Archiv für den Monat: Juli 2007

Kran für Altherrenriege

Jetzt gilts, tapfer zu sein, meine Herren. Lungenbrötchen einstecken, Digicam nehmen und dabei sein. Die Presse der Stadt Bielefeld meldet:

Bahnhofstraße wird kurzzeitig gesperrt

Am Donnerstag, 2. August, wird die Bahnhofstraße (Fußgängerzone) erneut in Höhe des Hauses Nummer 10 (Peek & Cloppenburg) zwischen 5.00 und 8.00 Uhr wegen Kranarbeiten gesperrt. Der Lieferverkehr kann jeweils bis zur Baustelle fahren. Fußgänger können die Arbeitsstelle immer passieren.

Essen vor den Toren der grossen Stadt

Es gibt nicht nur innerhalb der alten Stadtmauern Bielefelds gute Restaurationen sondern auch ausserhalb. Zum Beispiel in jenem Dorf, das direkt an Bielefeld-Quelle anschliesst: Steinhagen. Das durch seinen Wacholderschnaps (Steinhäger) recht berühmt gewordene 20.000-Seelengemeindchen beherbergt z.-B. die „Alte Schmiede“, deren Küche sich durchaus mit dem Schlichte-Hof in Quelle oder anderen bekannten Bielefelder Etablissements messen kann.

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Power-Ernstens Glasgrösse

Zuerst schrub es „Sport-BILD“, dann gings flott durch die Gazetten. Power-Ernst Middendorp, Cheftrainer der Arminen hat mal wieder sein Spezialglas mit „drei Gläsern Wein“ auf dem Flughafen Zürich füllen lassen, weil er lange auf den Weiterflug nach Johannesburg warten musste. Angeblich schwankend legte er sich mit den Flugbegleitern an, wurde lautstark und bekam die rote Karte. Die Nacht verbrachte er nicht schlafend am Steuer eines Mercedes sondern in der Flughafenhalle. Das liegt aller nur an der Grösse seines Spezialglases. Hier links ein Normalglas, rechts Ernstens Glas Chardonnay. Kein Wunder. Gläser wechseln, Ernst. Am Samstag beim Stadionfest einfach mal Milch probieren. Die machts auch.

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Gewissen entlastet?

Sie stehen auch in Bielefeld an vielen Ecken, die Altkleidercontainer. Ob der, der draufsteht, wirklich das bekommt, was man einwirft, ist fraglich. Aber Kleidung einwerfen soll ja das Gewissen entlasten. Die gute Tat, sie steht im Raume. Bis man dann in einschlägigen Foren mal wieder auf solche Fakten trifft:

Altkleidersammlungen

1. Problematik
Rund eine Million Tonnen Altkleider fallen pro Jahr in Deutschland an. Etwa 500.000 Tonnen davon werden über Sammlungen erfasst. Im Durchschnitt gibt jeder Bundesbürger 16 Kleidungsstücke jährlich zur Straßensammlung oder in einen Altkleidercontainer. Die meisten Menschen haben dadurch ein gutes Gewissen. Doch was passiert mit den alten Sachen? Erfüllen sie wirklich einen guten Zweck?

Die Verwertung der Alttextilien hat sich in den letzten Jahren zu einem lukrativen Geschäft entwickelt: 1998 haben deutsche Firmen für den Export von 251.843 Tonnen Altkleidern einen Erlös von 341 Millionen DM erzielt.

Mit Slogans wie ”Der Umwelt zuliebe” oder ”Sammlung für einen guten Zweck” versuchen die verschiedenen Sammler an unsere abgelegten Kleider heranzukommen. Nur ca. 15 Prozent der ”alten Sachen” kommt direkt Bedürftigen zugute. Das meiste der ausgemusterten Garderobe wird überwiegend von gewerblichen Firmen – auch im Auftrag großer gemeinnütziger Organisationen – gesammelt und gewinnbringend verkauft; dies ergab eine bundesweite Befragung der Verbraucher-Zentralen im Jahre 1997 von 260 karitativen und gewerblichen Sammlern. Dabei stehen karitative Hilfsorganisationen und kommerzielle Unternehmen in Konkurrenz zueinander.

