Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

Januar 2008
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Fr
4
Jan '08

Wo ist das Handy, na wo ist es denn?

Was lese ich hier beim WDR. “Das Land NRW muss für die geplanten Handy-Störsender in den 37 Gefängnissen wahrscheinlich neun Millionen Euro zahlen.”

Ja geht’s denn noch? Wie wäre es denn, wenn die Verwaltung mal die Mitarbeiter darauf anspricht, ob die ihren Job vernünftig machen könnten. Kontrollieren muss man schon. Waffen werden gefunden, Handys nicht? Nanu, es muss ja viele geben die ein Handy verschlucken und diese raffinierten, nicht allzu kleinen, elektronischen Wunder einschleusen. Aus Gummi sind die sicherlich nicht, genau wie Waffen. Am Flugplatz ertönt schon ein lautes Beep wenn ich winzige Metallösen an den Schuhen habe, die für die Schnürsenkel bestimmt sind. Schuhe aus und nachkontrolliert heißt es am Flughafen. Oder werden die Wärter gefragt “Hey, kann ich mal mit deinem Handy telefonieren?” und der Vollzugsbeamte antwortet “Ja klar, aber mach nicht zu lange, ich erwarte einen Anruf meiner Frau, ist eh nichts los mit euch, ihr seid alle so lieb.”

3 JVA’s haben wir in Bielefeld, naja, von denen wir wissen das es sie gibt. Man soll ja nicht alles gleich so schwarz malen. Endlich gibt es Zonen in Bielefeld, wo man vor der Handystrahlung geschützt ist. Nur dahin, nein, dahin will keiner freiwillig. Das Geld wäre trotzdem besser angelegt in andere Projekte und die Vollzugsbeamten sollten ihre Arbeit machen. Der menschliche Körper hat zwar ein paar Löcher, aber nicht in jedes passt ein Handy. Aua! Wenn es doch passen sollte, dann macht es Beep und es wird nachkontrolliert. Ok, nicht eine sehr hübsche Arbeit, scheiß Job, im wahrsten Sinne des Wortes, spart aber 9 Millionen Euro.

Jetzt kommt bestimmt noch irgendeiner von den lustigen Beamten auf die Idee und sagt: “Bei dem andauernden Gebimmel der Handys kann man ja nicht arbeiten.” Oh-oh. Da kommt mir eine Idee, wenn ein Störsender übrig bleibt, kann ich den bitte haben? Das Handy meiner Freundin geht mir auch auf die Nerven, ach, nur so, für zu Hause, muss ja keiner Wissen. Ich sag es auch nicht weiter, 500 Euro mehr oder weniger. NRW hat es ja … anscheinend.

Von Ebay bis Eisbahn

Gefunden bei Ebay. Wannen Airbag. Mal als Suchbegriff eingeben. So etwas gibt es nur in Österreich oder bei uns, genau, in Bielefeld. War irgendwie klar. Alles was keiner braucht, hat Bielefeld zu bieten.

Trotzdem irgendwie schön hier. Nehmen wir unsere Sparrenburg. In der Top 20 der beliebtesten Orte Deutschlands. (lt. ZDF Sendung vom 22. September 2006) auf Platz 17. Hallo Bund und Land, das Ding ist kurz vor dem Zerfall. Ach ja. Ich habe vergessen. Bielefeld hat ja alles was keiner braucht. Wer braucht schon die Sparrenburg. Am wenigsten von allen hat Bielefeld Geld. Dafür werden aber immer mehr Häuser gebaut, obwohl viele leer stehen. Bielefeld hat also genug Häuser die keiner braucht und brauchen wird. Das dumme Problem ist, die leeren Häuser werden zwangsversteigert. Da kann man es sich doch leisten die Dinger abzureißen und ein neues zu bauen. Schließlich wollte man nur das Grundstück.

Nimmt es doch nicht alle so genau mit dem was ein Mann in seinem Leben erreichen muss. Wie war das gleich? Einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen und ein Haus bauen? Ich finde eher es sollte in “Angemessen Autofahren, nichts alkoholisches im Übermass und keine Frauen und Kinder schlagen” umgetauft werden.

