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Von links: “Schönheitsfarm” auf der Detmolder Straße gegenüber dem Landgericht. Mitte: Der Durchblick von der Niedernstraße zum Alten Markt. Rechts: Seitenportal des Theaters am Markt.
Die August-Bebel-Straße, Blickrichtung Detmolder Straße. Hier finden sich Kleingewerbe, Kreative, Kneipen in schöner Eintracht bunt gemischt. Ein gewisser Franz Müntefering würde es wohl heute als “Prekariatsecke” bezeichnen, obwohl hier sicher Wurzeln der Deutschen Sozialdemokratie klassischer Prägung liegen.
Nachdem die Freiräume der AbhängigenRaucher vom wahnsinnig vorsorglichen Vater Staat immer mehr eingeengt werden, gibt es ein paar letzte Bastionen, die trotzen. Hier an der Arthur-Ladebeck-Straße gegenüber dem Marktkauf Nr.1 treffen sich heimlich kurz vor Geschäftsschluß die Tabakjunkies und kaufen ihren Vorrat, den sie neutral verpackt in der MoBielbahn nach Hause karren. Demnächst aber, so hört man, werden Tabaksheriffs in braunen Overalls eingesetzt. die das Treiben eindämmen sollen. Dann heißt es: “Tabaksteuer dürfen Sie natürlich bezahlen, die Ware bleibt aber hier. Tabak tötet Leben”. Komisch, aus dem grünen Warenhaus gegenüber werden ganze Schnapsberge herausgefahren. Ja, es soll sogar Jugendliche geben, die sich damit die Kante geben. Tötet Allohol in Mengen nicht auch?
Der Affe – Symbolfigur des Trikotagenherstellers Trigema – auf dem Dach des Bielefelder Outlets an der Eckendorfer hat einen grandiosen Ausblick: Direkt vor ihm ein Erotikmarkt, dahinter eine Bulettenbraterei mit dem güldnen “M”. Womit mal wieder alles abgedeckt ist: Voyerismus, Sex und das Fressen, Verzeihung Essen. Braucht der AffeMensch mehr? Ja, viellleicht noch ein deutsches Trigemachen, das wenigstens in hiesigen Landen hergestellt wird und nicht in chinesischen Kesseln von Kindern in Chemobrühe gerührt wurde.
Wie mehrmals beschrieben, wurde im Dezember 2006 das Mantelhaus in der Niedernstraße für 5,1 Millionen Euro an die Berliner Hapag versteigert. Das Geld, bestimmt für die Gläubiger, wurde niemals gezahlt. Immer wieder erzählte die Sparkasse Bielefeld als Hauptgläubigerin, “das Geld fließe jetzt”. Nichts tat sich, nun soll erneut zwangsversteigert werden. Da bleibt doch die Frage unbeantwortet, welches Forderungsmanagement diese Sparkasse eigentlich betreibt. Jedem Kleinstkreditnehmer oder Mittelständler hätten die nadelbestreiften Damen und Herren aus der Schweriner Straße blitzschnell das Messer an die finanzielle Gurgel gesetzt. Hier, wo es um Millionen geht, verbleibt nur dümmliches Achselzucken….. Eine eventuell erst in ein paar Monaten anzusetzende neue Versteigerung kann natürlich auch erheblichen Verlust an Anlegergeldern von Sparkassenkunden bedeuten. Denn die stehen mit ihren Einlagen für wenig Zinsen hinter dem Apparat.







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