Wenn am Abend des 6. Juni um 18 Uhr die Kirchenglocken auch in Bielefeld und Umgebung läuten, ist nicht “scho´ Weihnachten”. Zeitgleich eröffnen der G 8 Gipfel in Heiligendamm und der Kirchentag in Köln. Die Mecklenburgische Landeskirche errichtet einen “Heiligen Damm des Gebetes” und in Bielefeld gibt es in vielen Kirchen ein “8-Minuten-Gebet”. Ob´` s hilft, den 8 Eingeschlossenen hinter dem Heiligendammer Zaun (”Niemand hat vor, in Deutschland eine ZaunMauer zu errichten”) Vernunft, Umweltverantwortung, Eingebung, Charakter, Nachdenken, Moral, Sinnhaftigkeit, Klugheit zu senden? Eher nicht. Dazu werden die Sterneköche im Grandhotel zu feine Sachen anrichten…..
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Da hat die Dame des Hauses heut Morgen an der Stilblüte aus der NW Neue Westfälische mal wieder ihren Spaß gehabt. “nehme….” Ja nun, is halt Umgangssprache, Alder, ne?
Verwunderung im Anzeigenteil der NW: eine türkisch getextete Anzeige für Mercedes-Transporter. Ob die eine spezielle Döner-Kupplung haben?
“Tiefschwarze Zahlen”, so der Vorstands-Chef der Edeka-Hamburg, schrieb 2006 die Bielefelder Marktkauf-Gruppe. Verwundert reibt man sich die Augen, wenn man weiter über die Edeka-Tochter liest, sie sei aber “nicht so profitabel wie der sonstige Edeka-Einzelhandel”. Klar, ist ja auch Großfläche. Und dann der Hammer: vermutlich kostet die Denkweise - Richtung “Konzernumbau” - der Edeka-Kaufleute, denen die Edeka-Gesamt gehört, hier in Bielefeld rund 500 Menschen den Job. So wird dann der Lebensmittel-Verticker, der einst als “Weißer Ritter” zur Abwehr der Übernahme der Marktkauf-Gruppe durch Andere ins Haus geholt wurde und die Lebensmittel-Distribution übernahm, nachträglich zur Heuschrecke. “Tante Emma”. wie Edeka früher genannt wurde, hat jetzt Kapitalismussensen an den Ellenbogen. Oder hat das mit der stets beschworenen Globalisierung zu tun, die auch im fernen China Lebensmittelverkäufer für 1 Euro die Stunde schuften läßt? Eher wohl nicht. Es ist schlicht und einfach “maximiertes Gewinnstreben”. Oder auf gut Deutsch: Den Rachen nicht vollkriegen…..
Der Juni steht vor der Tür. Der Sommer kommt. Nach den Regengüssen der vergangenen Tage scheint heute in OWL die Sonne bei moderaten Temperaturen. Durchaus legitim, die Fontäne im Teich mal ein wenig springen zu lassen….
Joachim Bünemann, ostwestfälischer SPD-Poilitiker und vom Landgericht Detmold wegen “Vorteilsnahme” zu einer Geldstrafe von EUR 7800 verurteilter Noch-Vorsteher des Landesverbandes Lippe soll, geht es nach dem Willen seiner hiesigen Mitgenossen, “auf einen Posten wechseln, wo er halbwegs das Gesicht wahren könne” (NW Neue Westfälische Zeitung von heute).
Ttstststs. Nehmen wir mal an, ein Abteilungsleiter einer Firma XY hat zu Lasten seines Unternehmens Freunde und Kinder zu Parties eingeladen, die er dann nicht bezahlt. Was passiert? Gesicht wahren? Da kriegen die Hühner das große Lachen. Mit Schimpf und Schande ab zu den wunderbaren Weiden im Staate Hartz IV, ein mieses Zeugnis und ein - für allemal weg vom Fenster.
Man darf sich wirklich nicht wundern, wenn die Mehrheit der Bevölkerung angesichts der Seilschaften, Machenschaften und Kungeleien gewisser Kreise keine Lust mehr auf Politik oder Wahlen hat. Was wiederum die stärkt, die öffentliche Ämter für ihre Zwecke mißbrauchen.
