Archiv für den Monat: August 2007

Arminia bei den Zebras

Morgen tritt der Fußball-Bundesligist im Wedau-Stadion bei den „Zebras“ des MSV Duisburg an. Die hatten zwar die beiden letzten Spiele gegen Wolfsburg und Stuttgart verloren, was aber Trainer Middendorp nicht hindert, dem „Gegner Respekt zu zollen“. Arminia sollte es aber möglichs ein, den Zebras ins Beinchen zu beißen.

teuto-card.de hilft der Initiative zur Erhaltung der Sparrenburg

Das Bielefelder Grußkartenportal teuto-card.de hilft seit einiger Zeit der Initiative zur Erhaltung der Sparrenburg. Neben der schon seit 2004 bestehenden Möglichkeit, kostenfrei Grußkarten mit bekannten Bielefelder Motiven in die ganze Welt zu versenden, kann nun auch eine Karte ausgewählt werden, die in herkömmlicher, gedruckter Form und per Post verschickt wird. Kostenaufwand sind gerade einmal 2,- Euro pro Postkarte, wobei direkt 1,50 Euro dem Bielefelder Wahrzeichen zu gute kommen.

Reinschauen lohnt sich!

Das Ende des Sommers

Die Mitarbeiter des Bielefelder Betriebes der Sommer Fahrzeugbau haben jahrelang unbezahlte Überstunden geleistet, auf Urlaubs – und Weihnachtsgeld sowie Tariferhöhungen verzichtet. Vollmundig versprach die Arques AG – eine Investmentgesellschaft – alles zum Besseren zu wenden, als sie das angeschlagene Sommer-Gebilde des ehemaligen Bielelder IHK-Präsidenten (seine Frau Barbara ist die NRW-Schulministerin Barbara Sommer) übernahm. Das Gegenteil trat ein. Demnächst dürfen die aus zwei Kündigungswellen zuvor noch übrig gebliebenen 90 Mitarbeiter der Bielefelder Fertigung im doppeldeutigen Sinne „Ende des Sommers“ auch noch in eine ungewisse Zukunft gehen. Wer weiß, was Arques wirklich plant, denn bei Übernahme sahen Werk und Fertigung nicht anders aus als heute.

Am Wochenende zum Kürbisfest

Wenn der Herbst sich nähert, feiert man besonders oft rund um die Kapitale unter der Sparrenburg. Der Berghauser Kürbismarkt beim Städtchen Borgholzhausen (B 68, durch Halle durch und dann Richtung Borgholzhausen) feiert am Wochenende die »größte Beere der Welt«, den Kürbis. Alles dreht sich zwei Tage lang um die fröhlich-bunte und runde Frucht. Am Samstag ist der Markt von 13 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr auf dem Schulten Hof in Berghausen geöffnet.

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Don Dahlmanns Blogsperre

Talsperren kennen wir. Maulsperren auch. Aber der bekannte Blogger „Don Dahlmann“ hat eine andere Sperre. Eine Blogsperre. Das hat nun zwar nichts mit Bielefeld zu tun, aber die Gedanken eines Vielgelesenen wollen wir auch hier mal zur Diskussion stellen. Hier ein entscheidender Auszug, in dem der Held wie weiland Hamlet über „Blog oder Nichtblog“ sinniert:

„Damit meine ich nicht den Umstand, dass sich jemand hinsetzt, etwas aufschreibt und ins Netz stellt. Das halte ich weiterhin für eine Idee, die man nicht verbessern kann. Mir geht es einerseits um die Technik, andererseits darum, was das Ganze überhaupt bringt. Vielleicht liegt meine momentane Abneigung gegenüber der Blogosphäre auch daran, dass ich a) in diesem Jahr ein wenig überarbeitet bin und b) ich eben schon so lange dabei bin. Jedenfalls wundert mich der Zustand und der Umgangston in der deutschen Blogszene. Es gibt einfach zu viele Leute, bei denen man den Gedanken hat, das von Matt und Jörges vielleicht doch Recht hatten. Und es sind zu viele Blogs wie f aufgetaucht, dessen Inhalt anscheinend einfach nur darin besteht, sich als Held darzustellen, um den Menschen mal zu erklären, wie es richtig funktioniert, alleine aus dem Grund, um sich über andere zu stellen zu können. Und es sind zu viele Blogs aufgetaucht, in denen es nur noch darum geht zu nörgeln. Ich habe ca. 250 Blogs deutschsprachige Blogs abonniert, und in vielen geht es zu, wie am Reklamtionsschalter eines schwäbischen Möbelhauses. „Da ist Farbe abgeplatzt!“, „SIE HABEN EINE NUSS ZU WENIG GELIEFERT!!!1!“, „Das nennen sie ein Spaltmaß?“. Es wird genörgelt und es werden andere Blogger mal offen, mal weniger offen beschimpft. Meist mit dem Ziel, mal wieder selber ein paar Klicks zu bekommen. Es geht vielen nicht mehr Austausch, sondern nur daraum eine Meinung zu postulieren und wenn dafür jemanden ans Bein pinkeln muss, dann ist das eben so und der andere hat es auch nicht besser verdient. Das die ersten Abmahnungen zwischen Bloggern aufgetaucht sind, wundert mich zwar nicht, macht mich deswegen aber auch nicht glücklicher, sondern eher panisch, weil wir ja noch Sommer haben und der Herbst/Winter, in dem traditionell mehr im Netz los ist, erst noch kommt.

Wie gesagt, kann ja sein, dass meine Beobachtung auch meiner allgemeinen Müdigkeit geschuldet ist. Aber stelle ich mir halt gerade die grundsätzliche Frage, was ich mache möchte. Microblogging? Eine Art automatisierter Bookmarkfeed? Oder alles vergessen, komplett wieder ins „private“ gehen und ab und an Katzenbilder online stellen? Oder vielleicht alles zusammen? Ach, das geht nicht, weil das „Image“ ja heute wichtig ist. Und man wird ja allerhöchstens als „schrullig“ bezeichnet, wenn man zwischen Bildern, Reiseberichten, Kochrezepten auch mal was über das neue „Links“ schreibt. Um glaubhaft zu sein, muss man sich schon entscheiden. Dabei dachte ich immer, dass Blogs gerade genau das ausmacht, dieser Mix. “

Um den Monatsletzten rum

Immer wenn sich der 29., 30. oder 31. des Monats zeigt, geht etwas Merkwürdiges an den Bielefelder und ostwestfälischen Briefkästen der Finanzämter
vor sich. Menschen fahren langsam auf die Parkplätze, lächeln gequält vor sich hin, steigen matt aus, schlurfen zu einem grauen, weißen oder braunrostigen Kasten mit der Aufschrift „Finanzamt. Briefkasten“ und werfen Briefumschläge ein. Mit spitzen Fingern, so als ob Peer Steinbrück gleich selbst aus dem Kasten sprünge um die Umschläge zu raffen, entledigen sie sich der Unterlagen, Zahlschecks und andere Dinge, die nur ein Finanzminister fordern kann. Jeder andere hätte sich längst die Finger gequetscht an diesen Kästen, denen allesamt ein wenig Farbe gut täte.

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TNS Infratest: MoBiel – Kunden in Deutschland am zufriedensten…..

Laut einer neuen Umfrage von TNS Infratest sind die Kunden des Bielefelder Nahverkehrs MoBiel die zufriedensten in ganz Deutschland. Wie schon 2006. 32 Kategorien wurden abgefragt, 25 Verkehrsbetriebe beteiligten sich bundesweit. Mit einer Anrufaktion wird heute die NW Neue Westfälische Zeitung hinterfragen, wie zufrieden denn Bielefelder Bus – und Bahnfahrer wirklich sind. Da kann man gespannt auf das Ergebnis sein.

Busfahrer im Strassenslalom

Brechen wir mal eine Lanze für die fahrerischen Geschicklichkeiten der Bielefelder Busfahrer. Die lenken ihre Gelenkbusse virtuos durch das Gewirr der Schikanen, bedingt durch eine Fülle von Strassensanierungsmassnahmen, die allesamt seit Jahren überfällig waren. Hier eine Szene aus der Carl-Severing-Straße in Quelle, kurz nach dem zweiten Boxenstop.

