Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Jan '08

88 x Marie. 41 x Leon.

Im vergangenen Jahr haben in Bielefeld 4.313 neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt. Das Standesamt verzeichnete damit 125 Geburten mehr als im Jahr 2006. Nach der vorläufigen Statistik des Amtes stammten die Eltern von 2.935 der Neugeborenen direkt aus Bielefeld.

Die Standesbeamtinnen und -beamten schrieben am häufigsten den Mädchennamen “Marie” in die Geburtsurkunden: 88 Familien haben sich dafür entschieden. Mit leichtem Abstand erscheint dann der – im Vorjahr am häufigsten gewählte – Name “Sophie” (83 Eintragungen) vor “Mia” (44) und “Charlotte” (32). Den fünften Platz in der Beliebtheitsskala teilen sich “Lara”, “Lea” und “Leonie” (jeweils 29). Unter den “TOP 30″ taucht auf Platz 21 neu der Name “Leni” auf, der 17-mal von den Eltern favorisiert wurde.

Bei den Jungennamen führt erneut mit 41 Eintragungen der Vorname “Leon” die “Hitliste” an. Es folgen “Luca” (39), “Alexander” (38), “Jan” (37), und “Paul” (34). Bereits an sechzehnter Stelle erscheint – neu unter den 30 Favoriten – der Name “Joel”, der 21-mal vergeben wurde.

Na wenigstens gabs nur wenig Einträge mit “Angela” und “Emanuel Torben”.

Und man sieht nicht mal die im Lichte…

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Als Berthold Brecht seinen “Mackie Messer” schrieb, hatte er sicher keine rund 100 Meter Sichtweite auf das zweistöckige, 6-Wohnungshaus im Bielefelder Südwesten. Direkt im Blickfeld. Seit Monaten wird in fünf Wohnungen gewerkelt. Es stellen sich Leute vor. Es sagen Leute ab. In Bielefeld Vermieter sein, ist heutzutage wohl auch nicht mehr ganz das, was es zu Zeiten der “3-Groschenoper” war.

“Und die einen sind im Dunkeln
Und die anderen sind im Licht
Doch man sieht nur die im Lichte
Die im Dunkeln sieht man nicht”

In den WDR-Nachrichten kam grad die Meldung, fast 7 Millionen Bundesbürger arbeiteten in nicht voll sozialversicherungspflichtigen Verhältnissen. Tendenz gewaltig steigend.

Klartext:
Kein Anspruch auf Krankengeldzahlungen durch die Kassen,
Arbeitslosengeld nur, wenn es Restansprüche aus früherer Arbeitsverhältnissen gibt,
kein Anspruch aus Leistungen aus der Pflegeversicherung,
kein Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung
usw.

Ob in jenem Haus solche Menschen beschäftigt sind?

1-Woche-vorher-gelbe-Säcke-Rausbringer

Da schlenderte ich irgendwann so die Strassen entlang und entdeckte, vereinzelt, gelbe Säcke auf den Bürgersteigen.
Ach Mist, ist es schon wieder soweit? Total verpasst. Wie kommt das denn. Muss ich halt gleich nochmal in den Keller und die Dinger rausschleppen. Denkste. Mein monatliches Gedächtnis hat mich noch nicht verlassen. Die gesehenen gelben Säcke stehen schon knapp 1 Woche vorher an der Straße. Bitte was? Ja, genau. Es gibt schlaue Mitmenschen die wohl denken ” bevor es in der Küche oder im Keller stinkt, schmeiße ich die Verursacher (Gelbe Säcke) raus. ”

Die Ratten und Mäuse freuen sich ihres Lebens. Und die Leute, die Abends Gassi gehen müssen, einen Verdauungsspaziergang machen oder zum Rauchen auf die Straße geschickt werden, wundern sich über das Eigenleben der gelben Säcke auf dem Bürgersteig. Da raschelt und wuselt es überall, bis der Inhalt eine Woche vor Abholtermin auf die Umgebung verteilt ist.

Bielefeld hat sich zwar von der UWB getrennt bzgl. gelbe Säcke und sich für REMONDIS® entschieden, das heißt aber noch lange nicht, das die nun jeden Tag vor der gleichen Haustür gelbe Säcke “einfangen” werden.

