Archiv für den Monat: Dezember 2007

Friert der Arsch auch ab

… er läßt sich seine Radfahrt auch bei 4 unter Null nicht vermiesen. Jan Ulrich? Nö, der quält sich nicht ungedoptohne Pelzmantel auf den Col de Turini die Höhen des Teutoburger Waldes. Einem Herforder Radsportverein zugehörig muß der schmale Mann wohl sein, deutet man das Trikot richtig. Ein wahrer Sportler.

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Inversionswetter zuckert Teutobäume

Klasse sahen sie heute Vormittag in ihrem weißen Gewand aus, die Bäume auf den Höhen des Teutoburger Waldes. Da es – laut WDR-Wetterbericht – oben warm und in Bodennähe sehr kalt war, legte sich Raureif wie Weihnachtsmarktzuckerwatte auf die Bäume. Hier Höhe „Peter auf´m Berge“ zwischen Steinhagen und Bielefeld-Dornberg.

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Oh Tannebaum, oh Tannebaum…

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Und es begab sich wie jedes Jahr um diese Zeit, das er seine Arbeitshandschuhe zurechtlegte. Fröhlich pfiff er vor sich hin und belud den Wagen mit Handschuhen, guter Laune und Festzurrgurten. Schließlich galt es, wieder den familiären Tannenbaum zu besorgen. Ziel sollte wie jedes Jahr Gut Patthorst im Speckgürtel der Metropole sein.

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Doch: keine Tannenbäume auf dem Gut. Kein Verkauf. Nichts. Die Fahrt war vergebens, wenn nicht sogar umsonst, sah man einmal von 1,40 € pro Liter Superbenzin ab. Wo sonst könnte es frische Tannenbäume geben, wenn nicht auf Patthorst? Mit einer trockenen dänischen Nordmanntanne vom laufenden Meter brauchte er nun wirklich nicht nach Hause kommen und den Weihnachtsfrieden gefährden. Da fiel ihm die Straße nach Dornberg ein, an deren Rand eine Tannenschonung liegt. Gedacht und hingefahren. Er konnte sich die Tanne sogar in der Schonung aussuchen, quasi am lebenden Stamm, bevor sie per Kettensäge in die ewigen Tannenbaumgründe befördert wurde. Der Preis war moderat, der Baumverkäufer freundlich und hilfsbereit. Wie zu erfahren war, betreibt er im nahen Steinhagen einen Obstbaubetrieb. Zum Abschied gabs sogar noch eine Flasche selbst gekelterten Apfelsaft. „Guerillamarketing“ eben.

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Zwischen den Jahren in die Bibliothek

Langeweile für Bielefelder Leseratten „Zwischen den Jahren“?. Sicher nicht. Aus einer Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

Die Zentralbibliothek am Jahnplatz sowie die Stadtteilbibliotheken Brackwede und Sennestadt sind zu den üblichen Zeiten zwischen Weihnachten und Neujahr durchgängig für das Publikum geöffnet. Heiligabend und am Silvestertag sind die Bibliotheken – wie stets montags – geschlossen.
Zwischen den Feiertagen bleiben alle anderen Stadtteilbibliotheken geschlossen: Schildesche, Stieghorst, Heepen, Dornberg, Jöllenbeck, Baumheide.
Eine weitere, kleinere Änderung: In der Woche nach Neujahr, vom 2. bis zum 4. Januar 2008, sind die kombinierten Schul- und Stadtteilbibliotheken in Schildesche und Stieghorst täglich von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Des Staates Fürsorge

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Fällig ist sie erst im Januar 2008, die KfZ-Steuer. Fürsorglich schickt das geliebte Finanzamt aber heute schon Briefe heraus, „damit wir das nicht vergessen“. Welch grandiose Fürsorge eines Gebildes, das ansonsten ziemlich an Demenz leidet, meist taube Ohren hat und vor allem mit ganz vielen unterschiedlichen Maßstäben – je nach Gemengelage – mißt. Danke, lieber Staat. Vor allem für die wunderbare Behandlung der meisten Deiner Bürger im Jahre 2007. Das werden wir Dir niemals vergessen. Und jetzt lass uns einfach ein paar Tage in Ruhe.

