puddingcreateur Dr. Oetker als “Team Mandelnuss” an und lässt sich von herrlichem Krombacher dopen.

Von Bielefeld bis Hamburg

Nanu, warum war ich eigentlich noch nie in Hamburg? Soweit ist es auch nicht weg. 600 km bis München, 400 km bis Berlin habe ich ja auch schon oft geschafft. Da war man schon in 19 Großstädten der Republik, aber noch nie in Doppel H, also die 20. auf meiner Liste. Kann es sein, das mich Hamburg nicht interessiert, weil ich keinen Fisch mag und somit der dortige Fischmarkt, den man am Besten zu nachtschlafender Zeit besuchen sollte, überhaupt nicht kratzt? Ich bin auch kein Fan von der Reeperbahn und sonstigem angebotenen Schmuddelkram. Appetit kann ich mir auch bei meiner Süßen holen, da kann man an Ort und Stelle gleich essen. Somit ist St. Pauli auch keine Attraktion für mich. Es ist halt da, genau wie das Eros Center an der Eckendorfer. Modelleisenbahner bin ich auch nicht, also muss ich mir nicht das Miniatur-Schienenland in einem Gebäudekomplex geben. eeerm, ich glaube das war in Hamburg. Verwechsel ich da etwas mit Speicherstadt oder so? Segeln? Dann eher Kieler Woche. Was hat HH noch zu bieten? Den Elbtunnel, den Hafen, die Alster, die Elbe, keine Ahnung. Ich habe schon genug Häfen auf der Welt gesehen, da finde ich Flughäfen interessanter. Muss ich mir also auch nicht geben.

Liegt Bad Sägeberg nicht da irgendwo rum? Aber wenn ich Indianer sehen will, kann ich auch bis Weiber Fastnacht warten. Genau, in Stukenbrock. Obwohl besoffene ortsansässige Indianerinnen einen merkwürdigen Dialekt sprechen, sind die mir lieber, wie die auf einer ollen Freilichtbühne. In Stukenbrock kann man wenigstens noch mitfeiern.

Vorbeigefahren bin ich an der Hansestadt schon oft, denke ich, hmm, ist schon länger her. Richtung Husum, dann rübergesetzt auf ein paar Nordseeinselchen. Also die Nordsee wurde ebenfalls abgeklappert und ein bisschen Ostsee auch. Aber Hamburg, nö. Wie kommt das nur. Antipathie? Wüsste nicht wieso. Das Wetter dort? Naja, in Bielefeld ist es auch nicht viel besser. Das kann es nicht sein. Sind es die Einwohner dort? Ich glaube wer in Bielefeld wohnt, sollte nicht mit Steinen schmeißen.

Was ist es nur, was ist es denn. Ich gebe auf, ich kann es nur rausfinden wenn ich wirklich mal dorthin fahre. Das Problem ist, es treibt mich nichts. Kein Oktoberfest, kein Brandenburger Tor, kein Reichstagsverglasungskuppeldingensausblick. Nichts was mir auf Anhieb einfallen und gefallen würde. Vielleicht gibt es ein paar Hamburger Blogger die mir ihre Stadt schmackhaft machen können. Aber nur, wenn ihr wirklich Bielefelder verkraften könnt. Wir Bielefelder mögen uns ja selbst kaum.

Do it yourself – Güterverwertung, Geldentwertung

Ich habe _den_ Tipp bekommen. In der Güterverwertung Brackwede gibt es Tapeten für günstig Geld. Moment einmal. Die kenne ich doch. Tedox heißen die ja nun. Also Tedox bietet an: Normalo Papiertapeten für 3 Euro pro Rolle a 10,5 Meter. Vinyl Schaumtapeten ab 5 Euro. Da kann man doch für kleines Geld seinen 4 Wänden mal ein bissel Pepp verleihen. Öfter mal was Neues. Große Auswahl haben die. Na supi. Das Frauchen an die Hand genommen und welche ausgesucht. Die Arbeit ist auch schnell getan, dank brüderlicher Hilfe. Das Ergebnis: Nicht so toll. Eher unter aller Kanone. Genau da wo das Licht hinfällt, hat die Tapete eine wahrscheinlich über 10,5 Meter leichte, fortlaufende Fehlprägung. Bei einer Deckenhöhe von 2,5 Metern sind das genau 4 Bahnen. Wir haben perfekte Arbeit geleistet, die selbe Chargennummern genommen, was hat nicht mitgespielt? Rischtisch. Die Tapete. Nasse, also eingekleisterte Tapeten haben das nicht sofort offenbart. Schon deshalb nicht, weil man sollte auf der Rückseite kleistern, d. h. die Rolle liegt mit der Fehlprägung unten, also nicht sofort ersichtlich. Erst wenn alles schön an den Wänden getrocknet ist und das böse Sonnenlicht die neue Pracht anstrahlt, steigt einem die Wut in den Kopf.

Fällt gar nicht erst auf bei dem vielen Einkleistern, Naht auf Naht kleben und im allgemeinen Arbeitswahn. Warum ärgere ich mich so? Die Tapeten waren 2. Wahl. Jedenfalls sehen die aus wie 2. Wahl. Steht das irgendwo bei Tedox geschrieben? Neee, natürlich nicht. Nicht bei Tedox. Die ver(arm)ramschen einen nur und warnen nicht. Deren Teppiche, die ich mir später dann nur so aus Spaß genauer angeschaut habe, sind auch irgendwie 2. Wahl. Andere Tapeten zeigten ähnliche Fehler. Ob 3 oder 5 Euro. Irgendwie alles 2. Wahl.

Wie soll ich nun die schon angeklatschten Tapeten von der Wand bekommen, wieder aufrollen und denen auf den Ladentisch knallen? Geht gar nicht. Wieder was gelernt für’s Leben. Mit allem drum und dran ca. 50 Euro futsch und viele Arbeitsstunden für nichts. Hätte ich 110 Euro ausgetan, ordentliche 1. Wahl Tapeten beim Marktkauf gekauft, die auch noch mit Vlies tituliert sind, wäre es einfacher und schneller gegangen.

Das Ende vom Lied – ich bin ja nicht bei Hempels an der Wand – neue Tapeten mussten her, 160 Euro ausgegeben, natürlich 2. Wahl Tapete mit eingerechnet. Mein Bruder hat Schnauze voll vom Tapezieren und ich sag zu meiner Süßen: “Die 9 Euro Tapeten vom Marktkauf müssen jetzt mindestens 7 Jahre lang hängen bleiben, damit es sich auch rentiert.” Ich sag jetzt nicht das Tedox nur Schund hat, aber Teppiche und Tapeten sollte man dort nicht kaufen. Thomas Philips ist mir zu weit und auch nicht besser, aber das wußte man schon vorher. Haben die überhaupt Tapeten? Ist auch egal.

Manche Güterverwertungen sollten sich bei manchen Produkten auf Geldentwertung umtaufen lassen. Sparen ist nicht gleich sparen. Und Restpostenmärkte sind nicht gleich Güterverwertungen. In diesem Sinne …. die Küche bräuchte auch mal eine Auffrischung. Ich könnte ja zu OSCAR an der Herforder Straße gehen. Dieser billige Möbelfritze hat auch eine große Auswahl… ach ne, ich bin erst einmal geheilt von billig Kram, ich kaufe mir selbstklebende PVC Folie und die Küchenschränke werden nicht mehr die Selben sein. Hatten die bei Philips oder Tedox nicht so komische PVC Folien im Angebot? Ich weiß, ich weiß, ich lerne es nie.