BI hatte immer ein Rattenproblem. Sei es in öffentlichen Ämtern oder Tiere allgemein. Aber das  sind ja schon fast New York Ratten- und Müllverhältnisse. Beim nächsten abendlichen Spaziergang nehme ich mir Arbeitshandschuhe mit und werde eigenhändig die 1-Woche-vorher-Säcke von den Bürgersteigen zurück in die Vorgärten schmeißen. Soviele waren es ja nicht, schwer sind die auch nicht, aber gewuselt hat es trotzdem irgendwo.

Aber wie heißt es doch so schön, ein Doofer macht es vor und die Anderen machen es nach. Das ist nicht nur so bei den doofen 1-Woche-vorher-gelbe-Säcke-Rausbringer. Ist jetzt auch egal wie man es sieht und wer der Doofe ist. Wenn ich der Doofe sein sollte, dann hoffe ich, das sich andere Doofe mir anschließen und ebenso in die Vorgärten zurück schmeißen. Ab 21 Uhr wird zurückgeworfen. In einer Woche ist dann eh alles wieder vorbei und man kann wieder gemütlich eine Zigarette paffen, ohne Arbeitshandschuhe.

CVUA-OWL. Das musste mal gesagt werden.

Sie wissen nicht, was CVUA-OWL ist? Huch. Das ist die eierlegende Wollmilchsau, das Jobfestigungsjojo der staatlichen Untersuchungsämter. Lesen Sie mal in diser Pressemeldung der Metropole:

Am Montag, 7. Januar, hat erstmalig der Verwaltungsrat des neu gegründeten Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Ostwestfalen-Lippe getagt. In der konstituierenden Sitzung stellten das Land Nordrhein-Westfalen und die sieben OWL-Kommunen gemeinsam erste Weichen für die künftige Arbeit des integrierten Untersuchungsamtes.

Die neue Einrichtung, kurz: CVUA-OWL, seit 1. Januar Anstalt des öffentlichen Rechts, hat ihren Sitz in Detmold und unterhält Labore in Bielefeld, Detmold und Paderborn. Träger sind das Land NRW, die Stadt Bielefeld und die Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn. Das neue CVUA-OWL geht aus einem 2005 gestarteten und auf drei Jahre angelegten Pilotversuch hervor, bei dem das Chemische Untersuchungsamt Bielefeld, das Chemische Untersuchungsamt Paderborn und das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt Detmold bereits in einer Arbeitsgemeinschaft so erfolgreich kooperierten, dass weitere Untersuchungsämter in NRW dem Beispiel folgten.

Schwerpunktmäßig wird das neue Untersuchungsamt für die kommunalen Lebensmittel- und Veterinärüberwachungsämter im Regierungsbezirk Detmold und das Land NRW auf den Gebieten des Lebensmittel- und Futtermittelrechts, der Tierseuchenbekämpfung, der Tiergesundheit, des Tierschutzes, der Tierarzneimittel, der Gentechnik und der Strahlenschutzvorsorge Proben untersuchen und begutachten.

Mit der Bildung des CVUA-OWL werden in OWL rund 160 hochqualifizierte Arbeitsplätze auf Dauer abgesichert. Gemeinsam mit den Universitäten in Bielefeld und Paderborn, der Fachhochschule Lippe und Höxter und der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Detmold, mit denen das CVUA-OWL intensiv zusammenarbeitet, steht die neu gegründete Einrichtung für ein hohes wissenschaftliches Niveau in Ostwestfalen-Lippe mit mittelbaren Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft der Region.

Das Haushaltsvolumen des CVUA-OWL beträgt rund 11,5 Millionen Euro. Hiervon entfallen auf das Land 5,3 und auf die Kommunen etwa 3,3 Millionen Euro. Der Rest wird durch eigene Einnahmen erzielt. Der kommunale Anteil wird Einwohner bezogen für jede beteiligte Kommune berechnet (Bielefeld: 523.000 Euro, Gütersloh: 570.000 Euro, Herford: 408.000 Euro, Höxter: 244.000 Euro, Lippe: 577.000 Euro, Minden-Lübbecke: 515.000 Euro, Paderborn: 481.000 Euro).