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Mit den Vögeln den Sonnenaufgang begrüßen

Aus einer niedlich formulierten Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

VHS-Wanderung: „Im Frühtau zu Berge“

Am Sonntag, 9. September, können Interessierte mit der Volkshochschule von 6.00 bis 9.00 Uhr eine neun Kilometer lange Frühwanderung machen und mit den Vögeln den Sonnenaufgang begrüßen. Die Exkursion führt um Dornberg und durch die Seitentäler des Teutoburger Waldes. Treffpunkt ist Kirchdornberg, Am Tie.

Salbei vom Siggi

Nicht, das sich Gäste angesagt hätten am heutigen Sonntagabend. Aber ein wenig frischer Salbei vom Markt auf dem Bielefelder Siegfriedplatz wird dem Schweinsbraten nebst Rosmarin gut tun. Ansonsten 2,5 Stunden bei kleiner Hitze im Ofen lassen. Dazu sanft geröstete Bratkartoffeln. Die sind aber nicht vom Siggi sondern vom Biobauern des Vertrauens im westlichen Bielefelder Umland. Heißt „slow food“ nicht auch „langsamer essen“? Und was machen die Mälzer-Fans ab Montagabend, wenn er nicht mehr auf der matten Scheibe ab halb 7 erscheint? Fragen über Fragen. Gut, das man sich da mit geistiger Arbeit ablenken kann. Der schweinische Ofengang steht ja erst ab ca 16 Uhr an.

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Morgennebel wallen

Unverkennbar. Die Vorboten des Ostwestfalenherbstes kommen aus der Deckung. Morgennebel über den Wiesen. Die Blumen kippen ins Morbide. Dennoch irrte Rilke in seinem Herbstgedicht: Es bauen momentan noch eine ganze Menge Leute Häuser in der Region.

Bielefeld leuchtet

Mittendrin statt nur dabei!

Unter dem Motto „Bielefeld leuchtet“ verwandelte das Filmhaus die Bielefelder Innenstadt am Freitag, dem 24. August 2007, ab 20 Uhr in ein großes Kino. Ausgestattet mit einer Leinwand, Filmprojektor und Tonanlage zog das muntere Filmvolk bei bester Wetterlage durch die City und projizierte ausgesuchte Kurzfilme von regionalen Filmemachern Open Air an markanten Plätzen.

Startpunkt für das Wanderkino ist das Filmhaus Bielefeld.

triple|G|concepts zeigt Bilder vom mobilen Kino:

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Glatt wie ein Kinderpopo: die Gütersloher

Sie beginnt fast noch in Mitte Bielefelds, zieht sich dann durch Ummeln und kilometerlang fast schnurgerade ins benachbarte Gütersloh. Felder, Autohäuser, ein Recycling-Punkt und die Goldbeckschen Werkhallen nebst einem großen Mineralbrunnen-Unternehmen liegen am Weg. Die Straße hat einen neuen Belag, jetzt fehlen nur noch die Fahrbahnmarkierungen.

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Das Jammern der Region OWL

Es ist noch nicht lange her, als uns die Region Ostwestfalen-Lippe mit Bielefeld als Hort der Glückseligkeit dargestellt wurde. „Zukunftsregion“, „Blühende Betriebe“. Nun hebt ein großes Jammern an. Es fehlen angeblich Ingenieure und Facharbeiter. Es fehlen Arbeitende im Handwerk. Tja, dumm gelaufen. Als die große Abwanderungs- und Entlassungswelle rollte, hat man lieber das Eingesparte eingesackt, anstatt in das Wertvollste – die Mitarbeiter – zu investieren. Ältere Mitarbeiter möchte man allerdings immer noch ungern einstellen. Angeblich seien sie nicht „auf dem neusten Stand“. Ach ja. Wie wär´s denn mit Qualifizierung? Kostet Geld? Lieber schielt man zur Tafelrunde des Kanzleins (Gestrige Version in der BILD) und hofft auf Arbeitskräfte aus dem Ausland. Ob das der richtige Weg ist?

Voll die Dramatik

Die Fangebete wurden offenbar erhört. Zum Samstagspiel gegen die Hertha scheint der Unterrang der Osttribüne zu stehen. Sieht auch besser aus und gibt der Akustik so einen richtig starken Betonkick. Inspiriert hoffentlich auch die Arminenabwehr.

