Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
20
Dez '07

Überlaß westfälischen Pferden das Denken

Sie wissen genau, was bei 4 Grad Minus zu tun ist. Warme Decke, warme Gedanken und näher zusammenrücken.

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Friert der Arsch auch ab

… er läßt sich seine Radfahrt auch bei 4 unter Null nicht vermiesen. Jan Ulrich? Nö, der quält sich nicht ungedoptohne Pelzmantel auf den Col de Turini die Höhen des Teutoburger Waldes. Einem Herforder Radsportverein zugehörig muß der schmale Mann wohl sein, deutet man das Trikot richtig. Ein wahrer Sportler.

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Inversionswetter zuckert Teutobäume

Klasse sahen sie heute Vormittag in ihrem weißen Gewand aus, die Bäume auf den Höhen des Teutoburger Waldes. Da es – laut WDR-Wetterbericht – oben warm und in Bodennähe sehr kalt war, legte sich Raureif wie Weihnachtsmarktzuckerwatte auf die Bäume. Hier Höhe “Peter auf´m Berge” zwischen Steinhagen und Bielefeld-Dornberg.

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Oh Tannebaum, oh Tannebaum…

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Und es begab sich wie jedes Jahr um diese Zeit, das er seine Arbeitshandschuhe zurechtlegte. Fröhlich pfiff er vor sich hin und belud den Wagen mit Handschuhen, guter Laune und Festzurrgurten. Schließlich galt es, wieder den familiären Tannenbaum zu besorgen. Ziel sollte wie jedes Jahr Gut Patthorst im Speckgürtel der Metropole sein.

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Doch: keine Tannenbäume auf dem Gut. Kein Verkauf. Nichts. Die Fahrt war vergebens, wenn nicht sogar umsonst, sah man einmal von 1,40 € pro Liter Superbenzin ab. Wo sonst könnte es frische Tannenbäume geben, wenn nicht auf Patthorst? Mit einer trockenen dänischen Nordmanntanne vom laufenden Meter brauchte er nun wirklich nicht nach Hause kommen und den Weihnachtsfrieden gefährden. Da fiel ihm die Straße nach Dornberg ein, an deren Rand eine Tannenschonung liegt. Gedacht und hingefahren. Er konnte sich die Tanne sogar in der Schonung aussuchen, quasi am lebenden Stamm, bevor sie per Kettensäge in die ewigen Tannenbaumgründe befördert wurde. Der Preis war moderat, der Baumverkäufer freundlich und hilfsbereit. Wie zu erfahren war, betreibt er im nahen Steinhagen einen Obstbaubetrieb. Zum Abschied gabs sogar noch eine Flasche selbst gekelterten Apfelsaft. “Guerillamarketing” eben.

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