Die Einrichtung wird geführt von einem Vorstand, der aus den Leitern der drei Untersuchungsämter gebildet wird. Jedes Vorstandsmitglied vertritt einen Geschäftsbereich: Dr. Manfred Stolz (Vorsitzender des Vorstandes): Personal, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, Tiergesundheit; Dr. Wilfried Hackmann: Finanzen, Lebensmittel, Futtermittel, Bedarfsgegenstände, Kosmetika, Tabak; Dr. Ditmar Stauff: Informationstechnologie, Ausbildung, fiskalischer Untersuchungsbereich

Als Aufsichtsgremium fungiert der Verwaltungsrat, der sich aus zwei Vertretern des Landes NRW, dem Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld und den Landräten der beteiligten Kreise oder deren Vertreter zusammensetzt. Das Stimmverhältnis des Verwaltungsrates spiegelt die finanzielle Beteiligung der Träger wider; so besitzt das Land sieben Stimmen und jede Kommune eine Stimme.

Sie wissen nicht, was CVUA-OWL ist? Huch. Tja, das ist die eierlegende Wollmilchsau der staatlichen Untersuchungsämter der Region OLW. Lesen Sie mal in dieser Pressemeldung der Metropole:

Die ehemals bei den Untersuchungsämtern beschäftigten rund 160 Personen bleiben dem CVUA-OWL erhalten. 19 beamtete Mitarbeiter gehen auf die neue Einrichtung über; die etwa 140 angestellten Mitarbeiter werden von den bisherigen Arbeitgebern zur Verfügung gestellt. Mittelfristig, im Verlaufe der üblichen Personalfluktuation, wird das CVUA-OWL nur noch eigenes Personal beschäftigen.

“Eine Untersuchungseinrichtung in der gemeinsamen Trägerschaft von Land und Kommunen ist bundesweit einmalig”, begrüßt der Verwaltungsrat das integrierte Untersuchungsamt. Mit der Gründung hätten alle Beteiligten Neuland betreten, um zu verwirklichen, was vor drei Jahren noch als Vision im Raume stand: die Bildung einer leistungsstarken und effizient arbeitenden Untersuchungseinrichtung in OWL im Dienst des Verbraucherschutzes und der Tiergesundheit.

Wieder was Einmaliges in der Region OWL. So wie die ganze Region. Einfach einmalig. Und Sie dachten, CVUA hiesse: “Christlicher Verein unanständiger Altenheime”. Darauf einen gelöffelten Pudding.

Buntes Bielefeld

Na, wer weiß, wo diese Häuschenzeile steht? Tip: nahedran ist ein guter Italiener.

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TÜV und Co. – Drive In für Reiche

Knallhart. Vor und nach der Preisanhebung. Kommt daher das ich ein Kerl bin, keine kurzen Röcke und knappe Oberteile trage und auch sonst keinen Bezug zum TÜV und Co. habe. Ich könnte ja den Typ ausfindig machen der vor kurzem irgendwo in Bielefeld eingebrochen ist und einen Haufen Plaketten hat mitgehen lassen. Ach neee. Aber lasst mich erst erklären was ein “Drive In” ist und warum diese spezielle Dienstleistung eigentlich nur für Reiche bestimmt ist.

Ich verstehe unter Drive In folgendes:
Ich fahre vor, bestelle, bezahle, bekomme was ich bestellt habe, kontrolliere nach und fahre wieder weg. Alle sind glücklich.

