Archiv für den Monat: Januar 2008

Blockwarts Renaissance

Wurde zwar nicht im wunderschönen Bielefeld entwickelt, dürfte aber bekannte hiesige Datenschützer und Kriminologen auf die Barrikaden
treiben: ReputationDefender. Das aus den USA stammende Unternehmen „Entfernt alle Informationen über Sie oder Ihr Kind auf Anweisung, die Ihnen ungenau, unpassend, verletzend oder ehrenrührig erscheinen“. Also, eine Meldung über Herrn XY und schon schlägt RD zu? Hasch mich ich bin der Frühling. China schaltet ja noch ganze unliebige Webseiten einfach ab, aber die Boys klettern auf die Seiten und löschen, löschen, löschen. Ich persönlich hab entschieden was gegen Block -, ähm, Blogwarte. Vor allem, wenn sie sich als „Gewissen“ aufspielen. Da sei Schäuble vor.

Bielefelds „rollendes Hühnerhaus“

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Hühnerflüsterer Ralf Müller mit „Miss Marple“ vorm Modell „Schwedenhaus“. Hej då och Skål! (Bild: Susanne Freitag)

Pudding, Werkzeugmaschinen, Waschmaschinen, Fußball. Und Hühner. Die Liste der aus Bielefeld kommenden Spitzenprodukte wurde nun von „Bielefeld-Marketing“ um eine Federviehmeldung mit Brisanz erweitert. Hier die Pressemitteilung:

Deutschlands Hühner blicken neidvoll auf Bielefeld. Im Südwesten der Stadt, inmitten einer ökologischen Wohnsiedlung, genießen vier gefiederte Damen ungewöhnlichen Wohnkomfort. In ihrem Gehege steht auf vier Rädern ein leuchtend rotes Hühnerhaus von raffiniertester Ausstattung. Wann immer das Gras in ihrem Gehege zur Neige geht, ziehen Huhn „Miss Marple“ und die anderen samt ihrer luxuriösen Behausung ein paar Meter weiter aufs frische Grün. Das „Hühnerhaus-mobil“ des Bielefelder Agraringenieurs Ralf Müller macht’s möglich.

Und das, wo der Aufschwung an den Türen kratzt

Wer sich über die wieder zunehmende Zahl leerstehender Ladenlokale in unserer wunderschönen Nachkriegsmetropole wundert, darf sich an dieser Meldung goutieren, ist es doch in Bielefeld kein Jota anders:

„Eine Hoffnung für den Konsum in Deutschland ist nach wie vor die Tatsache, dass der Staat die Verbraucher im laufenden Jahr durch Abgaben und Steuern nicht weiter belastet“, sagte Rubisch. Deutlich pessimistischer als die Commerzbank gibt sich indes die UniCredit. Die deutschen Einzelhandelsumsätze bewegen sich nach Einschätzung der Bank derzeit nahe am Desaster. So ergebe sich nach den enttäuschenden Dezember-Zahlen für das vierte Quartal ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze um drei Prozent, heißt es in einer Studie der Bank.“

Auf den Staat brauchern hiesige Einzelhändler wirklich nicht zu hoffen. Da kommt höchstens noch was obendrauf. Irgendwas aus der Klima -, Biosprit -, sonstwie -Ecke wird sich schon noch finden lassen. Man könnte auch die Vergnügungssteuer erhöhen. „Einmal durch die Altstadt flanieren. 5 Euro“. Aber wer erlebt dabei schon großes Vergnügen?

„Völkischer Beobachter“ auferstanden?

