Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
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Nov '07

Kein Mon Cheri für Rathausinsassen

Auch wenn es Sie noch so drängt, den/die SachbearbeiterIn Ihres Vertrauens jetzt in der Vorweihnachtszeit mit Apfel, Nuß und Mandelkern, Mon Cheri (nur echt mit der Gadderbaum-Kirsche) oder Mandarinen aus Timbuktu als Dank für die gute Betreuung das Jahr über zu füttern, tun Sie es nicht! Sie bringen die Pullunderträger nur in Bedrängnis. Und das ist der Grund (Aus einer Pressemitteilung der Stadt Bielefeld):

Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit macht die Stadt Bielefeld darauf aufmerksam, dass die Beschäftigten der Stadtverwaltung generell keine Geschenke annehmen dürfen. Die Stadt bittet deshalb ausdrücklich darum, von der Übergabe von Präsenten gänzlich abzusehen, da diese andernfalls regelmäßig aufwändig zurückgeschickt werden müssten.
Das generelle Verbot der Annahme von Belohnungen und Geschenken geht auf das Antikorruptionskonzept der Stadt Bielefeld zurück, das bereits im Jahre 1999 vom Rat der Stadt beschlossen worden ist. Es dient dem Schutz des Ansehens der öffentlichen Verwaltung und dem Schutz der städtischen Bediensteten.

Das Überreichen von Aufmerksamkeiten an Geschäftsfreunde, Kunden, Auftraggeber und weitere Partner ist im Geschäftsleben eine Gepflogenheit, die insbesondere in der Weihnachtszeit verbreitet ist. Wenn jedoch Dienststellen und Einrichtungen der Stadtverwaltung oder sogar einzelne Bedienstete begünstigt werden sollen, erscheint jegliche Übergabe von Geschenken in einem kritischen Licht. Die Stadt Bielefeld hofft deshalb auf Verständnis für die dringende Bitte, von jeder beabsichtigten Geschenkübergabe Abstand zu nehmen.

Und wir wollten der Stadt eigentlich den Neuen Markt zum beliebten Blitzabriß schenken. Na dann bleibt er, wo er ist.

Diesmal ganz klassisch

Es wird Zeit, den obligatorischen Kranz an die Eingangstür des Hauses zu hängen. Grünes Tannenrund, ein paar Meter rotes Band und eine Schleife sind gekauft. Vorbei die Zeiten echten Engelshaares, monochrom-bunten Anhängseln oder – Gipfel der Einfälle – eines baumelnden Stoffelches (Nein, nicht von IKEA). Um den übervollen Kassen von Mühlenweg am Bielefelder Südring zu entgehen, fuhren er und sie in den Speckgürtel der Metropole Richtung Osnabrück. Dortselbst gings schnell und problemlos. Eine Menge leere Parkplätze inbegriffen. Und was hängen Sie Weihnachten 2007 an Ihre Eingangstür?

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Windiger Windhorst macht lustig weiter

Wir schruben ja schon häufig hier über einen im ostwestfälischen Raum allseits bestens bekannten gewissen Lars Windhorst. Jenes Bübchen, das einst – da war er 17 – zu Helmut Kohls Vorzeige-Jungunternehmern (Kohl: “An dem muß sich Deutschlands Jugend ein Beispiel nehmen”) gehörte, dann aber nur noch mit Millionenpleiten, Betrug, Anklagen etc. zu brillieren wußte. 60 Gläubiger wurden um 78 Mio. gebracht, drei Firmen in die Pleite getrieben und eine Privatinsolvenz hingelegt. Die konnte der heute wieder in der Berliner Friedrichstraße Residierende nach nur 3 Jahren (Normal: 6 Jahre) und mit einem Mickymaus-Vergleich von 1,6 Mio. schnell abschließen, um sodann erneut sein einziges beherschtes Handwerk auszuüben: Tricksen, belügen, betrügen. Niemand legt ihm das Handwerk, niemand bringt ihn hinter Gitter, obwohl er jede Menge Verfahren und die Staatsanwaltschaft mit sich herumschleppt. Hier der vollständige Link zur Story eines Menschen, der exakt den Spiegel dessen darstellt, was heutzutage in Deutschland als “Erfolgreicher Manager” von den Wenigen angeprangert wird, die noch Moral, Gewissen, Zuverlässigkeit als wichtige Werte ansehen. Der Masse scheints egal zu sein.