So. Nun ist es aber beim “Drive In für Reiche” irgendwie anders. Man fährt vor, bestellt, bezahlt und bekommt meist nicht das, was bestellt wurde. Jedenfalls nicht wenn man ein älteres Auto hat. Dazu gibt es dann eine “Speisekarte” von denen mit vielen Häkchen. Ich dachte meiner einer gibt die Bestellung auf und nicht anders herum. Die wollen nachkontrollieren und dann darf ich erst so richtig weg für 2 Jahre. Egal. Man fährt wieder los um erneut vorzufahren um sich das Dessert binnen 1 Monat abzuholen, was natürlich erneut kostet. Da es ein Vollmenü ist, braucht man das Dessert … unbedingt. Ohne Dessert, kein Menü. Pech gehabt. Ist wohl überall so. Dämlicher FIAT. Ich sitze mit dem Hintern schon auf der Strasse, Durchrostung machts möglich, und hab es nicht gemerkt. Die beim “Drive In” haben es aber gesehen und dazu noch andere fiese Sachen. Das Menü kostet mehr als das Auto Wert ist. Reiche würden sich nicht darum scheren und halt ein anderes Vehikel kaufen oder es reparieren lassen, wohlgemerkt, binnen 1 Monat komplett alle Mängel. Da kann ich leider nicht mithalten. Aber man gibt ja nicht so einfach auf. Man verkauft die Weihnachtsgeschenke, die man eh nicht haben wollte, gibt das Geld der Süßen und lässt die das nochmal regeln. Na, ihr wisst schon, auf ihre Art. Wenn schon Drive In, dann die Holde im schicken kurzem Mini und engen Oberteil schicken und nicht erzählen das man schon einmal da war. Da kam sie wieder, mit dem was man eigentlich vor ein paar Tagen bestellt hatte, auch wenn es so teuer war wie beim letzten Mal. Dafür war das Dessert diesmal nicht dabei war. Darauf verzichte ich doch gerne.

Und was ist in 2 Jahren? Da werde ich mal den Bonzen raushängen lassen und spendabel wie ich bin, Geld für einen breiten Gürtel und ein Bikini Oberteil springen lassen. Hey, das Auto und die Partnerin werden auch nicht jünger.

Drive (h)In oder her, vielleicht sollte ich jeden Monat ein paar Euronen zur Seite packen für ein neueres Auto, falls die Schokolade von Weihnachten in 2 Jahren auf die Hüfte schlägt und meine Süße damit verunstaltet. Da würde auch kein breiter Gürtel mehr helfen. Die im “Drive In für Reiche” sind alles, aber bestimmt nicht so blind, das denen es nicht auffallen würde, wo die Schokolade versteckt ist.

Und noch ein Coffee-Shop…..

Sorry, das war dann wohl untergegangen im Jubel über die massierte Balllung der Coffeeshops rings um das Jahrtausend-Konzept des “neuen” Jahnplatzes. In der Altstadt am Gehrenberg 3 entsteht aus der ältesten Fleischerei Bielefelds (schon 1504 schnitt man bei Thumel Schnitzel aus der vollen Keule) das “Thumel 1504″. Nein, keine Rinderrouladen mit “Coffe zum gähnen” wirds da haben, sondern – ja was wohl – “Coffee” und, ja jetzt kommt das, was Hassans Mimouni´s (Betreiber des Café “Tresor” in der Steinstraße) Konzept von allen anderen unterscheidet: Im hinteren Teil eine 85 Quadratmeter ausufernde Raucher-Lounge (ja, darf er) und gegenüber dem Kaffee-Ausschank wirds Feinkost geben. Aha, “Olive to go” mit einem Becherchen “Einspänner”. Immerhin hat Mimouni das Barista (Kaffeebrauer)-Handwerk in Wien gelernt. Da darf man gespannt sein, wie die Bielefelder Coffeshop-Melange sich entwickelt. Vielleicht ein kreatives “Coffee-Hopping”, vom monumentalen Hauptbahnof über die Bahnhofstraße hin in die Altstadt, arrangiert von der phantastischen Werbeagentur mit dem eigenrauchigen Namen, der zum Leineweber-Markt immer Herzallerliebstes für die Wohnstube der Provinz einfällt?

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Das kostet aber einen Batz(en)

Man weiß wirklich nicht, ob man sich köstlich amüsieren, die Stirn runzeln oder einfach lauthals loslachen soll. Also, der Reihe nach. Michael Batz ist EngelBeleuchter von Beruf, Lichtgestalt, Berufener, wenn es um Theater, Belebungskonzepte halbtoter Städte und eben Licht geht. “Leuchtturm Sparrenburg” heisst ein Konzept von Stadt und Bielefeld-Makelthing, in dessen Mittelpunkt eine quasi “leuchtende Achse” vom “touristisch erschlossenen” Johannisberg rüber zur Sparrenburg den Weg durch die Stadt mit ihren ZirkusWahnsinnsattraktionen weisen soll. 1,8 Millionen soll das kosten, 350.000 davon für den Hamburger Illuminateur, der immerhin schon den Reichstag in Brand setzte erleuchtet hat, Köln zur “Stadt des Lichts” machte und das Kölner Rheinufer in ein Wahnsinnslicht tauchte.

