Archiv für den Monat: Januar 2007

Hermann und Thusnelda

Gibts nicht?Aber klar doch. Hermann, der Cherusker – eigentlich hieß der Junge Arminius – , steht auf einem hohen Sockel über dem Teutoburger Wald unweit Detmold und eine knappe halbe Autostunde von Bielefeld entfernt. Und Thusnelda war seine Gespielin, deren Vater aber gegen die Verbindung war. Half aber nichts, später wurde sie doch Hermannens Weib. Berühmt geworden ist Hermann aber durch den Sieg über die Legionen des Varus, der Anfang vom Ende der römischen Besatzung Germaniens. Manchmal wünschte man sich einen Hermann, wenns gegen gewisse Strömungen in der Gesellschaft geht. Oder? Wie schrieb doch Heinrich Heine in „Deutschland. Ein Wintermärchen? „Wenn Hermann nicht die Schlacht gewann / mit seinen blonden Horden / so gäb‘ es die deutsche Freiheit nicht mehr / wir wären römisch geworden!“

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Das Hermanns-Denkmal wurde 1875 feierlich eingeweiht. Das Schwert des Arminius mißt stolze 7 Meter.

1491

Die Süsterkirche. Ein Stück ganz altes Bielefeld. 1491 wurde 12 Augustinerinnen gestattet sich in einem alten Adelshof an der Güsenstraße niederzulassen. Die heutige evangelisch-reformierte Kirche (1514) und wenige Gebäudeteile erinnern noch heute an die „Süster“. Die Süster widmeten sich der Kranken- und Armenversorgung, stellten Textilwaren her und hielten sich Kühe, Schafe und Schweine (aufgrund einer Vorschrift nur für den Eigenverbrauch). 1616 wurde das Kloster aufgrund der mangelnden Wirtschaftlichkeit aufgegeben und an die Stadt übergeben. Mehr zur Geschichte gibts hier.

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Leise rieselt der Schnee….

Nun hat die „weiße Pracht“ also auch Bielefeld und Ostwestfalen erreicht. Heute morgen sah es wie überzuckert aus. Da konnte man sich die Süße im Kaffee glatt sparen:-) Die Straßenwachten greifen nun ihre bebunkerten Salzvorräte an und Rußlands Gas strömt stärker, um zu wärmen. Hoffentlich dreht da keiner am roten Rad in Weißrußland.Und, liebe Arminen, vergesst Eure Rasenheizung nicht für den morgigen Almnachmittag gegen die Hanseaten.

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„Tüte“ hinter die Hauptpost?

Wer aus der Bielefelder Stadtbahn zwischen Hauptbahnhof und Mövenpick-Hotel kommt oder zu ihr will, muss an den Obdachlosen, Jugendlichen und Junkies vorbei, die sich ab 12 Uhr mittags an der „Tüte“, dem Eingang zur kleinsten U-Bahn der Welt Stadtbahn sammeln. Das seit Jahren bekannte Problem soll nun endlich gelöst werden. Wie die NW Neue Westfälische Zeitung heute meldet, habe die Stadt Bielefeld ein Konzept entwickelt, in dessen Mittelpunkt die Verlagerung der Szene auf das brach liegende Gelände hinter dem Hauptpostgebäude an der Naharyastraße stehe. Der dort etablierte Drogenstrich solle aber bleiben….. Nun denn, Bielefeld hätte auch noch andere schöne Plätze anzubieten: das brachliegende ehemalige Mercedes-Benz-Gelände an der Herforder Straße, das Brachgrundstück gegenüber den Stadtwerken, der Neumarkt und noch viele mehr, über die wir hier schon schrieben. Seid einfach kreativ, Ihr Stadtverwalter. Macht ein paar Zimmer bei Euch frei und schon kann man das Ganze ins Neue Rathaus verlegen. Ok, das ist Satire. Aber angesichts des Zustandes mancher Stadtflächen muss man einfach mal großflächig denken. Oder?

Arminia im Formcheck. Schwächelnd?

