Archiv für den Monat: November 2007

Neues vom Gazpreis

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Das ist ein ganz gewöhnlicher Gaszähler. So wie ihn Tausende von Bielefelder Haushalten haben und die lustigen Zahlen aufmerksam beobachten. Schon lange ist der Kubikmeterpreis, da seltsamerweise an den Ölpreis gekoppelt, in astronomische Höhen gestiegen. Und jetzt kommt die Querverbindung hier in diesen Raum Ostwestfalen-Lippe. War es doch der aus dem Raum Lippe stammende Altkanzler „Basta“, der eine innige Verflechtung mit den russischen Gaspipelines einging. Nun hat der russische Monopolist Gazprom („Basta“-Arbeitgeber und Schalke-Sponsor) für 2008 „massive Preiserhöhungen“ angekündigt. Einen Anstieg der Erdgaspreise um „bis zu 60%“ prognostiziert der Chef des Konzerns. Von den Stadtwerken Bielefeld, die hier das Gas verteilen, hat man nichts dazu gehört. Wohl aber von klugen Politikern, die dazu raten „den Anbieter zu wechseln“. Ach ja, da machen wir Schelme doch mal einen Gang auf die Website von Verivox und vergleichen das Stadtwerke-Gas mit dem billigsten Anbieter: Heraus kommt eine jämmerliche Jahresersparnis in Höhe des Gegenwertes von 2 glücklichen Mahlzeiten beim „Güldnen M“. Das soll Wettbewerb sein? Ebenso lachhaft wie bei Benzin und Strom. Dokument der Eingebundenheit der Politiker in die Weisungen der Energiekonzerne. Aber denen folgen sie gerne und reichlich, winkt doch bei Demission reiches Brot am Gabentisch der neuen Feudalherrschaft.

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Tief im Westen

Am morgigen Samstag treffen in der Fubabuli die Blauen aufeinander. Arminia beim VfL Bochum, dem westfälischen Nachbarn. Schöne Gelegenheit, sich die Abstiegsränge der Tabelle um weitere 3 Punkte vom Stutzen zu halten. Derweil wächst die neue Haupttribüne unaufhörlich, man erkennt bereits die „Mundlöcher“ im oberen Rang. Beim Bayern-Spiel auf hemischem Geläuf spucken sie zwar noch keine Fans aus, aber insgesamt ist die Partie Ratzefatze ausverkauft. Gerüchten zufolge soll Hermann der Cherusker reaktiviert werden und den Bajuwaren zeigen, wo´s hier fußballerisch am Teutoburger Wald langgeht.

Hysterisch? Oder die gemachte Paranoia

Das Provinzblattdie Tageszeitung NW Neue Westfälische läßt keinen Tag vergehen, an dem sie nicht das neue Paranoia-Spiel – angeheizt durch Wolfi S.´ns Menetekel vom Terror im Web – begeistert mitspielt. Und so kommt natürlich prompt eine BKA-Stellungnahme zum Thema Internet auf die Titelseite. Passt doch alles. Der Minister, dem schon einfaches SMS-schreiben ungelenk von der Hand geht und der zum Internet bzw. WWW sicher eine ziemlich große Distanz (sprich keine Ahnung) hat, schürt die Angst vor dem Medium weiter. Ein sehr bekannter Blogger, der von Anfang an – wie der Schreiber dieser Zeilen – im Web dabei war, hat da eine ganz andere Sicht der Dinge. Zitieren wir doch einfach mal „Don Dahlmann„:

Vielleicht liegt dieses Unwohlsein auch darin begründet, dass mich der Staat belügt und sich nicht mal mehr die Mühe macht, die Lüge zu kaschieren. Man hat gesagt, dass man die Kontoüberwachung nur einführt, damit man das organisierte Verbrechen und den Terrorismus bekämpfen kann. Wenige Jahre später nutzt das Sozialamt, das mit den Themen ja wohl eher nichts zu tun hat dieses Instrument, um die Hartz IV Kunden zu überwachen. Man hat versprochen, das man die Kameras auf den Mautbrücken nur für LKW und nur für die Maut einsetzen will. Jetzt versucht man die Kennzeichenüberwachung aller Strassenverkehrsteilnehmer durch die Hintertür einzuführen. Sollte man in Karlsruhe der anhängigen Klage gegen diese Überwachung nicht Recht geben, werden die Mautkameras doch für andere Dinge eingesetzt.