Abendliches Posterlebnis

    Es ist nicht posttraumatisch, es geschieht immer wieder!
    (Und die Altherrenriege ist natürlich mittendrin statt nur dabei.)

    Reih‘ dich ein in die Postkundenwartefront,
    wenn auch Du ein Postkunde bist:

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    Schon nach kurzer Frist
    erreicht man den Eingangsbereich.

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    Drinnen ist es warm und hell und es läuft
    gottseidank das Postreklamefernsehen!

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    Doch das böse Erwachen folgt bald,
    denn 20 Minuten Wartespaß sind nicht umsonst:

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    Porto geht extra!

Do-it-yourself-Weihnachtsmarkt-Glühwein

Sie neulich auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt zu ihm. „Duhuuuu? Meinst Du, die spülen die Tassen für Glühwein und Eierpunsch wirklich ganz sauber?“. Immer, wenn sie das „u“ dehnt, zweifelt sie an etwas. Da er das schon ewig nicht mehr glaubt, trinkt er das weihnachtliche Gebräu nur, wenn es in Einmal – oder Pappbechern dargereicht wird. Gestern Abend aber im heimischen Kreis wagte sie das Experiment: Chianti von Jibi (Ob auf dem Weihnachtsmarkt wirklich Wein für 4,50 €/0,75l verrührt wird?) und Glühweinfertigmischung. Tütchen auf, drüber, umrühren, erwärmen, fertig. Schmeckte keinen Deut anders als auf dem Markte. Dafür waren die Tassen aber garantiert spülmaschinensauber. Klar, ist nicht so romantisch, wie mit Hunderten Gleichgesinnter sinnierend auf dem Alten Markt auf die Fassade der Lampe-Bank zu schauen und Wetten abzuschließen, wieviele Oetker-Millionen aktuell im Safe liegen. Skål!…

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Der Stollentest

Ein veritabler Stollen vom Bielefelder Café Kraume wanderte als Geschenk in unseren Besitz. Also Messer her und Anschnitt. Als Vergleichsobjekt diente ein Marzipanstollen privater Dresdner Machart, vor der Frauenkirche segnend geschwenkt und dann abgepackt und verschenkt. Kraumes Windellaib war glatt im Schnitt, ausreichend rosinig, weit entfernt von jeglichem Marzipan, nicht sehr süß, aber auch nicht sandig im Abgang. Gegen das Produkt aus der sächsischen Metropole sah er allerdings aus wie der Bielefelder Flugplatz Windelsbleiche im Vergleich zu London Heathrow (klar, ein bescheuerter Vergleich. Passt aber in die Zeit. Weihnachtsengel starten gerne komfortabel und lieben Eincheckluxus. Man sah sie des Öfteren auch schon im Duty-free). Doch, Freunde: Schaut man einem geschenkten Stollen wirklich auf die Rosinen, zählt die Mandeln und übt Kritik? Nein, nicht wirklich. Wir werden ihn in den Kaffee tunken. Das macht saftiger. (Lesen Sie jetzt bitte nicht: „Das macht Saftig auch“)

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„Der Vorstand hätte gehen müssen“

Gemeinhin ist es ja Usus, das im Falle krasser Marketingfehlers eher das „Humankapital“ ausgedünnt wird als das Manager nach Einsehen ihrer Fehler gehen. Schon gar nicht, ohne in die hohl ausgestreckte Hand ein paar Millionen Bares gelegt zu bekommen. Diverse Leserbriefe in der Lokalpostille NW Neue Westfälische beschäftigen sich mit dem Rauswurf von Jahrhunderttrainer Ernst Middendorp. Der Brief von NW-Leser Joachim Wendland fordert sogar: „Der Vorstand hätte gehen müssen und nicht der Trainer….“. Joachim, wie können nur so etwas fordern? Heutzutage sind die Täter doch die wahren Opfer und werden mit Aufstockung ihrer – angesichts gebotener Leistung – desaströs hohen Vergütungen entlohnt. Da hilft nur eine saftige verbale Ohrfeige, derweil die Arminendelegation 40-köpfig auf Geheiß der DFL (Deutsche Fußballliga, also der Verband, dem Arm. Bielefeld angehört) in China rumturnt, um Reklame für den deutschen Fußball zu machen. Wie sagte doch Topscorer Artur Wichniarek: „Völliger Blödsinn“.

