
Irgendwie Monopoly:

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!Schade, das Bielefeld keine echte Stadt mit einem echten Grafen oben auf der Burg ist. Was das Presseamt so formuliert, glänzt aber immer noch in wunderschönem Ravensberger Beamtendeutsch. Bitteschön:
Alle Jahre wieder werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbetriebes der Stadt Bielefeld (UWB) vor eine besonders arbeitsintensive Aufgabe gestellt: Die Bielefelder Straßen und Grünanlagen müssen von den Überresten der Neujahrsnacht befreit werden.
Bereits in der Nacht des Jahreswechsels rücken die ersten Kehrmaschinen aus, um die Reste der Feierlichkeiten zu beseitigen. Feuerwerksmüll, Plastikbecher und -flaschen sowie leider auch Glas und Glasscherben zieren in Mengen die Straßen und Gehwege, aber auch die Grünflächen.
Der Umweltbetrieb möchte daher alle Bielefelderinnen und Bielefelder bitten, dem UWB unterstützend zur Seite zu stehen und die Überreste der Silvesterfeier zeitnah selbst zu beseitigen, um den Aufwand zu senken.
Denn: Wer feiert, der kann auch fegen und säubern.
Satzungsgemäß sind dabei nach dem Verursacherprinzip nicht nur die Gehwege zu reinigen, sondern – bei außergewöhnlichen Verunreinigungen – auch anliegende Straßen. Und unsere Grünanlagen sind schneller wieder sauber, wenn sich Abfälle, die von der Silvesterknallerei übrig bleiben, nicht erst durch Feuchtigkeit und andere Einwirkungen in kleine Bestandteile auflösen können.
Die Abfälle können über die graue Restmülltonne entsorgt werden. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass Böller & Co. beim Einwerfen in den Behälter komplett erloschen sind. Glasreste gehören selbstverständlich in die Sammelcontainer, um Menschen, Tiere sowie Auto- und Fahrradreifen nicht zu gefährden.
Damit auch in diesem Jahr auf der Sparrenburg und der Promenade in der Silvesternacht “richtig” gefeiert werden kann, begleitet die Stadtverwaltung das unorganisierte Treffen mit folgenden Maßnahmen:
Die Auffahrten zur Sparrenburg werden an fünf Stellen durch Autosperren abgeriegelt. Anwohner der entsprechenden Straßen können die Sperren unter Aufsicht des Wachpersonals passieren. Eine spezielle Verkehrsregelung gewährleistet den Verkehrsfluss in dem betroffenen Bereich. Mit diesen Maßnahmen, die in Absprache mit der Polizei erfolgen, wird sichergestellt, dass Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr bei Notfällen jederzeit das Sparrenburggelände erreichen können.
Das Sparrenburg-Areal ist aufgrund der dortigen Sanierungsarbeiten insbesondere auf der Nordseite (Stadtseite) zum Teil ein durch Zäune gesicherter Baustellenbereich. Das Überklettern der Bauzäune ist verboten. Es besteht Lebensgefahr. Der Baustellenbereich wird zusätzlich von einem privaten Sicherheitsdienst überwacht. Den Anweisungen des Sicherheitspersonals ist Folge zu leisten.
Auf dem Sparrenburggelände kann die öffentliche Toilettenanlage benutzt werden, sofern kein starker Frost herrscht. Bei Frost bleibt die Anlage geschlossen, da dann die Gefahr des Zufrierens und der Zerstörung besteht. Die Behindertentoilette dagegen ist frostsicher ausgebaut und ganzjährig benutzbar.
Im Bereich der Sparrenburg und der Promenade werden mehrere Müllcontainer aufgestellt. Die Stadt bittet eindringlich darum, diese zu benutzen und den Abfall nicht in die Landschaft zu werfen.
Wenn es die Witterung zulässt, werden am Neujahrsmorgen die Straßen rund um die Sparrenburg mit einer Kehrmaschine gereinigt, der Burghof wird per Hand gesäubert. Die Grünflächen auf dem Gelände der Sparrenburg werden am ersten Werktag des neuen Jahres gereinigt.
Soweit die Pressemeldung der Stadtverwaltung. Also Bürger, haltet Euch gefälligst daran. Sonst gibts “Stockhiebe” und “Karzerhaft”.
Gegen 11 heut Vormittag klarte der Himmel restlos auf und schickte ein extremes Klimablau samt Sonnenlicht über die Sparrenburgstadt. Das Wahrzeichen der Metropole war im Gegenlicht nur zu ahnen.
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