Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

Dezember 2007
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Sa
15
Dez '07

Schöne Bescherung für “Ha noi mir könnet allesch”

Arm. Bielefeld kann es noch. Mit 2:0 schicken die Blauschwarzen den Deutschen Meister, der nach einem Gelbe-Karten-Festival nur mit 9 Mann dastand, ins Trollinger – und Spätzle-Mekka zurück. VfB-Trainer Veh mußte wegen Meckerns auf die Tribüne. Die Torschützen: Jonas Kamper und Artur Wichniarek, der jetzt Arminias Rekordtorschütze ist.

Die Arminen brechen jetzt zu einer China-Reise auf und die Medien melden, das Michael Frontzeck neuer EngelTrainer der Arm. Bielefeld sei. Na, das ist ja mal keine “saftige” Überraschung.

armvfb.jpg

“Ich halte mir die Augen zu”

… sagen kleine Kinder. “Dann siehst Du mich nicht”. Ob die Schöpfer dieser Autoanhänger für Bielefelds Parkkatakomben – gibts bei einer Sp….. Bank – auch so gedacht haben, als sie ihrer überbordenden Kreativität freiesten Lauf ließen? Erschreckend abschreckend für Langfinger.

canoneos1-131207-011.jpg

Zuwachs auf Bielefelds Straßen

canoneos1-131207-001.jpg

Achten Sie auf Bielefelds Straßen bitte auf ein dunkelblaues Fahrzeug. Bedenken Sie, das der Fahrer erst 18 ist und bereits den Führerschein in Scheckkartengröße sein eigen nennt. Er verspricht, viel Rücksicht zu nehmen. Um Alkohol ganz große Kreise zu fahren, sich an Geschwindigkeits-begrenzungen zu halten und selbst für Mädels zu bremsen. Wenn nicht, gibts einfach keine elterliche Tankfüllung mehr für ihn. Die Höchststrafe. Versprochen!

Hohoho!

murphymutze2.jpg
Er übt schon mal. Aber Eßbares werden wir ihm nicht mit auf den Weg geben, wenn er am 24. seine Bescherungstour im Bielefelder Westen macht.

Der Ehrliche ist der Dumme. Oder: Der Zynismus der Pullunderträger

Der arbeitslose Bielefelder Markus M. gewinnt im Oktober der Lotterie “Aktion Mensch” 500 €. Der gesundheitlich angeschlagene 41 jährige meldet den Gewinn im November seiner zuständigen Sachbearbeiterin bei “Arbeitplus”, die das Elend die Ungerechtigkeiten die Drangsalierungen das Arbeitslosengeld II verwaltet. Und was schreibt die auf warmem, sicherem Beamtensessel thronende Zynikerin zurück? “Sie erhalten von mir ALG II….. und haben zu Unrecht wegen des Gewinns Leistungen bezogen…”. Gehts noch? Allein für das idiotische Beamtendeutsch hätte man sie mal öffentlich… Ach lassen wir das. Ihre ebenfalls weich, wohlig und auf Lebenszeit versorgten – ohne einen einzigen Cent dafür zu leisten – Vorturner setzen noch eins drauf. Markus M. könne ja “noch froh sein, das der Gewinn über 2 Monate verrechnet werde”. Sonst würde er “seine Bedürftigkeit verlieren und ihm die Sozialversicherung wegkippen”. Damit nicht genug tönt es weiter aus Staatsdienermund: “Im Gegenteil – sie (die ALG-Bezieher) sollen Lotto spielen und so dem Staat sparen helfen”. Es mag sein, das es Gesetze gibt, nach denen sie handeln. Aber auch noch menschenverachtend auf Schwächere einzudreschen, dazu haben Sachbearbeiterin Maletz und der stellvertretende Geschäftsbereichleister der Arbeitplus, André Schwentker, keinerlei Recht. Und deshalb prangern wir das hier an.

Auch wenn einem dazu die Worte fehlen. Man baut so seine Szenarien auf und würde sich gerne Staatsdiener greifen und abstrafen, die solche Kübel Verbalmist ausgießen vor Menschen, die ohnehin schon dank des ungeheuren Konstruktes eines gerichtlich bestraften Mannes namens Hartz und der dümmlich-plumpen Absegnung durch einen aus dem Lipperland gebürtigen Ex-Kanzler zu Menschen “Dritter Klasse” gemacht wurden. Der eine – der Herr Hartz – sitzt nun weich und warm auf Millionen und der Andere wärmt sich am russischen Gaz. Beide sind lebender Beweis, wie perfide dieser Staat geworden ist. Besserung ist nicht in Sicht.

Lieber Markus M. Beim nächsten Gewinn (Lottogewinne sind unter normalen Umständen steuerfrei. Nur Gewinne darus müssen Sie versteuern) ) hälst Du den Mund und kaufst für 10€ einen kräftigen Besen. Dann gehst Du in die Büros der Leute, die meinen, auf Schwächere als “Staat” herabsehen und einprügeln zu dürfen und fegst sie hinaus.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben…

…wenn’s dem bösen AStA nicht gefällt!