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Top! Die Altherrenriege gibt aktuelle Ernährungsberatung!

    Wo guter Rat nicht teuer ist, da ist die Altherrenriege am Werk.

    Hilfreiche Hinweise für ein
    besseres Leben mit dem richtigen Essen:

    Meiden Sie die teuren Fischbrötchen
    auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt

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    und greifen Sie stattdessen gezielt zu Alternativen:

    Auf dem Wochenmarkt am Kesselbrink erhalten Sie
    nur wenige Schritte entfernt mehr Leistung für weniger Geld!

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    So ist hinterher viel eher noch was übrig
    für eine leckere Suppe …

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    … oder für die hohe Kante:

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    Spare in der Zeit, dann hast Du später Brot!

    .

Royal Mail.

Ein weißer Umschlag aus dem vereinigten Königreich. West Sussex. Der nette ältere Herr vom gelben Dienst überreicht ihn mit einem fröhlichen „From Her Majesty, the Queen“. Na ja. Royal Mail stimmte. Queen schon nicht mehr. Und drin war ein Werbegeschenk. Eine Siliconform für Eiswürfel. Das „very britische“ Getränk gibts nachgemacht bei Aldi für viel weniger macht also „Guerrilla-Marketing“. Das muß wohl mit Bielefeld zu tun haben…. Ja, aber was? We are not amused.

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SPD-Garbrecht: „Fingerspitzengefühl fehlt“

Im Falle Markus M. – wir schruben über die Abgabeforderung von Arbeitplus gegen den Arbeitslosen – hat sich jetzt der Bielefelder SPD-Landtags-abgeordnete Günter Garbrecht eingeschaltet. Er hält die Anmaßung der Bielefelder Staatsdienertruppe („diener“ bitte wörtlich nehmen) für „unangemessen“ und fordert Abhilfe.

Weiter: In Zeiten, in denen über extreme Managergehälter diskutiert werde, sei es nur schwer nachzuvollziehen, dass ein ALG II-Empfänger einen 500-Euro-Gewinn einer sozialen Einrichtung nicht behalten dürfe.

„Völker, hört die Signale…“ mag man da rufen. Aber war es nicht jene Ihrige Partei, lieber Genosse Günter, die mit ausdrücklicher Billigung der heutigen Kanzlerin-Bejubeltruppe („Komm auf den Aufschwung, Luiiiiiiiiiiise…“) diesen unsozialen Schwachsinn auf die Rampe geschoben hat? Jenen Schwachsinn, der unterm Strich wesentlich mehr Milliarden Verwaltung kostet als frühere Regelungen? Jener Schwachsinn, der die Gesellschaft nun brutal gleich in 3 Klassen teilt? Oben die selbsternannten „Eliten“ a lá Ackermänner, Essers und andere Zugreifer, dann die Halbdummen, von denen dieser Staat weitgehenst per Lohnsteuerzwangsabgabe usw. unterhalten wird und ganz unten „die Schmarotzer“, die ja „nur nicht arbeiten wollen?“.

Mit dem Finger auf derartige Auswüchse zu zeigen, ist ja ehrenhaft. Größe könnte man aber erst unterstellen, wenn „soziale Gerechtigkeit“ wieder Einkehr halten würde statt tumben Raffens, Gierens und Abzockens. Auf die Meldung, ein Herr Esser habe von seinen erzockten Millionen ein paar nach Bethel überwiesen, werden wir wohl vergeblich warten. Seine Schäfchen – hier eine Beispielherde auf einer Weide bei Ummeln – bleiben sicher im trocken Schweizer oder Luxemburger Asyl. Im Regen bei 0 Grad können ja weiterhin die stehen, die im großen Monopolyspiel die Arschkarte gezogen haben. Und das sind sicher 90% der Bevölkerung.