Kai Diekmann, Chefredaktor der BILD, Eleve eines Bielefelder Gymnasiums mit hehrem Anspruch und als Jugendlicher in der Geburtsstadt Horst Wessels (NSDAP-Größe, „Horst-Wessel-Lied“) aufgewachsen, redigiert das immer mehr zum deutschen Hetzblatt Nr. 1 mutierende Springer/Bertelsmann-Blatt mit den balkigen Überschriften wie ein Schülerzeitungsredakteur. „Schwarz/weiß, Dagegen/dafür“. Holzschnittartig hämmert er jetzt der Nation ein, wer wirklich schuld an der Niederlage des hessischen Ex-Dominators Roland Koch bei der Landtagswahl war: „Die Linken“. Flugs werden die stets zu diesen Gelegenheiten bemühten bezahlten ExpertenSchwachköpfe aus den TV-Magazinen bemüht, die vor dem aufkommenden Menetekel warnen. Nicht an die eigene Nase fassen ob seiner vom Bürger abgestraften Politik ist angesagt, nein, man sucht und findet seinen Prügelknaben. Gleich zwei deutsche Mistjournaillen erwachen in Diekmanns Denkwelt des kleinen Zeilenschreibers zu alter Größe und Vorbild: „Völkischer Beobachter“ und „Neues Deutschland“. Wer „Die Linke“ in Niedersachsen und Hessen gewählt hat, ist nach Diekmannscher Diktion (zum Glück ist der Kohl-Biograph kein journalistischer Maßstab) ein „Schwachkopf“, ein „Brunnenvergifter“, ein „Chaosverursacher“. Klar, wer sich die Seite 1 von der soeben vom Bundespräsidenten mit dem „Großkreuz des Bundesverdienstordens“ beladenen Kanzleuse (Wofür? Na einer muß doch für den Zaun in Heiligendumm, die verschärften Hartz-Gesetze, die Europaverfassung gegen die Völker, usw. geehrt werden, wenn das Volk das schon ablehnt) in den morgendlichen Block diktieren läßt, der kann nicht anders. Oder ist Diekmanns Kai typisch für das Denken der Menschen in der Metropole unter der Sparrenburg? Ich frage ja nur …….

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BILDblog nimmt jeden Tag die BILD aufs Korn

Göttliches Bielefeld

Da mecker noch einer über die Metropole am Teuto. Von wegen Probleme, von wegen Kesselbrink, Amerikahaus, Ober/Untersee, von wegen Minarett in Brackwede, von wegen Detmolderstraße-Baubeginnstart, von wegen riesige Brachflächen, von wegen Arm. Bielefeld in Abstiegsgefahr, von wegen Arm. Bielefeld im Pokal rausgeflogen. Das wird hier hergestellt und versorgt nicht nur die Republik, Europa, Amerika, Asien, Australien:

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Wie geht denn Halbkörpertraining?

Wir bemerkten ja bereits, das sich die Metropole der Befindlichkeiten ihrer älteren Bewohner angenommen hat. Das hört auch bei „Ganzkörpertraining“ nicht auf:

Am Montag, 11. Februar, startet im Sport- und Gesundheitszentrum „Sportlife“, Milser Straße 40, ein VHS-Kurs unter dem Motto „Ganzkörpertraining speziell für ältere Frauen und Männer“. Der Kurs findet an zehn Terminen – jeweils montags zwischen 15.00 und 16.00 Uhr – statt. Das Fitness- und Ganzkörpertraining ist dabei speziell auf die Bedürfnisse und das Trainingsniveau älterer Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugeschnitten. Dies ermöglicht stressfreie und Gelenk schonende Bewegung in gelassener Atmosphäre. In der Aufwärmphase am Anfang einer jeden Einheit werden Herz und Kreislauf trainiert. Danach folgt der Kräftigungspart für Muskeln, Rücken, Bauch und Beine. Abgerundet wird jede Stunde mit wohltuenden Dehn- und Entspannungsübungen.

Und was ist nun mit dem Geist, der einen gesunden Körper bewohnen soll? Fortbildung auf der Sparrenburg nach gemeinsamem Erklettern der Burgnordwand?
Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 0521 / 51-0 oder im Internet unter www.vhs-bielefeld.de.

Grüne Logik

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Wie bizarr die Partei „Die Grünen“ bisweilen argumentiert, ist bekannt. Aber in der Bielefelder Ratsfraktion ist nun die dreifache Quadratur des Kreises über einer ausgehebelten Wurzel 3. Grades gelungen. Die Partei „sieht es als ein Gebot der Integration an, dem Antrag der Türkisch-Islamischen Kulturvereins zu entsprechen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Worum es geht? Immer noch um den Bau eines Minaretts neben der Vatan-Moschee an der Windelsbleicher Straße in Brackwede. Umkehrschluß: Die Mehrheit der Anwohner möchte den 20 Meter hohen Turm, der für die Ausübung der Religionsübungen nicht zwingend notwendig ist, nicht. Die Türkisch-islamische Gemeinde kann sich aber nur integrieren, wenn dieser Turm da steht. Oder? Sorry Freunde, gehts noch? Laut Bauamt sei das „keine politische Entscheidung“ sondern es gehe nach Baurecht. Ja wonach denn auch sonst? Das sieht aber an dieser Stelle nichts vor…… Folglich sollte man dem Willen der Mehrheit der Anwohner folgen. Den zu ergründen, ließe sich leicht mit einer Umfrage nachhelfen. Vielleicht geht dann auch eine Integration ohne Minarett. Wir wollen hier nicht die unselige Diskussion über eine Kirche an der Detmolder Straße aufgreifen, die derzeit zu einer Synagoge umgebaut wird…

