Archiv für den Monat: April 2007

Windstill. 21 Grad

Westfälische Ansichten mit Windrad. Davon stehen in Ostwestfalen und im Münsterland jede Menge. CDU-Ministerpräsident Rüttgers hat seine Ankündigung, die „häßlichen Monster“ zu dezimieren, wohl noch nicht wahrmachen können. Windenergie ist – auch hier – nach wie vor eine Boombranche.

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Dauerthema Hauptbahnhof

Hinter den renovierten Hauptkulissen des Bahnhofes siehts nach wie vor aus wie in einem Potemkinschen Dorf. Hinter den Kulissen Müll, Schutt und Unfertiges. Völlig zurecht nimmt die SPD-Fraktion im Rathaus das Thema Hauptbahnhof wieder auf und kritisiert die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Bundesbahn, die ohnehin schon 6 Jahre bis zur Fertigstellung des Bahnwerks brauchte. 2000 war geplant, 2006 wurde es. Wo bleibt der Druck der Stadtoberen?

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Was vom Kuchen bleibt

Auch fast schön mönchische Zurückhaltung bei jeglicher leckerer ostwestfälischer Kuchenart bewahrte nicht davor, das er mit durch 3 teilbaren Stücken daheim einlief. Immerhin gelang der Umstieg auf Apfelkuchen und Käsekuchen statt Käsesahne. Nächste Stufe wäre dann westfälischer Pumpernickel aus den Dampfbäckereien des benachbarten Münsterlandes…….

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Es ist angerichtet

Trotz der gegenwärtigen Schafskälte würde man sich unter strahlender ostwestfälischer Sonne an diesem Samstag doch schon mal gern auf die Terasse setzen. Es hindern aber a) die Kälte und b) eine noch nicht weiß gestrichene toskanische Mauer, bei deren Anblick die Dame des Hauses doch schon despot bei Erdbeerkuchen mit Sahne auf den zu tätigenden Anstrich hinweisen würde. So ist´s gut mit der Kälte 🙂

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Auftritt einer Diva

Gestern Abend war viel Ostwestfalen mit dabei, als die AIDADiva, jenes gigantische neue Kreuzfahrtschiff, gebaut in Pappenburg bei Meyer, im Hamburger Hafen getauft wurde, Dumpfe Bässe zu einer Komposition von DJ Westbam, Feuerwerk aus Bielefeld und selbst der Schreiber hat noch in einer gewissen Weise bei gewissen Produkten auf dem Schiff mit der Diva zu tun :-))

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Verehrter Fahrschullehrer

Mehrmals hielt er es trotz Aufforderung nicht für nötig, sich im gestrigen Megastau dem „Reissverschlussprinzip“ unterzuordnen, der Herr Fahrschullehrer mit dem Kennzeichen „LIP“. Ein tolles Vorbild für lippische Fahrschüler. Oder einfach nur ein tumber Typ?

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Ruhe vor dem großen Biß

Noch schlummern sie in ihren Tüten: der Spargel vom Spargelhof Brackwede und neue Kartoffeln von ebenda. Heute in der Früh war es nahe Null Grad, die Bäuerin befürchtet sogar Frostschäden trotz der Folienabdeckungen für Spargel und Früherdbeeren.

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Mittendrin statt nur dabei

Gestern. Tag der Megastaus. Gegen 8 fuhren auf der Autobahn A 2 kurz hinter Bielefeld drei Laster ineinander, nachdem einem der Reifen geplatzt war. Umstürzen und die Fahrbahnen gründlich blockieren. Bis auf 12 Kilometer staute es sich, der Schreiber mittendrin. Die hannoverschen Messetermine verschoben sich dementsprechend. Als er abends zurückfuhr wurde immer noch aufgeräumt. Schaden: 150.000 Euro. Glücklicherweise gabs keine Verletzten. Ein Wunder, sieht man die völlig zertrümmerten Lastwägen.

Stadionausbau in Gefahr?