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PS: GG´s Homepage könnte mal eine Auffrischung vertragen. Zeitlich dümpelt sie noch in Gazgerds Regnum.

Das dritte Licht ist hinter der Flasche

Dritter Advent. „Staade Zeit“, wie man in Bayern sagt. Arm. Bielefeld hat sich selbst mit 3 Punkten beschenkt. Sportdirektor Reinhard Saftig durfte in der samstäglichen ARD-Sportschau verbalholpernd Michal Frontzeck als neuen Heilsbringer der Profis ankündigen. Wenn es da bei der Leerung besagter Flasche guten Chiantis nicht eine böse weibliche Stimme gegeben hätte, die in die Runde fragte: „Warum Frotzeck?“. „Frotzeck? Du meinst sicher Frontzeck„. „Ach so. Ja“. Lassen wir das mal so stehen. Der kräftige Endvierziger mit der Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf setzte sich in seinem Stuhl zurecht, senkte seine auch sonst schon sonore Stimme auf Präsidentenniveau und erklärte: „Wer mit Alemannia Aachen die 1. Bundesliga verlassen konnte, kann das sicher mit Arm. Bielefeld auch. Er war immer der Schatten von Ewald Lienen und wurde auch mit ihm entlassen. Nun steht er im Alm-Licht“. Nach dieser Antwort wird sich die weibliche Stimme niemals mehr erheben und nach „Frotzeck“ fragen. Bielefelds Gegenstück zum überaus erfolglosen Holger Fach beim benachbarten Zweitligisten SC Paderborn. Seine wohl wichtigste Erfahrung beruht sicher auf dem hautnahen Erleben des Abstieges vom Tivoli. Aber Wunder gibt es ja immer wieder. Auch im Fußball.

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2 Grad minus

Väterchen FrustFrost hat zugeschlagen im Ostwestfälischen. 2 Grad minus in der Früh am Teutoburger Wald. Die Autos tragen weiße Raureif-Hauben und so mancher läßt politisch unkorrekt seine CO2-Schleuder warmlaufen. Wenn das die Kanzlerin oder der Minister sehen würden. Das gäbe aber ein Klimadonnerwetter. Ihre Autositze werden unsichtbar von Benzinöfchen unter der Haube vorgewärmt. So macht man das in der Welt des Klimaschutzes.

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Crêpe’s oder die Mär von der freien Marktwirtschaft

Crêpe’s, die bretonische Form des Eierkuchens, sind eine extrem leckere Angelegenheit. Gerade als kleine Mahlzeit für zwischendurch sehr zu empfehlen. Nur was einem nach dem Genuss übel aufstösst: der Preis! 2.50 euro für einen simplen Crêpe mit Nutella ist perfekt an die Grenze des Erträglichen plaziert. Viel mehr mag ich für ein im Grunde genommen sehr simples Gericht dieser Art nicht zahlen.

Nun dachte ich mir: vertrauen wir der selbstregulierenden Kraft des freien Marktes und schauen wir uns mal um auf diversen Weihnachtsmärkten. Und siehe da – ÜBERALL – selbst im tiefsten Osten der Republik (ok, nur in Rostock geguckt) kostet der kleine feine Crêpe 2 Euro und 50 Cent.

Bitte überzeugt mich vom Gegenteil und nennt mir Stadt plus Standort einer Crêpe-Bude, die diesen Preis unterbietet. Ich bin gespannt.

Oder als nette Geschäftsidee : warum nicht mal einen dauerhaften Crêpe Verkaufsstand / DönerCrêpe-Bude irgendwo am Bahnhof? Ich wäre Stammgast, und das um so häufiger, je angemessener der Preis. Wunschmarke: 1.50 Euro für einen Nougat-Crêpe.