Zecki: „Konterchancen nicht genutzt“

Ach ja, der gestrige Pokalabend. Arm. Bielefeld in Jena, Schalke auf Volkswagen. Beide Westfalenclubs draussen. Bei Arm. Bielefeld hatte Keeper Hain ein wackliges Händchen kurz vor Schluß und Schalke ließ sich von Bielefelds samstäglichem Gegner im Elferschießen niederringen. Das zwischenzeitlich der Arminia-Liveticker ausfiel, die Arminen-Webseite gar nicht mehr erreichbar und die heimischen Fans im Ungewissen blieben, sei nur am Rande erwähnt. Aber wie sagt man so schön: „Einer schlechten Generalprobe folgt eine glänzende Premiere“. Dann lassen wir uns mal am Samstag im ersten Spiel der Fubabuli-Rückrunde gegen Wolfsburg überraschen. Und auf dem Unterrang der neuen Haupttribüne legen sie bereits die „Business-Seats“. Ob man mit weich sitzendem Hintern besser jubeln kann? Zecki, laß knacken.

Frustiger Morgen

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„Grrrzischzipp“, „Grrrrzischzipp“. Wenn man zu früher Stunde die Schaber über die Autoscheiben scharren hört, braucht es keinen Blick mehr aufs Aussenthermometer. Um die Null sind angesagt. Wenn da nicht der bisher nur durch fünfminütige Federball-Orgien auf offener Straße aufgefallene Nachbar um 7 im neuen roten Oberteil, dünnen Beinen in stacksigem Lycra, neuen Rennschuhen und einer „Absolut Fielmann“-Sportbrille gewesen wäre, der gestreckten Rückens über die Straße joggte. Das ist neu.

1 + 1 = 1

Die Volksbanken Brackwede und Bielefeld fusionieren zur „Bielefelder Volksbank“. Das könnte auf den ersten Blick bedeuten: Kosten senken, Leute rausschmeissenPersonal abbauen. Auf den Zweiten: Das Gegengewicht zur allwissenden und allumfassenden Sparkasse Bielefeld könnte größer werden. Die von den lebensfernen Krediteuren allzuoft mit schalen, dummen Argumenten abgewiesenen Mittelständler könnte das sogar freuen. Wenn denn die Zielsetzungen der neuen Volksbank das beinhalten. Bankern heutzutage trauen zu wollen, ist wie das Zutrauen des Schafes zu seinem Schlächter. Wobei das Schaf im Gegensatz zu den Mittelständlern nicht ahnt, wer ihnen da an die Wolle will, um in maroden US-Immobilien zu spekulieren. So ganz nebenbei sei erwähnt, das der weitere Kapitalbedarf der Westdeutschen SpielLandesbank WestLB wohl weit über den bisher offiziell mitgeteilten 2 Milliarden Euro liegt. Da haben die Sparkassen nochmal tief in die Kisten zu greifen. Die Kunden freuen sich heute schon auf höhere Gebühren und steigende Zinsen.

BI-Bronx?

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Siekeraner wissen, was mit dem Begriff „Conti-Bronx“ gemeint ist. Allerdings lief ihm jahrzehntelang das „Sieker Loch“ den bundesweiteren Bekanntheitsgrad ab. Das jetzt allerdings die NW Neue Westfälische den Begriff „Bronx“ gleich in der Headline einer ausführlichen Reportage über diesen Stadtteil plakatiert, ist weniger glücklich. Aber Schwamm drüber. Nein, nicht über die reichlich vorhandenen Problemzonen dieser Stadt am Teutoburger Wald, deren Identität sich eher in den in sich geschlossenen Ortschaften wie Brackwede, Jöllenbeck, Heepen ausdrückt denn in einem „ganzheitlichen“ Wir-Bielefelder-Gefühl. Es wäre wünschenswert,. wenn die Bielefelder Lokalzeitungen und die bald im OB-Wahlkampf verstrickten Parteien diese Brennpunkte des Zusammenlebens thematisieren würden. Aber bitte nicht in Roland-Koch-Manier.