Apropos Grundstück. Wie wäre es denn mit einer 2. Eisbahn und wer war nochmal gleich Delius? Es muss doch nur ein “öseliges” Grundstück sein, der Rest geht auch über Spenden. Moment mal, Delius, Delius. Der Name kommt mir so bekannt vor. Ach ne, den habe ich bestimmt mit Oetker verwechselt. Dafür ist an bestimmten Abenden die Duisburger Straße so zugeparkt, das man am Wegesrand die Seitenspiegel pflücken kann wie reife Melonen auf einer italienischen Sommerwiese. Dank LKWs. Nichts von Anhalten, Adresse auf Zettel schreiben und hinter den Scheibenwischer klemmen gehört, was? Naja, LKWs wollen ja nur die Abkürzung durch die schöne Senne nehmen, wollen ja schließlich auch nach Hause. Koste es was es wolle, also nichts. Kost’ ja nichts wenn man nicht anhält. Eigentlich geht das auch nicht mit dem Anhalten, man parkt dann ja in der 2. Reihe oder stellt seinen LKW an der JVA ab und läuft gefühlte 5 Kilometer zurück wegen so einem blöden Zettel mit Adresse.

Apropos Eisbahn. Die bedauernswürdigen Kinder “hinter’m” Berg. Die werden wohl nie wissen was Schlittschuhlaufen ist. Es ist glatt, kalt und macht tierisches Vergnügen. Das sollte erst einmal reichen als Erklärung.
Laut Förderverein – Eisbahn in der Innenstadt e.V. heißt es: “Den meisten war der Weg zu weit und zu umständlich. Für Kinder und Jugendliche, die von den Eltern gefahren werden müssen oder auf den ÖPNV angewiesen sind (nach eigener Erfahrung: 70 Min aus Stieghorst) dauert die Anfahrt einfach zu lange.” Kann man hier nachlesen. Faule Eltern haben keine Lust die Kilometer nach Brackwede zu tuckern? “Oh mein Gott du Kind, während des Feierabendverkehrs Richtung IKEA und OWD?” Und bloß nicht warten bis die Kinder mit der sportlichen Betätigung fertig sind. Könnte ja sein das die einen überreden mitzulaufen. Welch Blamage. Und bloß sofort die Auffahrt auf den OWD nehmen, ein Stück weiter prangert das MC Donalds Fähnchen und lockt die Kinderlein mit gutem Essen. Das könnte nervig werden. Lieber auf den IKEA Parkplatz, da kostet eine Bratwurst nur einen Euro. Unglaublich einfach das Leben.

Warum nicht noch einfacher? Playstation kaufen und die Kinder davor setzen. Diese Ruhe bis in den Frühling hinein ist unbezahlbar. Einziger Nachteil, man bekommt vielleicht dicke Kinder. Aber wenigstens wissen die wie man den Boss-Gegner in Level 12 besiegt. Braucht man für’s Leben. Hey, das wissen die Kiddies von der Eisbahn nicht! Die kommunizieren ja nur über unsachliche Themen in deren riesengroßen Freundeskreis und haben zuviele soziale Kontakte und sind nie einsam, dazu noch in Bewegung. Ich hoffe die Level 12 Kinder haben nicht nur die Super Mario Brothers als Freunde. Ups. Ich schweife ab.

Naja, irgendwie komisch. Über 300.000 Einwohner, einer der 20. größten Städte Deutschlands und nur eine Eisbahn.
Alles was Bielefeld braucht hat es nicht, nur was keiner braucht gibt es im Überfluss, nämlich Wannen Airbags und LKWs die einem den Spiegel abfahren und nicht anhalten.

Front(al)zeck(e)

Oh-Ha. Trainingsauftakt in Bielefeld beim DSC und da schwirrt mir noch im Hinterkopf herum, wie der Frontzeck die Alemannen aus Aachen verlassen hat. Ich weiß noch wie ich dachte “Was war das denn für ein Abgang, völlig unsympathisch der Kerl”. Die Bundesligavereine sind besser dran, genau, ohne ihn. Wir alle kennen das Ergebnis – Er Trainer in Bielefeld. Noch sind wir ja ein Bundesligaverein. Autsch. Für wenigstens ein weiteres Jahr, dann in der 2. Bundesliga, mit oder ohne Frontzeck sei dahin gestellt.