Schöne Bescherung für „Ha noi mir könnet allesch“

Arm. Bielefeld kann es noch. Mit 2:0 schicken die Blauschwarzen den Deutschen Meister, der nach einem Gelbe-Karten-Festival nur mit 9 Mann dastand, ins Trollinger – und Spätzle-Mekka zurück. VfB-Trainer Veh mußte wegen Meckerns auf die Tribüne. Die Torschützen: Jonas Kamper und Artur Wichniarek, der jetzt Arminias Rekordtorschütze ist.

Die Arminen brechen jetzt zu einer China-Reise auf und die Medien melden, das Michael Frontzeck neuer EngelTrainer der Arm. Bielefeld sei. Na, das ist ja mal keine „saftige“ Überraschung.

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„Ich halte mir die Augen zu“

… sagen kleine Kinder. „Dann siehst Du mich nicht“. Ob die Schöpfer dieser Autoanhänger für Bielefelds Parkkatakomben – gibts bei einer Sp….. Bank – auch so gedacht haben, als sie ihrer überbordenden Kreativität freiesten Lauf ließen? Erschreckend abschreckend für Langfinger.

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Zuwachs auf Bielefelds Straßen

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Achten Sie auf Bielefelds Straßen bitte auf ein dunkelblaues Fahrzeug. Bedenken Sie, das der Fahrer erst 18 ist und bereits den Führerschein in Scheckkartengröße sein eigen nennt. Er verspricht, viel Rücksicht zu nehmen. Um Alkohol ganz große Kreise zu fahren, sich an Geschwindigkeits-begrenzungen zu halten und selbst für Mädels zu bremsen. Wenn nicht, gibts einfach keine elterliche Tankfüllung mehr für ihn. Die Höchststrafe. Versprochen!

Der Ehrliche ist der Dumme. Oder: Der Zynismus der Pullunderträger

Der arbeitslose Bielefelder Markus M. gewinnt im Oktober der Lotterie „Aktion Mensch“ 500 €. Der gesundheitlich angeschlagene 41 jährige meldet den Gewinn im November seiner zuständigen Sachbearbeiterin bei „Arbeitplus“, die das Elend die Ungerechtigkeiten die Drangsalierungen das Arbeitslosengeld II verwaltet. Und was schreibt die auf warmem, sicherem Beamtensessel thronende Zynikerin zurück? „Sie erhalten von mir ALG II….. und haben zu Unrecht wegen des Gewinns Leistungen bezogen…“. Gehts noch? Allein für das idiotische Beamtendeutsch hätte man sie mal öffentlich… Ach lassen wir das. Ihre ebenfalls weich, wohlig und auf Lebenszeit versorgten – ohne einen einzigen Cent dafür zu leisten – Vorturner setzen noch eins drauf. Markus M. könne ja „noch froh sein, das der Gewinn über 2 Monate verrechnet werde“. Sonst würde er „seine Bedürftigkeit verlieren und ihm die Sozialversicherung wegkippen“. Damit nicht genug tönt es weiter aus Staatsdienermund: „Im Gegenteil – sie (die ALG-Bezieher) sollen Lotto spielen und so dem Staat sparen helfen“. Es mag sein, das es Gesetze gibt, nach denen sie handeln. Aber auch noch menschenverachtend auf Schwächere einzudreschen, dazu haben Sachbearbeiterin Maletz und der stellvertretende Geschäftsbereichleister der Arbeitplus, André Schwentker, keinerlei Recht. Und deshalb prangern wir das hier an.

Auch wenn einem dazu die Worte fehlen. Man baut so seine Szenarien auf und würde sich gerne Staatsdiener greifen und abstrafen, die solche Kübel Verbalmist ausgießen vor Menschen, die ohnehin schon dank des ungeheuren Konstruktes eines gerichtlich bestraften Mannes namens Hartz und der dümmlich-plumpen Absegnung durch einen aus dem Lipperland gebürtigen Ex-Kanzler zu Menschen „Dritter Klasse“ gemacht wurden. Der eine – der Herr Hartz – sitzt nun weich und warm auf Millionen und der Andere wärmt sich am russischen Gaz. Beide sind lebender Beweis, wie perfide dieser Staat geworden ist. Besserung ist nicht in Sicht.

