Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mai '07

Wunsch und Wirklichkeit

Keine zehn Grad hier heute am Teutoburger Wald. April und Mai haben offensichtlich die Kalenderplätze getauscht. Da ist einem eher nach Glühwein denn offenem Cabrio.

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Nicht vergessen!

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Keine Sahnetrüffel mehr am Gehrenberg

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In der Vergangenheit zog er immer mal wieder die Runde über den Bielefelder Gehrenberg in der Altstadt, um ihr “Weisse Sahnetrüffel” von Leysieffer aus dem kleinen Geschäft “Pralinen und Präsente” mitzubringen. Das ist nun Geschichte. In die Lokalitäten wird ein “kleines gemütliches Bistro” einziehen, wovon Bielefeld ja bekanntlich keine hat (Scherz!) .

Ansonsten tut sich in der Gastro-Szene noch was: eine Nichtraucherbar “Sonderbar” am Hauptbahnhof (Nein, es wurde nicht “Tüte” getauft) und die “Rincon Latino Restaurant Bar” an der August-Bebel-Straße sind neu.

In der Welthauptstadt der Brachflächen ist zumindest die Lokalszene aktiv. Aber ob sie sich alle rechnen?

Schlauchboote nach Schalke

Dieser Tage kann man auf der Autobahn bei Gelsenkirchen nahe der SchalkeArena tausende von Tiefladern mit dem polizeilichen Kennzeichen “S-NM 2007″ (Stuttgart-NeuerMeister 2007) beobachten. Alle sind sie mit Schlauchbooten beladen, die hübsche Namen wie “Maultäschle” oder “Trollinger” tragen. Kommender Samstag, 19. Mai 2007 jährt sich jener Tag, der 19. Mai 2001, als Schalke für vier Minuten und 40 Sekunden Meister war. Woraus dann auf ewig der “Meister der Herzen” wurde.

Diesmal kommts noch anders. Arminia Bielefeld spielt beim “gefühlten Meister” und der VfB Stuttgart zeitgleich daheim gegen Energie Cottbus. Bis 1 Minute vor Spielschluß wird es in Stuttgart 0:0 stehen und Schalke 1:0 gegen die Arminen führen. Am Rande des Spielfeldes liegen ruhig die Boote. In der 91. tritt Jörg Böhme von Arminia (ehemals Schalker) zum Freistoß an und jagt den Ball final in die Maschen. 1:1. Stuttgart Meister. Wenige Sekunden später rauscht und gluckert es von den Schalker Rängen, ein Sturzbach aus tausenden von Tränen überflutet die SchalkeArena, die Schlauchboote aus den Werkstätten von Daimler ohne Chrysler und Porsche liegen satt im Tränenmeer. In einem mit dem schönen Namen “Neckarlerche” steht aufrecht Rudi Assauer, stakst wie ein Gondoliere. In der rechten ein frisches Veltins. Als seine Lebensgefährtin Simone T. ebenfalls ein Schlauchboot mit dem Namen “Wieder nicht” besteigen will, ruft der ehemalige Schalke-Macher ihr zu: “Nur gucken. Nicht anfassen”. Aus Stuttgart hört man, der Himmel habe seine Schleusen geöffnet und lasse es Millionen Spätzle regnen.

Die weiter erstklassigen Arminen stehen oben auf dem letzten Rang und gucken auf das Schauspiel. “Déjà vu auf Schalke”.

Nachtrag am 18. Mai aus aktuellem Anlaß: “Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es viel ernster ist!” (Bill Shankly, ehemaliger Coach des FC Liverpool)