Das meldeten die Medien zum Schüco-Arena Endausbau am 17. April:

17. April Baugenehmigung für Ausbau der SchücoArena

Das Bauamt der Stadt Bielefeld hat heute die Genehmigung für den Endausbau der SchücoArena erteilt. Die Baugenehmigung wird jetzt den Grundstücksnachbarn zugestellt, die sich in den nächsten vier Wochen dazu äußern können. Das Bauvorhaben entspricht aber nach Angaben des DSC Arminia genau dem Vergleichsergebnis des Verfahrens vor dem Mindener Verwaltungsgericht. Arminia will nach dem letzten Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover Mitte Mai mit dem Endausbau des Stadions beginnen.

Wie man heute hört, sollen eine Reihe von Anliegern des Stadions Beschwerde eingelegt haben…… Ein Aprilscherz?

Äh, hmmmm

Wenn man die Eckendorfer Straße Richtung Heepen fährt, sieht man das Schild erhaben über einem rammelvollen Parkplatz sich erheben. (Heute zumindest konnte man die Fülle beobachten, weil das Gelände von ATU her gut einsehbar ist…). Der 19. April ein Sturm – und Drangtag?

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Von wegen: keine Bronx

Man muss in Bielefeld gar nicht sehr genau hinsehen, man entdeckt sie unwillkürlich und ständig, die wunderbaren Seiten verfehlter Stadtplanung, des Größenwahns und der unerfüllten Höhenflüge. Nach einer gewissen Zeit, in der Stadtverwaltungs- und Ratsseitig tunlichst nicht darüber gesprochen wird, passt sich die Baulücke/ruine dem Allgemeinen an und schwupps ist sie integriert in das allgemeine Stadtbild. Bis, ja bis eine Kamera kommt und das Ding mal wieder digital festhält. Voila. Das hier ist die linke Seite der Hauptpost. Da sollte wohl mal was angebaut werden. Dahinter erstreckt sich ein x Fußballfelder großes Plattland.

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Mal lecker Müll gucken?

Die Stadt Bielefeld meldet:

Am Mittwoch, 25. April, veranstaltet die VHS von 10.00 bis 12.00 Uhr eine Betriebsbesichtigung der Müllverbrennungsanlage. Diese ist seit dem 1. Juli 1981, also seit 25 Jahren, in Betrieb und mit ihren hohen Türmen ein neues Wahrzeichen des Bielefelder Stadtteils Heepen. 360.000 Tonnen Abfall werden dort jährlich verbrannt, Strom und Fernwärme wird erzeugt und in die Verteilnetze der Stadtwerke eingespeist. Was passiert mit den Schadstoffen und Schlacken, was gibt es für gesetzliche Regelungen? Diese und weitere Fragen beantwortet Referent Lars Papalla in seinem Vortrag und während einer Führung. Treffpunkt ist das Haupttor am Schelpmilser Weg 30. Die Führung ist entgeltfrei, jedoch ist vorab eine telefonische Anmeldung unter 0521 / 51-2222 erforderlich. Zweckmäßige Kleidung wird empfohlen.

Wär doch mal was. Mülltonne vollmachen, Müllfahrzeug verfolgen. Und in Heepen gucken, wie die das verfeuern.

Der Torwart ohne Angst vorm Vorstandsschuß

Mathias Hain, Keeper von Arminia Bielefeld, war immer schon ein Mann klarer Worte. Jetzt hat er der Vorstandsetage des Fußballbundesligisten einen vor den Latz geknallt. Anlaß war die öffentliche Kritik der Nadelstreifenträger an der Einstellung des Teams. Aber Geschäftsführer Kentsch ist bekannt für seine Sticheleien. die wohl auch in letzter Konsequenz Trainer wie Rapolda und von Heesen vergrault hat. Unterstellen wir einfach mal, das Banker Kentschens Intuitionen dahin zielen, Arminia Bielefeld zu einer westfälischen Bank mit angegliederten Fußballteams zu machen. Ansonsten hört man rund um die Alm, daß der DFB eventuell das Almstadion zu einem der Spielorte der Bewerbung um die Frauen-Fußball-WM in Deutschland machen will.

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60-Tonner?