Nehmen wir mal an, Sie sind ein Bielefelder 3-Personenhaushalt und haben einen Tagesverbrauch von 375 Litern. Dann zahlen Sie im Jahr 169,15 Euro mehr als ein vergleichbarer Haushalt im bayerischen Ingolstadt (deren Wasserwerke sind bundesweit günstigster Anbieter). Das geht aus einer von Spiegel-Online veröffentlichten Tabelle der deutschen Wasserpreise hervor. Dabei liegen die ostwestfälischen Großstädte Bielefeld und Paderborn sogar noch im deutschen Mittelfeld. Laut Stadtwerke Bielefeld habe der Preis des hiesigen Wassers damit zu tun, daß es zum größten Teil aus der Senne komme, stark kohlensäurehaltig sei und bis nach Paderborn transportiert werden müsse……
Generell ist aber wohl anzumerken: Wasser ist in Deutschland ein glänzendes Geschäft mit excellenten Aussichten….
In Hamburgs “Altem Land” hat der starke Regen Kirschen zum Platzen gebracht. Das heißt: Ab in die Schnapsbrennerei. Wenn es auch hier so weiter regnet, fällt die Ernte wohl ins Wasser. Wobei den Bauern Ostwestfalens bewußt ist, daß mengenmäßig ohnehin nicht viel zu holen ist in 2007. Das Bestäubungs-Wetter war nicht gut für die Bienen. So bleiben leider dann doch wieder nur die Kunstkirschen……
So langsam gerät Ostwestfalen-Lippe unter Wasser. Es gießt aus Kübeln. Schlechte Zeiten für Bikini-Verkäufer. Ob man gegen die Fluten einen Heiligen Damm errichten sollte?
Klatschnass. Gesehen auf einer Wiese nahe Bielefeld-Dornberg. Es gibt noch mehr davon, aber sie werden die Regengüsse nicht lange überleben, die zarten Dinger.
Regen. Ansonsten nichts wesentlich Neues aus Ostwestfalen. Schöne Restpfingsten.
Der Nachtigall Pfingstgesang
von Friedrich Rückert
Zu Pfingsten sang die Nachtigall
nachdem sie Tau getrunken;
die Rose hob beim hellen Schall
das Haupt, das ihr gesunken.
…. wie viele Menschen hier in Ostwestfalen wissen wohl um die Pfingst-Bedeutung ?
Wie kommt man beim Anblick dieses Bildes vom Bielefelder Südring bloß darauf, das sich die Wägen auf der Autobahn A 2 Richtung Hannover mal wieder besonders am Bielefelder Berg stauen?
So macht man das. Auf ein Neues!
Von links: “Schönheitsfarm” auf der Detmolder Straße gegenüber dem Landgericht. Mitte: Der Durchblick von der Niedernstraße zum Alten Markt. Rechts: Seitenportal des Theaters am Markt.
Die August-Bebel-Straße, Blickrichtung Detmolder Straße. Hier finden sich Kleingewerbe, Kreative, Kneipen in schöner Eintracht bunt gemischt. Ein gewisser Franz Müntefering würde es wohl heute als “Prekariatsecke” bezeichnen, obwohl hier sicher Wurzeln der Deutschen Sozialdemokratie klassischer Prägung liegen.
Nachdem die Freiräume der AbhängigenRaucher vom wahnsinnig vorsorglichen Vater Staat immer mehr eingeengt werden, gibt es ein paar letzte Bastionen, die trotzen. Hier an der Arthur-Ladebeck-Straße gegenüber dem Marktkauf Nr.1 treffen sich heimlich kurz vor Geschäftsschluß die Tabakjunkies und kaufen ihren Vorrat, den sie neutral verpackt in der MoBielbahn nach Hause karren. Demnächst aber, so hört man, werden Tabaksheriffs in braunen Overalls eingesetzt. die das Treiben eindämmen sollen. Dann heißt es: “Tabaksteuer dürfen Sie natürlich bezahlen, die Ware bleibt aber hier. Tabak tötet Leben”. Komisch, aus dem grünen Warenhaus gegenüber werden ganze Schnapsberge herausgefahren. Ja, es soll sogar Jugendliche geben, die sich damit die Kante geben. Tötet Allohol in Mengen nicht auch?
Der Affe - Symbolfigur des Trikotagenherstellers Trigema - auf dem Dach des Bielefelder Outlets an der Eckendorfer hat einen grandiosen Ausblick: Direkt vor ihm ein Erotikmarkt, dahinter eine Bulettenbraterei mit dem güldnen “M”. Womit mal wieder alles abgedeckt ist: Voyerismus, Sex und das Fressen, Verzeihung Essen. Braucht der AffeMensch mehr? Ja, viellleicht noch ein deutsches Trigemachen, das wenigstens in hiesigen Landen hergestellt wird und nicht in chinesischen Kesseln von Kindern in Chemobrühe gerührt wurde.