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Das hamse in Berlin gelernt

Arminia Bielefeld vermeldet auf seiner Webseite, man habe „200 Steine zu verkaufen“ . und schreibt dazu:

200 Originalsteine wurden beim Abriss der Osttribüne fein säuberlich bei Seite gelegt, auf schicken blauen Samt drapiert und einzeln verpackt. Ab sofort kann man sie in der Geschäftsstelle des DSC Arminia Bielefeld zum Preis von 5,00 Euro erwerben.

Der DSC möchte damit nicht nur 200 Fans eine Freude machen, sondern aus Altem auch wieder Neues entstehen lassen. Von jedem verkauften Stein gehen 2,50 Euro an Arminias Kooperationspartner Deutsche Welthungerhilfe, der damit Straßen- und Waisenkindern in der ghanaischen Hauptstadt Accra unterstützt.

Ach, deshalb hörten die Anrainer der hinter der ehemaligen Osttribüne liegenden Melanchthonstraße nächtelang das klopfen der Mauerspechte?

In „Wino“ veritas

„Wino“ Winokurow bei der „Tour der Apotheken“ in Frankreich gedopt, Sinkewitz gedopt, das gelbe Trikot unter Verdacht. In Bielefeld, eine kleine Hochburg des Radsports, verfolgt man die Ereignisse besorgt. Hat man doch mit Dominic Klemme den Deutschen Straßenmeister der U 23 und weitere gute Talente hier. Und in Bielefeld-Heepen liegt mit der Radrennbahn ein traditionsreicher Ort.

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In „Wino“ veritas oder eher Dopingflasche leer?

Grausamkeit in Bielefeld!

Am Donnerstag, den 19.07.2007 trank ich einen Kaffee auf dem Balkon bei einer guten Freundin, in Babenhausen bei Dönnekes.

Kurz nach 14.00 Uhr guckte ich zufällig über das Gelände auf den Bus, der gerade anhielt.

Als er gestoppt hatte, stürmte ein 10-12 jähriger Junge hinter ihm raus, der ohne einen einzigen Blick auf den Verkehr zu werfen, über die Straße lief.

Leider kam aber ein Auto entgegen. Zum Glück ziemlich langsam, ich schätze 30 oder 35. Die Fahrerin reagierte prompt, aber ihre Vollbremsung war vergeblich. Sie hatte keine Chance ihn auszuweichen und erfasste den Jungen, der einen Purzelbaum über die Haube machte und mit einem Schrei neben dem Wagen aufprallte.

Alles blieb stehen..

Außer dem Jungen!

Wie von 1000 Volt gestochen sprang er auf die Beine und völlig orientierungslos setzte er seine Überquerung fort, überlegte, dass seine Einkäufe noch immer mitten auf der Strasse lagen, wollte doch zurück zur Haltstelle oder vielleicht doch weiter; oder doch nicht oder zurück..

Es war furchtbar sich es anzusehen!

Schließlich erreichte er, der Bürgerstein unweit der Bußhaltstelle und blieb erstmal stehen.
Und dann passierte das Grausamste. Der Bus fuhr wieder an. Der Wagen hinter ihm, auf welchem der Junge um ein Haar fast gelandet wäre auch. Der Fahrer war offensichtlich genervt, dass die Milch und Butter noch immer auf der Strasse lagen und dass er sie umfahren musste.

Als ich unten angekommen war, saß der Junge schon in dem Auto, das ihn angefahren hatte und eine sehr nette, höchst schockierte Fahrerin sagte mir, dass sie ihn nach Hause bringe.

Ich fragte Sie und ihr Gesicht war Kreide bleich:
Kein Mensch hatte sich erkundigt oder seine Hilfe angeboten.
Kein einziger Wagen der langen Schlange hatte angehalten.

Bielefelder Grausamkeit!!

Bielefeld. Amtlich.