Ex-Armine rettet den BVB

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Dieser Ex-Armine zumindest kannn es: DFB-Pokalfinale erster Teil gestern Abend. Wenige Minuten vor Schluß pariert Dortmunds Keeper Marc Ziegler (spielte letzte Saison noch auf der Alm) einen von Bremens Regisseur Diego geschossenen Elfmeter. Es bleibt beim 2:1 und die Borussen sind ebenso im Viertelfinale wie Bayern, 60 München und Hoffenheim. Hoffen wir mal, das es der Arminia heute in Jena auch gelingt. Ein Viertelfinale vor 80.000 gegen den BVB im Signal-Iduna-Stadion würde nicht nur viel Kohle aufs Arminen-Konto schwemmen sondern auch die Chance eröffnen, ins Halbfinale vorzustoßen und dann daheim gegen Hoffenheim zu siegen…..

Wer den Tod nicht scheut…

… fährt Goggo oder Lloyd. Hieß es mal früher, als die Autos noch leukoplastig waren, gehässig. Für die Kicker von Arm. Bielefeld wirds zukünftig wohl keine Mutprobe sein, in Galoschen von Lloyd herumzulaufen, hat sich doch der gehobene Schuster zu den Sponsoren gesellt. Wann kommt denn nun endlich „Ritter Sport“ mit dem großen Freikontingent zu Heimspielen?

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Wo wir grad beim Fußball sind: Aus München hört man vom Überarroganzclub in Magenta und seinem abgehobenen Führungspersonal gar grauslige Details bezüglich der Übertragungen der künftigen Fubabuli. Es verwehrt sich einem der Eindruck nicht, das der „Fan in der Kurve“ bei den Kaviarschnittchenplanern von der Seebener Straße keine Rolle mehr spielt……

„Besser kein Bi als so´n BI“

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Als im verflossenen Jahr die Werbeagenturen „Drogies2Moto/Osnabrück“ und „Inforce/Bielefeld“ mit ihrer „webbasierten“ Imagekampage für Bielefeld und die Region Ostwestfalen so richtig auf die Schnautze fielen, wußten nur Insider um den Kampagneninhalt. Aber das Sendungsdurchdrungene Agenturduo läßt nicht locker und stellte jetzt seine Kampagne erneut vor, diesmal ohne Stadt und Region. Der Marketingleiter eines befreundeten Unternehmens, den man seitens der beiden Kampagnenentwickler ebenfalls einlud, nebst 29 weiteren Unternehmen 3900 Euro zu zahlen, um dann dabei zu sein, formulierte es drastisch: „Gequirlte Kacke. Da macht unser Unternehmen nicht mit“. Oha, repräsentiert es doch einen Milliardenumsatz und mehr als tausend ostwestfälische Arbeitsplätze. Tja, um zum Kern des Ganzen zurückzukommen „Warum hört man so wenig von Bielefeld und Ostwestfalen Lippe?“. Antwort der Agenturen: „Weil die das Beste für sich behalten“. Vielleicht sind sie aber auch zu klug, um Geld für konzeptionellen Schwachsinn auszugeben…..?

Ganz ohne Lafer

Ostwestfalen mögen deftige Speisen. Nehmen Sie 2 Zwiebeln und häuten Sie, diverse kleine Tomätchen, 2 Pfund gem. Hackfleisch, gekochte Kartoffeln, Zucchini. Alles kleinschnibbeln und das Gemüse separat vom Hackfleisch knackig anbraten. Dann vermischen und passierte Tomaten a la Italiener dazugeben. Salzen, pfeffern, fertig. Dafür brauchten wir weder Herrn Lafer, noch Herrn Lichter, noch Breitohr Kerner, noch Marions Kochbuch. Und das Bild haben wir auch noch selbst geschossen. Jetzt beanspruchen wir für das ganze Kunstwerk „Geistige Urheberschaft“. Sie können es aber auch gerne nachkochen.

