Hier eine Pressemitteilung der Stadt Bielefeld zu unserem Wildpark:
Die neue Braunbärin Jule ist am Dienstag im Heimat-Tierpark Olderdissen angekommen. Nun steht Jule vor der großen Aufgabe sich einzugewöhnen. Sie muss die Anlage als ihr Zuhause akzeptieren und mit Bär Max eine vertrauliche Partnerschaft eingehen. Eine solche gravierende Veränderung ist weder für Mensch noch für Tier einfach. Dieses braucht Zeit und Geduld. Deshalb ist jeglicher weiterer Stress für das Tier zu vermeiden.
Jule wird in den ersten Wochen für die Tierparkbesucher nicht zu sehen sein, denn beide Bären, Jule und Max, werden vorerst getrennt in den Boxen gehalten. Durch einen Gitterschieber werden sie sich sehen, riechen und leicht berühren können. Ein direkter Kontakt ist jedoch in dieser Zeit nicht vorgesehen. Bis es dazu kommen wird, ist ein langer Weg zu beschreiten. Erst wenn man im Tierpark relativ sicher sein kann, dass sich die Tiere gegenseitig akzeptieren und eine körperliche Attacke von Max auszuschließen ist, wird eine Zusammenkunft stattfinden.
Vorher muss Jule das große Freigehege kennen lernen und sich dort sicher fühlen. Es muss für sie eine vertraute Umgebung werden. Die “Draußenzeiten” der Bären werden abwechselnd erfolgen: Mal ist Max draußen – und wenn er zurück in die Box geht, kommt Jule raus. Wann die neue Braunbärin sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigen wird, ist jedoch heute noch nicht abzusehen. Der Heimat-Tierpark Olderdissen bittet die Besucher um Verständnis und Geduld.
Am 9. August musste Braunbärin Alma wegen einer starken Krebserkrankung eingeschläfert werden. Sie wechselte im August 2000 zusammen mit ihrem Sohn Max von Staßfurth nach Bielefeld. Ihre Nachfolgerin, Jule aus dem Tierpark Stralsund, ist 17 Jahre alt und wurde im Tierpark Stralsund geboren. Sie ist die letzte der in Stralsund nachgezogenen Braunbären; es waren immerhin 55 Stück. Jules Mutter, Susi, starb vor sechs Jahren. Sie wurde 34 Jahre alt. Ihr Vater hieß Jumbo.
Bis vor ein paar Jahren lebte Jule mit einer Schwarzbärin namens Maxi zusammen. Das Gehege, das noch aus DDR-Zeiten stammte, war sehr beengt und entsprach nicht den heute üblichen Anforderungen einer artgerechten Tierhaltung. Der Zoo Stralsund baute vor zwei Jahren ein neues, geräumiges und schönes Gehege, in dem sich Jule seitdem befand und das sie mit Steppenfüchsen teilte. Somit war für Abwechslung innerhalb des Geheges gesorgt. Die Füchse wurden von Jule toleriert.
Untern den Tierpflegern in Stralsund gilt Jule eher als etwas schüchternes, aber nettes und nicht bösartiges Schleckermaul. Sie frisst gerne Hühnchen und zieht Schwarzbrot dem Weißbrot vor. Allerdings lässt sie sich nicht gerne anfassen. Davon ist aber bei der Gefährlichkeit von Bären sowieso unbedingt abzuraten. Auch bei Bären, die in Zoos das Licht der Welt erblickten und Menschen kennen.
Die körperliche Größe ihrer Vorgängerin Alma erreicht Jule nicht. So wird die neue Gefährtin neben Max recht klein wirken. Aber Fitness und Charakter des Tieres sind bei der Auswahl maßgeblich.
Der Tierpark Stralsund gibt Jule nicht gerne ab. Es ist dort jedoch beabsichtigt, Syrische Braunbären zu halten, nachzuziehen und diese ins Europäische Erhaltungszucht-Programm zu stellen. Die Syrischen Braunbären sind eine Unterart des Europäischen Braunbären. Sie sind etwas kleiner und tendieren in ihrer Fellfarbe mehr zum hellen Braun. Die Unterart gilt als stark gefährdete Tierart.
Das Bärengehege im Heimat-Tierpark Olderdissen wurde im Jahr 2000 aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums der Sparkasse Bielefeld von der Sparkassenstiftung errichtet. Es ist mit 3.500 Quadratmetern eines der größten und schönsten Bärengehege in Deutschland. Die Kosten für den Unterhalt des Geheges von jährlich etwa 50.000 Euro trägt die Stiftung der Sparkasse Bielefeld.





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