Aus einer Pressemeldung der Stadt Bielefeld:

Soeben ist die 17. Auflage des „Amtlichen Stadtplanes“ neu erschienen. In bewährter Qualität bietet die Karte ein komplettes Bild von Bielefeld mit allen Änderungen der vergangenen drei Jahre. Redaktionsschluss war Ende Mai dieses Jahres. Vorgegriffen auf den Herbst 2007 wurde bei den Verkehrslinien der moBiel GmbH: Die umfangreichen Änderungen, die erst mit dem Fahrplanwechsel im Oktober umgesetzt werden, sind bereits im Stadtplan dargestellt. Das informative Begleitheft mit dem offiziellen Straßenverzeichnis und vielen nützlichen Angaben wurde ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht.

Durch die redaktionelle Mitarbeit des Teutoburger-Wald-Vereins sind zahlreiche Änderungen am Wanderwegenetz aufgenommen worden. Das komplette Wegenetz – mehr als 550 Kilometer – wurde aktualisiert und im Begleitheft beschrieben. Neu ist zum Beispiel der Lämmerweg, der auf seiner Route über 20 Kilometer Wissenswertes über die Schafbeweidung vermittelt. Der Stadtplan ist weiterhin die einzige Karte von Bielefeld, die alle Wanderwege – vom Rundwanderweg bis zum Bezirkswanderweg – darstellt. Somit ist der „Amtliche Stadtplan“ ein idealer Begleiter für alle, die das Bielefelder Stadtgebiet zu Fuß erkunden möchten.

Der Stadtplan ist nun auch für 15 Euro als Wandkarte erhältlich, versehen mit Metallleisten und einer Aufhängung – allerdings nur beim Vermessungs- und Katasteramt. Durch die Darstellung von Hausnummern eignet er sich besonders gut als Planungs- und Organisationskarte für viele Zwecke. Es ist auch möglich, individuelle Kartenausschnitte beim Vermessungs- und Katasteramt in beliebiger Größe anfertigen zu lassen, die als Farbplot oder Datei kurzfristig geliefert werden können.

Der „Amtliche Stadtplan“ ist druckfrisch für 4,95 Euro im Buchhandel, bei der Tourist-Information und beim Vermessungs- und Katasteramt im Neuen Rathaus, 3. Etage, Flur C, Zimmer C 300, erhältlich. Außerdem gibt es den Plan bei den Bürgerberatungen in allen Stadtteilen, beim ServiceCenter moBiel in der Stadtbahnhaltestelle „Jahnplatz“ und im moBiel Haus am Niederwall 9

Das Wetter?

Es regnet Bindfäden. Es wäscht die ostwestfälischen Seerosen sauber. Und es ist dunkel wie an einem Novembermorgen. Bielefelder Regenlochwetter eben. Dabei stimmt das mit dem vielen Regen hier ebenso wenig wie es die Stadt angeblich nicht gibt. Ich habe sie eben noch gesehen, wie sie hinter einer Regenwand verschwand.

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BfB entdeckt den Neumarkt

Die im Rat der Stadt Bielefeld vertretene BfB Bürgergemeinschaft ist nach Jahren des Neumarktumgehens nun im Rahmen eines Schnatganges („Begehung“) auch auf dem wundervollen Bielefelder Neumarkt angekommen. „Entsetzt“ ist man allerdings über den Zustand dieses Kleinodes städtebaulicher Kunst, das sich in fast spätgotischer Kathedralenhaftigkeit hinten an die Alte Post anschmiegt, die ebenfalls vor sich hingammelt. Vielleicht sollte die Stadt die Bagger kommen lassen, im Abreißen sind die Lenker der Teutometropole doch in der Vergangenheit weitaus schneller gewesen als in der Neuansiedlung oder Bebauung. Wir schruben ja schon häufig hier darüber. Der Bürger allerdings denkt sich sein Teil und fragt sich, was im Rathaus denn so städtebaulich geplant wird. Ach ja. Ein Autohof auf ehemaligem Senneseegelände. Wird zwar noch heiß dementiert, aber wie wir Ortwin Goldbeck von Goldbeck-Bau kennen, sitzen seine Zeichner in Ummeln längst an Plänen. Unbestätigten Berichten zufolge soll das Ganze stark dem Neuen Bahnhofsviertel Bielefelds ähneln.

