Kurz vor Weihnachten hat es im Dachgeschoss eines Hauses im westlichen Bielefelder Speckgürtel gebrannt. Das Löschwasser leistete gründliche Arbeit und verwüstete die im Erdgeschoß liegende Arztpraxis. Seit das Feuer erloschen ist, schweben Hubkanzeln über dem Eisglitzernden Bau.
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“GT” – der Bielefeld benachbarte Kreis Gütersloh – hat sich ein neues Logo nebst Slogan zugelegt: “Weltgewandt & bodenständig”. Bittascheen:

(Quelle: Kreisverwaltung Gütersloh)
Nun denn, was lernen wir daraus? Selbst erwiesenermassen provinziellere Kreise schwingen sich zu ungeahnten Deutungen auf, wenn sie Logos gestalten sollen. So hat die im westfälischen Kleinstädtchen Halle neben einem Großdiscounter beheimatete Logoschöpferin “KonText” bedeutungsschwanger zugeschlagen. Da ist es schon sehr böse, wenn ein weit über die kleinen Stadttore Bielefelds bekannter Gestalter trocken kommentiert: “Ein paar rote Punkte über grüner Scheisse” ……. Nein, so weit würden wir nie gehen. Niemals. Wir sehen in den roten Punkten über dem grünen Wiesenstreifen die hoffnungsschwangeren “extrem menschenfreundlichen ” neoliberalen Ziele der im Kreis GT beheimateten, da “gemeinnützig, weil Meinungsbeeinflussend” (Klasse Idee!) steuerfrei agierenden Bertelsmann-Stiftung (Verfechter des “Public private Partnership” – also am liebsten von allen Deutschen bei Bertelsmann-Arvato alle Ausweise fertigen, die Daten verwalten und bei dringendem Bedarf dann darauf zugreifen. Also “im Ernstfall”. Wie es Wolfgang S. verfolgt und wünscht).
Mischa Verollet vom Bielefelder “Sparrenblog” ist nicht nur ein flitziges Kerlchen, er hat auch bahnbrechende Ideen. So rief der von ihm betriebene Blog am 6. Dezember den “Freistaat Ostwestfalen” aus und stieß damit eine Diskussion beim so überaus erfolgreichen Ostwestfalen-Marketing an. So charmant die Idee auch sein mag, sie hätte keinen Bestand in der Wirklichkeit. So wenig wie die Stadt Bielefeld eine winzigkleine Imagekampagne auf die Rampe bekommt, so wenig wird es jemals einen “Freistaat Ostwestfalen” geben. Und so werden wir weiter mit Verbundschwester “-Lippe” leben (müssen), die bestimmte Eigenschaften in das Gebilde “Ostwestfalen-Lippe” eingebracht hat, deren Wirkung ziemlich bremsend sind: Lippische GeizigkeitSparsamkeit, Bezirksregierungssitz Detmold, usw. An der “Lippe” leben, heißt eben auch “an der Scholle kleben”. Manchmal bringts einen Ex-Kanzler wie Gazgerd hervor, der es allerdings in 7 Jahren Regentschaft nicht schaffte, diese lippischen Wurzeln abzustreifen, seine eigenen aber tunlichst vergaß. Wahlspruch: “Anderen Alles zumuten. Mir selbst aber nur das Angenehme, Nützliche, Gute”. Darüber kann man dann schon mal den klaren Blick für die lupenreine Demokratieverbundenheit russischer Zaren Präsidenten verlieren.
Einer der meistzitierten deutschen Bundesminister bekommt zum Jahresende noch mal richtig per Leserbrief in der NW Neue Westfälische eins auf´s Maul. Von wegen “Vorratsdatenspeicherung”, “Verlängerung der Lebensarbeitszeit” und was sonst an Blödsinn im paranoiden Verbalstakkato aus ministerlichem Mund kam. Dem Schreiber des Briefes kann man zu seiner Treffsicherheit nur gratulieren.
Bald schlägt Weihnachten ein. Und die Zahl der Berichte in den Medien, die sich mit den Gebräuchen der A -, B -, C – Promis Nordrhein-Westfalens befassen, nimmt die alljährlichen Formen und Umfänge an. So erfährt der geneigte Leser denn auch, das die in Bielefeld beheimatete und mit fünf Kindern gesegnete NRW-Schulministerin Barbara Sommer zum Krippenfest gleich 24 Plätzchensorten backt. 24 Sorten! Komisch, hier gibts nur 2 Kinder und 2 Bleche in einem Backherd. Und 0 Sorten. Ob MinsterInnen zaubern können? (In diesem Zusammenhange schweifen die Gedanken zu Bundesfamilienministerin “Röschen” von der Leyen, die um den heimischen Herd 7 Kinder versammelt. Wie viele Sorten gibts da? Antwort: Das ganze Sortiment eines Hannoverschen Keksherstellern, dem ihr Vater einst innig verbunden war). Ach, was sind wir doch von fleißigen Politikern umgeben. Wären sie es doch auch nur beim Regieren und vernünftige Gesetze backen.
Oh Tannenbaum, der du stehst in der Halle,
dein Licht leuchte, dein Stamm stehe,
bis das du nadelst in Vergänglichkeit.
Omen!
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