Das sind nur zwei Beispiele dafür, dass der Staat die vorhandenen Gesetze bis zur Neige ausschöpft und wo das nicht reicht, werden eben neue gemacht. Man sagt: Ja, aber dieser Staat ist demokratisch gewählt, da passiert schon nichts. Ich bin mir da nicht mehr so sicher. Der Staat scheint zu einer gewissen Paranoia zu neigen, die sich auf mich überträgt. Nur weil sie mich nicht verfolgen, heißt dass ja nicht, dass sie es nicht doch heimlich tun.

Am Ende bleibt das Unwohlsein. Das Gefühl, dass etwas ganz massiv in die falsche Richtung läuft. Dass die persönlichen Freiheiten immer stärker eingeengt werden, von Gesetzen, Abgaben, restriktiven Verhaltensvorgaben und anderen Dingen. Dass das alles erst der Anfang ist.

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Aber auf Seite 3 der heutigen Ausgabe gibt die NW in einer Art „Zeugnis“ dem Minister fürs bundesdeutsche Innere ein „befriedigend“. Schön, wenn man so rührend undistanziert-naive Journalisten in der Stadt hat. Für „Vorratsdatenspeicherung“, systematische Bespitzelung und andere nette Dinge, die einem bewußt und vorsätzlich in billiger Manier die Paranoia Schürenden so einfallen, gibt es nur eine Note „sechs“.

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Nochmal Heizstrahler

Nein, nein, das ist nun keine visuelle Aufforderung zum Mord. Aber man kann schon zur Furie werden, wenn man die allenthalben durch die kleine ProvinzWeltmetropole flutende Diskussion über die Heizstrahler im Raum vor den Bielefelder Etablissements verfolgt. „Klimakiller vor den Kneipen“. Die Grünen wollen sie am liebsten ganz verbieten. Wie provinziell kleinkariert muß man eigentlich sein, um eine solche Diskussion führen, während gleichzeitig nur 10 Kilometer Autofahrt zum Bäcker mehr CO2 freisetzen als es ein Heizpilz in der Stunde vermag. Vielleicht wird man aber auch so, wenn man in einer Stadt lebt, deren Teutoberge das ganzflächige Denken ziemlich behindern. Oder andersrum: Es gibt hier nicht wirklich wichtige Probleme, die man im Rat der Stadt behandeln könnte. Und jetzt geht der Schreiber dieser Zeilen raus und macht die Pilzsuppe auf dem Herd an. Extra. Ärgert Euch ruhig, Ihr Klimahysteriker.

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18 Jahre, 3 Tore für Arminia

Mathias Haeder, A-Jugendspieler bei Arm. Bielefeld, nutzte gestern Abend seine Chance im Testpiel beim Bünder SV und haute dem Club aus der Zigarrenstadt gleich drei Buden rein. Die anderen 3 zum 6:0 lieferten Masmanidis, Leonidas und Nkosi. Wär ja schon, wenn sich aus dem eigenen Nachwuchs einige nach oben spielen könnten.

Terminliches gibts auch zu vermelden: Am 2. Februar 2008 beginnt die Rückrunde der Fubabuli mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Und mit Reinhard Saftig wird zur Zeit über eine Vertragsverlängerung gesprochen. Faxt aber bitte Eure Vorstellungen direkt in die Redaktionen der Zeitungen.