Lieber Markus M. Beim nächsten Gewinn (Lottogewinne sind unter normalen Umständen steuerfrei. Nur Gewinne darus müssen Sie versteuern) ) hälst Du den Mund und kaufst für 10€ einen kräftigen Besen. Dann gehst Du in die Büros der Leute, die meinen, auf Schwächere als „Staat“ herabsehen und einprügeln zu dürfen und fegst sie hinaus.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben…

…wenn’s dem bösen AStA nicht gefällt!

Das der AStA der Universität Bielefeld abundzu über das Ziel hinausschiesst ist durchaus bekannt. Eines der neuesten Glanzstücke ist nachstehend dokumentiert:

An diese frei interpretierte alte Volksweisheit fühlt man sich erinnert, wenn man an den letzten Vortrag am Mittwoch, den 28.11.2007, von Dr. Marco Arndt über die Konrad-Adenauer-Stiftung und ihre Begabtenförderung auf dem Haus unserer Burschenschaft zurückdenkt.

Den Damen und Daminnen, ähm, Herrinnen und Herren vom AStA der Bielefelder Universität kann man es einfach nicht recht machen. Lädt man vermeintlich „rechte“ Referenten ein, dann gibt es einen Aufschrei, weil man „bösen“ Referenten „eine Plattform“ bietet. Lädt man zu politisch völlig neutralen Vorträgen mit hohem Nutzwert für die Studenten ein, dann ist das auf einmal auch nicht richtig und es wird versucht, die Veranstaltung zu verhindern. Wahrscheinlich könnten wir Karl Marx höchstpersönlich einladen und die Veranstaltung würde zu einer „Vereinnahmung des Kommunismus durch Neo-Nazis“ uminterpretiert.

Für den Vortrag von Dr. Arndt hieß das, daß die AStA-Vorsitzende Mira Schneider (Juso-Hochschulgruppe) versuchte, über den Vertrauensdozenten der Konrad-Adenauer-Stiftung an der Universität Bielefeld Druck auf Herrn Arndt auszuüben. Dr. Arndt solle sich überlegen, wo er auftrete und möglichst von einem Vortrag bei uns absehen. Als Dr. Arndt daraufhin ein persönliches Gespräch mit Frau Schneider führen wollte, war diese bereits im vorgezogenen Wochenende – das Drei-Tage-Studium läßt frau zum Glück genug Zeit für den AStA-Vorsitz – und so geriet unser Referent an Herrn Janosch Stratemann, den Pressesprecher des Bielefelder AStA, seines Zeichens Mitglied der Hochschulgruppe „grüne hochschulgruppe * offene liste“, der „Grünen Jugend“ (KV Lippe) und Unterstützer der „Grünen Linken“.

Nach den Beweggründen für den Intervenierungsversuch des AStA befragt kam sogleich die wohl auswendig gelernte Antwort von Herrn Stratemann: Burschenschaften seien „rechts“, die Normannia-Nibelungen ganz besonders, frauenfeindlich und es gäbe sogar Burschenschaften, die vom Verfassungsschutz beobachtet würden.

Ganz davon abgesehen, daß neben einigen Studenten auch Studentinnen unserer Einladung zum Vortrag mit Dr. Arndt gefolgt sind, sollte gerade der Bielefelder AStA mit Schlagworten wie „autoritär“, „faschistisch“ und „Verfassungsschutz“ etwas zurückhaltender sein. Die Burschenschaft Normannia-Nibelungen hat sich bisher auf jeden Fall noch nicht angemaßt, bestimmen zu wollen, wo ein Mensch einen Vortrag halten darf und wo nicht. Und daß der Staatsschutz erst Ende letzten Jahres einen „gewählten Vertreter verschiedener Hochschulgremien“ verdächtigt hat, der Anführer der gewaltbereiten Studiengebührengegner zu sein, die das Auto von Professor Timmermann „abgefackelt“ haben, ist ja nun auch ein offenes Geheimnis. Aber es ist ja so schön einfach, die Welt in „gut“ und „böse“, „links“ und „rechts“ einzuteilen.

