Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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So
17
Jun '07

Grönemeyer hat ja so recht

Ein Stück vom Himmel,
ein Platz von Gott,
ein Stuhl im Orbit,
wir sitzen alle in einem Boot!
Hier ist dein Haus,
hier ist was zählt.
Vom Du bist überdacht
von einer grandiosen Welt.

Und so sah der Himmel über Ostwestfalen heute um 15:39 Uhr aus.

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Viel zu schnell alle

Sie hat Kaffeebesuch aus Münster. Er bekommt dann immer ein Stück vom leckeren gedeckten Apfelkuchen mit Sahne. Warum der auf einem Sohnemannteller serviert wurde, weiß er aber nicht. Bielefelderinnen verraten nicht alles. Auch dem Liebsten nicht.

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Drittgrößter Friedhof Deutschlands

In Vielem ist die Weltstadt am Teutoburger Wald nicht grad mit vornedran sondern eher grad mal nur so dabei. Bei den großen Friedhöfen aber spielt der Sennefriedhof mit knapp 100 Hektar Größe in den Toprängen der deutschen Bundesliga der Ruhestätten. Da können nur Hamburg und München mithalten.

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Als ob sie auf Godot warten

Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ach ja.

Nun heißen diese Bielefelder Stühle zwar nicht Estragon und Wladimir, wie in Samuel Becketts Theaterstück. Aber es erging ihnen heute oft so an diesem durchwachsen-wettrigen mal Regen-mal-Sonne-mal-Wind-Sonntag bei 18 bis 20 Grad. Es fanden sich einfach nicht genügend aushäusige Hintern, sie zu besetzen.

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17. Juni: Der Mantel der Geschichte weht

Sogar bielefeld.de widmet dem heutigen Tag eine Erinnerung. Lesen wir mal rein:

“Der Anlass war die Verschlechterung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lage, die durch eine im Mai verfügte Arbeitsnormerhöhung um 10% noch verschärft wurde. Am Morgen des 17. Juni 1953 legten Arbeiter im ganzen Land die Arbeit nieder. Demonstrationszüge formierten sich. Zentren waren neben Berlin noch Halle, Leipzig, Merseburg und Magdeburg. Nach Schätzungen beteiligten sich zwischen 400.000 und 1,5 Millionen Menschen.

Um 13 Uhr wurde in Berlin der Ausnahmezustand ausgerufen, die Sektorengrenze weitgehend abgeriegelt, 600 Panzer rückten aus. Landesweit wurden 16 Divisionen der Sowjetarmee mobilisiert, um die Demonstrationen zu beenden. Zwischen 50 und 125 Menschen kommen ums Leben. Tausende Protestler kamen vorübergehend in Haft, 1526 Angeklagte vor Gericht. 2 Personen wurden zum Tode verurteilt. Während die DDR-Regierung von einem durch westliche Geheimdienste inszenierten “faschistischen Putsch” sprach, bewerteten westdeutsche Politiker die Aufstände als den Willen der ostdeutschen Bevölkerung zur Freiheit und zur deutschen Einheit.

Der 17. Juni wurde in der Bundesrepublik Deutschland am 4.8.1953 als Tag der Deutschen Einheit zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Seit 1990 fällt dieser Feiertag auf den 3. Oktober, zur Erinnerung an den Beitritt der 5 neuen Länder zur Bundesrepublik Deutschland.”

Ob noch viele Ostwestfalen daran denken?