Delphinklau bei Besloten Nennotschap INGKA

Da guckt der Schwede, der Norweger wundert sich und der Holländer grinst breit. Heut ist wohl sowas wie Delphinabschlepptag bei IngvarKampradElmtarydAgunnaryd /IKEA) am Südring. Holländer? Jo. Die Holding des gelbblauen Frühstückshauses mit angeschlossener Span- plattenvermarktung hat den Sitz ihrer Stiftung in den Niederlanden. Das was hier so vollmundig auf „svenska“ vermarktet wird, ist eigentlich ein holländisches Unternehmen. Wurde 1960 in Schweden von der dortigen Möbelindustrie sehr angegriffen, weil man sich gegen die extremen Niedrigpreise wehren wollte. 1994 gab es die schwerste Krise des blaugelben Hauses, als Gründer Ingvar Kamprad mit nazionalsozialistischen Gruppierungen in Verbindung gebracht wurde. Er hatte die rechte Organisation eines Freundes und bekannten Nazis mit Geld unterstützt. Kamprads Mutter war Sudetendeutsche. Später schrieb er, einer der reichsten Männer der Welt, an Mitarbeiter und Kunden und bezeichnete die Zahlungen als „größte Dummheit meines Lebens“. Wer schwedische Freunde hat, erntet heute oft noch Stirnrunzeln und hämische Bemerkungen ob der IKAE-Hysterie besonders der Deutschen.

Aber nochmal zu den Delphinen: Containerweise gingen sie heute in die Einkaufswagen. Diese lockere Truppe fuhr gleich 10 davon. Sie tragen übrigens ein Label mit „Made in ….“ Dreimal dürfen sie raten, wo. Hej då!

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Fällt „Bürste“ die Treppe rauf?

SPD-MdB Klaus Brandner („Bürste“ wegen seiner Haarfrisur) könnte trotz seiner Zustimmung zur von Wolfi S. geplanten Vorratsdatenspeicherung und der sensibel-kräftigen Aufstockung der Abgeordnetendiäten die Treppe rauffallen. Der Müntefering beerbende neue Arbeitsminister („Das System Scholz“) plant angeblich, ihn als Staatssekretär ins Amt zu holen. Interessant wäre, was seine Wähler dazu sagen, ist doch die Mehrheit sowohl gegen Vorrtsdatenspeicherung als auch Aufstockung der Diäten. Aber ist ja eigentlich egal. Hauptsache, sie machen demnächst das Kreuz wieder bei ihm. Es ist schon ein Kreuz mit den Damen und Herren „Volksvertretern“, die letztlich nur sich selbst bzw. für die sie Lobby machen, vertreten. Volk stört da nur.

Wider die Heizpilze

Ein dicker fetter Audi Kuh 7 rollt langsam durch die Altstadt. Fünf Liter Hubraum, fast 400 Pferdestärken, CO2 -Ausstoß weit jenseits von gut und böse. Aber chic, das schwarze Gucci-Täschchen auf Rädern. Hysterisch fährt das BlondDummchen an der Seite des Cohiba schmauchenden Solariumgestählten Typs am Volant die Scheibe runter, gestikuliert wild mit Blick auf diverse Aussengastronomien am Klosterplatz. „Da, wieder einer, und da, da und da. Wiiiiiiiiiiderlich“. Sie verzieht angeekelt das Heidi-K-like-geschminkte Mündchen. „Wir sind ökologisch korrekt und die da? Was machen die?“.

Um was es ging? Ganz einfach. Jetzt sind die Heizpilze, die fast immer gasbetrieben gerne in der Aussengastronomie verwendet werden, um zB den verbannten Rauchern einen Platz draussen mit glühendem Glimmstengel (schickt der nicht auch schon 0,000001 Milligram CO2 in die Athmosphäre?) zu bieten, in der hysterischen Klimadiskussion dran. Vorreiter der geplanten Verbannungsaktionen in der Metropole unter der Sparrenburg ist Rolf Grotegut, Betreiber des „Miner´s Coffee“. Allerdings ist er bei den Wirten Bielefelds und Ostwestfalens in der absoluten Minderheit.

Konsequenterweise sollte man nun auf den Weihnachtsmarkt verzichten (Tausende Glühbirnen), auf Grillgut daselbst (Holzkohle!) und das Heizen der Glühweintanks. Dann könnte man sich unter Kerzenschein auf den Alten Markt stellen, bevor man nach Absingen der Nationalhymne wieder davon rollt. Im Kuh 7, im Porsche Pfeffer, im Mercedes Mamma….Na, Sie wissen schon. Hysterie läßt grüßen, stoppt aber nicht davor, mehrere Male Grünland unter tausenden Tonnen von Kerosin mit höchstbesorgtem „Rettet-Knut-Gesicht“ verbrennend zu überfliegen, wie´s die Kanzleuse und der dicke Mann aus Niedersachsen jüngst taten. Schön, das es immer noch genügend politische Schweine gibt, die man durchs Dorf jagen kann, um vor den wirklichen Problemen der Stadt, der Region, der Republik und der Welt abzulenken.