Dabei stellt sich allerdings die Frage, wie aus solch engstirnigen Studentinnen und Studenten, wie sie sich derzeit anscheinend im Bielefelder AStA engagieren, einmal selbstkritische und zu einem Diskurs fähige Mitmenschen werden sollen. Aber vielleicht ist das zu idealistisch gedacht und „unsere Vertreter“ im Allgemeinen Studierendenausschuß wollen das gar nicht. Viele Menschen geben beim Erhalt ihres Parteibuchs in einem Atemzug eh gleich ihr Rückgrat im Tausch dafür ab. Da braucht man sich nur den aktuellen Fall der neuen Juso-Vorsitzenden Franziska Drohsel anzuschauen, die beim geringsten Gegenwind gleich ihre langjährige und in der SPD wohlbekannte Mitgliedschaft in der „Roten Hilfe“ aufkündigte. Die „Junge Welt“ kürte sie daraufhin nicht ohne Grund zur „Opportunistin des Tages“.

Abschließend möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei Herrn Dr. Marco Arndt von der Konrad-Adenauer-Stiftung für seine Standhaftigkeit und dem interessanten Vortragsabend bei uns in der Schloßhofstraße herzlich bedanken.

Nachzulesen HIER

Bielefelder Wohnungsbericht ist da

Soeben ist der Wohnungsmarktbericht 2007 der Stadt Bielefeld erschienen. Der Bericht dokumentiert die aktuelle Lage am Wohnungsmarkt und liefert aufschlussreiche Informationen zum Wohnungsangebot und zur -nachfrage sowie zu einzelnen Themenschwerpunkten wie Wohnungsleerstände, Senioren oder Hartz IV-Empfänger. Den Wohnungsmarktbericht 2007 ist kostenlos erhältlich in der Bauberatung des Bauamtes, August-Bebel-Straße 92, oder im Internet unter www.bielefeld.de.

(Pressemeldung vom 14.12.07)

NW-Träumer Rainer K.

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Die Pressemühlen in der Provinzstadt laufen heiß. Der Abgang des nicht zuletzt ortsmedial hochgejubelten „Jahrhunderttrainers“ Ernst Middendorp veranlaßt die Leiter der örtlichen Sportredaktionen, ungeahnte Kommentarhöhen zu erklimmen. Da wird verbal nicht nur die Alm gestürmt, nein, man wagt sich ohne Sauerstoff und Pickert sogar auf den Mount Everest und kommentiert das, was andernorts gang und gäbe ist: „Nachkarten“, wenn ein Trainer weggeschickt worden ist. Rainer Klusmeyer von der NW mokiert sich darüber, das die „Saftig raus“-Rufe auf der Arminia-Homepage in anderen Unternehmen wohl nicht möglich wären. Nein? Na, dann erinnern wir mal an die kürzlich durch die Gazetten und über die TV-Schirme geflimmerte Philippika des geistigen Oberhauptes Managers von Bayern München, der nicht davor halt machte, die treuesten Fans dafür zu beschimpfen, das sie Kritik am ausufernden Häppchen-Kaviar-Champagner-Genippe in den Sponsor-Logen genommen hatten. Nun, das gabs schon zu Neros Zeiten. Demnächst kann Bayern M. ja „Daumen hoch, Daumen runter“ der gelangweilten Münchner Schickeria einführen, wenn der dortige Jahrtausendtrainer Hitzfeld endlich weggegrault ist. In Bielefeld ersetzen wir einfach „Schickeria“ durch „Pickerteria“.