Das der AStA der Universität Bielefeld abundzu über das Ziel hinausschiesst ist durchaus bekannt. Eines der neuesten Glanzstücke ist nachstehend dokumentiert:

An diese frei interpretierte alte Volksweisheit fühlt man sich erinnert, wenn man an den letzten Vortrag am Mittwoch, den 28.11.2007, von Dr. Marco Arndt über die Konrad-Adenauer-Stiftung und ihre Begabtenförderung auf dem Haus unserer Burschenschaft zurückdenkt.

Den Damen und Daminnen, ähm, Herrinnen und Herren vom AStA der Bielefelder Universität kann man es einfach nicht recht machen. Lädt man vermeintlich „rechte“ Referenten ein, dann gibt es einen Aufschrei, weil man „bösen“ Referenten „eine Plattform“ bietet. Lädt man zu politisch völlig neutralen Vorträgen mit hohem Nutzwert für die Studenten ein, dann ist das auf einmal auch nicht richtig und es wird versucht, die Veranstaltung zu verhindern. Wahrscheinlich könnten wir Karl Marx höchstpersönlich einladen und die Veranstaltung würde zu einer „Vereinnahmung des Kommunismus durch Neo-Nazis“ uminterpretiert.

Für den Vortrag von Dr. Arndt hieß das, daß die AStA-Vorsitzende Mira Schneider (Juso-Hochschulgruppe) versuchte, über den Vertrauensdozenten der Konrad-Adenauer-Stiftung an der Universität Bielefeld Druck auf Herrn Arndt auszuüben. Dr. Arndt solle sich überlegen, wo er auftrete und möglichst von einem Vortrag bei uns absehen. Als Dr. Arndt daraufhin ein persönliches Gespräch mit Frau Schneider führen wollte, war diese bereits im vorgezogenen Wochenende – das Drei-Tage-Studium läßt frau zum Glück genug Zeit für den AStA-Vorsitz – und so geriet unser Referent an Herrn Janosch Stratemann, den Pressesprecher des Bielefelder AStA, seines Zeichens Mitglied der Hochschulgruppe „grüne hochschulgruppe * offene liste“, der „Grünen Jugend“ (KV Lippe) und Unterstützer der „Grünen Linken“.

Nach den Beweggründen für den Intervenierungsversuch des AStA befragt kam sogleich die wohl auswendig gelernte Antwort von Herrn Stratemann: Burschenschaften seien „rechts“, die Normannia-Nibelungen ganz besonders, frauenfeindlich und es gäbe sogar Burschenschaften, die vom Verfassungsschutz beobachtet würden.

Ganz davon abgesehen, daß neben einigen Studenten auch Studentinnen unserer Einladung zum Vortrag mit Dr. Arndt gefolgt sind, sollte gerade der Bielefelder AStA mit Schlagworten wie „autoritär“, „faschistisch“ und „Verfassungsschutz“ etwas zurückhaltender sein. Die Burschenschaft Normannia-Nibelungen hat sich bisher auf jeden Fall noch nicht angemaßt, bestimmen zu wollen, wo ein Mensch einen Vortrag halten darf und wo nicht. Und daß der Staatsschutz erst Ende letzten Jahres einen „gewählten Vertreter verschiedener Hochschulgremien“ verdächtigt hat, der Anführer der gewaltbereiten Studiengebührengegner zu sein, die das Auto von Professor Timmermann „abgefackelt“ haben, ist ja nun auch ein offenes Geheimnis. Aber es ist ja so schön einfach, die Welt in „gut“ und „böse“, „links“ und „rechts“ einzuteilen.

Dabei stellt sich allerdings die Frage, wie aus solch engstirnigen Studentinnen und Studenten, wie sie sich derzeit anscheinend im Bielefelder AStA engagieren, einmal selbstkritische und zu einem Diskurs fähige Mitmenschen werden sollen. Aber vielleicht ist das zu idealistisch gedacht und „unsere Vertreter“ im Allgemeinen Studierendenausschuß wollen das gar nicht. Viele Menschen geben beim Erhalt ihres Parteibuchs in einem Atemzug eh gleich ihr Rückgrat im Tausch dafür ab. Da braucht man sich nur den aktuellen Fall der neuen Juso-Vorsitzenden Franziska Drohsel anzuschauen, die beim geringsten Gegenwind gleich ihre langjährige und in der SPD wohlbekannte Mitgliedschaft in der „Roten Hilfe“ aufkündigte. Die „Junge Welt“ kürte sie daraufhin nicht ohne Grund zur „Opportunistin des Tages“.

Abschließend möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei Herrn Dr. Marco Arndt von der Konrad-Adenauer-Stiftung für seine Standhaftigkeit und dem interessanten Vortragsabend bei uns in der Schloßhofstraße herzlich bedanken.

Nachzulesen HIER

Insel der Besinnlichkeit

    wagenburg.jpg

    “All we have to do is to put the wagons round in a circle.” (John Wayne)

    .