Aber wie schreibt doch das Bielefelder Schelmenblatt lauthals jubelnd auf der Seite „Stadtteile/Brackwede/Senne“: „Punschtöpfe werden angeheizt“. Verbrauchen ja keinen Strom, stimmts?

PS: Auf der Liste der größten C02-Schleudern unter den Kraftwerken der Welt steht ausgerechnet eines aus dieser Republik. Ach ja, Frau Kanzler…..

Die Schelme aus der Niedernstraße

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Heute morgen, Seite 1 NW. Ankündigung des freien Verkaufes der Grönemeyer-Karten 1. Juni 2008. „…sowie im Internet unter www.nw-ticket.de“. Jo, schön und gut. Aber nicht in SchildaBielefeld:

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PS: Sie hätten aber auch gerne unter 0521-555-444 ab 9 Uhr anrufen können. Piep-piep-piep-piep-piep……..

Chancen vor Migrationshintergrund

Die Chancen und Möglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund, sich in der ostwestfälischen und Bielefelder Gesellschaft langfristig zu integrieren, soll eine Informationsbörse in der Volkshochschule aufzeigen. Aus einer Pressemeldung der Sradt Bielefeld:

Am Donnerstag, 22. November, wird im Großen Saal der Volkshochschule von 9.00 bis voraussichtlich 15.00 Uhr die 5. Interkulturelle Berufs- und Informationsbörse veranstaltet. Sie möchte Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund – insbesondere Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderern – einen Überblick über die vielfältigen Qualifizierungsmöglichkeiten geben. Zudem werden in jeweils einstündigen Foren weitergehende Informationen zu bestimmten Themen vermittelt.

Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Horst Grube und die Vorsitzende des Migrationsrates, Kyriaki Argyriadou, werden von mehr als 30 Ausstellern verschiedene berufliche und sprachliche Qualifizierungsangebote präsentiert. Auch die Themen „Existenzgründung“ und „Sozialberatung“ werden dort vertieft.

Im Mittelpunkt der Foren stehen unter anderem Ausbildungsstellen und Praktikumsplätze, Bewerbungstraining, berufliche Beratung für Frauen sowie das deutsche Bildungssystem und entsprechende Fördermöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

Der Nachmittag richtet sich an die Fachöffentlichkeit. Unter dem Titel „Der nationale Integrationsplan“ stellt Stefanie Schulte (Büro der Beauftragten der Bundesregierung für Migration und Integration, Berlin) ab 13.30 Uhr die Ergebnisse des Integrationsgipfels der Bundeskanzlerin vor. Im Anschluss daran diskutiert sie mit lokalen Akteuren über die Chancen des nationalen Integrationsplanes für die Kommune.

Neues aus Schilda

Kürzlich soll das Bielefelder Rathaus eine ganze Wagenladung „Hallo wach“ bekommen und versuchsweise auch mit dem Pausenkaffee um halb zehn eingenommen haben. Die Wirkung war offensichtlich gegenteilig. Denn „Mr. Brachfläche“ Baudezernent Gregor Moss hat noch nicht sonderlich viel dazu beigetragen, das kürzlich in die Diskussion als städtisches Dienstleistungszentrum ins Auge gefasste Amerikahaus am Neuen Markt so Zahlen – und Kostenmäßig transparent zu machen, das der Rat der Stadt – egal welcher Couleur – Entscheidungen treffen könnte. Ja so ist das am Teuto unter der Sparrenburg. Ein langer, langer Schlaf. Und Drumherum tobt das wahre Leben. Ob es besser wird, wenn die A 33 in hundert Jahren fertig ist und der Autohof statt Sennebad seine Burgertore öffnet? Wie man hört, soll ein Penny-Markt in das markante Gebäude einziehen. Befristet bis…… na? „2011“. Ödefeld plant eben immer langfristig. Man möchte die Rathausverwalter nehmen, schütteln, rütteln und zwanzig mal mit den Arm. BI-Profis um die Alm jagen. Die sind das gewohnt. Aber die Pullunder – und Bedenkenträger? (Ernst Middendorop wird kolportierend zitiert: „Die trainieren schon heimlich bei uns im Trainingszentrum an der Friedrich-Hagemann-Straße und machen die Plätze kaputt“)