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Bielefeld und „die Älteren“

Es scheint auch im Rathaus der Metropole angekommen zu sein, das Deutschland altert. Hier die beiden neuesten Angebote für „über 45“:

Am Donnerstag, 14. Februar, startet die VHS in der Turnhalle Auf dem Tie in Jöllenbeck einen Kurs unter dem Titel „Geselliges Tanzen am Morgen für nette Leute“. An 14 Terminen – jeweils donnerstags von 9.45 bis 11.15 Uhr – stellt die Kursleiterin Monika Kunert ein Fitnessprogramm für Körper und Seele vor. Dieses besteht aus verschieden Tänzen in geselliger Form – von Aerobic über Round-Dance (Kombination von Gesellschaftstanz und Square-Dance) bis zum langsamen oder Wiener Walzer. Dabei handelt es sich nicht um partnergebundene Tänze, sodass sich auch Einzelpersonen anmelden können. (Für die männlichen Fans der blonden schwedischen Europameisterin und Dschungelkämpferin Isabel Edvardsson hat überraschend abgesagt)

Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 0521 / 51-0 oder im Internet unter www.vhs-bielefeld.de.

Die VHS Bielefeld hat ihr Angebot an Sprachkursen in Englisch für ältere Menschen ab Februar 2008 stark erweitert. Die Kurse werden auf fast allen Stufen zu angenehmen Lernzeiten (vormittags und nachmittags) angeboten. Neu ist ein Anfängerkurs für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche noch nie in ihrem Leben Englisch gelernt haben. Dieser findet mittwochs zwischen 10.45 und 12.15 Uhr statt. Des Weiteren gibt es – jeweils freitags von 9.00 bis 10.30 Uhr – ein Kursangebot für diejenigen, die schon vor sehr langer Zeit Englischunterricht hatten.

Eine ausführliche Beratung bietet die VHS unter der Telefonnummer 0521 / 51-6811 an.

Die nächste Wehrmachtsausstellung…..

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Derzeit sind „Ausstellungen über die Greuel der Wehrmacht im II. Weltkrieg“ sehr en vogue, geht man nach der Berichterstattung in unseren Medien. Auch Bielefeld hat wieder eine. In der Ravensberger Spinnerei wird eine Wanderausstellung gezeigt, die laut Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau, Professor Klaus Ziemer, dazu diene, „den Mythos zu beseitigen, die Wehrmacht sei sauber geblieben“. Unter dem Titel „Größte Härte – Verbrechen der Wehrmacht in Polen 1939“ wird der Angriff auf Polen und das Vorgehen der deutschen Wehrmacht in einer kleinen Wanderausstellung gezeigt. So weit die Fakten. Wer allerdings Eltern hatte, wie der Autor, die das 3. Reich und die Nazis bewußt miterlebten und dennoch bis zu ihrem Tode zwar heimlich aber latent „rechtslastig“ dachten, hat einige Probleme mit einer solchen Ausstellung. Er fragt sich „Warum?“, „Was geht es mich an?“, „Wem dient das?“ und verläßt letztlich die Dokumentation mit dem Gefühl, zwar Bilder betrachtet und Texte gelesen zu haben, aber seltsam unberührt geblieben zu sein. 1939, das ist so weit weg, so lange her. Da machten die Besuche in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau und der Gang über das Berliner Stelenfeld weitaus betroffener. Es bleibt bei aller „Erinnerungsarbeit“ die Erkenntnis, das sie wenig nützt. Siehe Vietnam, siehe Afghanistan, siehe Irak. Siehe Gazastreifen, siehe Libanon, siehe Ex-Jugoslawien, siehe Palästina. Das Grauen geht unvermindert weiter. Manchmal ist es sicher besser, nicht im Bild zu sehen, zu welchen Grausamkeiten Armeen dieser Welt – und zwar alle – fähig sind und da sind. Vielleicht haben die Deutschen aber auch einen ganz besonderen Hang, ihre unsägliche jüngere Geschichte noch breiter zu treten als sie ohnehin schon ist. Was im Umkehrschluß ebenso für die Verherrlicher dieser Zeit gilt, die aus der Geschichte ganz sicher nicht lernen wollen und werden.

Brackweder Unterschriften gegen Minarett

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In Bielefelds Minarett-gefährdetem Stadtteil Brackwede lag am Samstag auf dem Markt eine Unterschriftenliste gegen den Bau eines Minarettes neben der Moschee an der Windelsbleicher Straße aus. Bis Mittag hatten sich fast 500 Brackweder eingetragen. Da es keinen Bebauungsplan gibt, wird das Rathaus entscheiden müssen, ob man den geplanten, fast 20 Meter hohen Turm zuläßt. Hat denn Brackwede kein ausgedientes Wassertürmsche irgendwo? Und warum gibt es nicht ganz einfach eine Basisdemokratische Bürgerbefragung „Mehrheit entscheidet?“

Uni B. :“ Wir wollen keine Post“

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Nehmen wir mal an, die Uni Bielefeld – nicht grad die kleinste im Lande – hat ein Postfach. das auch regelmäßig geleert und der Inhalt abgeholt wird. Dann gibts aber immer noch ein Problem mit dem Briefkasten an der Uni selbst, in den am Wochenende offensichtlich viele Leute etwas einwerfen wollen. Geht aber nicht, denn er ist ein gar kleines Behältnis. Wie haben die das grad noch mal in Schilda gelöst?

