Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
8
Jan '08

Immer weniger trauen sich

Auslaufmodell “Ehe”? Den Bielefelder Zahlen nach zu urteilen, ja. Das belegt eine Pressemeldung mit einschlägiger Statistik:

Im vergangenen Jahr wurden in Bielefeld 1.415 Ehen und Lebenspartnerschaften geschlossen. Dies geht aus der Jahresstatistik des städtischen Standesamtes hervor. Damit haben sich 99 Paare weniger vor die Standesbeamtinnen und -beamten getraut als im Jahr 2006.

Am liebsten schlossen die Bielefelder den Bund des Lebens im Rathaus: 721 Trauungen (50,9 Prozent) wurden hier vollzogen. Für 294 Hochzeiten (20,8 Prozent) wurde Sparrenburg ausgewählt; zu 123 Zeremonien (8,7 Prozent) kam es im Vogteigebäude Heepen. Weiterhin sehr beliebt waren das Heimathaus Senne (72 Eheschließungen), das Heimathaus Jöllenbeck (69), der Museumshof Senne (66) und das Museum Huelsmann (55). Insgesamt elfmal wurde auch im Bauernhausmuseum geheiratet. Die verbleibenden vier Trauungen erfolgten an anderen Orten.

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Wo ist Lena?

“Wo ist Behle”, rief einmal ein bekannter TV-Sportreporter während einer Ski-Langlaufübertragung ins Mikrofon. Immer wieder. Aber er zeigte sich nicht. Heute wissen wir: Er hat heimlich trainiert und ist zu Deutschlands erfolgreichem Langlaufcoach geworden. Von Bielefelds Lena Strothmann MdB, können wir trotz langer Schweigepause allerdings nicht annehmen, das sie eines Tages Angela Merkel im klassischen Stil trainieren könnte oder Herrn Po falla. So halten wir uns dann inmitten der hochgeKochten Schmutzdebatte um hauende Jugendliche an ihre Website. Artig wünscht sie uns – ihren steuerzahlenden Arbeitgebern – ein “Gutes Neues Jahr”. Ansonsten laufen die üblichen offiziellen CDU-Ticker. Nun denn. Vielleicht hat sie als Handwerkskammer-Präsidentin mit Tochter zum Thema ja keine Meinung.

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Arm. Bielefeld

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Na ja, so richtig glücklich kann der Herr Frontzeck – Chef-Übungsleiter der Arminia Bielefeld – nach dem Wochenende nicht gucken. Erst nur 4. beim NaturrasenstolpernHallenturnier in Halle und dann auch mal wieder Tobias Rau verletzt. Da hatte sich der Fußballlehrer noch im Interview über die “Grösse des Kaders” mokiert und schon schlägt das Schicksal zu. Mal sehen, was das DFB-Pokalspiel Ende Januar in Jena bringt. Die Carl-Zeissler Zweitligisten haben wohl den Durchblick verloren und krempeln gewaltig im Team herum.

Balda ist es aus

Im ostwestfälischen Nachbarort Bad Oeynhausen beim ehemaligen Handyhersteller und Börsenstar Balda werden die Lampen rausgeschraubt. Der “neue Eigentümer” allerdings steht nicht im Handelsregister. Machen Sie das mal als 10-Mann-GmbH. Da hätten Sie die Sesselrutscher in Pullundern ganz schnell auf der Matte. Aber auch hier steckt ja Jongleur Lars Windhorst Augenbrauenbuschig dahinter und rührt, rührt, rührt. Keiner blickt durch. Keiner legt das Handwerk. Dafür dürfen dann Balda 250 Leute gehen. Endziel Hartz 4. Gewinne privatisiert, Firma zerschlagen, Verluste sozialisiert. Letztlich nur eines der vielen Beispiele – erinnern Sie sich an BenQ vor Jahresfrist? – in denen staatliche Aufsicht kläglich versagt. Dabei funktioniert sie doch so wunderbar bei der “Umsatzsteuerschau”, wie ein befreundeter kleiner Unternehmer erzählt, der nun schon zum vierten Mal binnen 5 Jahren seine Bücher offenlegen darf. Gefunden wurde weder damals noch jetzt etwas. Doch, wurde doch. Er bzw,. sein Steuerberater hatte bei zwei Festnetztelefonrechnungen den Anteil an privater Nutzung zu niedrig angesetzt. Machte 22 Euro Nachzahlung. Rechnen wir dem Prüfer mal ein 3000 Euro-Bruttobeamtensalär zu, teilen das durch den Aufwand von min. 8 Stunden. Schöne Unterdeckung, Herr Staatsdiener. Könnte sich der kleine Unternehmer nicht lange erlauben :-) )

Keine Ruhe um Waigel-Winker

Lars Windhorst, der Mann mit den buschigen Augenbrauen á la Theo Waigel und dem seltsamen Geschäftsgebahren im Familiennamen kommt nicht aus den Schlagzeilen. Am 28. Mai 2003 hatte der Ostwestfale eine sogenannte “Eidesstaattliche Versicherung” abgegeben, in der er sein Vermögen offenbarte. Neben Edelpretiosen und einer Wohnungseinrichtung für 100.000 Mark gab er auch vier Konten an und Lebensversicherungen, deren höchste sich auf 2,15 Mio. belief. Wie die Staatsanwälte aber ermittelt haben, gibt es aber weitere 16 Kontoverbindungen, meist in die Schweiz. Laut seinen Anwälten angeblich alle leer oder überzogen. Juchhuuuu. Bei dem Bürschchen mit der Waigel-Physiognomie bewahrheitet sich der alte Satz “Einmal Gauner, immer Gauner”. Aber: Bei einer Oma, die aus Hartz-bedingtem Hunger oder dementig ein Brötchen bei Jibi hat mitgehen lassen, legt der Staat für immer höchste Maßstäbe an und schlägt erbarmungslos zu. Exempel statuieren, ein für allemal “Flagge zeigen”. Beim ebenso abgöttisch wie unkritisch von Helmut “Bimbes” Kohl – dem Altbundeskanzler – verehrten Rahdener gilt das anscheinend nicht. Nun rührt er doch wieder unselig in vielen Töpfen. So auch bei der Bad Oeynhausener Balda AG. Aber das ist eine andere Geschichte. Irgendwie riecht das Ganze nach Uwe Barschel selig. Zürich. Badewanne. Zuvor “Ehrenwort”. Aber das gab ja Bimbes auch. Und irgendwie ist da der Hauch Kasachenmafia. Ich weiss nicht. Es riecht nach verbranntem Kerosin, Borscht, Vodka, Kalaschnikow. Kann mich aber auch irren.

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