Fragezeichen

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Verwundert rieben nicht nur wir uns heute Morgen die Augen, als wir die Seite 1 unserer wunderbaren NW Neue Westfälische aufschlugen. Ein Bild von Anne Will und Miriam Meckel. Im Lokalteil nachgeschaut, ob sie jetzt Bielefelderinnen werden. Nichts. Dann online das große Vorbild der Bielefelder Zeitungsmacher, die vom ehemaligen Bielefelder Ex-Schülerzeitungsredakteur Kai „Gelhaar“ Diekmann gemachte BILD zeigt es auch. Was bleibt, sind Fragezeichen. Fragezeichen, was Lokalblattmacher bewegt, diese Beiden auf der Titelseite zu zeigen. Doch ein bißchen Provinzvoyerismus? Ein Hauch Kitzel? Ein „Huch-die-outen-sich“?

Die Fragen bleiben. Die Zeichen auch. BILD Dir Deine Meinung.

US-Hubraum hinter Gittern

Wenn man Bielefeld-Brackwede über die Brockhagener Straße Richtung Ummeln verläßt, stehen sie rechterhand Tür an Tür aufgereiht, die amerikanischen großhubigen Fahrzeuge der Marke Jeep. Ein spezialisierter Händler kümmert sich sicher rührend um die Aufgereihten. Der oberflächliche Vorbeifahrblick registriert aber eher weniger werdende Lücken im Verkaufsangebot. Schlechte Zeiten für Hubraum und Benzin-Starkverbrauch. Aber den anderen Autohändlern der Metropole geht es trotz großer Rabattaktionen auch nicht wesentlich besser. Die Berliner Umsatzsteuerkapriole hat entgegen aller Wendschen, Brandnerschen und Steinbrückschen Beteuerungen voll ins Kontor geschlagen.

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Ein Lied für Reinhard

männer sind so verletzlich
männer sind auf dieser welt einfach unersätzlich

Wenn am 1. Juni 2008 Barde Grönemeyer im Rahmen des Stadionfestes vor der Nordtribüne der SchücoAlmArena seine Hymne „Männer“ anstimmt, ist nicht sicher, ob Sportdirektor Arm. Bielefelds Reinhard Saftig noch in Amt und Würden ist. Der stille, im Windschatten von Finanz-Geschäftsführer Kentsch segelnde, Dortmunder leidet. Seine Gehaltsvorstellungen wurden „per Zufall“ publik. Schlechter Stil auf der Alm. Wenn man jemand loshaben möchte, sollte man es ihm sagen. Deshalb Reinhard, nutze Deinen Koffer, der in Dortmund steht und schließe Dich Borussia Dortmund an. Die brauchen bald einen neuen Sportdirektor und einen Trainer. Kannst Du doch. Tu es.

Alm: „Bester Suppeneintopf der Liga“

BILD heute im Spochtteil:

Die Stimmungstabelle

12. Bielefeld

Alm – Fußball-Traditions-Hügel. Vorm Spiel gibt es den besten Suppen-Eintopf der Liga. Dann gut bürgerliche Atmosphäre.

Dann haben sie bisher weder Teuto-Pizzaecken noch Haskenhoffs Wörschte probiert. Mit der neuen Haupttribüne ziehen dann auch Lachs, Kaviar und Loup de mer ein. Zierliches Nippen am wahren Krombacher. Pudernäschen hinter Panzerglas. Gedämpfter Jubel über Artur-Tore in den besten Bürosuiten der Stadt… Wir werden sehen. Wichtig is, watt die Südkurve /- gerade singt.

