Archiv für den Monat: März 2007

Samstagsbeschäftigungen

Während sie an einer unerquicklich schwierigen Übersetzungsaufgabe sitzt, räumt er des Gartens ostwestfälische Erde auf und packt alles – beobachtet vom hauseigenen Hund Murphy – in große grüne Säcke, die ihre letzte Ruhe in einem Entsorgungspunkt finden werden. Fertig ist weder sie noch er.

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Willkommen Camelia Japonica

Wer sachet denn. Pünktlich zum ersten Spargel aus dem Kreis Gütersloh (Hof Coesfeld) beginnt die Blüte unserer Kamelie hinterm Haus. Da Bielefelder aber keinen Spargel aus dem Kreis Gütersloh essen :-))) warten wir auf die Spargelstandsmeldungen vom Brackweder Spargelhof.

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Danish Dynamite schlägt BVB

Das erste der Gegen-den-Abstiegsspiele hat Fußball-Erstligist Arminia Bielefeld heute Abend in der ausverkauften SchücoArena Bielefeld gewonnen. Jonas Kamper, Däne im Arminen-Dress, war grad mal 10 Sekunden auf dem Platz und schoß das „Goldene Tor“ gegen schwache Dortmunder. Der Ballspielverein Dortmund liegt damit nun hinter Arminia auf einem Abstiegsrang. Und auf der Website der schwattgelben jammern sie…. Meine Herrn, Deutschland fassungsreichstes Stadion mit über 80.000 treuen Seelen, Sponsoren, die sich finanziell den Hinterrn aufreißen und was kommt raus?

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Die Nacht der langen Museen

Aus einer Pressemeldung von Bielefeld-Marketing:

„Kulturmetropole OstWestfalenLippes: 6. Nacht der Museen, Kirchen und Galerien in Bielefeld am 28. April 2007

„Besseres Wetter!“, der Wunsch von Veranstalter Bielefeld Marketing GmbH und Hauptsponsor Stadtwerke Bielefeld GmbH für die sechste Auflage der Bielefelder Nachtansichten ist klar formuliert. Die bei der diesjährigen langen Kulturnacht am Samstag, 28. April 2007, beteiligten 9 Museen, 5 Kirchen, 19 Galerien und 7 weiteren Orte der Kultur werden diesem Wunsch bestimmt zustimmen.“

Dann macht mal Watt ihr Stadtwerke-Volt 🙂

Kauflust. 100 Jahre Einkaufen in Bielefeld

Seit dem 23. März läuft im Historischen Museum Bielefeld die Ausstellung „Kauflust. 100 Jahre Einkaufen in Bielefeld“. Auf der Website des Himu heißt es: „Seit dem Mittelalter war Bielefeld eine Kaufmannstadt. Im Jahre 1907 wurde ein „Detaillistenverein der Textilbranche“ gegründet, aus dem später der Einzelhandelsverband hervorging. Bereits damals beherrschten Themen die Diskussion, die noch heute vertraut klingen: Rabattschlachten, unlauterer Wettbewerb, neue Formen des Handels, Konjunkturauf- und abschwünge. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung vom Kolonialwarenladen zum Erlebnisshopping und entführt in die Einkaufswelt der letzten hundert Jahre. Zwischen historischen Ladeneinrichtungen, künstlerischer Reklame und Schaufenstergestaltung wird auch die Frage nach der Zukunft des Einkaufens und des Einzelhandels gestellt.“

Historisches Museum Bielefeld
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld
geöffnet Mi – Fr 10-17, Sa/So 11-18 Uhr

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Arminia finanziell gesund am Abgrund

Gestern auf der Bilanzpressekonferenz des Fußballbundesligisten gab Finanzgeschäftsführer R. Kentsch die Zahlen bekannt: Im dritten Geschäftsjahr hintereinander gab es einen Überschuss, der Umsatz betrug rekordige 32,2 Millionen Euro. Rund 13 Mio. kostet die Profiabteilung. Gemessen am Schnitt der Bundesliga (45 Mio.) ist Arminia wahrlich ein ziemlich kleines Licht. Clubpräsident Schwick übte sich in Selbstkritik: „Wir hätten eher auf eine Entscheidung in der Trainerfrage drängen müssen“. Wie wahr, wie wahr. Aber leider fast zu spät. Ließe sich aber partiell Freitagabend gegen Borussia Dortmund schon mal abmildern.

