Im Falle Markus M. – wir schruben über die Abgabeforderung von Arbeitplus gegen den Arbeitslosen – hat sich jetzt der Bielefelder SPD-Landtags-abgeordnete Günter Garbrecht eingeschaltet. Er hält die Anmaßung der Bielefelder Staatsdienertruppe (“diener” bitte wörtlich nehmen) für “unangemessen” und fordert Abhilfe.
Weiter: In Zeiten, in denen über extreme Managergehälter diskutiert werde, sei es nur schwer nachzuvollziehen, dass ein ALG II-Empfänger einen 500-Euro-Gewinn einer sozialen Einrichtung nicht behalten dürfe.
“Völker, hört die Signale…” mag man da rufen. Aber war es nicht jene Ihrige Partei, lieber Genosse Günter, die mit ausdrücklicher Billigung der heutigen Kanzlerin-Bejubeltruppe (“Komm auf den Aufschwung, Luiiiiiiiiiiise…”) diesen unsozialen Schwachsinn auf die Rampe geschoben hat? Jenen Schwachsinn, der unterm Strich wesentlich mehr Milliarden Verwaltung kostet als frühere Regelungen? Jener Schwachsinn, der die Gesellschaft nun brutal gleich in 3 Klassen teilt? Oben die selbsternannten “Eliten” a lá Ackermänner, Essers und andere Zugreifer, dann die Halbdummen, von denen dieser Staat weitgehenst per Lohnsteuerzwangsabgabe usw. unterhalten wird und ganz unten “die Schmarotzer”, die ja “nur nicht arbeiten wollen?”.
Mit dem Finger auf derartige Auswüchse zu zeigen, ist ja ehrenhaft. Größe könnte man aber erst unterstellen, wenn “soziale Gerechtigkeit” wieder Einkehr halten würde statt tumben Raffens, Gierens und Abzockens. Auf die Meldung, ein Herr Esser habe von seinen erzockten Millionen ein paar nach Bethel überwiesen, werden wir wohl vergeblich warten. Seine Schäfchen – hier eine Beispielherde auf einer Weide bei Ummeln – bleiben sicher im trocken Schweizer oder Luxemburger Asyl. Im Regen bei 0 Grad können ja weiterhin die stehen, die im großen Monopolyspiel die Arschkarte gezogen haben. Und das sind sicher 90% der Bevölkerung.

PS: GG´s Homepage könnte mal eine Auffrischung vertragen. Zeitlich dümpelt sie noch in Gazgerds Regnum.
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