Volkstrauertag 2007

Morgen Sonntag. Die zentrale Feierstunde der Stadt Bielefeld wird auf dem Ehrenfeld des Sennefriedhofes veranstaltet. Sie beginnt um 11.45 Uhr (Treffpunkt: 11.30 Uhr an der Alten Kapelle). Zum Glück heißt er auch in der Stadt Horst Wessels nicht mehr „Heldengedenktag“.

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Bielefeld am Allerwertesten

Der Leineweber greift in der heutigen NW Neue Westfälische ein appetitliches Thema auf. In „Schmidt & Pocher“ vom Donnerstagabend wurde der Mediziner und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen zum Thema Hämorroiden befragt, die man veröden müsse. Seine Antwort: „Einfach nach Bielefeld fahren, da geschieht das von ganz alleine“. Uiiiiii. Die Leute schlugen sich auf die Schenkel.
So weit hat es die Stadt, deren wichtigster Bundesligaclub Arm. Bielefeld heißt und dessen OB ein David ist, also gebracht. Neiheiiiiiiiiiinn, liebe ARD-Kabarettisten. Soooooo nicht! Wir lassen uns unsere Stadt der Brachflächen, Eislaufbahnschnellabrisse, des Kesselbrinks und Deppendorfs nicht vermiesen. Wir nicht!!!!

Wir lieben unser Bielefeld. Auch wenns meist gewaltige Bauchschmerzen macht. Underdog neben solchen Kapitalen wie Hannover, Münster, Ilsede oder Osnabrück zu sein und täglich mehr Touristen als Barcelona mit dem puren Nichts anzulocken, das ist wahre Stärke. B-i-e-l-e-f-e-l-d, B-i-e-l-e-f-e-l-d!

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Gestern Parkhaus Ritterstaße (Cinestar)

Der Polizeibericht heute spricht vom „richtigen Riecher“, den zwei Polizeibeamte gestern gegen 15 Uhr im Parkhaus Ritterstraße bei der Überprüfung eines 35 jährigen hatten. Per zweier Haftbefehle wegen Diebstahls und räuberischen Diebstahl gesucht, wurde er „nun der Justiz zugeführt“. Als wir zur selben Zeit unsere Millionenbeute in einer Lidl-Tüte aus dem Parkhaus trugen, erblickten wir allerdings mindestens 5 Polizeifahrzeuge. Ob die alle gleichzeitzig von 2 Polizisten gefahren wurden? In SchildaBielefeld eventuell möglich.

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Currywurst, Aida und der Altersruheplan

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Die Currywurst im B66-Bratwurstrondell am legendären Bielefelder Jahnplatz ist richtig lecker. Da muß Bielefeld den Vergleich mit Berlins angeblich Bester von Konnopke wahrlich nicht scheuen. Zwei ältere Herren hinter den runden Scheiben arbeiten Hand in Hand. Brötchen auf, Teller her, Wurst durch den Zerkleinerer, Sauce drauf, Spieß rein: 2,30 €. Isse wert, isse. Und wenn man linkerhand um die Ausgabelucke geht, hängt da der „Altersruheplan“ der Beiden, der sich auf einem Aida-Schiff abspielen soll. Lesenswert. Sie zu ihm: „Duhu, das könnte doch glatt die Altherrenriege sein“. Bei genauem Hinsehen. Klar. Outet Euch!

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Abbruchtouristen an die Detmolder

Erstmal die Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

Am Samstag, 17. November, werden die Abbrucharbeiten an den Häusern der Detmolder Straße Nummer 63 bis 65 ab den frühen Morgenstunden bis voraussichtlich 16 Uhr fortgesetzt. In diesem Zeitraum ist der rechte Fahrstreifen der Detmolder Straße stadteinwärts nach der Teutoburger Straße gesperrt. Fußgänger können den Bereich über die Teutoburger Straße und die Bandelstraße umgehen.

Und jetzt der Kommentar, wegen dem wir bald aus dieser Metropole gewiesen werden:

Aus gewöhnlich gut untersuchten Quellen verlautet, Bauderzernent und Brachflächenverwalter Moss habe ganz nahe an der Abbruchstelle ein Catering- und Übernachtungszelt aufbauen lassen und Bielefeld-Marketing einen maßgeschneiderten Event – Party mit Wichtigen – weltweit ausgelobt. Zu Kaviarschnittchen und Lachstartariertem seien nun statt 60.000 Touristen täglich 61.000 in der Stadt. Man muß unter der Sparrenburg eben nur Ideen haben. Hat man ja auch. Besonders für Imagekampagnen. „Besuchen Sie PompejiBielefeld, so lange es noch steht“.