Wie mehrmals beschrieben, wurde im Dezember 2006 das Mantelhaus in der Niedernstraße für 5,1 Millionen Euro an die Berliner Hapag versteigert. Das Geld, bestimmt für die Gläubiger, wurde niemals gezahlt. Immer wieder erzählte die Sparkasse Bielefeld als Hauptgläubigerin, “das Geld fließe jetzt”. Nichts tat sich, nun soll erneut zwangsversteigert werden. Da bleibt doch die Frage unbeantwortet, welches Forderungsmanagement diese Sparkasse eigentlich betreibt. Jedem Kleinstkreditnehmer oder Mittelständler hätten die nadelbestreiften Damen und Herren aus der Schweriner Straße blitzschnell das Messer an die finanzielle Gurgel gesetzt. Hier, wo es um Millionen geht, verbleibt nur dümmliches Achselzucken….. Eine eventuell erst in ein paar Monaten anzusetzende neue Versteigerung kann natürlich auch erheblichen Verlust an Anlegergeldern von Sparkassenkunden bedeuten. Denn die stehen mit ihren Einlagen für wenig Zinsen hinter dem Apparat.
Sagen Sie nicht, die Bielefelder würden nicht alles tun, um es Ihnen hier in der Weltstadt am Teuto fein zu machen. Hinter Brackwedes Hauptpost an der Hauptstraße ist eine Chardonnay-Rebe grad dabei, die traurigen Müllcontainer olympisch zu umkränzen. Wenn das mal kein gutes Zeichen für die kommende Saison ist. Wollen wir das Erzeugnis der Traumlage trocken ausbauen oder gleich ins Barrique geben? Trinkbar wäre es zum DFB-Pokalfinale in Berlin 2008, wenn Arminia gegen Bayern antritt. Skål!

Obwohl der ostwestfälische Schreiber schon länger um die labile Gesundheit eines nahestehenden Menschen wußte, kann die ganze Wahrheit und die endgültige Gewißheit doch noch einmal heftig einschlagen ……
Kaum zu glauben, wie sich in diesem Jahr die Rosen entwickeln. Selbst stark zurückgeschnittene Büsche sind über und über mit Knospen besetzt. Ob es an Ostwestfalens guter Luft liegt?
Alter Markt mit Gebäude der zum Oetker-Konzern gehörenden Lampe-Bank und “Puddingbrunnen”. Der Slogan der Bank lautet übrigens: “Für Wenige Besonderes leisten”.
Ein Innenhof mit eigenwilligem Ambiente, erreichbar von der Mauerstraße.
Auf der Website von Arminia Bielefeld läßt sich verfolgen, wie derzeit die Wahl zum “Arminen der Saison” steht. Däne Jonas Kamper, der mit den spektakulären Toren, führt mit 25,9% der Stimmen vor Radim Kucera, 17,1%. Noch kann man seine Stimme abgeben.
Weils für Bielefeld ziemlich wichtig ist, hier mal eine Pressemeldung der Stadt Bielefeld:
“Anhörung zum geplanten Heizkraftwerk
Der Hauptausschuss des Rates der Stadt Bielefeld hat am 26. April eine Anhörung zum geplanten Heizkraftwerk der Stadtwerke Bielefeld GmbH beschlossen. Beginn der öffentlichen Veranstaltung ist am 31. Mai 2007 um 16.30 Uhr in der Stadthalle Bielefeld. Einlass ist ab 16.00 Uhr.
Auf Antrag der vier Fraktionen hatte der Hauptausschuss einstimmig “eine weitere qualifizierte, unabhängige und transparente Beratung durch Fachleute” beschlossen. Für jeden der insgesamt sechs Berichterstatter sind 30 Minuten für eine Stellungnahme vorgesehen. Im Rahmen der Anhörung soll den Mitgliedern des Rates, des Aufsichtsrates, der Geschäftsführung und der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke sowie den Mitgliedern des Verwaltungsvorstandes der Stadt Gelegenheit eingeräumt werden, Nachfragen zu stellen. Im Anhörungstermin soll weder eine Entscheidung getroffen werden, noch soll es eine Aussprache über die Positionen geben.