Bielefelds letzte funktionierende Wassermühle

1535: die Mühle „nuwere mole“ an der „Lüttere Dyken“ wird erstmalig in einer Auflistung des Brackweder Vogts Samson Hoberg genannt. 1994 konnte nach fast 10-jährigen Bemühungen die Mühle Niemöller wieder eröffnet werden. Der „Mühlenverein“ hat es sich seitdem zu Aufgabe gemacht, die Mühle regelmäßig zu betreiben und schreibt dazu: “ Das oberschlächtige Wasserrad setzt ein Getriebe in Bewegung, welches drei Mahlsteine antreiben kann. Ein Mahlgang ist vollständig aufgebaut. Hier können wir frisches Schot aus biologisch angebautem Roggen und Weizen mahlen. Das frische Schrot kann gekauft werden, eine kleine Sammlung Brot-Backrezepte gibt es dazu“.

2007 ist die Mühle geöffnet:

Samstag, 21. April
Sonntag, 22. April
Samstag, 19. Mai
Sonntag, 20. Mai
Samstag, 16. Juni
Sonntag, 17. Juni
Samstag, 18. Aug.
Sonntag, 19. Aug.
Samstag, 08. Sept.
Sonntag, 09. Sept.
Samstag, 06. Okt. unter Vorbehalt
Sonntag, 07. Okt. unter Vorbehalt

2000 wurde die Mühle mit einem neuen Backhaus erweitert. Das komplette Backhaus wurde von Vereinsmitgliedern in Eigenleistung gebaut. Der Steinofen wurde nach alten Plänen aus Museen gebaut und wird wie in alter Zeit beheizt. An den Öffnungstagen wird immer samstags das leckere Schrotbrot und der „Platenkuchen“ gebacken.

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Bielefeld nur Deutschlands 36.grünste Stadt

Da denkt man, die Kapitale am Teuto sei von Grün nur so durchzogen. Denkste. In einem Grün-Ranking der deutschen Städte steht Haßliebe Hannover auf Platz 1, die Stadt an der Lutter dagegen nur auf 36. Bewertet wurde der prozentuale Anteil der Grünflächen im Stadtgebiet – jedoch ohne Sportplätze und Friedhöfe. Ja hätten sie die Friedhöfe und Sportplätze mitgezählt… Ich zähl mal auf: Kesselbrink, Gleisdreieck, Schüco-Alm, Rußheide, Fläche hinter der Hauptpost, das wunderschöne platte ehemalige Mercedes-Gelände an der Herforder, das ehemalige Hallenbad am Kesselbrink….

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Willem fährt vorbei

Als der Schreiber vor ein paar Jahren eine Wette einging, hätte er zu keiner Zeit gedacht, sie zu verlieren. Er wettete nämlich, daß der „Haller Willem“ niemals durchgehend von Bielefeld nach Osnabrück und retour – wie früher mal – fahren würde. Es kam anders. Heute ists Normalität und wird stündlich sehr gut angenommen. Die GurkereiFahrerei über die B 68 nach Osnabrück ist nämlich mangels Autobahn A33 zwischen Bielefeld und Borgholzhausen bis heute ätzend.

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Wenn Kleidung schmerzt…..

Weils um ein wichtiges Thema geht, zitieren wir mal aus einer aktuellen Meldung von Bielefeld-Marketing:

„Wenn Kleidung schmerzt

Interaktives Schulprojekt aus Bielefeld beschäftigt sich mit Problemen der weltweiten Textilherstellung

Wenn es um den Erwerb von Kleidung geht, sind die Deutschen Spitzenreiter. Branchenschätzungen gehen davon aus, dass jeder Bundesbürger pro Jahr im Schnitt 12 Kilogramm Kleidung kauft. Selbstverständlich ist, dass Waschanleitung und Materialbeschaffenheit auf dem Etikett stehen. Was fehlt sind die Angaben, von wem und unter welchen Bedingungen die Kleidung hergestellt wurde. Seit 2005 wirbt die Bielefelder Künstlerinitiative ART at WORK für einen bewussteren Umgang mit Textilien. Gefördert von der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung und unter der Schirmherrschaft von Minister Armin Laschet, Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, starten im April 2007 23 neue Workshops des interaktiven Schulprojekts „BRANDNEU! Wenn Kleidung schmerzt“.