Man muss sich das mal ausmalen. Da setzt ein topbiederes Marketing (Neues Logo: Weihnachtliche Jahnplatz-Wagenburg) mitsamt offensichtlich fachlich überforderter städtischer Beschlusskammer grad ein Marketingkonzept in den Sennesand. Und nun das. Schilda leuchtete übrigens von innen. Sollte das Rathaus mit seinen hellen Köpfen mal versuchen.

Besserer Vorschlag: Jeden Abend ziehen die Ratsdamen- und herren mit Laternen vom Johannisberg zur Sparrenburg und zurück. Ist einmalig, gibts so nirgends auf der Welt. Man sollte ihnen allerdings blaugewandete Polizisten an die Seite geben, die die Ränder der Zipfelmützen ein wenig hochhalten, darob sie den Weg noch erahnen können. Wie war das doch noch mit “Energie sparen”. Oder kostet Licht in der Metropole keinen Strom?

Dabei liegt die Lösung auf dem Teller: Ein leuchtender Pudding schwebt des nächtens über der Sparrenstadt. Motto: “Euch den Mond. Uns den Pudding”.

Querfeldein von Urban bis Argentinien

Aha, der Malte Urban aus Herford hat es mal wieder geschafft. Der neue Deutsche Meister im Rad-Cross. Noch ist Herford ja nicht durch Bielefeld annektiert worden. Aber mal ehrlich, Querfeldein, also Cyclo-Cross ist so langweilig wie Seilspringen auf dem Schulhof. Fahrrad tragen, toll, ich dachte Drahtesel sind zum Radeln da. Jedenfalls für mich ist das nichts. Aber dennoch, lasst mal schauen wen wir so erfolgreiches an Sportlern 2007/08 in Bielefeld hatten/haben. Guten Tag Herr Huck, Tschüss Herr Huck. Hallo Arminia, Tschüss Arminia. Irgendein Tennisspieler erfolgreich? Interessiert eh keinen mehr. Oh, da war doch noch ein Säbelfechter, Alexander irgendwas, Alexander Weber. Verzeihung, der Herr heißt ja seit 2007 Achten. Also der Herr Achten hat im Jahr 2007 bei den Panamerikanischen Dingensspielen eine Bronzemedaille gewonnen, konnte ich lesen. Das ist schon mal gut. Die Bronzemedaille hat er für Argentinien in Rio geholt. Hoppla. Ein Bielefelderischer Argentinier also. Nanu, nicht mehr für Deutschland und Bielefeld Medaillien holen? Dem Kerl ist nicht wirklich verziehen. Dann doch lieber den Urban Malte aus Herford mögen. Halb radelte er dahin, halb kraxelte er den Matsch hinauf.

Wenn ich es mir so recht überlege, Rad-Cross ist schon witzig, ist nur leider immer so kalt im Wald rumzustehen und die Jungs anzufeuern. Gut gemacht Meister Urban, auch wenn du aus Herford kommst, du konntest es dir halt nicht bei der Geburt aussuchen, die Region mag dich trotzdem. Bekannte Sportart hin oder her. Wir brauchen Sportidole in Bielefeld und Groß-Bielefeld, also Herford, Gütersloh, Werther, Halle, Steinhagen usw. Wofür wir die brauchen? Für unsere Kids zum Nacheifern und natürlich für uns zum Angeben, wenn wir fern der Heimat aktuelle Sportler-Namen nennen wollen, die dann auch jeder kennt.

Komm bloss nicht auf die Idee und werd jetzt Brasilianer oder so. Das würde dir Herford auch nicht verzeihen. Wer war nochmal gleich Alexander Weber, neee, nicht mehr Weber, na ihr wisst schon, dieser Überläufer, äh ja, Herr Achten?