Die Rückrunde der Fußball-Bundesliga beginnt am Wochenende. Dabei hat Arminia den Hamburger SV im ausverkaufen Stadion zu Gast. Im Formcheck von T-online hat man Bedenken:

“ Die Ostwestfalen haben eine tolle Hinserie gespielt, doch nun fangen die Probleme an: Trainer Thomas von Heesen hat seinen Abschied zur neuen Saison bekannt gegeben und auch Verteidiger Westermann wird wohl nicht mehr lange in Bielefeld spielen. Unruhe im Team ist angesichts des anstehenden Umbaus nicht auszuschließen. Schon zum Ende der Hinrunde hat Bielefeld geschwächelt und in fünf Partien nicht gewonnen. Zudem rissen die Tests in der Winterpause niemanden vom Hocker. Andererseits hat die Mannschaft spielerische Klasse und 22 Punkte sind ein gutes Polster. Wenn Ahanfouf ein Comeback glückt und Stützen wie Wichniarek und Kamper an ihre tolle Hinrunden-Form anknüpfen, spielt die Arminia im gesicherten Mittelfeld mit. “

Nun ja. Antwort is imma auf´n Platz. Also Samstag abwarten. Tip: Arminia gewinnt 2:1.

35:29. Weltklassehandball

Deutschland ist zurück im Handball-WM-Turnier. Wie ausgewechselt gegenüber dem Polenspiel ließen Brands Mannen den Slowenen im benachbarten Halle wenig Chancen. Morgen gehts gegen Tunesien. Leider nicht in der „Hölle von Halle“.

Schlecker zum Vierten

Schon wieder – zum vierten Mal – ist die Filiale des Drogerie-Filialisten Schlecker in Bielefeld-Sennes Badener Straße überfallen worden. Drei der Überfälle sollen vom selben Täter verübt worden sein. Diesmal erbeutete er ein paar hundert Euro. Warum lernt Schlecker daraus nicht, die Kassiererin nicht allein im Laden zu lassen?

Uwe Rapolder?

TvH ist noch Trainer von Arminia Bielefeld, aber das Spekulationskarussel dreht sich munter. Grad dementiert Arminen-Sportdirektor Reinhard Saftig den Namen „Uwe Rapolder“ auf der möglichen Trainerliste, da wird schon umgefragt unter den Fans. Und siehe da, „Uwe Rapolder“ – ehemaliger Arminen-Trainer – steht mit 37% ganz oben auf der Beliebtheitsliste. Kein Wunder hat er das Team doch aufgestiegen und danach in der 1. Liga bewahrt. TvH hat sein Spielsystem übernommen…… Wie singt doch Westernhagen?

„Ich bin wieder hier, in meinem Revier,
war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.
Ich rieche den Dreck, ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher, wieder zu Hause zu sein.“

Na Uwe, wie isset? Schließlich hat auch Bielefeld Theater, Buchläden, schöne Kaffees, eine grüne Alm….

Von Lemgo kommt ein Lichtlein her

Heute 17:30 Uhr kocht die „Hölle von Halle“, das Gerry-Weber-Stadion in der Nachbarstadt Halle, wieder über. Der Handball-Europameister von 2004, Deutschland, spielt gegen den damaligen Vize-Europameister, Slowenien. Bundestrainer Heiner Brand hat Lemgos Torhüter Carsten Lichtlein für die Hauptrunde nachnominiert. Macht Krach, Ihr Ostwestfalen und Lipper!

Von Schildesche kommend

Einen teuren, in Schildesche reparierten Kaffeeautomaten im Kofferaum über die dortigen Straßen zu transportieren, hat was von “ DDR Ende 1989″. Schlagartig wird einem bewußt, in welchem Zustand unsere Straßen in Bielefeld sind, obwohl die Steuer uns mehr denn je schröpft. Was, so sinniert der Mann mit dem fragilen Gut im Kofferaum, von den Stadtwerken Richtung „Neues Bahnhofsviertel“ rüttelndfahrend, passiert eigentlich mit den Milliarden, die Autofahrer blechen? Straßen werden damit jedenfalls lediglich partiell geflickt wie weiland der Schneider es mit den Hosen armer Leute machte. Halten wir abschließend fest, daß der Kaffeeautomat zwar umkippte, aber heil blieb.

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Shake it, Baby. Das „Neue Bahnhofsviertel“ von Schildesche aus im Blick

Das Wagnis

Obwohl die staatstragenden Bedenkenträger in den Pullundern und warmen Amtsstuben „unter Androhung einer Geldstrafe“ das Betreten Bielefeldscher Wälder verboten haben, habe ich es gewagt. Millimeter um Millimeter schob ich den rechten Fuß ganz langsam vom asphaltierten Gehweg in den orkangequälten Wald. Mich rechts und links umblickend, wagte ich es dann doch nicht, den linken Fuß gleichsam zu stellen und den Wald vollends zu okkupieren. Nirgends war eine Obrigkeit in Sicht – und Rufweite, keine Säge ertönte. Ob das schon vorauseilender Gehorsam ist? Wilhelm Tell hätte mir sicher keinen Apfel vom unmutigen Haupt geschossen. Ach was bin ich froh, das wir die „Obrigkeit“ haben und meist nicht selbst denken müssen. Das nehmen uns gegen lebenslange Versorgheit unsere lieben Amtsstubensitzer ab….. Natürlich unter Androhung einer hohen Geldstrafe.