Wieder 2 Jahre Ruhe

Auch der Kleinste musste zum Bielefelder TÜV. Zum Glück war´s da ganz leer und es ging ganz fix. „0 Fehler“ Und fast 80 € los. Deutschland wird irgendwie immer teurer. Vor allem bei den Pflichtveranstaltungen wie essen, trinken und TÜVen. Laut Kanzleuse ist das der „Aufschwung“. Klar. Fragt sich nur für wen und wo. Kann aber auch sein, dass er in Wirklichkeit unsichtbar ist und sich gut versteckt.

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Du Mama……..

Begeistert stand der vielleicht Fünfjährige vor dem roten Bielefelder Feuerwehrauto auf dem Parkplatz an der Gütersloher Straße. „Mama ist das wirklich ein echtes Feuerwehr-tatü-ta-taa?“. Die vielleicht 25 jährige Mutter zögerte keine Sekunde mit der Antwort: „Torben-Hermann, das siehst Du doch. Da oben steht real“.

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Politischer Hickhack um Umweltdezernat

Die Oberbürgermeisterwahlen finden erst 2009 in Bielefeld statt. Schon gibt es im Vorfeld Hickhack, weil die Parteien sich im Machtspiel in Stellung bringen. So schlägt der SPD-Fraktionsvorsitzender Piet Clausen vor, das Umweltdezernat wieder einzurichten und will damit wohl ein Signal Richtung Grüne schicken. BfB-Fraktionsführer Ralf Schulze hält das für „durchsichtig und enttäuschend“. Aber ist heutige Politik nicht ohnehin so, schaut man sich die Zahl der Nichtwähler und die Wahlbeteiligung an….. Schlagen wir einfach ein unscharfes Ei drauf. Oder zwei.

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Milde 21 Grad

Sonne, leichter Wind. Ideale Bedingungen hier in Ostwestfalen, gegen Mittag Formal 1 zu gucken und sich danach darüber zu ärgern, dass von GEZ-Gebühren zwangsfinanziertes ARD/ZDF Zensur ausübt, indem die Tor de France nicht übertragen wird. Als ob zwei Chefredakteure damit etwas gegen Doping ausrichten können. Aber Fußball und Olympia werden übertragen? Wie auch immer: Schönen Sonntag!

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Kommendes WE Sparrenburgfest

Vom 27. bis 29. Juli geht wieder das mittelalterliche Spektakel auf der Bielefelder Sparrenburg über die Bühne. Das Spätmittelalter mit Gauklern, Händler, Spielleuten und Musikern, Marktständen und Marketenderinnen aufersteht und es wird knackenvoll da oben. Also: Auto unten stehenlassen und raufsteigen auf Sparrenburgs Höhen. Rund 50.000 Besucher werden erwartet.

wenn ich einen preis vergeben könnte,

für die lustigste deutsche bürgerinitiative, so bekäme sie die bielefelder interessengemeinschaft gegen die tierpension der aids-hilfe.
vollkommen politisch korrekt erläutert man der NW, dass man selbstverständlich nichts, gegen mit dem virus infizierte menschen habe. ja nicht einmal etwas gegen deren tiere und auch nicht gegen jene tiere, die dort etwas geld einspielen könnten.
lediglich bei hunden höre der spaß auf. drohe doch die gegend mit fäkalien und gebell verseucht zu werden. besser sei es, man reduziere sich auf die verpensionierung von katzen und kaninchen.
offenbar haben die teilnehmer der BI (hier: Bürger-Initiative, nicht ortsansässiges Kennzeichen) nächtens noch nie katzen schreien gehört.
naja…. wir haben ja nichts gegen Bürgerinitiativen nur sinnvoll sollten sie halt schon sein.