Sie kommen aus China, Indien oder Bangladesch und haben oft eine Reise von mehr als 19.000 Kilometern hinter sich. T-Shirts, Hemden oder Hosen – rund 90 Prozent aller in Deutschland erhältlichen Textilien werden im Ausland gefertigt. „Die Umstände, unter denen die Kleidung hergestellt wird, sind oft erschreckend“, erzählt Pip Cozens, Mitbegründer von ART at WORK. „Kinderarbeit, Lohndumping und Umweltverschmutzung durch den Einsatz von Pestiziden gehören in der Textilindustrie zur Tagesordnung.“

Zusammen mit seiner Kollegin Annabelle Mayntz initiierte der gebürtige Engländer deshalb 2005 in Bielefeld das interaktive Schulprojekt „BRANDNEU! Wenn Kleidung schmerzt“. „Es geht uns nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger die Umstände anzuprangern und zum Kaufboykott aufzurufen – damit ist schließlich keinem geholfen“, sagt Annabelle Mayntz. „Wir wollen Entscheidungshilfen für den Einkauf geben und die Menschen dazu bringen, sich für verbesserte Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter einzusetzen.“

Obwohl Pip Cozens und Annabelle Mayntz die Aktivitäten von ART at WORK deutschlandweit betreuen und auch im Ausland tätig sind, schätzen sie den Standort Bielefeld. „Wenn hier ein Projekt angenommen wird, dann wird es überall angenommen. Die Ostwestfalen sind schwer zu knacken. Bielefeld ist daher die beste Teststrecke für uns“, sind sich die beiden einig.“

Hier war mal ein Loch

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Es hieß „Sieker Loch“ und bestand ziemlich lange. Alt-Bielefelder kennen es als Fundament einer Bauruine. Heute heißt das Ding „Eastend-Tower“. Da, wo Westend-Girls mittags ein Käffchen zu sich nehmen.

Piazza del Grauen

Als Napoleon seinerzeit aufgefordert wurde, auf dem Jahnplatz einen Bus von MoBiel zu besteigen, zog er nicht mal seine Hand aus der Uniform. Seit damals hat sich dieser städtebaulich richtungweise Platz, wo Herforder- und Bahnhofstraße sich kreuzend begegnen, wenig verändert. Was für Rom die „Piazza del Popolo“ ist für Bielefeld der PoJahnplatz.

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Bielefelder Salat. International

Was ist die Metropole des Teutoburger Waldes doch für ein internationales Pflaster: Cherry-Tomätchen aus dem Senegal. Feldsalat aus Frankreich. Petersilie aus Holland. Nur das Hähnchen, das da heut Abend gebraten drauf Platz nimmt, das kommt aus dem Westfälischen. Noch schwankt man hierseits zwischen einem OlivenölBalsamicoPfefferSalz-Dressing oder einer Zitronenlastigen Variante….

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One Apple a Day

Bevor man hier noch dem Vorwurf anheimfällt, von Mettbrötchen, Eischeibenbaguette oder halben Hähnchen mit Pommes zu leben, ein Apfelbild. Natürlich knackfrisch gekauft beim Vitaminchen in der City-Passage. Und ein Glas „Frühlingsmixsaft “ gleich parallel dazu. Genug Gesundes?

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Blogs bei NW angekommen

Mit ein paar Jahren Verspätung hat nun auch die Lokalzeitung NW Neue Westfälische Zeitung die Bloggemeinde entdeckt. Conrad Schormann schreibt heute auf der 1. Lokalseite über die Szene und ordnet den „Sparrenblog“ ganz oben unter den Blogs aus Bielefeld an. Nun denn…. Dieser Blog hier kommt bei Schormann nicht vor :-)) Vielleicht gut so, dann betrachten wir eben aus der Deckung was das Bielefelder Blatt so schreibt.

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