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Die großen Schuhe

Thomas von Heesen verläßt mit seinen großen Schuhen also definitiv den DSC Arminia Bielefeld. Im Sommer, so sagt man. Im Sommer, so bekennen alle. Nur der Trainer sagt öffentlich nichts dazu. Auch nicht, ob er zur Borussia Dortmund geht. Und schon entwickeln sich die Gerüchte. „Bruno Labbadia kommt“, kolportiert da einer. „Ach was, der Ewald Lienen machts“. Aber klar ist: José Mourinho verläßt Chelsea nicht für Arminia. Womit wir das geklärt hätten, um keine Spekulationen aufkommen zu lassen.

25 : 27 in Halles Hölle

In einem dramatischen Kampfspiel der Handball-WM siegte Polen gegen Deutschland im Haller Gerry Weber Stadion vor den Toren Bielefelds am Ende mit 27 : 25. Die Deutschen scheiterten an ihren vielen Fehlern und zwei roten Karten gegen Baur und Roggisch, obwohl die Polen sehr hart spielten.

Bäume für Bielefeld

Nicht ganz ein Jahr ist es her, seit am 25. März 2006 der neu gegründete Verein „1000 Bäume für Bielefeld“ seine Arbeit begann. Eine Felsenbirne wurde auf dem Süsterplatz gepflanzt, eine Schild beschreibt Sinn , Aufgabe und Ziel. Der Verein will Bäume im Stadtgebiet pflanzen und schützen. Privatleute können sich an den Verein wenden, der kostenlos berät und die Bäume in den Garten der Bürger pflanzt. Wie viele bis heute gepflanzt sind, wissen wir nicht. Hoffentlich sind es viele. Auf einem Kerbholz am Süsterplatz soll es verzeichnet sein. Einfach mal zählen.

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Thomas von Heesen geht

Was die Spatzen seit Monaten von den Stadiondächern pfiffen, ist nun amtlich. Arminia Bielefelds recht erfolgreicher Trainer Thomas von Heesen verläßt den Club zum 30. Juni dieses Jahres und hat ein Angebot des DSC abgelehnt. Damit wäre der Weg – ausgerechnet – zu Borussia Dortmund frei. Vollmundig wie immer tönen Finanzgeschäftsführer Kentsch und Sport-Geschäftsführer Saftig: „Wir haben Plan B und C in der Schublade“….

Es sei hier daran erinnert, daß nach dem unrühmlichen Hickhack um von Heesens ebenfalls erfolgreichen Vorgänger Uwe Rapolder „Plan von Heesen“ aus der Schublade gezogen wurde….

Irgendwie ist Arminia nach wie vor ein Trauerspiel. Da können noch so viele Stadionausbauten erfolgen, entschieden wirds auf dem Rasen mit einer Mannschaft, die mehr Tore schießt als der Gegner. Ob Chelsea wirklich José Mourinho für Arminia freigibt ?

32 : 20

Klarer Sieg für die deutschen Handballer beim WM-Vorrundenspiel im benachbarten Halle. Die Argentinier waren – anders als ihre Fußballer bei der WM – in der zweiten Hälfte nur noch bessere Statisten vor 12.000 begeisterten Zuschauern. Ostwestfalen und Handball, das ist schon eine besondere Symbiose. Am morgigen Montag kommt es in Halle zum Vorrundengruppenendspiel gegen die ebenfalls zweimal siegreichen Polen.

Sonntägliches Zerrspiel

Und was macht ein ostwestfälischer Hovawart an einem solchen Sonntag? Er bringt seinen Ball an der Schnur und lädt zum Zerrspiel ein….. Da fällt einem doch sogleich das bayerische Zerrspiel um die diversen Pöstchen ein, an das hier nochmal erinnert sei und das noch lange nicht seine finale Runde erreicht hat. Aber was gehts das Volk in einem Freistaat an, oder?

