Verfasst von textexter - Kategorie: Allgemeines und Sonstiges
Die Wellen schlagen immer noch ob der Arminia-Klatsche in Leverkusen hoch. Wer gestern die ARD-Sportschau mit Johannes Baptist Kerners geistigem Zwilling Reinhold Beckmann gesehen hat, wendete sich mit Grausen ab. Genüßlich zerpflückte der Moderator die Bielefelder, skizzierte Trainer Ernst Middendorp und anschließend labsalte sich die ARD-Kamera an den Fans, die nach der Halbzeit erst einmal eine Weile nicht ins Stadion zurückkehrten, um sodann “Trainer raus” und “Wir sind Arminen. Ihr nicht” zu skandieren. Schließlich gab es noch ein Highlight, als die versammelte Führungsriege (Ja, Reinhard Saftig lebt noch) den Nibelungenschwur schwor: “Ernst Middendorp ist und bleibt unser Trainer”. Wer noch die Kraft hatte, auf den Videotext der ARD zu schalten, durfte “Schießbude der Liga” als Bemerkung zu Arminia lesen.
Woran liegts? Eigentlich recht einfach. Ein paar Millionen weniger in die neue Kolossaltribüne Ost gesteckt und stattdessen die Mannschaft entscheidend aufgepeppt. Stattdessen wird drumrum geträumt. Da ist es egal, wer Trainer ist. Er kann nur mit dem arbeiten, was auf dem Platz ist. Aber was regen sich die Leute auf. Bayern spielte trotz aberwitziger Investionen gegen Frankfurt nur 0:0. Der HSV ist jetzt bis auf 2 Punkte an Bayern dran (Der HSV!). Ach ja, Cottbus gewinnt gegen Schalke. Und die haben Tönnies - und Gazprom-Millionen. Torsten Ziegler wird noch warten müssen. Könnte aber schon mal neue kreative Mannschaftsaufstellungen basteln für den kommenden Knaller, wenn Not (1. FC Nürnberg) auf Elend (Arminchen) trifft. Am kommenden Wochenende ist es auf der Alm so weit. Die halb verdeckten Zahnbalken der Fußballoper warten schon. Ein Dreier und das Volk liegt dem “Jahrhunderttrainer” zu Füßen. Power-Ernst muß Nerven wie Drahtseile (bekommen) haben.
Das andere Provinzblatt hat heute auf seinem sonntäglichen Anzeigenblatt auch einen chicen Aufmacher.

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