Nun stöberte ich im Netz, wie das nochmal war mit Frontzeck(e). Zecken sind ja auch sehr unsympathisch und übertragen eine tödliche Krankheit, wenn man nichts dagegen unternimmt. Jedenfalls, sehe ich doch glatt folgenden Text auf diesen Seiten: “Sein Abgang spiegelt seinen Charakter wider: Geradlinig und unbeirrbar zog Frontzeck den Schlussstrich, das Augenmerk allein auf die Sache gerichtet und nicht auf die eigene Person. Als Empfehlung für künftige Arbeitgeber taugt das allemal.”

Die Frage ist nun, braucht die Arminia so einen Mann oder doch eher einen der zum DSC passt. Die Tabellensituation lässt vermuten, das Front(al)zeck der Richtige ist. Bielefelder lassen vermuten, das er gar nicht hierhin gehört. Wir sind doch alles Sturrköpfe und machen eh immer was wir wollen. Stimmts? Warum sollten die Spieler nicht ebenso denken.
Ich darf gar nicht daran denken wer alles für den Posten im Gespräch war. Man, da waren Namen dabei, ich hatte mich schon so gefreut. Keiner sagt das unser Leben fair sein muss. Aber ab und zu darf es mal fair zugehen. Des Sportes wegen. Bitte.

Warum gab es eigentlich Urlaub der Spieler und einen erneuten Trainingsauftakt. Die Spieler haben doch mit nicht Anwesenheit für mindestens 10 Spieltage geglänzt. Ok. Nur verlängertes Wochenende, war nicht ganz Urlaub. Nur doof das die Spiele meist immer am Wochenende sind. Sollte es nochmals eine Klatsche mit über 4 Toren geben, kann der Frontzeck gar nicht Schuld sein, dann sind es die Middendorper gewesen die nicht spielen wollen. Eigentlich kann man dem Frontzeck schon jetzt keinen Vorwurf machen, auch später nicht. Trotz Abstieg (Himmel bewahre) und Antipathie.

Ein Gutes hat es für sich, der Frontzeck hat bis jetzt noch keinen Fehler gemacht. Da freuen wir uns alle, denn wie soll man sich denn einer Zecke entledigen. Mit dem Uhrzeigersinn drehen oder dagegen? Das weiß nie einer so genau. Man müsste schon einen Fachmann fragen. Jürgen Röber oder den Neururer. Hach, es hätte alles so schön sein können.

Selbst bei Minusgraden ….

… stehen Bielefelder und ostwestfälische Ochsen noch auf den Weiden. Hier gesehen im Norden der Metropole. Und nebenan im idyllischen Rheda-Wiedenbrück juchheisst Grossschlachter Tönnies (Schalke-Aufsichtsrat) über seine immer weiter steigenden Milliardenumsätze, erzeugt mit Niedrigstlöhnen. Macht ja nichts, wenn Staatsanwälte ein – und ausgehen…..

ochsejanuar.JPG

Unkritische NW-Journaille

Am 31. Dezember 2007 “würdigte” die NW Neue Westfälische den Bielefelder Bürger Bernhard Hellweg, der seinen 100. Geburtstag feierte. So weit, so ungut. Hellweg – nicht vom Schicksal mit der “Gnade der späten Geburt” bedacht – war Leibwächter von Nazi-Scherge Hermann Göring. Wäre ja an sich auch nur eine Meldung wert, wenn der Mann seinen Idealen abgeschworen hätte. Aber dann legt die NW los. Berichtet von den Schwärmereien des bis heute Verblendeten für “Emmy Göring” und zitiert ihn final: “Ich habe nur meine Pflicht getan”. Keine Einschränkung seitens der Zeitung, kein Nachfassen, kein Kommentar. Eine Flut empörter Leserbriefe zeigt allerdings, wie die Bürger denken.

Das ist der eigentliche Skandal, denn Menschen wie Bernhard Hellweg ist ohnehin nicht zu helfen. “Meine Pflicht getan”. Das ist die bis heute gültige eigene Seligsprechung aller Staatsbediensteten. Egal ob Henker, Finanzbeamter oder Vollzieher fragwürdiger Richtsprüche. Damit werden Existenzen, Menschen und Schicksale vernichtet. Man tut ja “nur seine Pflicht”. Manchmal sollte man seine Bürgerpflicht auch wahrnehmen und solchen Typen rechts und links eine semmeln. Aber dann finden sich ganz schnell ein Staatsanwalt und ein Richter, die “auch nur ihre Pflicht tun”.

hellweg.jpg

Oh, heavy on whire!

thewaywewear.jpg
It berührt us, wenn wie sieh das in the Newspaper NW von Puddingfeld.