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Das dritte 1:1

Wieder ein 1:1 in einem Testspiel der Arminia Bielefeld. Diesmal gegen die Mannen des tschechischen Erstligisten von Dynamo Budweis. Wobei Arminia drückend überlegen war, die Chancenauswertung aber wie schon wie gehabt nicht so recht klappen wollte. Der kommende Gegner zum Bundesliga-Rückrundenstart, der Hamburger SV, verlor allerdings zuhause vor voller Bude gegen Bayern München mit 0:2.

Bielefelds Wald gesperrt

Bis Mittwoch, 24 Uhr sind Bielefelds Wälder für Spaziergänger gesperrt. Das hat jetzt das Forstamt angeordnet. Wer dennoch seine Gehwerkzeuge in die Waldstücke setzt, muß mit Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit rechnen. Die Anordnung sei laut Behörde notwendig geworden, weil weitaus mehr Sturmholz zu verzeichnen sei als zunächst angenommen und die Forstarbeiter beim Freisägen der Wege möglichst nicht behindert werden sollen.

Ostwestfale neuer Bertelsmann-Chef

Der gebürtige Bielefelder Hartmut Ostrowski wurde am Freitag einstimmig vom Aufsichtsrat der Gütersloher Bertelsmann AG zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Der 48 jährige bisherige Chef der zum Konzern gehörenden Sparte Arvato AG (Druck/Dienstleistungen) löst den 64jährigen Konzernchef Gunter Thielen – Chef seit 2002 – zum 1. Januar 2008 ab. Die Bertelsmann AG gehört zu den drei größten Kommunikationskonzernen der Welt und kontroliert z.B. die TV-Sendergruppe RTL, den Zeitschriftenkonzern Gruner + Jahr sowie BMG-Music.

Sturm im Wasserglas

Die Altherrenriege gibt bekannt:

Bielefeld existiert, aber den Orkan gab es gar nicht.

Jedenfalls nicht in der Innenstadt.

Ein paar Windböen im Feierabendverkehr und ansonsten Wind, wie er jeden Herbst vorkommt.

Also alle wieder rauskommen!!

Und nochmal Axel H.

Gestern schlug MdL und SPD-Vorsitzender in OWL Axel Horstmann – wir schruben über ihn – per Presseerklärung zurück. Von „Anschlag auf die Verfassung“ ist da die Rede und der „aberwitzigen Idee“, jemand in der Energiewirtschaft Beschäftigtem eine Tätigkeit in der SPD absprechen zu wollen. Über den Vorsitz der SPD in Ostwestfalen-Lippe würden die Delegierten in den Unterbezirken und Kreisverbänden der Region entscheiden. Wann er nun sein Landtagsmandat abgeben wolle, schrieb er nicht.

Es scheint, als ob Axel Horstmann an schwerer Stoiberitis leidet und die hat gestern wie bekannt zu plötzlichem Rücktritt geführt. Wünschen wir einem Menschen mit der Gesinnung des Axel H. einfach ein wunderschönes, demokratisches Abstimmungsergebnis und „Null Punkte“ für den Kandidaten. Damit die politische Landschaft sich so ganz langsam wieder säubert und die Bodenhaftung an die Sohlen der Damen und Herren zurückkehrt.

„Kyrill“ war da

„Der Herrliche“ – so heißt das altgriechische „Kyrill“ – hinterließ gestern auch in Bielefeld und Ostwestfalen eine Schneise der Verwüstung. Glücklicherweise ist kein Todesopfer zu beklagen, die Menschen hatten rechtzeitig nach den vielen Vorwarnungen die Straßen verlassen. Die Feuerwehren hatte alle Hände, Sägen und Pumpen voll zu tun und im Hauptbahnhof stauten sich die Reisenden, weil die DB ab 17 Uhr Schichtende verkündete. Nichts ging mehr. In unserem Garten hielt sich Kyrill an unseren vergessenen Sonnenschirm, den er genüßlich „entblätterte“.

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Selbstmord ungeklrt

Am Montagabend wurde eine 50-jhrige Krankenschwester aus dem Klinikum Mitte in Bielefeld tot in einer Toilette gefunden. Das Klinikum kann sich nicht erklren, wie es dazu kommen konnte. Fest steht, dass die Frau Selbstmord begangen hat. Sie hat sich mit einer Substanz umgebracht, zu der sie nach Angaben der Klinik keinen Zugang haben sollte. Momentan wird geklrt, ob es eventuelle Schwachstellen im Klinikum gibt, der wie die Krankenschwester an die Substanz gekommen ist. Die Bielefelder Polizei hat den fall ebenfalls untersucht und konnte bislang kein Fremdverschulden feststellen.

Quelle: wdr.de