Tabuthema Zwangsarbeit in Bielefeld

Bielefeld hatte ja mal zu Zeiten des tausendsten aller Reiche ziemlich große Unternehmen. Nicht nur die Puddingkreateure, nein, da gab´s auch Dürkopp, Adler usw. Und es gab das Thema “Zwangsarbeit”. Bis heute ziemlich unter der Decke gehalten. Bis heute tabuisiert. Mit der Geschichte der Ravensberger Spinnerei soll auch dieses Thema aufgearbeitet werden. Aus einer Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

Die Rolle und die Bedeutung der Zwangsarbeit ausländischer Beschäftigter in der Ravensberger Spinnerei stehen im Zentrum einer Kooperationsveranstaltung von VHS, DGB-Arbeitskreis “Zwangsarbeit in Bielefeld” und “Gegen Vergessen – Für Demokratie” (Sektion Bielefeld). Die Veranstaltung trägt den Titel “Betriebsgemeinschaft – Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit: Die Ravensberger Spinnerei in der Zeit des Nationalsozialismus”. Sie beginnt am Donnerstag, 29. November, um 19.30 Uhr in Raum 240 der Ravensberger Spinnerei, Ravensberger Park 1. Der Eintritt ist frei.

Es waren fast ausschließlich Frauen, aus Polen und später dann aus der Sowjetunion, die hier während des 2. Weltkriegs Zwangsarbeit leisten mussten. Die Betroffenen selbst sind bisher nicht zu Wort gekommen. Jetzt ist es uns gelungen, Selbstzeugnisse von ihnen ausfindig zu machen und darüber hinaus Kontakt zu einigen wenigen der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen aus Polen herzustellen. Diese Selbstzeugnisse werden vorgestellt. Mit ihrer Hilfe und aus den vorliegenden Dokumenten wird ein Bild von den Bedingungen gezeichnet, unter denen die Zwangsarbeiterinnen eingesetzt wurden.
Dabei wird auch die wirtschaftliche Entwicklung der Ravensberger Spinnerei in dieser Zeit skizziert und danach gefragt, welche Bedeutung die damals herrschende Ideologie und Politik der “Betriebsgemeinschaft” für den “Ausländer-Einsatz” hatten.

Sicher, viele werden sagen “Was soll´s?” und “Ist doch Geschichte”. Aber in einer Zeit, in der unsere Politiker wieder ohne Sinn, Verstand und angegriffenes Deutschland lustvoll deutsche Soldaten an die Fronten der Welt schicken, sei auch ein Blick auf die mit Krieg verbundenen Greuel gestatte. Geschichte widerholt sich bekanntlich. Grade Ostwestfalen hat militärische Standorte der Bundeswehr, in denen viele Soldaten mit der Vorstellung leben müssen, demnächst an den Hindukusch versetzt zu werden. Ach so, wir haben ja Krieg gegen die “Schurkenstaaten”….

Symbolisch?

Die AlmSchücoArena liegt im grellen Tiefstrahlerlicht. Die Arbeiten an der neuen Haupttribüne gehen ihren pünktlichen Weg. Alles ok. Alles im Plan. Was man vom sportlichen Bereich Arm. Bielefelds nicht sagen kann. 1:21 Tore und nur 1 Punkt aus den letzten sechs Auswärtsspielen. Und jede Menge persönliche Fehler der Spieler. Aber sind “Middendorp raus”-Rufe hilfreich? Würde ein Trainerwechsel neue Kräfte frei setzen? Wohl kaum, erinnert man sich an das Rührstück aus der vergangenen Saison, als es monatelang um Thomas von Heesen brodelte, Co-Trainer Frank Geideck dann das Zepter für kurze Zeit übernahm, grandios scheiterte und Ernst Middendorp Platz machte. Ergebnis: Klassenerhalt. Am Sonntag gegen die Bayern gilt es, mit einem Gewaltakt zumindest daheim das Zepter herum zu reißen. Freunde: Es wird schneien, die Bude ist voll und die empfindlichen Bayern-Beine mögen keinen Schnee. Glück auf!

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Schteschenn äihh?

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