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Screenshot von der Arminia-Webcam von heute

Am Wochenende seifen die Kisten wieder

Dazu schreibt Bielefeld-Marketing in einer Pressemeldung:

Rasante Kisten, tollkühne Fahrer, ein harter Kampf um Ruhm und Ehre: Bereits die Premiere des Sparkassen Seifenkisten-Derbys im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Die Fortsetzung erfolgt an diesem Wochenende im Bielefelder Johannistal.

Gestartet wird am Samstag nach der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Detlef Helling um 10.30 Uhr. Dabei stehen an diesem Tag Originalität, Witz und Spaß im Vordergrund. Beim Einzel- und Firmen-Cup gewinnt nicht unbedingt der Fahrer, der am schnellsten das Ziel erreicht. Für Kreativität und Ausgestaltung vergibt eine Jury B-Noten und die können letztlich über den Sieg entscheiden.

Am Veranstaltungs-Sonntag geht es hingegen rein sportlich zu! Ab 11.30 Uhr werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Seifenkisten-Derby e. V. die offiziellen Qualifikationsläufe zur Deutschen Meisterschaft (Junior- und Seniorklasse sowie Elite XL) ausgetragen; in allen Disziplinen werden dann noch die Bielefelder Stadtmeister 2007 ermittelt.

Aus Anlass der Veranstaltung wird das Johannistal von Freitag, 24. August, ab 19.00 Uhr bis einschließlich Sonntag, 26. August, 23.00 Uhr, zwischen Uhlandstraße und Dornberger Straße gesperrt. Da nur begrenzt Parkplätze auf dem Johannisberg zur Verfügung stehen werden die Besucher gebeten, das ÖPNV-Angebot von moBiel in Anspruch zu nehmen und per StadtBus (Linie 24) zum Veranstaltungsgelände zu fahren.

Detaillierte Informationen zum 2. Sparkassen Seifenkisten-Derby gibt es auf der www.bielefeld.de!

Kein neues Kohlekraftwerk für Bielefeld

Monatelang ging das politische Gezerre um ein neues Bielefelder Kohlekraftwerk in Bielefeld hin und her. Gestern nun wurde ratzfatz entschieden, die Pläne aus Kostengründen komplett abzusagen. Die Grünen feierten es als Bestätigung ihres „Widerstandes gegen klimaschädliche Planungen“, die CDU wartete eher ab, die SPD war für ein „Dreieck aus Versorgungssicherheit, ökologischen Zielen und Wirtschaftlichkeit“. Fakt ist aber, das Bielefeld sich Gedanken machen muss, wo sein Strom zukünftig herkommen soll und wird. 2012 jedenfalls sind die bisherigen Kohlekessel des Bielefelder Kraftwerkes am Ende….. Bielefeld wie fast immer. Langes Denken, keine Entscheidungen. So können sich jetzt alle im Rathaus in die Arme fallen. Ach ja, Wahlvolk gibts ja auch noch.

Es saugt und bläst der Heinzelmann…

Jaja, manchmal muss der Sauger auch in die Autos rein. Und bei vielen zahlt man fürs aussaugen dürfen 50 Cent oder 1 Euro. Bei den großen Waschstrassen gibts das als kostenlose Zugabe. Aber man hat solch eine Fabrik ja auch in Bielefeld nicht immer umme Ecke. Das Schröder-Team (Audi/VW/Skoda) setzt jetzt solch ein Ding an die Ecke Gütersloher Straße/Südring.

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Ideen zum Thema Kesselbrink

Der 28jährige Architekt Fabian Hörmann – Ehemaliger des Ratsgymnasiums – hat sich in der heutigen Ausgabe der NW Neue Westfälische Zeitung Gedanken zu einem Dauerbrenner Bielefelds gemacht: dem Kesselbrink. Ein luftiger Entwurf, ähnlich „La Grande Arche de la Defense“ in Paris, könnte eine neue städtbauliche Dominante des zentralen Platzes darstellen. Angeblich arbeitet die Bauverwaltung der Stadt zur Zeit an einem Konzept, wie der Platz besser genutzt werden kann. Im September oder Oktober soll die Öffentlichkeit mehr erfahren. Die wartet allerdings schon Jahrzehnte auf Ideen aus dem Rathaus.

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