Die Anhörung wird vom Oberbürgermeister geleitet. ”
Geplant wird bislang ein Kohlekraftwerk………..
Aus einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten von heute: Mit Stefan Aigner von Zweitliga-Absteiger Wacker Burghausen kommt ein Mann für das offensive Mittelfeld, Rowen Fernandez (Kaizer Chiefs, Südafrika) ersetzt Marc Ziegler auf der Torhüterposition.
Bielefeld hat trotz aller negativen Seiten zumindest einen landschaftlichen Pluspunkt: Der Teutoburger Wald liegt vor der Haustür. Also bei 23 Grad den Hund geschnappt und oberhalb des vor den Toren der Weltstadt liegenden Städtchens Werther geparkt. Ein Stück Hermannsweg führt durch dichten grünen Laubwald, vorbei an der Arminius-Quelle Richtung Ascheloh, das wiederum einen schönen Blick auf die ebenfalls nur einen Katzensprung von Bielefeld entfernte kleine Stadt Halle erlaubt. Der Kopf wird klar, die Kreativität angeregt und der Mist der allgemeinen politischen und gesellschaftlichen SchiefGemengelage fällt ein wenig von einem ab. Man sollte es öfter tun und sich erinnern, was Hermann der Cherusker im Jahre 9 n. Chr. mit den Römern machte. Nennen wir die Römer doch einfach mal “Einige Berliner Politiker”. Na?
Neulich schruben wir hier über den Fall eines Bekannten. Dem mittelständischen Unternehmer spielt die Sparkasse Bielefeld recht bös und unfair mit. Er schrieb einen langen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Bielefeld, Hans-Georg Vogt. Gestern kam Antwort. Nein, nicht vom ewig freundlich (oder eingefroren) lächelnden OpaVorstandsvorsitzer sondern von der immer schon zuständigen. völlig überforderten und ohne Entscheidungskompetenzen agierenden Sachbearbeiterin. Der hatte er das Schreiben einfach zurückgegeben ohne auch nur mit einer Silbe auf offensichtliches Mißmanagement einer Filiale einzugehen.
Aber wahrscheinlich sind von der Sparkasse mit Sparergeldern gesponserte Seifenkistenrennnen wichtiger als der Fortbestand mittelständischer Unternehmen, denn unser Bekannter ist leider kein Einzelfall. Er hat sich jetzt aber per Wirtschaftsanwalt an den zuständigen Aufsichtsrat und die Beschwerdestelle des Bundesaufsichtsamtes für Finanzen gewandt. Recht so. Auch in Zeiten von Basel II hat ein Vorstandsvorsitzender die verdammte Pflicht, mal nachzugucken, was seine Untergebenen so treiben. Wir werden das Ganze aufmerksam verfolgen und raten ihm zu mehr Nervennahrung:
Der Herausgeber und Chefredakteur der Zeitung mit den 500 Worten und Gigantoheadlines hat am Bielefelder Gymnasium am Ursulinenkloster seinerzeit Abitur gemacht. Vergangene Nacht wurde sein privater Mercedes der R-Klasse (laut Auskunft Bielefelder Niederlassung Daimler-Chrysler, ein “Luxuskombi um die 60 Tsd. Euro aufwärts”) in Hamburg Opfer eines Brandanschlages. Nun ist Kai D. zwar ein ziemliches Brechmittel und bar vieler Rücksichten, aber Brandanschläge sind sicher nicht das Mittel politischer Auseinandersetzungen im Vorfeld des leidigen G 8-Gipfels in Heiligendamm.
Einer aber freut sich sicher klammheimlich über die dämliche Steilvorlage: Wolfi “Rolli” Schäuble, der Innenminister in der Scharfmacherrolle.
Was die Abfackelung des Diekmannschen Edelllasters noch mehr zu einem Blödsinn macht…..
Da haben die Verantwortlichen der Arminia ja nun doch noch schnell reagiert und melden:
“Nachdem es zuletzt durch diverse Medienberichte leichte Irritationen bezüglich der vertraglichen Situation des DSC-Trainers gab, wurde heute für Klarheit gesorgt: Ernst Middendorp unterzeichnete einen neuen, bis Juli 2009 gültigen Vertrag.”
Na, darauf dann eine Kiste Chardonnay. Ernst, wir wüßten auch ein passendes Wohnhaus mit Blick auf grünen Rasen :-))))





















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