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

Auch hier in Ostwestfalen gingen gestern Abend die Tv-Lichter erst spät aus, als das „Vorläufige amtliche Endergebnis“ bekanntgegeben wurde. Die beiden großen „Volksparteien“ gleichauf vorneweg, die „Kommunisten“ im Landtag. Was wollte der Wähler sagen? „Nicht mehr Roland Koch“. Ansonsten schwieg er ziemlich still und ließ erstmal ratlose Sieger und Verlierer zurück. Populistische Sprüche lohnen sich offensichtlich nicht. Siehe unseres Nachbarlandes Niedersachsen Sieger Wulff, der es moderat und angenehm leise durchzog. Dennoch: ein schaler Geschmack bleibt. Nicht einmal die Sprüche von Hardliner Koch und die Rückenstärkung durch die wundervolle Kanzleuse vermochten die Wahlbeteiligung übers bisherige Maß hinaus anzuheben. 35% gehen einfach nicht mehr wählen. Der heimliche „Sieger“ heißt „Nichtwähler“, der Verlierer „Demokratie“. Wir werden sehen, wie es in unserem Nachbarland nun weitergeht.

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Die Zitrone des Tages geht an Roland Koch für sein unermüdliches Kämpfen gegen Demokratie. Streitkultur. Sachlichkeit und Fairness im Wahlkampf.

Trauerbeflaggung

Auf den öffentlichen Gebäuden der Metropole hängen heute, am Wahlsonntag in Hessen und Niedersachsen, die Fahnen auf halbmast.

Kindermund: „Duhu? Warum sind das nur Halbmastflaggen?“
Er: „Weil die Könige von Niedersachen und Hessen heut Abend sterben“.
Kindermund: „Ach, das weiß man schon am Morgen?“
Er: „Bielefelds Demoskopen ja“.

Die Wahrheit: 1996 ist vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog der 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt worden. Am 27. Januar 1945 ist das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit worden.

Hätten Sie´s gewußt?

Jena FC Carl Zeiss

FC Carl Zeiss: Zwei Gesichter

Nächsten Mittwoch bitte nicht wieder! Der FC Carl Zeiss hat mit dem 3:4 (3:1) im Test gegen Erstligist Wolfsburg eine zwiespältige Generalprobe für seinen DFB-Pokal-Fight hingelegt. Jan Simak traf drei Mal.

… heißt es auf der Homepage des Zweitligisten und aktuellen Tabellensiebzehnten, FC Carl-Zeiss Jena. Es geht um die Heimniederlage im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg vom gestrigen Samstag. Um den dreifachen Jena-Torschützen Jan Simak wird sich dann am Mittwoch im DFB-Pokalspiel liebevoll Rüdiger Kauf kümmern …..

Bielefeld unter Durchschnitt

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Nun, das ist ja nichts Neues für die Insassen der Anstalt unter der Sparrenburg. Beim Vergleich der Strom – , Gas – und Wasserpreise unter den 100 größten deutschen Städten unter dem Durchschnitt zu liegen, ist natürlich nicht negativ zu werten. Die ganze Tabelle findet man hier.

Rechnen wir mal nach

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Angeregt durch diese Reportage im „Westfalenblatt“ rechnen wir mal für unseren Haushalt nach. Das geht ganz einfach anhand der Stromrechnungen der letzten Jahre. In diesem Haus gibt es nur Energiesparlampen der höchsten Effizienz innen und aussen. Dito alle Haushaltgeräte und Rechner. Standby wird weitestgehend vermieden. Alles ist mehrmals durchgemessen. Da könnte man ja meinen, der Verbrauch ginge gegenüber vor 5 Jahren zum Beispiel erheblich zurück. Pustekuchen. Nicht mal 5%. Vielleicht sollten wir uns mal der Bielefelder Lampentante anvertrauen…..