Wenn man mal kurz von Bielefeld in die Kapitale Hannover zum Messeschnack huscht, begegnen einem unendlich viele Lastwägen, fahren neben einem her, dräuen mit ihren Kühlern und Überholmanövern vom Feinsten. Der Bielefelder Berg ist ja berüchtigt für Auto-LkW-Berührungen der besonderen Art. Also, stellen Sie sich das Ding jetzt einfach mal als 60-Tonner vor. „Gigaliner“ sozusagen. Na? Ansonsten brauchte man heute fast doppelt so lange hin und zurück…..

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Der kleine, gemeine Splitter

Das ist der Splitter. Nein, nicht im Auge sondern an einer DSL-Anlage. Wenn er wegen Stromüberspannung das Leben aushaucht, geht nichts mehr. Wie gestern ab 15 Uhr. Ein Lob dem T-Punkt an der Detmolder, deren Mitarbeiter sich wirklich fachlich, sachlich und überhaupt kümmerten und ein Lob auch dem Telekom-Mann, der heut Abend noch rauskam und die Leitungen durchmaß. Ob und wie er seinen Job weiter machen kann, darf, muß steht in den Sternen. Der Konzern muß wegen seiner kolossalen Gewinne extrem sparen :-)) Vielleicht ist der Splitter im Auge des Humankapital abbauenden Telekom-Vorstandes aber auch ein veritabler Balken????

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Arminengemetzel im Getränkemarkt!

Keine Chance für Arminia im Flaschenfußball:

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In der kunstvoll nachgebauten Veltins-Arena treten als selbstgebastelte Fußballerflaschen die blau trikotierten Schalker gegen die Blauen (in weißen Trikots) an und hängen diese mit 2:0 in der 19. Minute klar ab.

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(Kürzlich gesehen im Bielefelder Marktkauf-Getränkemarkt.)

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Der siebte Abstieg?

Da gucken sie mit langen Gesichtern aus der Tageszeitung heraus: Kentsch und Saftig. Geschäftsführer Finanzen und Sport bei Arminia Bielefeld. Dabei war doch alles so schön eingefädelt. Stadionendausbau. Millionen-Anleihe bei den unendlich geduldigen Fans. Bei all diesen gschaftlhuberischen Aktivitäten hatten beide vergessen, um was es eigentlich geht: die Mannschaft. Für die 1. Liga wohl zu schwach, für die 2. einen Tick zu stark. Das ewige Spiel der Arminia. Die ewig gleichen Fehler der Verantwortlichen. Jahrhunderttrainer Middendorp hat die Seinen nach Herzlake einbestellt. Der „Geist des Emslandes“ soll letzte Kräfte frei machen. Wir werden sehen, ob´s bei Volkswagen am Wochenende reicht…..

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Wie´s so geht?

Eben rief jemand in Bielefeld an. „Wie gehts denn so nach dem kurzen Urlaub?“. Stille. „Wollen Sie das ehrlich wissen oder geschönt?“. „Ehrlich“. Also gut. „Lieber wäre ich jetzt hier, auf dem Autozug aber in Richtung weg von Bielefeld“. „Soso…..“

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Ostwestfälisches Pokerface

Da halten sich die Erziehungsverpflichteten jenes 17 jährigen ostwestfälischen Gymnasiasten nichtsahnend mit Hund auf einer nordfriesischen Insel auf, vermeiden den Gang ins dortige Spielkasino und was macht der Zögling? Sitzt offensichtlich mit einigen anderen Mitgymnasiasten bei diversen Kästen Bier, Strothmann-Korn (Brrrrrrrrrrigitt) und einer Flasche Absinth aus der Hausbar obercool (siehe eingekreiste Brille) um den Esstisch herum und pokert. Dieser Ehrgeiz, dieser Einsatz, diese Coolness und die schulischen Leistungen wären, ach lassen wir das….. Wahrscheinlich haben wir nur keine Ahnung von der wirklich wichtigen Dinges des Lebens 17 jähriger Zöglinge. Wir allerdings hätten früher die Brille und die Pokerchips vor Eintreffen der Erziehenden verschwinden lassen. Offensichtlich reicht die heutige Coolness dazu nicht mehr aus :-))

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Grabesstille in Schücos Arena und die NW-Pizzaschlacht

