Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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So
16
Dez '07

Das dritte Licht ist hinter der Flasche

Dritter Advent. “Staade Zeit”, wie man in Bayern sagt. Arm. Bielefeld hat sich selbst mit 3 Punkten beschenkt. Sportdirektor Reinhard Saftig durfte in der samstäglichen ARD-Sportschau verbalholpernd Michal Frontzeck als neuen Heilsbringer der Profis ankündigen. Wenn es da bei der Leerung besagter Flasche guten Chiantis nicht eine böse weibliche Stimme gegeben hätte, die in die Runde fragte: “Warum Frotzeck?”. “Frotzeck? Du meinst sicher Frontzeck“. “Ach so. Ja”. Lassen wir das mal so stehen. Der kräftige Endvierziger mit der Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf setzte sich in seinem Stuhl zurecht, senkte seine auch sonst schon sonore Stimme auf Präsidentenniveau und erklärte: “Wer mit Alemannia Aachen die 1. Bundesliga verlassen konnte, kann das sicher mit Arm. Bielefeld auch. Er war immer der Schatten von Ewald Lienen und wurde auch mit ihm entlassen. Nun steht er im Alm-Licht”. Nach dieser Antwort wird sich die weibliche Stimme niemals mehr erheben und nach “Frotzeck” fragen. Bielefelds Gegenstück zum überaus erfolglosen Holger Fach beim benachbarten Zweitligisten SC Paderborn. Seine wohl wichtigste Erfahrung beruht sicher auf dem hautnahen Erleben des Abstieges vom Tivoli. Aber Wunder gibt es ja immer wieder. Auch im Fußball.

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2 Grad minus

Väterchen FrustFrost hat zugeschlagen im Ostwestfälischen. 2 Grad minus in der Früh am Teutoburger Wald. Die Autos tragen weiße Raureif-Hauben und so mancher läßt politisch unkorrekt seine CO2-Schleuder warmlaufen. Wenn das die Kanzlerin oder der Minister sehen würden. Das gäbe aber ein Klimadonnerwetter. Ihre Autositze werden unsichtbar von Benzinöfchen unter der Haube vorgewärmt. So macht man das in der Welt des Klimaschutzes.

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Crêpe’s oder die Mär von der freien Marktwirtschaft

Crêpe’s, die bretonische Form des Eierkuchens, sind eine extrem leckere Angelegenheit. Gerade als kleine Mahlzeit für zwischendurch sehr zu empfehlen. Nur was einem nach dem Genuss übel aufstösst: der Preis! 2.50 euro für einen simplen Crêpe mit Nutella ist perfekt an die Grenze des Erträglichen plaziert. Viel mehr mag ich für ein im Grunde genommen sehr simples Gericht dieser Art nicht zahlen.

Nun dachte ich mir: vertrauen wir der selbstregulierenden Kraft des freien Marktes und schauen wir uns mal um auf diversen Weihnachtsmärkten. Und siehe da – ÜBERALL – selbst im tiefsten Osten der Republik (ok, nur in Rostock geguckt) kostet der kleine feine Crêpe 2 Euro und 50 Cent.

Bitte überzeugt mich vom Gegenteil und nennt mir Stadt plus Standort einer Crêpe-Bude, die diesen Preis unterbietet. Ich bin gespannt.

Oder als nette Geschäftsidee : warum nicht mal einen dauerhaften Crêpe Verkaufsstand / DönerCrêpe-Bude irgendwo am Bahnhof? Ich wäre Stammgast, und das um so häufiger, je angemessener der Preis. Wunschmarke: 1.50 Euro für einen Nougat-Crêpe.