Hirnfrei

Ein Bekannter aus dem an Bielefeld grenzenden Kreis Gütersloh brachte ein Elaborat mit. Eine Art Zeitung, herausgegeben vom Kreisverband der CDU in Gütersloh. Auf 24 Seiten blicken die Macher in den November 2020. Welch wunderschöne Idee, welch grandioser Weitblick, welch Marketingleistung. Man liest, schmunzelt und fragt sich dann, ob der Kreisverband zu viel Geld hat. Wer´s gestaltet und gedruckt (150.000 Stück) hat, hält das Impressum verborgen. Aus der ganzseitigen Anzeige auf Seite 24 läßt sich aber schließen, das die Gutmenschen aus dem Hause Bertelsmann mit ihrer Tochter Arvato („the spirit of solutions“) irgendwie dahinter stecken. Ach ja, die grüne Provinz. Halten die ICE ins Ruhrgebiet da eigentlich noch?

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Bremen-Werbung in der Metropole

Die Bielefelder Tagesblätter befördern häufig eine Beilage, in der die Stadt Bremen und ihr Seenahes Pendant Bremerhaven intensiv für sich werben. Das macht auch die Stadt Hannover. Eigentlich nicht vorstellbar, das der Touristenmagnet Bielefeld („Über 60.000 Touristen täglich. Mehr als Barcelona“) in Bremen, Bremerhaven und Hannover für Sparrenburg, Obersee, Senne, Museum Hülsmann, Kunsthalle, Oetkerhalle, SchücoArena und Altstadt für sich ähnlich wirbt. Apropos werben: Was macht eigentlich die phantastische Imagekampagne der Metropole? Wir wüßten eine Handvoll Leute in dieser Stadt, die es wirklich könnten…..

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Bielefeld weiter fahrradfreundlich

Bielefeld tut etwas für Radfahrer. Wobei das jetzt mal nicht doppeldeutig gemeint sein soll. Aus einer Pressemeldung der Stadt:

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) hat am vergangenen Freitag ihre jährliche Jahreshauptversammlung abgehalten. Wichtigster Punkt war neben der Entlastung des Vorstandes die feierliche Verleihung von 28 Urkunden zur Verlängerung der Mitgliedschaft in der AGFS durch Staatssekretär Günter Kozlowski für das Ministerium für Bauen und Verkehr NRW.
Die Mitgliedskommunen müssen in regelmäßigen Abständen einen Antrag zur Verlängerung der Mitgliedschaft in der AGFS stellen, der mit einer Überprüfung durch die Auswahlkommission des Landes NRW endet. Erfreulich ist, dass alle 28 Kommunen, die den Antrag gestellt haben, für weitere sieben Jahre Mitglied in der AGFS sind. Hierzu gehören: Aachen, Bielefeld, Brühl, Bünde, Dormagen, Dülmen, Essen, Euskirchen, Gladbeck, Hamm, Herford, Ibbenbüren, Iserlohn, Kempen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Marl, Minden, Mülheim an der Ruhr, Münster, Pulheim, Rhein-Erft-Kreis, Soest, Troisdorf, Unna, Wesel.

Die Stadt Bielefeld ist seit fast zehn Jahren Mitglied der Arbeitsgemeinschaft und hat nun ihre Mitgliedschaft zum ersten Mal erfolgreich verlängert. In den vergangenen Jahren wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, den Radverkehr in der Stadt systematisch zu fördern. Die weitere Mitarbeit in der AGFS wird als Lohn für die bisher geleistete Arbeit aller Akteure gewertet. Außerdem wird die Auszeichnung als Aufforderung empfunden, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und die Radverkehrssituation weiter zu optimieren. Wichtig ist dabei, dass neben einer funktionierenden Infrastruktur ein fahrradfreundliches Klima im täglichen Verkehrsgeschehen geschaffen werden muss.