Arminia läßt sich von den Bembelträgern aus Frankfort abziehen: 2:4. Jetzt also schon 4 Punkte hinter der Flughafengesponsorten Truppe. Da kommt man aus einem kurzen, schönen Inselurlaub zurück, findet in der Post einen bescheuerten Brief, den man ja noch irgendwie ab Montag kontern kann und dann……. Arminia. Es kann keinen Spaß machen, in der neuen Saison in der endausgebauten Alm vor 10.000 Hanseln gigantische Schlachten gegen Aue, Paderborn oder Unterhaching zu schlagen. Ich vergaß, Paderborn spielt ja auch 2. Liga….. Clubs wie Cottbus und Hamburg, ja auch Frankfurt zeigen derweil, wie man auch ohne „Jahrhunderttrainer“ dem Abstieg entspielen kann. Wie heißt der „Direktor Sport“ von Arminia noch?

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Und in Bielefelds Blogs kocht die Suppe hoch ob der Pizzaschleichwerbung des ProvinzblattsLokalblattes NW Neue Westfälische Zeitung. Ach Lothar Schmalen, Lokalchef der NW, Ihnen hätte ich ein klein wenig mehr Fingerspitzengefühl beim Trennen von PR, Unternehmenswerbung und wirklich Wichtigem zugetraut….. Hat die – sicher kostenlose – Biopizza denn tatsächlich pflichtgemäß gut geschmeckt? Spülten Sie mit konzerneigenem Sekt, wie böse Zungen nachlegten? Gegen gute Bielefelder Pizzerien schneiden die Ofenfrischen von den Oetker-Fliessbändern doch eher ziemlich pappig ab. Allerdings liefern sie einen weitaus höheren Deckungsbeitrag zu grandiosen Konzernbilanzen als bei Pizza-Toni umme Ecke:-))

„Unabhängig, überparteilich“

Wie fühlt man sich als Journalist,
wenn man auf der Titelseite seiner Tageszeitung
als Aufmacher
Reklame für eine neue Tiefkühlpizza macht?

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Auch dem Regionalteil ist die neue Tiefkühlpizza einen großzügigen Vierspalter wert:

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Wessen Pizza ich esse, dessen Werbeliedchen singe ich? Textprobe:

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Ach, NW, hast du das nötig?

Wo kriegt man was für gebrauchte Kleidung?

Liebe Leute,
bestimmt kennt sich jemand aus, wo (an welchen Second Hand -Laden…) man in Bielefeld als Privatperson gut erhaltene Kleidung für ein paar Euros verkaufen kann (z.B. Kilopreis oder ähnliches) ?

Bei dem GAB-Laden „Die Ankleide“ http://www.die-ankleide.de/ (gegenueber dem Arbeitsamt) kann man nur spenden (was auch voellig  okay ist) und es  ist fuer Unternehmen, nicht fuer Privatleute gedacht.

Zitat: „Die Ankleide arbeitet auf der Grundlage, dass Unternehmen Neuware spenden, die für einen symbolischen Preis verkauft wird. Die zweckgebundene Verwendung der gespendeten Bekleidungsartikel wird durch die bundesweit tätige Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut kontrolliert.“ …“Das Angebot der Ankleide richtet sich an bedürftige Menschen mit geringem Einkommen.Unter „geringem Einkommen” wird eine Bedürftigkeit verstanden, bei der die Menschen auf Hilfe zum Lebensunterhalt ( SGB XII ) angewiesen sind und somit das Einkommen Sozialhilfeniveau entspricht .Das Angebot der Ankleide richtet sich an folgende Personengruppen:

  • Arbeitslosengeld II – Empfänger
  • Empfänger von Sozialgeld
  • Empfänger von Grundsicherung
  • Bezieher von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Ein schriftlicher Nachweis über geringfügiges Einkommen muss für den Erhalt der Bekleidungsartikel vorgelegt werden, damit gewährleistet ist, dass nur Personen, denen auch mildtätige Hilfe im Sinne der Abgabenordnung §53 gewährt wird, die Ankleide nutzen.“

Danke für Tipps und Adressen im Voraus.   BeBe