Bei Arm. Bielefeld scheint man eine ähnliche Richtung einzuschlagen. Da wird der Gästefan-Block so niedrig gebaut, das die Gäste nichts mehr sehen. Da werden ausufernde Terassen für „die Sponsoren“ gebaut. Da geht ein internes Fax an den Präsidenten in Sachen Gehaltspolitik an die Öffentlichkeit. Und eine armselige Pressepolitik der Verantwortlichen des Vereins – allen voran die Geschäftsführer – sorgt dafür, das jeden Tag eine „neue Trainersau“ durch das Fußballdorf Bielefeld gejagt wird. Einmal ists Lienen, dann Frontzek, dann der, dann der. Wie wärs mal mit „Maul halten, machen und fertig?“. Der neue „Trainer für ein Spiel“, Detlef Dammeier stellt „erhebliche Mängel beim Kader fest“. Ist dafür nicht zuletzt der Vorgesetzte des Cheftrainers, ein gewisser Sportdirektor R. Saftig, verantwortlich? Oder hat er keine Ahnung, in welchem Zustand sich das kickende Personal befindet?

Strich drunter. Krisen sind meist hausgemacht. Hetzjagden werden fast immer von den Medien und mittelmäßigen Journalisten inszeniert. Bei Arm. Bielefeld allerdings gehören sie regelmäßig zum Provinztheater rund um die Alm. Insofern passt sich der unbeliebteste Cliub der 1. Liga dem großen Konkurrenten im fernen München nahtlos an. Aber hier wie da gilt unisono: Geld allein schießt noch keine Tore. Ein neuer – hoch professioneller – Presseverantwortlicher würde das alles wohl anders steuern. So dümpelt man dahin wie die ganze Stadt. Arm. Bielefeld. Ein möglicher Trainer Frontzeck – bei Alemannia Aachen wegen des Abstieges in die 2. Liga geflogen – hätte einen verdammt schweren StandStart.

Vom Himmel hoch….

Wer ab und zu über den Weihnachtsmarkt auf den Straßen unter der Sparrenburg schlendert, entdeckt so manches Digicam-würdige Motiv. Gülden glänzt über dem Jahnplatz mit Rudolf Holtkamps Traum seinen roten Raketenhäuschen das Sternenzelt…..

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… durchquert diesen Ort der Glühweinglückseligkeit in der Passage des wunderschönen Jahnplatzes (ausgehende Provinzrenaissance mit anklingenden Globalisierungserscheinungen a la „chinesische Billignägel zu Geiz-Preisen“) und kommt an jene Treppe, die Arm. Bielefeld so gerne nehmen würde: die Treppe nach oben, im Blick Sport-Scheck mit der Kletterwand hinauf bis in „Bernsteins“ Höhen…..

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… und das „wichtigste“ Haus auf der langen Liste der Renovierungsbedürftigen eines Essener Konzerns lockt mit wohlfeiler Fassade.

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Letzte Pommesbude vorm Westfalendamm

Ganz hinten in der Obernstraße, also im eigentlichen „alten Kern“ der Metropole, steht der heimliche Kopf des Bielefelder Weihnachtsmarkes. Eine Pommesbude mit holländischen dicken Fritten. Also „Vlaamse friet“, wie sie in Belgien und den Niederlanden heißen. Mit allen möglichen Saucen, gut gewürzt, heiß und richtig lecker. Sie nahm eine mittlere Tüte mit Mayo, er beließ es bei einem großen Behältnis, dafür aber „mit ohne alles“.

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Barca läßt Arminia-Gegner Stuttgart untergehen

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Keine Chance gestern Abend für Arm. Bielefelds Fubabuli-Gegner VfB Stuttgart am Samstag auf der Alm. Der FC Barcelona zeigte dem Deutschen Meister deutlich die internationalen Grenzen auf und siegte 3:1. Ein Ergebnis, das Arm. Bielefeld auch gut zu Gesicht stehen würde.

Aber im Moment siehts eher nach saftiger Kritik an Arm. Bielefelds Sportdirektor Reinhard Saftig aus. Die Fans zeigen auf dem Fan-Forum deutlich, wem sie die rote Karte wünschen. In der Tat. Der Mann, dessen Vertrag grade erst aufgestockt und verlängert worden ist, wird kaum zu halten sein. Man stelle sich jetzt am Samstag mal Power-Ernst auf der Südtribüne mittenmang der Fans vor, „Saftig raus, Saftig raus“ skandierend…..