Bielefelder Integrationskonzept

80.000 von 330.000 Bielefeldern haben einen Migrationshintergrund. Die Stadt gründet jetzt wie Frankfurt, Wuppertal, Essen und Augsburg ein eigenes Amt für Integration. Die 32-jährige Vorsitzende des Bielefelder Migrationsrates, die gebürtige Griechin Kuriaki Argyriadou, dazu: “Es ist wichtig, dass sich die Menschen mit Migrationshintergrund einbringen in die Welt, in der sie leben: Deutschland”. Richtig. Und deshalb sind wir sehr gespannt, wie die Themen “Ghettoisierung von Stadtteilen, Defizite in Kindergärten und Schulen, Arbeitsmarkt, Sprachprobleme” angegangen werden. Mit Verbalkeulen á la Hessens Roland Koch wäre sicher niemand gedient.

Es windet wieder um Lars

windhorst.jpg

Der ostwestfälische Mann mit den Weigelschen Augenbrauen hats mit dem Fliegen: Erst fliegen die Forderungen der Gläubiger seiner Pleiten mit 80 Millionen gegen ein “klein wenig Cash” vom Tisch, dann crasht sein Flieger in Kasachstan und jetzt fliegt Air Berlin mit einem neuen Großaktionär namens Vatas, gemanaget, ja von wem? Augenbrauen-Mann Lars. Warum einer, der so auf dem Arsch lag, nun wieder obenauf sein soll, erklären diese 17 Thesen. Ersetzen Sie “Reiche Menschen” durch “skrupellos, abgebrüht, neoliberal, rücksichtslos”, usw:

Reiche Menschen glauben: „Ich gestalte mein Leben selbst“. Arme Menschen glauben: „Leben ist etwas, das mir zustößt“.
Reiche Menschen befassen sich mit Geld, um zu gewinnen. Arme Menschen befassen sich mit Geld, um nichts zu verlieren
Reiche Menschen sind ganz und gar dem Reichtum verpflichtet. Arme Menschen möchten lediglich reich sein.
Reiche Menschen denken in großen Maßstäben. Arme Menschen denken in kleinen Maßstäben
Reiche Menschen konzentrieren sich auf Chancen. Arme Menschen konzentrieren sich auf Hindernisse.
Reiche Menschen bewundern andere reiche und erfolgreiche Menschen. Arme Menschen grollen reichen und erfolgreichen Menschen.
Reiche Menschen verkehren mit positiven, erfolgreichen Menschen. Arme Menschen verkehren mit negativen oder erfolglosen Menschen.
Reiche Menschen sind bereit, für sich selbst und ihren Wert zu werben. Arme Menschen denken schlecht über Werbung und Verkauf.
Reiche Menschen beherrschen Ihre Probleme. Arme Menschen werden von Ihren Problemen beherrscht.
Reiche Menschen sind ausgezeichnete Empfänger. Arme Menschen sind schlechte Empfänger.
Reiche Menschen wählen ihre Bezahlung basierend auf ihren Ergebnissen. Arme Menschen wählen ihre Bezahlung basierend auf Zeit.
Reiche Menschen denken „beides“. Arme Menschen denken „entweder/oder“.
Reiche Menschen konzentrieren sich auf ihr Nettogesamtvermögen. Arme Menschen konzentrieren sich auf ihr Arbeitseinkommen.
Reiche Menschen gehen gut mit ihrem Geld um. Arme Menschen gehen schlecht mit ihrem Geld um.
Reiche Menschen sorgen dafür, dass ihr Geld hart für sie arbeitet. Arme Menschen arbeiten hart für ihr Geld.
Reiche Menschen handeln trotz ihrer Furcht. Arme Menschen lassen zu, dass ihre Furcht sie aufhält.
Reiche Menschen lernen und wachsen ständig. Arme Menschen glauben, dass sie bereits alles wissen.

(Harv Ecker: Potentials Training)

Wir werden mit Lars noch viel Spass haben. Er passt in die Zeit. Und es ist ihm egal, das er den Allermeisten nicht passt.