Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
18
Dez '07

Abendliches Posterlebnis

    Es ist nicht posttraumatisch, es geschieht immer wieder!
    (Und die Altherrenriege ist natürlich mittendrin statt nur dabei.)

    Reih’ dich ein in die Postkundenwartefront,
    wenn auch Du ein Postkunde bist:

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    Schon nach kurzer Frist
    erreicht man den Eingangsbereich.

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    Drinnen ist es warm und hell und es läuft
    gottseidank das Postreklamefernsehen!

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    Doch das böse Erwachen folgt bald,
    denn 20 Minuten Wartespaß sind nicht umsonst:

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    Porto geht extra!

Einem Glühwein ist es egal, wo er getrunken wird …

    … und von wem!

    glueh.jpg

Do-it-yourself-Weihnachtsmarkt-Glühwein

Sie neulich auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt zu ihm. “Duhuuuu? Meinst Du, die spülen die Tassen für Glühwein und Eierpunsch wirklich ganz sauber?”. Immer, wenn sie das “u” dehnt, zweifelt sie an etwas. Da er das schon ewig nicht mehr glaubt, trinkt er das weihnachtliche Gebräu nur, wenn es in Einmal – oder Pappbechern dargereicht wird. Gestern Abend aber im heimischen Kreis wagte sie das Experiment: Chianti von Jibi (Ob auf dem Weihnachtsmarkt wirklich Wein für 4,50 €/0,75l verrührt wird?) und Glühweinfertigmischung. Tütchen auf, drüber, umrühren, erwärmen, fertig. Schmeckte keinen Deut anders als auf dem Markte. Dafür waren die Tassen aber garantiert spülmaschinensauber. Klar, ist nicht so romantisch, wie mit Hunderten Gleichgesinnter sinnierend auf dem Alten Markt auf die Fassade der Lampe-Bank zu schauen und Wetten abzuschließen, wieviele Oetker-Millionen aktuell im Safe liegen. Skål!…

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Der Stollentest

Ein veritabler Stollen vom Bielefelder Café Kraume wanderte als Geschenk in unseren Besitz. Also Messer her und Anschnitt. Als Vergleichsobjekt diente ein Marzipanstollen privater Dresdner Machart, vor der Frauenkirche segnend geschwenkt und dann abgepackt und verschenkt. Kraumes Windellaib war glatt im Schnitt, ausreichend rosinig, weit entfernt von jeglichem Marzipan, nicht sehr süß, aber auch nicht sandig im Abgang. Gegen das Produkt aus der sächsischen Metropole sah er allerdings aus wie der Bielefelder Flugplatz Windelsbleiche im Vergleich zu London Heathrow (klar, ein bescheuerter Vergleich. Passt aber in die Zeit. Weihnachtsengel starten gerne komfortabel und lieben Eincheckluxus. Man sah sie des Öfteren auch schon im Duty-free). Doch, Freunde: Schaut man einem geschenkten Stollen wirklich auf die Rosinen, zählt die Mandeln und übt Kritik? Nein, nicht wirklich. Wir werden ihn in den Kaffee tunken. Das macht saftiger. (Lesen Sie jetzt bitte nicht: “Das macht Saftig auch”)

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“Der Vorstand hätte gehen müssen”

Gemeinhin ist es ja Usus, das im Falle krasser Marketingfehlers eher das “Humankapital” ausgedünnt wird als das Manager nach Einsehen ihrer Fehler gehen. Schon gar nicht, ohne in die hohl ausgestreckte Hand ein paar Millionen Bares gelegt zu bekommen. Diverse Leserbriefe in der Lokalpostille NW Neue Westfälische beschäftigen sich mit dem Rauswurf von Jahrhunderttrainer Ernst Middendorp. Der Brief von NW-Leser Joachim Wendland fordert sogar: “Der Vorstand hätte gehen müssen und nicht der Trainer….”. Joachim, wie können nur so etwas fordern? Heutzutage sind die Täter doch die wahren Opfer und werden mit Aufstockung ihrer – angesichts gebotener Leistung – desaströs hohen Vergütungen entlohnt. Da hilft nur eine saftige verbale Ohrfeige, derweil die Arminendelegation 40-köpfig auf Geheiß der DFL (Deutsche Fußballliga, also der Verband, dem Arm. Bielefeld angehört) in China rumturnt, um Reklame für den deutschen Fußball zu machen. Wie sagte doch Topscorer Artur Wichniarek: “Völliger Blödsinn”.

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